50 shades of grey sector

Oder auch: “Sin with Sebastian”

Damit ist die Stimmung schon gesetzt, denn es geht heute um Fesselspiele.

Sascha:
“Handschellen und Fesselspiele alleine retten noch keinen Film”
Gregor:
“Fesselt auch die Zuschauer nicht unbedingt.”
Tim:
“Vielleicht muss ja auch jede Figur mal gefesselt werden und heute ist es eben Delenn”

Genau. Aus uns völlig unerklärlichen Gründen ist der alte Kosh nämlich der Meinung, Delenn mal “testen” zu müssen.

Gregor:
“Das so wie am Tag vor der Hochzeit zu sagen: Jetzt will ich aber nochmal sehn, was ich da morgen kaufe!”

Und der BräutigamTrauzeuge ist auch schnell gefunden: Ein mysteriöser Fremder namens “Sebastian” verlässt das Vorlonenschiff und betritt unter Gehstockgeklapper die Station, um Damen angewidert in den Ausschnitt zu schauen. Und nein, das haben wir uns nicht ausgedacht.

DAFÜR hat der Kameramann bestimmt den Emmy bekommen.

Anschließend salbeiert er noch was von Moral und dass sich nix geändert hat und haut #ausgründen noch sein Geburtsjahr und seine Adresse raus um dann Captain Sheridan ein paar vorlonisch-kryptische Halbsätze vor die Füße zu schmeißen.

Tim:
“Ich muss sagen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt alles noch cool. Aber dann gehts los…”

Ja, dann geht Delenn in einen eigens vorbereiteten Verhörraum, bekommt ein paar Fesseln zugeworfen und wird auch akustisch gefesselt. Sascha hat das in seinen Notizen so zusammengefasst:

Es ist prätentiöses Blabla, was uns der gute Sebastian da gestoppte 26 Minuten um die Ohren haut. Das einzig Gute an diesen Szenen ist vielleicht noch dieser Screenshot:

Tja, da steckste nicht drin.

Die Auflösung ist natürlich mehr als billig: Delenn und Sheridan (der auch noch dazu kommt) sind bereit, sich für andere zu opfern, auch wenns keiner mitbekommt. DAFÜR den ganzen Bohei? Und dafür war echt in all den Jahrhunderten zuvor niemand bereit? Ernsthaft? Und dann dieser völlig herbeigezauberte Plottwist, wer Sebastian wirklich ist. Neee, bei aller Liebe, da können wir uns die exorbitant hohen Wertungen in den Staaten für diese Folge beim besten Willen nicht erklären.

Der Emmy für die Kamera-Arbeit geht allerdings in Ordnung

Tim:
“Die Kamera ist mir zumindest nicht negativ aufgefallen”
Gregor:
“Das ist eigentlich schon alles, was man sagen kann. Sie stand nicht im Weg rum, ist keiner drüber gefallen…”

Gerade in der B-Handlung, die unserer Meinung nach die A-Handlung sein müsste, zeigt der Kameramann mal, wovon Richard Compton nicht mal von zu träumen gewagt hätte. Denn die Inszenierung der Szenen weiß ebenso zu gefallen wie die Handlung:

G’Kar versucht, eine Widerstandsbewegung auf seinem Heimatplaneten aufzubauen. Als wäre Waffen besorgen nicht schon schmierig genug, muss er sich auch noch mit den anderen Narn auf der Station herumschlagen. Diesmal zum Glück allerdings nur verbal.

“Dä Centauri un de Erdallianz, die trübe uns in unsre Glanz! Darum sach ich Euch, Genosse, ab heude wird zurückgeschosse!” G’Kar muss mal wieder in die Bütt. Die anderen Nar(re)n würden allerdings lieber echte statt Lachsalven zünden.

Auch hier kann man über die Frage streiten, warum die anderen Narn gerade JETZT an G’Kars Fähigkeiten zweifeln und wer um alles in der Welt statt seiner einer einspringen sollte, aber egal. Hauptsache, wir müssen Delenn und Sebastian nicht zugucken. Statt dessen kriegen wir eine der besten Szenen der kompletten Serien serviert:

Am Ende kann G’Kar Stellung und Ansehen bewahren, indem er über Sheridans Ranger eine Videobotschaft von Narn Prime auf die Station schmuggeln lässt. Da hat er aber Glück gehabt, dass die Familie des Zweiflers noch am Leben war. Mehr noch: Die haben nur gute Botschaften zu verkünden:

Tim:
“Das Telefonat war mir etwas zu sehr eitel sonnenschein.”
Gregor:
“Der Vater hat auch überlebt. Und pass auf: Der Kredit ist auch abbezahlt!”

Machen wirs kurz: Die G’Kar-Handlung war überdurchschnittlich, die Folter-Handlung unterirdisch. Eine Mischung, die unsere Podcaster nur mittelmäßig begeistert zurücklässt. Nur wegen unseres Lieblingsnarn schrammt die Folge an einem Totalveriss vorbei. Wir vergeben

2 von 6 Penisse

Und wir würden wirklich gerne wissen, wie DU die Folge fandest. Denn im Fandom scheint die irgendwie gehypt zu werden. Warum auch immer.

Aber bevor Du uns eine Mail schreibst, guck doch noch hier vorbei:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
2,5 / 6
avatar Sascha
2 / 6
avatar Tim
1,5 / 6

Wenn Ihr mögt, schmeißt uns doch was in den Hut:

Der graue Rat bei Patreon

Alex , Gregor , Mary , Raphael , Sascha , Tim

6 Responses to “50 shades of grey sector”

  1. Sebastian (der ohne Stock) Says:

    Ich fand die Folge immer merkwürdig. Nicht wirklich schlecht, aber irgendwie nicht stimmig, bis auf G’kar, aber der, Londo und Garak aus DS9 könnten auch in einem grauen Zimmer 45 Minuten schweigend zusammensitzen und diese Folge bekäme von mir 5,5/6 Penissen. Mehr als 2 Penisse zücke ich da auch nicht.

  2. Sascha Says:

    Ja, der G’Kar teil ist toll. Vom Inhalt und von der Machart her. Das ist tatsächlich ne tolle Kameraarbeit, ohne Witz. Aber beide Auflösungen des Sebastian-Teils verpuffen bei mir irgendwie.

  3. Micha Says:

    Ich glaube das die Folge primär von weiblichen Fivern/Babylonier gemocht wurde weil hier quasi Delenn und Sheridan zusammen gekommenen sind.
    G’Kar ist immer toll.

  4. Sascha Says:

    Ist natürlich ne Möglichkeit, stimmt.

  5. Domink Says:

    Jetzt bin ich kein weiblicher Babylonier, allerdings bin ich mit einem guten Gefühl aus der Folge gegangen. Und dachte wirklich bei mir, das war cool. Scheinbar hat mich das prätentiöse Gelaber überzeugt. Ich muss aber auch gestehen, wenn ihr mich fragt, was mir gefallen hat, kann ich es heute nicht mehr beantworten.
    Ich weiß jedoch sicher, dass ich mich an die Folge und das Gespräch erinnern konnte. Was schon mal heißt, ich fand es nicht total scheiße. Viel geschrieben, nichts gesagt. So muss das sein.
    Euch lobe ich jetzt einfach mal für einen sehr unterhaltsamen und schönen Podcast und wünsche euch einen schönen Tag.

    P.S.: Babylon 5 müsste ja eigentlich die Größe von einer Stadt wie… öhm… Kassel haben. Sogar etwas mehr. Ich glaube, man sollte nochmal über die Infrastruktur sprechen. Wie viele Krankenhäuser brauche ich, welche Behörden, etc. etc.

  6. Michael Says:

    G*Kar wie immer erhabend.
    Das mit… Jack … naja… Wenn man ihn durch Mr. X ersetzt käme das gleiche raus… also naja, aber der Sinn dahinter ware schon … naja nicht spannend aber… anguckbar.

    Aber nochmals DANKE, dass ihr mir mene Kindheit weiter demoliert habt.

    Ich bin in den 90ern groß geworden und habe ua. den oben verlinkten Song gehört… ja nur gehört!
    Und dann noch weiter “vertieft” durch die Schlumpf-Version

    Und ihr macht es mit Softpornos, 50 Sheridans of Grey-Sector und BDSM kaputt!

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