Ein Duett unter Palmen

Gut, Palmen kamen in dieser Folge nicht wirklich vor, aber wir Facepalmen hin und wieder, falls das zählt. Und selbst Sheridan macht mit:

Heute bestreitet der Hauptcharakter die Nebenhandlung, die schnell erzählt ist. Garibaldi erzählt seinem Chef von einem geheimnisvollen grauen Sektor, in dem manchmal ganze Decks verschwinden sollen. Ach nee, von ganzen Decks war doch keine Rede. Keine Ahnung, wie wir darauf kommen. Egal. Soweit so belanglos, aber die Umstände sind sehr schön. Man bespricht sich nämlich beim Baseballspiel. Wieviel Sinn das in einer Station mit Künstlicher Schwerkraft ergibt, sei dahingestellt, aber es sieht gut aus.

Sheridan war früher offenbar begeisterter Geocacher und macht sich sofort auf die Suche. Im grauen Sektor findet er aber keine Dose, sondern nur einen toten Markab (ein Zeichen für die kommende Folge?), der ihn mit einem Energiewesen ansteckt, das ab sofort im Captain wohnt und ihn mit schlecht animierten Visionen quält:

“Ich bin der Geist der vorvergangenen Prozessorgeneration!” Nein, da haben wir im TV der 90ger schon deutlich schlechtere Drachen gesehen.

Aber unser Captain ist zwar auf den Kopf gefallen, aber nicht blöd, zählt 1 und 1 zusammen und bringt das Energiewesen nach Hause: In Sektor 14, da wo mal eine Station verschwunden war. Die Ganze Story dient offensichtlich nur der Lückenbüßerei und dazu, den neuen Captain mit Babylon 4 und Sektor 14 vertraut zu machen. Aber immerhin, wir haben noch eine Einsatzbesprechung in gemütlicher Umgebung mit gemütlichen Klamotten.

Und: Garibaldi ist in dieser Folge aussergewöhnlich kompetent (und das sagen wir nicht mit Ironie) sondern im Brustton der Überzeugung, denn unser guter Sicherheitschef rettet seinem Chef in dieser Folge gleich mehrfach den Allerwertesten.

Aber bleiben wir in gemütlichen Quartieren!

Gregor:
"Ich bin immer gerne in Londos Quartier. Das ist Dekadenz auf kleinem Raum"

Naja, erst legen wir noch eine kleine Operndarbietung im Flur vor dem Quartier ein:

Das Duett wird aber bald jäh gestört, denn ein alter Freund von Londo mischt sich von hinten die harmonische Männergruppe. Urzo hat nämlich Probleme zu Hause. Die müssen bei ein bis 50 leckeren Brivari geklärt werden. Und zwar NICHT aus dem Kelch eines Zimmermannes.

Londo vergisst allerdings, seinen alten Kumpel nach Details zu fragen und wendet sich ausgerechnet an den MenschCentauri, der jenem die ganze Sch…ande eingebrockt hat. Wir kriegen heraus: Refa kocht sein eigenes Süppchen auf Centauri Prime und geht dabei über Leichen. Und eine weitere wird sich gleich dazugesellen. Denn Urzo fordert seinen Fecht- und Zechkumpanen zum Duell auf Leben und Tod.

Stellt sich heraus: Urzo hat Londo absichtlich gewinnen lassen und der muss sich nun um die Familie des Opfers kümmern. Die ist damit aus dem Schneider, das ehemalige Familienoberhaupt steckt dafür auf der Schneide. Nämlich auf der von Londos Schwert. Der stellt fest: Alles mies gelaufen, aber da muss er jetzt durch.

War sonst noch was? Achja. Das angesprochene Meme mit Londo:

Alles in allem eine sehr durchwachsene Folge. Man könnte auch sagen: ein zweischneidiges Schwert, höhö. Auf der einen Seite die total generische “Der Captain ist bessesen” Handlung und auf der anderen zwei unserer Lieblingscharaktere im Duett und Duell. Wobei diese Geschichte mit Kampf auf Leben und Tod und Meine Ehre ist größer als Deine inzwischen ganz schön – Achtung! – totgeritten ist. Und so schaffen es selbst Londo und Vir nicht, die Folge über den Durchschnitt zu hieven und wir vergeben

3 von 6 Penissen

Und das haben wir noch für Dich zusammengetragen:

Und nun poliere Deine Klingen für eine Stunde messerscharfe Beobachtungen!

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
3,5 / 6
avatar Sascha
2,5 / 6

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