Im Hyperraum hört Dich niemand stöhnen

Zum Glück. Denn gestöhnt wurde viel bei der Aufnahme:

Und zwar nicht vor Lust, sondern eher vor Frust. Denn zwei klitzekleine Kleinigkeiten stören den heutigen Folgengenuss:

  1. Die Handlung
  2. Die handelnden Personen

Aber der Rest war in Ordnung…obwohl..die Regie könnte auch besser sein 🙂

Gregor: "Das ist alles so beliebig"
Sascha: "Ja, in der Tat" 
Tim: "Wir sind schon direkt richtig positiv, nicht?"

Aber der größte Stinker dieser Folge ist wohl eindeutig “Stinky”, oder wie wir ihn auch liebevoll nennen: Captain Linedancestiefel

Wir haben so eine Ahnung, wo “Stinky” seinen Spitznamen her hat und wollen nicht in der Nähe sein, wenn er seine Linedancestiefel ablegt

Oder wie Sascha ihn gerne nennt: “Tim Curry für ganz Arme” Denn ähnlich wie sein großes Vorbild trägt Stinky ein permanentes debiles Grinsen spazieren, im Gegensatz zu seinem großen Vorbild allerdings egal ob es zu Situation passt oder nicht. Was in manchen Szenen zu einem Grinswettbewerb zwischen den beiden Captains ausartet

Da guckt Sheridan nicht schlecht: Sein Kumpel grinst noch öfter als er selbst. Und dabei hat “Stinky” schon ein Auge zugedrückt

Also machen wir die Sache kurz und schmerzlos: Stinky ist ein “alter” Mentor von Sheridan und kommt auf die Station um Proviant zu tanken und Sheridan ein schlechtes Gewissen zu machen. Denn die echten Abenteuer, die erlebt man ja nur “da draussen” und unser Captain Nichtsinclair (hehe) ist eben nicht Sinclair und nicht zum Sesselpuper geboren. Der Angesprochene bekommt daraufhin Selbstzweifel und läßt seinen sonst so ordentlichen Schreibtisch regelrecht verlottern. Schlümm!

Wir wären froh, wenn unserer Redaktionsschreibtisch nur halb so ordentlich wäre.

Nachdem er also lange genug auf der Station rumgenervt hat, macht er sich auf den Weg in den Hyperraum. Weil…deshalb. Und dann explodiert der Antrieb. Weil….Technobabbel. Und die Cortez droht im Hyperraum verloren zu gehen. Weil…is so.

Aber unseren gottgleichen Captain kann das nicht erschüttern. Oder – nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen – hat auch er das Drehbuch nicht so recht verstanden:

Sheridan kann dann doch noch erst den Tag und dann seinen Freund retten, aber leider nicht das Leben des Quotenschwarzen, dessen baldiger Tod nach drei Zeilen Dialog extrem offensichtlich ins Gesicht geschrieben war…

Sascha: "Das war so offensichtlich, das der Stirbt.. "
Gregor: "Dem hätte man auch ein Redshirt anziehen können..."

Am Ende hat Sheridan seinen Seelenfrieden gefunden und offenbar auch den Papierkorb in seinem Büro und sein Schreibtisch ist plakativ aufgeräumt. Was uns auch gleich nochmal verbal um die Ohren gehauen wird, damit es auch der Zuschauer kapiert, der zwischenzeitlich mal weggenickt ist.

Ungefähr ebenso subtil wird die Frage in den Raum geworfen, ob da irgendwas im Hyperraum existiert. Spoiler: Ja!

War sonst noch was: Achja, in einer “lustigen” Nebenhandlung verordnet Doctor Franklin dem Führungsstab eine Diät.

Keine Angst, das wird später nie wieder erwähnt. Denn nach einer rührseeligen (und vermutlich erfundenen) Geschichte über Garibaldis traurigen Geburtstag und einer Einladung zum Essen ist die Sache – Achtung! – vom Tisch:

Und wer es nachkochen will: Hier das Rezept für Garibaldis Bagna Cauda (aus Jeff Smiths “Der sparsame Gourmet”)

1/2 Tasse Olivenöl
1/4 Pfund Butter (1 Stück) – keine Margarine!
5 fein gehackte Knoblauchzehen
6 zerstampfte Anchovisfilets
Schwarzer Pfeffer

Öl und Butter im oberen Teil eines Doppelkochtopfes erhitzen. Den Knoblauch in einer kleinen Pfanne in etwas von diesem Öl kochen, bis er weich wird. Die Anchovis hinzugeben und ungefähr 5 Minuten kochen, bis der Fisch zu einer Paste wird. Diese Paste mit dem heißen Öl und der Butter mischen. In eine Warmhalteschüssel oder einen Fonduetopf geben und auf dem Tisch warmhalten (es gerinnt beim abkühlen). [Anm.d.Ü: Und den schwarzen Pfeffer gibt’s zum Nachtisch!]

Klingt lecker. Auf jeden Fall leckerer als die Folge. Einziges Highlight war eigentlich das Namensschild dieses Piloten:

First we take the Cortez, than we take Berlin! “Jawoll, mein Captain!”

Am Ende hinterläßt die Folge drei glückliche Podcaster. Weil die Folge endlich zu Ende ist. Das war mit Sicherheit nicht das Meisterwerk von DC Fontana.

Gregor: "Man sollte einfach nicht irgendwelche anderen Leute das schreiben lassen! "
Sascha: "Das ist fast die Hauptlehre, die man aus dieser Folge ziehen kann"

Am Ende können wir froh sein, beim Griff in die Hose nicht vollends mit leeren Händen dazustehen und vergeben – mit viel gutem Willen! –

1,5 von 6 Penisse

Und das kannst Du Dir noch angucken:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
1,5 / 6
avatar Sascha
1 / 6
avatar Tim
1,5 / 6

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