Der schlechteste Drogendealer des Universums

Jetzt neu:

Dust Classic! – Weckt den Telepathen in Dir!

Es sei denn, irgendwelche schattigen Besatzer haben vor 1000 Jahren das Telepathen-Gen Deines Volkes ausgerottet. Dann könnte das Ganze natürlich

a) entweder nicht wirken

oder

b) tödlich enden.

Sagt man sowas seinem Kunden vor einem millionenschweren Drogendeal? Natürlich nicht!

Sascha:
“Der Typ ist echt ein Scheißverkäufer. Er sagt: Wir wollen Ihnen dieses synthaft teure Zeug hier verkaufen. In Größenordnungen. Aber sie wissen doch: Es ist saugefährlich für Narn, oder?!?”
Alex:
“Und es könnte ja bei Ihnen auch gar nicht wirken. Sind sie denn auch sicher, dass sie das wirklich kaufen wollen?”
Gregor:
“Schlechtester Verkäufer des Universums! Das beste ist aber, als er am Schluß fragt: Bei welchem armen Teufel wollen sie das Zeug denn ausprobieren? Also ob irgend ein Drogendealer das fragen würde.”
Sascha:
“Hey Du! Willst Du Drogen kaufen? Aber vorsicht! Die könnten gar nicht bei Dir wirken. Oder Dich umbringen!”

Wir präsentieren deshalb voller Ekel: Den schlechtesten Drogendealer des Universums. Diesen Typen hier:

Der ist auf die Station gekommen, um eine neue Modedroge unter die Völker zu bringen. Die macht aus Normalos Telepathen, die in den Köpfen anderer Leute spazieren gehen und an deren alten Erlebnissen teilhaben können. Klingt nicht übel. Also die Wirkung. Am Namen sollte man allerdings noch feilen, meinen die Herren Werbefachleute vom grauen Rat:

Gregor:
“Dust ist aber so marketingtechnisch kein cooler Name für ne Droge. Das hört sich so negativ an.”
Alex:
“Happy-Dust!”
Gregor:
“Ja! Das wär viel besser! Funny Dust oder sowas.”

Aber der Reihe nach: Das Ganze hat ja mit Telepathie zu tun und das bedeutet: Auftritt unseres Lieblings-Antagonisten, der auch gleich mal bekannt gibt, dass alles in Gefahr ist: Die Station. die Erde und das Psicorps. Und zwar in dieser Reihenfolge.

Alex;
“Eine Ankündigung in Bester Manier. Den Witz haben wir glaub ich noch nie gemacht.”

Da man ja grade Stationsführungsseitig ein bißchen Dreck am Stecken hat und man Gefahr läuft, dass die schöne kleine Verschwörung auffliegen könnte, wenn ein Telepath zufällig in den Gehirnwindungen des Personals rumstochert, hat man auf den Besuch natürlich so gar keine Böcke. Und zwar so wenig, dass die gute Susan gleich mal einen Mordversuch startet, der im letzten Moment von ihrem Chef vereitelt wird. Denn der hat, mit Delenns Hilfe, ein paar Minbari-Telepathen aus dem Ärmel geschüttelt. Für Susan sogar eine weibliche. Da braucht Bester gleich mal ein Beruhigungsmittel.

Das Zeug sorgt dafür, dass Bester für einige Zeit seine Telepathischen Fähigkeiten verliert, aber seine anderen Eigenschaften behält: Nämlich arrogant durch die Gegend zu laufen und Garibaldi auf den Sack zu gehen. Aber wir sind uns nicht sicher, ob Garibaldi ohne Besters Hilfe in der Lage gewesen wäre, den Drogendealer und seine Gang zu schnappen. Denn es zeigt sich: Auch ohne Kräfte ist so eine Psi-Cop-Uniform ganz schön beeindruckend. Gerade gegenüber unterbelichteteten Kleinkriminellen

“Hören Sie, ich habe jetzt schon 5 mal nach der Bedienung gerufen. Mir steht Wasser und Brot zu” – Lieber Brot als tot: Der unsympathische Kleinkriminelle vs der untelepathische Superschurke. Und Garibaldi als Beiwerk

Ente gut, alles gut. Der Dealer ist gefasst und die Ehefrau kommt den Psi-Polizisten abholen.

Gregor:
“Ich habe das Gefühl, hier sind wir sicher, hier werden wir nicht abgehört und die eine Minute, bis wir an Bord unseres eigenen Schiffes sind, kann ich nicht mehr warten, um Dir diese Information zu geben, Schatz.”

Doch halt! Trotz seiner unterdurchschnittlichen Verkaufstalente hat es unser Dealer ja doch noch geschafft, ein Tütchen an den Narn zu bringen. Nachdem G’kar also erstmal sein Quartier verwüstet hat, weiß er auch schon ganz genau, wem er mit seinen neuen Talenten in den Geist gehen kann:

“Meine Güte, nicht mal in Ruhe auf den Pott gehen kann man hier!” G’Kar sch*ßt auf Privatsphäre und kramt die peinlichsten Erinnerungen unter Londos toller Tolle hervor

Mit den spaßigen Exkursionen in Londos Vergangenheit ist aber recht abrupt Schulz, als G’Kar erkennt, dass Mollari hinter all seinem Übel steckt und in der Vergangenheit den ein oder anderen Deal mit dem Teufel abgeschlossen hat, den uns JMS in einem Bilder-Kreschendo um Augen und Ohren haut, bis eine energische Stimme befiehlt: “Es reicht!” Und nun beginnt der geistige Trip in G’Kars Vergangenheit. DIe irgendwie nach billiger Kulisse aussieht

Oh Du mein Vaddada, der Du dort hängest! Das sieht trotz des Baumarktbudgets gar nicht mal übel aus, was die Setjungs da zusammengezimmert haben

der gute(?) Kosh hat sich nämlich unbemerkt durch die viel zu kleine Luke im Hintergrund gequetscht, breitet sich jetzt in G’Kars Geist aus und macht eine einfache Rechnung auf:

Anzahl überlebender Narn = Anzahl Narn – Anzahl der Narn, die geopfert wurden

Oder:

Alex:

“Das erinnert mich irgendwie an: Das Wohl der vielen ist wichtiger, als das Wohl weniger”

In Form eines uns unbenannten Propheten erläutert der Vorlonen-Avatar dem verwunderten Narn-Ex-Botschafter, dass es im Grunde ganz egal ist, wer die Schippe als erstes geklaut hat. Wichtig ist, dass niemand den Sandkasten in Stücke haut. So ähnlich jedenfalls.

“Und es wird eine Große Verwirrung herrschen. und die Verwirrung wird all jene verwirren, die nicht wissen; niemand wird wirklich genau wissen, wo diese kleinen Dinge zu finden sind, die verknüpft sind mit einer Art von Handarbeitszeug, das durch die Verknüpfung verknüpft ist; und zu der Zeit soll ein Freund seines Freundes Hammer verlieren und die Jungen sollen nicht wissen, wo die Dinge die jene Väter erst um 8 Uhr am vorhergehenden Abend dorthin gelegt hatten, kurz vor Glockenschlag.”

Wie dem auch sei. Auch wenn es bis jetzt schon leichte Anzeichen in die Richtung gegeben hat: Nun beschließt G’Kar ein besserer Narn zu werden und seine Karriere als Prophet nimmt seine zarten Anfänge. So sitzt er auch am Ende recht beseelt mit einem leicht stupiden Zeugen Jehova-Blick in seiner Gefängniszelle. Vielleicht ist er aber auch einfach glücklich über seinen Dusel: Dass er für einen Angriff auf den Centauri-Botschafter, geistige Vergewaltigung und Drogenmissbrauch zu 60 Tagen Arrest verurteilt wurde, scheint uns dann doch etwas flach geschöpft aus den Möglichkeiten des Strafgesetzbuches. Aber vielleicht kann uns das unsere Hörerin Scara mal erläutern.

War sonst noch was? Achja: Vir ist wieder da! Und er hat seinen Modegeschmack auf Minbar gelassen!

“Ich will doch nicht wie ein Exzentriker aussehen. Ich nehm den Muumuu!”

Allerdings stößt seine Klamottenwahl bei Londo auf genauso wenig Gegenliebe, wie sein Bericht über die Minbari, der vom Botschafter nach allen Regeln der Politik und PR (Wer hat hier gesagt, das ist das selbe?) zerlegt. Wieder so ein Dialog, den man sich einrahmen möchte.

Und: Die Photoshopkünste der Ladenbesitzer auf der Station bewegen sich auf Paint-Nievau. Weshalb die Geschmackspolizei die selbst”designten” Poster auch am liebsten gleich wieder abhängen würde. Das hat natürlich nichts mit deren Regimekritischen Inhalten zu tun.

“Sie glauben nicht, wie lange ich bei MS Paint auf der Palette rumgeklickt habe, um den giftgrünen Hintergrund mit der gelben Schrift abzustimmen. Leider hatte ich kein Comic Sans installiert!”

Heraus kommt eine Episode, die zwar viel mit Drogen zu tun hat, aber Franklins Drogenmißbrauch erstaunlicherweise nicht thematisiert. Dafür wird so ganz nebenbei ne Menge in die Handlung eingewoben, was später nochmal wichtig werden wird. Quasi eine Arc-Episode im arglosen Gewand. G’Kars Erleuchtung und die vorhergehende Szene mit Londo sind wieder mal toll gespielt und Bester zuzusehen macht immer wieder Spaß. Ausserdem konnten wir uns herrlichst über diverse Synchronfehler aufregen. Wir freuen uns, dass unser Penis-Patron wieder an Bord ist und vergeben

4,5 von 6 Penissen

 

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Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Alex
5 / 6
avatar Gregor
4,5/6
avatar Sascha
4,5 / 6

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