Totentanz in Garibaldis Hose

Bringt Eure Toten raus! Denn die Brivari..äh..Brakiri feiern alle Jubeljahre (irgendwas mit irgendeinem Kometen) ein ganz besonderes Fest: Den Tag der Toten.

Mary:
“Weihnachten ist nicht ganz eindeutig, was da passiert, da wird man nicht geweiht. Aber Tag der Toten, DAS ist ganz klar.”

Der Name ist natürlich im übertragenen Sinne gemeint. Der Tag der Toten wird nämlich traditionell nachts gefeiert. Oder in Garibaldis Fall nackt.

Raphael:
“ICH fühle mich gegenüber Leuten, die ich nicht leider kann, in Klamotten immer ein bißchen wohler als nackig.”

Aber der gute schlüpft recht schnell wieder ins Hemd, als eine totgeglaubte alte Bekannte plötzlich im Quartier auftaucht, die auch wir lieber vergessen hätten. Wir erinnern uns: Die Folge GROPOS ist damals nicht sonderlich gut weg gekommen hier bei uns im Cast. Was auch daran lag, dass Garibaldi die amoröse Stimmung mit Dodger durch ellenlange Gespräche über seine Ex zielsicher getötet hat. Und auch heute ist ihm nicht wirklich nach Fickificki zumute…

Und ich gebe Dir noch einen guten Tipp für Deine Rückkehr ins Jenseits: Atta entfernt zwar erfolgreich Schuppen, aber auch gleich die Haare mit!” Eigentlich wollte Dodger ja nur ein bißchen knattern, statt dessen wird geknottert.

Aber: Wir wären nicht wir, wenn wir nicht auch an dieser Szene etwas Positives fänden:

Mary:
“Aber er hat eine total stylische Lampe in seinem Zimmer.”
Raphael:
“Er hat auch das schönste Bettzeug muss ich mal sagen.”

Londo dagegen hats besser getroffen. Er hat sich nicht nur mit Alkoholika eingedeckt sondern hat auch keine Skrupel, mit seiner Leiche in die Kiste zu hüpfen. Und auch Lochley findet sich mit einer jungen Dame im Bett wieder. Allerdings zum Reden.

Da sitzen sie und lakieren sich gegenseitig die Fußnägel. Mit gebrauchten Heroin-Nadeln

Der gute Neil Geiman nutzt sein Drehbuchregie nämlich für eine Schnellcharakterisierung im Express-Durchlauf und Dialogform, wie wir es sonst eher aus modernen Serien wie Picard und Doctor Who kennen und nicht wirklich lieben. Aber wir erfahren immerhin, dass die Stationschefin in ihrer Jugend nicht abgeneigt war, diverse Substanzen und Genitalien in ihren Körper zu jagen.

Die nächste nächtliche Paarung (also von Figuren!) ist allerdings etwas an den nicht vorhandenen Haaren herbeigezogen. Denn der von uns nicht gerade geliebte Lennier ist zu Besuch und bekommt selbigen. Von Mr. Morden. Warum auch immer. Jeder bekommt eben die Erscheinung, die er verdient.

“Hey, wenn mein Kopf schon auf einem Stab im Palastkarten von Centauri Prime abhängt, dann will er wenigstens gut frisiert sein.” Im Jenseits gibts Friseursalons. Und die haben bestimmt höllische Wortspiele auf ihren Namensschildern.

Lennier war nämlich eigentlich gekommen, um Locke und Laber zu sehen. Ach nee, Tim und Struppie? Zebo und Rootie? Ach irgendwelche leidlich lustigen Comidians.

Mary:
“Das ist ein bißchen wie Dick&Doof in unlustig.”

Die beiden kalauern sich also über die Station, schnorren Abendessen mit dem Präsidenten und tragen im Grunde nichts zur Handlung bei. Ausser vielleicht als Gradmesser für das Talent des Ensembles zu dienen.

Raphael:
“Ich finde, hier geraten viele der Schauspieler an den Rand ihres Könnens, wenn sie versuchen belustigt zu wirken, ohne das etwas Lustiges passiert ist”

Was bleibt ist eine doch irgendwie stimmungsvolle Folge, die aber auch irgenwie nicht so richtig zum Rest der Serie passt, weil Neil Geiman natürlich seinen schaurig-schwarzen Stempel aufdrückt. In der Erinnerung war die Folge auch besser als im Rewatch. Aber sie ragt aus dem bisherigen Staffelschnitt hervor mit

4 von 6 Penissen

Oh nochwas: Wir bitten die technisch eher nicht so gute Spur von Mary zu verzeihen.

Und das solltest Du Dir noch angucken:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Mary
3,5 / 6
avatar Raphael
4 / 6

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