Auf dem Zocalo – mit Carsten Witte

Wir haben uns wieder zu einem abendlichen Drink auf dem Zocalo eingefunden und treffen dort heute auf einen Gast, der im bürgerlichen Namen auf Carsten Witte hört, den wir aber eigentlich auch “Mr Lukers Guide” nennen können. Denn die deutsche Version unseres Lieblingsnachschlagewerkes liegt nicht nur seit Jahrzehnten auf seinem Server sondern fußt auch auf seiner Idee.

​Carsten:
“Ob das eine der schlausten Ideen in meinem Leben war weiß ich noch nicht.”

Wir erfahren: Angefangen hat das Ganze eigentlich mit zwei Videorekordern (fragt Eure Eltern) und dem Vergleich der englischen und deutschen Tonspur

Carsten:
“Die Seite zu übersetzen war mehr oder weniger ein Abfallprodukt von diesen Synchrobugs”

Und dank zahlreichen Helfenden ist daraus DAS Nachschlagewerk für alle Babylon 5 Fans im deutschsprachigen Raum entstanden

Carsten:
“Da wurde jeder html-Tag noch mit Hand geschrieben.”

​Sei dabei, wenn im launigen Gespräch die dunkelsten Geheimnisse von hinter den Kulissen werden ans grelle Licht der Wahrheit gezogen werden:

Carsten:
“Auf dem schwarzen Hintergrundbild ist ein kleiner tanzender Shadow drauf, den siehst Du nur nicht.”

​Ist das genauso auf einem Server in den 90ern passiert? Oder haben sich das unsere Autoren ausgedacht? Das erfährst Du mit einem Klick auf den “Play”-Knopf.

Ein Duett unter Palmen

Heute bestreitet der Hauptcharakter die Nebenhandlung, die schnell erzählt ist. Garibaldi erzählt seinem Chef von einem geheimnisvollen grauen Sektor, in dem manchmal ganze Decks verschwinden sollen. Ach nee, von ganzen Decks war doch keine Rede. Keine Ahnung, wie wir darauf kommen. Egal. Sheridan war früher offenbar begeisterter Geocacher und macht sich sofort auf die Suche. Im grauen Sektor findet er aber keine Dose, sondern nur einen toten Markab (ein Zeichen für die kommende Folge?), der ihn mit einem Energiewesen ansteckt, das ab sofort im Captain wohnt und ihn mit schlecht animierten Visionen quält.
Aber unser Captain ist zwar auf den Kopf gefallen, aber nicht blöd, zählt 1 und 1 zusammen und bringt das Energiewesen nach Hause: In Sektor 14, da wo mal eine Station namens Babylon 4 verschwunden war. Die Ganze Story dient offensichtlich nur der Lückenbüßerei und dazu, den neuen Captain mit Babylon 4 und Sektor 14 vertraut zu machen. Aber immerhin, wir haben noch eine Einsatzbesprechung in gemütlicher Umgebung mit gemütlichen Klamotten.

Aber bleiben wir in gemütlichen Quartieren!

Gregor:
“Ich bin immer gerne in Londos Quartier. Das ist Dekadenz auf kleinem Raum”

Naja, erst legen wir noch eine kleine Operndarbietung im Flur vor dem Quartier ein:

Das Duett wird aber bald jäh gestört, denn ein alter Freund von Londo mischt sich von hinten die harmonische Männergruppe. Urzo hat nämlich Probleme zu Hause. Die müssen bei ein bis 50 leckeren Brivari geklärt werden.
Londo vergisst allerdings, seinen alten Kumpel nach Details zu fragen und wendet sich ausgerechnet an den MenschCentauri, der jenem die ganze Sch…ande eingebrockt hat. Wir kriegen heraus: Refa kocht sein eigenes Süppchen auf Centauri Prime und geht dabei über Leichen. Und eine weitere wird sich gleich dazugesellen. Denn Urzo fordert seinen Fecht- und Zechkumpanen zum Duell auf Leben und Tod.

Alles in allem eine sehr durchwachsene Folge. Man könnte auch sagen: ein zweischneidiges Schwert, höhö. Auf der einen Seite die total generische “Der Captain ist bessesen” Handlung und auf der anderen zwei unserer Lieblingscharaktere im Duett und Duell. Wobei diese Geschichte mit Kampf auf Leben und Tod und Meine Ehre ist größer als Deine inzwischen ganz schön – Achtung! – totgeritten ist. Und so schaffen es selbst Londo und Vir nicht, die Folge über den Durchschnitt zu hieven und wir vergeben

3 von 6 Penissen

Der Arsch von Präsident

Hui, willkommen zu einer weiteren Folge von

Garibaldi ermittelt!

Heute: Ein wichtiger Zeuge versteckt sich auf der Station, der Beweise hat, daß der Präsident seine Finger in der Ermordung seines Vorgängers hatte. Kann er den verdächtigen vor seinen hochqualifizierten Sicherheitsleuten finden, die er eigenhändig ausgebildet hat?

Die Antwort: Ja.

Kommen wir aber mal zum Namensgebenden. Der Arzt der Präsidenten war nämlich schon Arzt, als der noch noch kein Präsident war, sondern dessen Stellvertreter. Wir erinnern uns: Herr Clark (nicht Kent!) erkrankte erstaunlich passend an einer Grippe und musste die EarthForce1 leider verlassen, glücklicherweise nur wenige Stunden, bevor die sich in der Umlaufbahn von IO in ihre Bestandteile auflöste. Soviel Glück kam uns damals schon suspekt vor. Und die Aufnahmen des Docs belegen: Pustekuchen! Der Präsident war kerngesund. Das könnte dem natürlich die Karriere versauen, deshalb will er die Beweise und deren Inhaber gleich mit loswerden. Und schickt den kompetentschärfsten Mitarbeiter, den er hat. Agent Dingenskirchen ist zwar scharf, aber nicht besonders sinnig, deshalb ist es Sheridan ein Leichtes, den Sonderermittler ständig an der Nase herumzuführen.

Nun geht alles Schlag auf Schlag (hehe) der Doc (also der alte) wird von Klischeegangstern entführt, die von der Regierung ein bißchen Geld haben wollen.
Auf mysteriöse Art und Weise (ein seeeeeeeeehr gesprächiger Hehler?) haben Garibaldi und Franklin inzwischen auch rausbekommen wo der Gesuchte sich aufhält und hauen (hehe) ihn da raus. Datenkristall UND Doctor gerettet, aber noch nicht der Tag. Denn der Agent hat nach intensivem Nachdenken herausbekommen, dass die Station ja Sensoren hat, die man benutzen könnte. Heißt: Doctor Jakobs muss weg. Aber wohin. Glücklicherweise stellt sich der Agent weiterhin so dermaßen dämlich an, dass man den guten Doctor direkt vor seiner Nase von der Station schmuggeln kann, nämlich eingepackt in schlechte CGI. Agent Dingeskirchen guckt derweil in die Röhre und Dumm aus der Wäsche.

Und wir? Nunja, wir sind alles andere als begeistert von dieser Handlung, die einzig und allein funktioniert, weil sich wirklich JEDER in dieser Folge un-glaub-lich dämlich anstellt. Aber so dämlich, dass es schon wieder Spaß macht. Die inkompetentesten Beamten kombiniert mit der schlechtesten Tarnung des Universums (und zwar im Dreierpack) sorgen für so viele Lacher, dass die Folge in der Gesamtwertung vermutlich besser wegkommt, als sie es eigentlich verdient. Wir vergeben

3 von 6 Penissen

Was erwartet Dich noch? Zahlreiche Referenzen zu Star Trek und klassischem Doctor Who.