Aktenzeichen B5 ungedöst: Ivanova im Interview und der schleimende Senator

August 15th, 2017 1 Comment »

Willkommen zu einer spannenden Reportage von unserer Lieblingsstation. Die erstaunlicherweise keinen Presseoffizier beschäftigt, der lästige Interviewanfragen abwimmelt. Und schon steht das Kamerateam mit vom Föhrer persönlich unterzeichneten Drehgenehmigung auf der Luftschleusenmatte.

Eigentlich würde Ivanova diese mitsamt Inhalt gerne wieder nach draussen öffnen, konnte aber durch ein traumatisches Kindheitserlebnis, das Doctor Franklin mit traurigen Dackelaugen in die Kamera vorträgt, davon abgehalten werden. Apropos Dackelaugen: Zum einen haben wir ausgiebig über Marys Möpse diskutiert (das aber rausgeschnitten und exklusiv unseren Patronen zur Verfügung gestellt) und zum anderen wurde offenbar Ivanova als Wachhund an die Seite des Kamerateams gestellt und passt auf, dass sich niemand um Kopf und Kragen redet

Lt Corwin (der hier das erste Mal einen Namen erhält) macht (betont) gute Miene zum bösen Spiel. Denn er spürt bereits die stechenden Blicke seiner Vorgesetzten im Rücken, die sich auf dieser Station auch schnell in PPG-Schüsse verwandeln können, wenn man was falsches sagt oder fragt.

Und so erleben wir eine Babylon 5 Episode, die erzählerisch und kameratechnisch deutlich aus der Reihe fällt. In Interviews erzählen unsere Protagonisten, was sie so motiveriert, bei dem was sie auf der Station denn eigentlich so machen. Falls sie überhaupt was machen.

Was? Ich bin Sicherheitschef? Warum hat mir das niemand gesagt? Ich dachte, ich wäre Michael Rach, der Stations-Restaurant-Tester!

Dank Sheridans Medientraining wirken sogar Garibaldi und Franklin relativ kompetent vor der Kamera. Londo gibt den Stahlemax und selbst G’Kar hat sich ein paar Komparsen engagiert, weil er das mit dem Hintergrundgespräch etwas falsch verstanden hatte

“Jo, man! G’kar and the gang in the house, jo. Werfen Centauri gleich raus, jo! Wenn die uns neppen, hier Waffen reinschleppen, dann setten wir Fire to the house jo!”
Das ist vermutlich die merkwürdigste Fernsehansprache vor dem Amtsantritt von Donald Trump

Unser Vorlonenbotschafter macht es richtig und schiebt gleich den Rückwärtsgang rein, als er das Kamerateam kommen sieht. Und Delenn stellt sich im Interview dermaßen unbeholfen an, dass man vermuten muss, dass die Neugeburt ihres Kopfes zwar aussen schon abgeschlossen ist, drinnen sich aber noch einige Synapsen festigen müssen.

Ein Gesichtausdruck spricht tausend Worte. DAS Interview ging eindeutig in die Hose

Aber immerhin erhalten wir ein paar Informationen über Minbar. Dort ist es sehr frostig und deshalb klingen selbst Komplimente wie dahingehustetes Klingonisch. Zumindest in der religiösen Kaste. Denn, wer hätte das gedacht, Minbari haben nicht nur 3 Kasten sondern jede auch noch ihre eigene Sprache.

Raphael: "Minbari sprechen halt mehr aus Gefühl als aus Grammatik"
Sascha: "Und es gibt halt nur 3 Fälle"
Mary: "Kein Wunder daß die 3 Kasten sich nicht verstehen"
Raphael: "Naja, wahrscheinlich gibt es auch einen in der Arbeiterklasse, 
         der die Arbeit hat zu übersetzen."
Mary: "Der hat aber viel zu tun....."
Raphael: "Es gibt halt keine Arbeitslosigkeit auf Minbar. Jeder Bäcker
      aus der Arbeiterkaste braucht noch einen Übersetzer aus der Arbeiterkaste,
      falls wer aus den anderen Kasten zum Einkaufen kommt. 
      Nix Sack Schleck! Hä? Was wollen Sie? Mett?"
Sascha: "Das Kastenbrot!"

Apropos Kasten: Cyntia Talkman (die nicht Talkman heißt) hat zwar schon ein paar mehr oder weniger tolle Interviews (und eine vorgefertigte Meinung) im Kasten, aber was noch fehlt ist so ein richtiger Twist. Den liefern Narn und Centauri freihaus, indem sie sich erst gegenseitig mit Worten und anschließend ausserhalb der Station mit Strahlen um die Ohren hauen.

Sascha:"Ich hatte damit gerechnet, dass Leute mit Stahlhelmen die Bewohner
 in die Luftschutzbunker schicken. Aber wenigstens HAT die Station Shelter."
Raphael: "Muss es glaub ich auch. Es hätte mich gewundert, wenn es sowas 
          nicht gibt"
Sascha: "Wir haben erfahren, wie lange es dauert, die Station zu evakuieren.
        Da wundert mich auf dieser Station nichts mehr. 
        Vermutlich ist - so wie alle Fluchtwege in die Bar führen - auch die
        Bar der Shelter."
Raphael: "Vermutlich."
Sascha: "Tja, wir sind zwar nicht sicher, aber wir haben genug zu trinken!"
Raphael: "Wir sind sicher UND haben genug zu trinken!"

Am Ende ist zwar der Konflikt nicht gelöst, aber die Schiffe. Nämlich aufgelöst. In ihre Einzelteile.

Und so darf jede(r) am Ende nochmal brav Fazit ziehen, ob sich so ein kostspieliges Abenteuer wie Babylon 5 für die Erde überhaupt lohnt, vom Dockarbeiter bis zum schleimigen Senator.

War sonst noch was? Achja: Das Psi-Corps kann nicht nur Gedanken lesen sondern auch Werbespots schalten: Klein Kevin wird von den anderen Kindern der Sonderschule gehänselt, weil er so anders ist, weswegen er sich bei der Klischee-80ger Jahre Serienmutter aushäult. Doch da kommt auch schon der PSI-Cop ins Wohnzimmer gebeamt und stellt fest: Besonders sein ist cool. Jedenfalls, wenn das Besonderssein im Telepathischsein besteht. Und nur ein paar Gehirwäschen und Pomandenpackungen später strahlt der kleine Jonny grenzdebil wie ein FDP-Politiker aus seiner BWLer Visage:

“Arbeit muss sich wieder lohnen!” – “Nein, Jonny! Das Corps ist…” – “Äh..das Corps..ist…äh…Mehr Megaherz für unsere Kinder!” Das komplette Gehirn weggelutscht! Diese Wäsche war wohl etwas zu viel für den kleinen Timmy

Eine zugleich Unter- wie Superschwellige Werbung. Der Graue Rat approves! Und wir lernen noch was. Nämlich, dass der kleine Jimmy tatsächlich auch eins der nervigen Aufzug-Kinder aus TNG war, aber kein Massenmörder.

Und so erfahren wir in einer Reportage – die ja eigentlich die Station vorstellen soll – so ganz nebenbei eine Menge über die Erde, wie sie sich selber sieht und wie der neue Präsident so langsam die Welt so macht, wies ihm gefällt,

Mary: "Die Folge ist durchzogen von Propaganda. Das merkt man aber vermutlich
       erst in der Rückschau, wie viele subtile Sachen da mit einfließen."

Erstaunlich, wie JMS vor mehr als 20 Jahren (!) nicht nur die Unterwanderung der Medien durch von Politikern gesteuerte Fakenews prophezeit hat, sondern auch technisch sowas von den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Nehmen wir nur mal das virtuelle Studio, das vor 2 Jahren vom ZDF als die hippe Neuerung seit der Erfindung des Nokia 2210 (das vermutlich beim ZDF immer noch standardmäßig eingesetzt wird) präsentiert hat. Nope! B5 did it!

 

Oder die kleinen Teile, die ständig durch die Luft schwirren und Bilder machen. “Kameradrohnen? Sowas von lächerlich! Sowas wird es NIE geben!” So der neunmalkluge 90ger-Jahre-Sascha bei der Erstausstrahlung. Tja, auch das ist inzwischen völlig normal:

Und auch der damals noch fiktive Sender ist inzwischen Realität geworden – und sendet jeden Samstag um 18 Uhr den grauen Rat:

Tja, was sollen wir da noch sagen? Tolle Folge! Wir vergeben

4,5 von 6 Penisse

Und DAS sollstest Du dir noch ansehen:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Mary
4,5 / 6
avatar Raphael
4,5 / 6
avatar Sascha
4,5 / 6

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Der zeternde Centauri und die attributlose Anwältin im Schrank

August 1st, 2017 3 Comments »

Ihr kennt das: Ihr geht nichtsahnend durch einen Korridor und werdet aus heiterem Himmel von einem Minbari angegriffen, den ihr glücklicherweise mit einem zufällig herumliegenden Blaster schachmatt setzen könnt. Das passiert UNS jedenfalls genauso fast jeden Tag und kommt uns daher auch gaaar nicht verdächtig eingefädelt vor.

Sascha:
"Glücklicherweise liegt ja eine PPG griffbereit auf dem Boden"
Alex:
"Da muss man nicht mißtrauisch werden, auf keinen Fall!"
Gregor:
"Was für ein Wink des Schicksals!"

Willkommen zu einer weiteren Folge von

Garibaldi ermittelt!

(echt jetzt? hatten wir das nicht schon letzte Folge? Naja, wenns sein muss…)

Heute:

Garibaldis Chef John hat ein Problem: Soll er doch völlig grundlos einen wehrlosen Minbari erschossen haben. Mit einer angeblich zufällig herumliegenden Waffe. Alle Indizien sprechen gegen ihn: Die Spuren am Tatort, die Zeugenaussagen und die eher unglaubwürdig klingende Tatbeschreibung des Beschuldigten. Zu allem Überfluss mischt sich der fleißige aber auch geheimnisvolle Botschaftsattache Lennier in Garibaldis Ermittlungen ein! Wird es ihm trotzdem gelingen, Johns Unschuld zu beweisen?

Mann, wir sollten Buchrückseitenzusammenfassenfasser werden, wenn es mit dem Podcasting mal nicht mehr klappt. Aber damit ist die Haupthandlung der heutigen Folge eigentlich schon recht gut zusammengefasst. Wir wussten allerdings nicht so richtig, wie wir diese Szene in Worte fassen sollten:

Hui, da geht doch noch was. Denn was im Clan passiert, bleibt im Clan. Und wenn der der ClugClugsClan ist, dem offensichtlich alle Minbari ausser Lennier und Delenn angehören. Denn was uns da von den (un)sympatischen Knochenkranzköpfen an rassistischen Ressentiments um die Ohren gehauen wird geht auf keine Narnhaut. Und die Minbari-Kampfpose ist immer noch megapeinlich:

Sascha:
"Das sieht aus, als würden die sich gleich ein Rap-Battle liefern wollen..."
Gregor:
"Das sieht aus wie: Ich bin spitz auf Dich!"

“Yo, listen up, alter, meine Ryhmes sind so fett, die gehn morgens mit Stöckelschuhen aus’m Haus und kommen abends mit Flipflops wieder.” – “Achja? Meine Rhymes sind so fett, die singen “Mein Block” von Sido und zeigen dabei auf 5 Mülltonnen. Diggit!”

*schauder* wie kommen wir da wieder raus? Achso. Mit dem Mooove des Tages. Denn Delenn, Lennier und Sheridan wedeln mit den Armen und rufen: Lass uns das Scooby Doo Ende machen!

Und tatsächlich wiegt sich der Hauptbelastungszeugen dermaßen in Sicherheit, dass er den Fehler jedes Superschurken macht: Er erzählt noch einmal Brühwarm seinen kompletten Plan, während die Zuschauenden schon ahnen, dass sich irgendwo ein Aufnahmegerät verbirgt. Bzw in unserem Fall die komplette Stationsbesatzung in Lenniers Schrank (i shit yo not, my friend!)

Alex:
"Wie aber auch einfach alle Beteiligten aus diesem Schrank rauskommen: 
Sheridan, Garibaldi, Delenn, die Anwältin, sind alle mit dabei."
Sascha:
"Botschafter Kosh..."
Alex:
"Es hätte mich nicht gewundert, wenn die alle rausgekommen wären 
und dann wäre noch Botschafter Kosh rausgerollt."
Gregor:
"Pass auf: Und 6 Clowns! Aber Kosh wäre echt gut gewesen"
Sascha:
" 'Was machen Sie denn hier?' - 'Ich bin schon immer hier gewesen' "
Gregor:
" 'Kann ich ein neues Quartier haben?' - 'Nein.' "

Apropos Kosh: Der hat sich in der letzten Folge ja bereit erklärt (wenn wir ihn richtig verstanden haben, so genau weiß man das nie) Sheridans Lehrer zu werden. Und weil er ein strenger Lehrer ist, läßt er ein: “Ich weiß nicht, ob ich morgen noch meinen Posten habe, weil ich unter Mordanklage stehe.” nicht als Ausrede gelten.

Alex:
"Kosh führt Sheridan in die hinterste dreckigste Ecke von Down Below, 
damit er sich gegen eine kleine Spende Mönchsgesänge von vermummten Bettlern im Lüftungsschacht anhören kann"
Sascha:
"Jetzt, wo es Ihnen dreckig geht: Kriechen sie mal in diese Dunkle Röhre!"

Gegen Vorlage des Dienstausweises erhält der Captain eine Kostprobe gregorianischen Gossen-Gospels. Genial. Vielleicht nicht ganz der Augenblick perfekter Schönheit, den Kosh ihm versprochen hat, aber immerhin ganz nett und vor allem: Unerwartet.

“Bitte werfen Sie eine Münze ein! Hier erfahren Sie Ihre persönliche Glücksmelodie!”

Unerwartet kommt auch ein Anruf für unseren Lieblings-Centauri-Botschafts-Assistenten. Zu Hause hat man nämlich erkannt, dass – ob Londos neuer Macht – der Posten als Centauri-Botschafts-Assistent auf Babylon 5 vielleicht doch nicht ganz so unbedeutend ist, wie man dachte und will dort jemanden einsetzen, der diese Rolle ausfüllen kann (und dabei reden wir hier noch nichtmal vom “Strich in der Landschaft”-Vir aus Staffel 4) Aber nur über Londos Leiche! Und Virs Schnappsleiche

Und wie wir es von unserem Lieblingsgespann kennen, entspinnen sich einfach wunderschön gespielte und ebenso gut geschriebene Szenen

Sascha:
"Weite Teile des Drehbuches kann man auf Leinwand drucken und 
 ins Wohnzimmer hängen, was die Dialoge betrifft."

Als wäre die Sorge um seinen Assistenten (und Freund) nicht schon Kummer genug für Londo muss er ausserdem feststellen, dass er kastriert wurde. Moralisch. Von einer Puppe. Was für das Standbild der Woche sorgt, als Susan klar wird, wovon der Botschafter da spricht:

Susans Gedankengänge, sobald es um Penisse geht, sind selbst Londo unheimlich. Und er hat schon einige zwielichtige Ecken im Universum gesehen

Offenbar legt man bei den Centauri größten Wert auf die anatomisch korrekte Darstellung von Puppen. Was vermutlich für interessante Szenen und Gespräche im Centauri-Kinderzimmer sorgen dürfte. Apropos Kinderzimmer. Wir fühlen uns wie im selbigen:

Auf der Station hat nämlich ein Babylon 5 Fanshop eröffnet und auch unsere Freunde aus dem Aliensektor hauen hier nicht nur ihr Geld auf den Kopp:

Wir würden dort sofort unsere gesamten Ersparnisse investieren, aber Susan und der Captain sind weniger begeistert. Schließlich könnte man damit ja seinen guten Ruf nach draussen werfen.

Damit endet diese Folge. Die besser war, als wir sie in Erinnerung und/oder erwartet hatten. Denn die Premisse, dass Minbari niemals nie lügen wirkt doch ziemlich an den nicht vorhandenen Haaren herbeigezogen. Und die Tatsache, dass Sheridan diese Mär tatsächich bedingungslos zu schlucken scheint

Gregor:
"Du darfst niemals lügen! Niemals!....es sei denn es geht um die Ehre. 
 ... oder Gerechtigkeit....oder unangenehme Situationen...
 oder Einladungen, auf die Du keinen Bock hast."
Alex:
"Das heißt Wenn eine Minbarifrau fragt: 'Seh ich in dem Kleid fett aus?'
 Dann dürfen Minbari lügen, weil das wär ja sonst ehrverletzend."´
Sascha:
"Ich muss weg. Der...Botschafter hat angerufen!"

Zumal wir ja im Verlauf der Serie schon mindestens einen lügenden Minbari gesehen haben. Ohne, dass er sich anschließend rituell ausgepeitscht hätte. Dieses ständige gequatsche von Ehre und Familienclans hat uns ausserdem unangenehmst an die Klingonenfolgen bei Star Trek erinnert, die ein halbwegs interessantes Konzept dermaßen zu tode geritten haben, dass selbst unser Gagh nur noch müde zuckt. Gut, das kann man Babylon 5 eigentlich fairerweise nicht anlasten, weil es deutlich vor der 20ten DS9 Folge über die verlorene Ehre der Worferina B. gedreht wurde. Aber wir machen es trotzdem. 🙂

Die unfreiwillig komische Auflösung des Plots mit der Schrankparty hat das ganze natürlich rausgerissen. Auch wenn wir uns immer noch fragen, was denn jetzt die Nummer mit der Anwältin eigentlich sollte, die exakt Null zur Handlung beigetragen hat. Aber wir haben unsere Lieblings-Na’Toth-Darstellerin nochmal wiedergesehen, immerhin.

Zum Glück passiert in der Folge noch so dermaßen viel anderes (4 Handlungsstränge in einer Folge, macht das erstmal nach, andere Serien aus den 90gern!) dass wir uns geistig nicht lange mit Minbari-Mimositäten rumquälen müssen sondern uns voll und ganz auf den Rest konzentrieren können. Und der ist groß-ar-tig. Super geschrieben, super gespielt und selbst die billigen Gags zünden immer noch. Und wir sagen nur: Maskenszene!

Da zeigt sich das wahre Gesicht eines guten Drehbuchschreibers. Der bringt nämlich nicht nur den alten UnterderAlienMaskesteckteinMenschTrick sondern setzt direkt danach die Umkehrung des Ganzen noch obendrauf. Toll

Im Gegensatz zu DC Fontana versteht Peter David, wie man ein Drehbuch für Babylon 5 schreibt. Bleibt uns nur zu sagen: Wir wollen mehr B5-Merch und vergeben fast unisono

 

4 von 6 Penissen

Und das hier solltest Du Dir mal ansehen:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Alex
3 / 6
avatar Gregor
4 / 6
avatar Sascha
4 / 6

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Knight of the Penis

Juli 25th, 2017 1 Comment »

Es kommt uns wie gestern vor, dass wir auf Tims Terasse gesessen haben, mit einem Astra in der Hand und an Würsten gezuzelt haben, weil es kein Rauchwerk gab, obschon der Gastgeber einer guten kubanischen gegenüber nicht abgeneigt ist, wie man hört. Aber der gute Tim geht lieber auf andererleuts Terasse quarzen und hat uns (also den grauen Rat) beim Raucherbalkon angemeldet. Die haben drüben nämlich die inzwischen 4. Night of the pods organisiert:

Das Konzept: Jede halbe Stunde betritt ein anderer Podcast den Raucherbalkon, um ein wenig vom selbigen zu winken und den jubelnden Massen ihr Projekt vorzustellen. Und weil Gregor auf Tims Terasse gefehlt hat, haben beide diese Aufgabe für den Rat übernommen und den Balkon an die Grenzen der statischen Belastbarkeit gebracht. Aber hör selbst.

Wir sagen dem einen der Organisatoren ein herzhaftes Danke und für den anderen, der immer über Babylon 5 ablästert, gibts einen unpersönlichen kalten Händedruck. 🙂

Deshalb müssen wir leider einen Penis abziehen aber vergeben dem Raucherbalkon trotzdem die Fast-Höchstwertung:

5 von 6 Centauripenissen

Doch guck unbedingt noch hier vorbei:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
avatar Sascha
avatar Tim

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Der Arsch von Präsident

Juli 18th, 2017 1 Comment »

Hui, willkommen zu einer weiteren Folge von

Garibaldi ermittelt!

Heute: Ein wichtiger Zeuge versteckt sich auf der Station, der Beweise hat, daß der Präsident seine Finger in der Ermordung seines Vorgängers hatte. Kann er den verdächtigen vor seinen hochqualifizierten Sicherheitsleuten finden, die er eigenhändig ausgebildet hat?

Die Antwort: Ja.

Aber der Reihe nach. Alles fing an in Hangar 13, wo Kosh sein Schiff zu parken pflegt. Aber irgendwas ist nicht ganz koscher mit diesem Teil. Das will sich Sheridan mal genauer angucken, stellt aber schnell fest: Dass Du nicht ganz richtig stehst, siehst Du, wenn das Licht angeht:

"Zu dicht rangehen darf man jedenfalls nicht"
 "Dann kriegst Du ne Laserbehandlung"
 "Und nicht nur für die Augen"

Jedenfalls wird im Schein des Schiffes noch ein wenig philosphiert über diese geheimnisvolle organische Vorlonentechnologie. Könnte das Schiff gar lebendig sein? Und ob das im Verlauf der Folge noch eine Rolle spielen wird? Fragen wir das Schiff doch einfach mal selbst:

Hm..nunja. Wer hätte bei einem Vorlonen auch mit einer eindeutigen Antwort gerechnet…..

Kommen wir aber mal zum Namensgebenden. Der Arzt der Präsidenten war nämlich schon Arzt, als der noch noch kein Präsident war, sondern dessen Stellvertreter. Wir erinnern uns: Herr Clark (nicht Kent!) erkrankte erstaunlich passend an einer Grippe und musste die EarthForce1 leider verlassen, glücklicherweise nur wenige Stunden, bevor die sich in der Umlaufbahn von IO in ihre Bestandteile auflöste. Soviel Glück kam uns damals schon suspekt vor. Und die Aufnahmen des Docs belegen: Pustekuchen! Der Präsident war kerngesund. Das könnte dem natürlich die Karriere versauen, deshalb will er die Beweise und deren Inhaber gleich mit loswerden. Und schickt den kompetentschärfsten Mitarbeiter, den er hat:

Jestatten, von Witzewitz! Das W steht für Werantwortungsvoll!

Agent Dingenskirchen ist zwar scharf, aber nicht besonders sinnig, deshalb ist es Sheridan ein Leichtes, den Sonderermittler ständig an der Nase herumzuführen. Denn der gute Captain hat seine eigene Agenta:

Wir ahnen anhand des Wappens: Die Dame arbeitet für den sächsischen Verfassungsschutz.

Eine geheimnisvolle Fremde hat ihn beauftragt, Dr Jacobs und die Daten in Sicherheit zu bringen. Wegen der Gerechtigkeit und der guten Sache ™. Und Sheridan kennt genau den richtigen Mann für sowas. Der hatte aber leider keine Zeit, deshalb muss Garibaldi ran. Und der sucht sich gleich einen Komplizen:

Wer kann da schon wiederstehen? Diese Einladung gilt allerdings nicht Talia, sondern Doctor Franklin, denn er kennt Jacobs am besten. Schließlich war der alte Zausel früher mal sein Mentor.

Sascha:
"Wie viele Mentoren braucht dieser Mensch?"
Alex:
"Du kennst ihn doch: Je mehr, desto besser!"

Also schnell in Zivilkleidung gesschmissen und los. Aber halt! Was um alles in der Welt steht denn da in Garibaldis Quartier? Ist das ein Bierfass?

Aber auch die Gegenseite ist gut ausgerüstet. Der Agent verteilt Handscanner an das Sicherheitspersonal. Denn der Doc hat einen Sender implantiert. Einziger Pferdefuß: Der sendet nicht besonders weit. Also so….3 Zentimeter. Als wär das nicht schon peinlich genug, läuft auf dem Monitor im Hintergrund auch noch eine Vorschalt-Tafel mit Episodentitel und Produktionsdatum:

Hätte der gute den Sicherheitsleuten mal statt des Handscanners ein verdammtes Foto des Gesuchten mitgegeben! Oder auch gut, dass ers nicht gemacht hat. Denn dann wären wir nicht in den genuß der zahlreichen unfreiwillig komischen Szenen gekommen, in denen das Sicherheitspersonal einfach JEDEM den Scanner vor den Nischel hält

Gregor:
"Ob Mann, ob Frau, ob Alien...alles wird einmal abgescannt!"
Sascha:
"Vielleicht könnte es ja dieser nervös reinblickende grauhaarige alte Mann
 mit dem Schnäuzer sein."
Alex:
"Der grade hektisch wegrennt."
Sascha:
"Nein. Lasst uns lieber diese Frau wecken und scannen!"
Gregor:
"Der Typ der da hysterisch auf den Knopf drückt, damit der Fahrstuhl kommt?
 Ach..der rennt uns nicht weg!"

Apropos nicht wegrennen: Garibaldi und Franklin müssen sich nach gefühlt 30 Minuten intensiver Suche erstmal setzen.

Irgendwie Ironie des Schicksals, dass hier zwei Personen Gespräche darüber führen, was wohl die Zukunft bringt, die selbige nicht mehr lange erleben werden…

Nun geht alles Schlag auf Schlag (hehe) der Doc (also der alte) wird von Klischeegangstern entführt, die von der Regierung ein bißchen Geld haben wollen. Aber, hey!, wenn man die Regierung erpresst, braucht man schon eine verdammt gute Tarnung:

“Sir, wenn diese Sonnenbrille nicht wäre würde ich sagen, es ist Bernd B Blödelbock, aber so kann ihn beim besten Willen nicht identifizieren.”

Auf mysteriöse Art und Weise (ein seeeeeeeeehr gesprächiger Hehler?) haben Garibaldi und Franklin inzwischen auch rausbekommen wo der Gesuchte sich aufhält und hauen (hehe) ihn da raus. Datenkristall UND Doctor gerettet, aber noch nicht der Tag. Denn der Agent hat nach intensivem Nachdenken herausbekommen, dass die Station ja Sensoren hat, die man benutzen könnte. Und wir so:

Heißt: Doctor Jakobs muss weg. Aber wohin. Glücklicherweise stellt sich der Agent weiterhin so dermaßen dämlich an, dass man den guten Doctor direkt vor seiner Nase von der Station schmuggeln kann, nämlich eingepackt in schlechte CGI

Da gucken sie alle beschämt zu Boden. Und DAS schon, BEVOR die vom Praktikanten auf dem C64 “gerenderte”GGI eingefügt wurde.

Agent Dingeskirchen guckt derweil in die Röhre und Dumm aus der Wäsche.

Und wir? Nunja, wir sind alles andere als begeistert von dieser Handlung, die einzig und allein funktioniert, weil sich wirklich JEDER in dieser Folge un-glaub-lich dämlich anstellt. Aber so dämlich, dass es schon wieder Spaß macht. Die inkompetentesten Beamten kombiniert mit der schlechtesten Tarnung des Universums (und zwar im Dreierpack) sorgen für so viele Lacher, dass die Folge in der Gesamtwertung vermutlich besser wegkommt, als sie es eigentlich verdient. Wir vergeben

3 von 6 Penissen

Was erwartet Dich noch? Zahlreiche Referenzen zu Star Trek und klassischem Doctor Who.

Und das hier solltest Du Dir mal ansehen:

In dieser Episode ist ein Fehler eingebaut. Wir sind uns sicher, Du wirst ihn uns unter die Nase reiben. Ja, genau, DU!

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Alex
3 / 6
avatar Gregor
3 / 6
avatar Sascha
3 / 6

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Hoch die Tasse auf Tims Terasse

Juli 11th, 2017 1 Comment »

Lange hat die Gerüchteküche gewobert und gewabert und es wurde in sozialen Netzwerken und auch auch in Bussen und Bahnen der (Serien)Republik gemunkelt und gemutmaßt: Was hat es mit diesem ominösen Sommergrillen auf sich, das im Zusammenhang mit dem grauen Rat immer wieder hinter vorgehaltenen Tentakeln erwähnt wird? Nun, da müssen wir von vorne beginnen:

Am Anfang schuff Gott Tims Terasse. Und er sprach: “Geh und erzähle allen davon, dass sie kommen mögen um sich um Deinen Gasgrill zu versammeln. Und Ihr sollt darauf legen Innereien von Tieren, kleingehäckselt und in ihre eigenen Därme gesteckt! Und kaufe auch nicht einen, nicht drei, sondern 2 Kästen köstliches Astra-Pils und verteile es unter denen, denen es würstet nach Bissen!”

Genauso war das. Genau. Jedenfalls hat Tim den Fehler gemacht, im Gruppenchat von seiner neuen Terasse zu erzählen und nach nur wenigen Wochen erklärte er sich auch schon bereit, dort das Sommerfest des grauen Rates auszutragen.

Wir sind grau. Wir sitzen zwischen den Würsten und dem Tisch. Unser Hof-Zeichner Felo hat den Stift gegen Maus und Photoshop getauscht. Toll, was er da wieder gezaubert hat. Sieht täuschend echt aus 🙂

Alex:  
"Wir waren auch nicht ganz vollständig, das muss man ehrlicherweise sagen"
Sascha:
"Nee, nicht ganz voll und nicht ganz vollständig."
Alex: 
"Und wir warn auch nicht ständig voll."

Raphael und Gregor waren leider verhindert und wir gezwungen, ihre Rationen an Fleisch und Astra mit zu konsumieren. Glücklicherweise hat uns der gute Felo ein wenig unter die Arme geholfen und den Abend dokumentiert. Zum Beispiel, wie 4 Ratsmitglieder versuchen, einen Pavillon in schwindelerregender Höhe am Geländer zu befestigen

Puh, das war anstrengend. Und nachdem wir einen Einspieler für den whocast und die Serienrepublik aufgezeichnet hatten, wurde natürlich auch das heimische Aufnahmegerät zur Hand genommen. Aber nicht nur das: Gleich zweimal gings bei Facebook per video live. Das wollen wir Dir natürlich nicht vorenthalten:

Und zu späterer Stunde gabs dann Runde 2:

Wie Du siehst: Im grauen Rat arbeiten nur schöne Menschen. Jedenfalls kam uns das nach je 7 Astra allmählich so vir..äh..vor.

Und richtige Podcaster hören nicht auf zu Podcasten, wenn die Veranstaltung beendet ist und so haben Mary und Felo ihren jeweiligen Nachhauseweg dukumentiert:

Felo:  
"Jetzt muss ich mal aufs Klo, werde kacken. Denn jetzt regen sich die
 Würste und das Fleisch in meinen Gedärmen."

Sascha und Alex reisten dagegen stumm in ihre Bleibe und bezogen ihre jeweiligen Betten. Der Chef logierte standesgemäß in der Kochnische

während Alex sein wallendes Haupt im Prinzessinenzimmer niederließ

Und hier sind noch weitere Eindrücke dieses historischen Abends.

 

 

Folgendes könnte Dich noch interessieren:

Und nun begleite uns auf eine akustische Sauftour durch 2,5 Städte. Und immer daran denken:


Alex:  
"Wenn einen ein Penis überrascht, kann man sich auch mal verschlucken."

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Alex
avatar Mary
avatar Felo
avatar Sascha
avatar Tim

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Der Graue Rat geht interstellar

Juli 8th, 2017 No Comments »

Nun wächst zusammen, was zusammen gehört. Wir bekamen die Anfrage, ob wir es uns vorstellen könnten, regelmäßig in einem Internetradio gesendet zu werden. Aber nicht irgendeinem Internetradio. Der Name kam uns irgendwie bekannt vor.

Na, das passt ja wie Topf auf Deckel haben wir uns gedacht und nach reiflicher Überlegung bei unserem Sommergrillen die Sache gleich mal per Ratsbeschluß offziell gemacht. Immer Samstags um 18 Uhr läuft drüben bei ISN eine Ausgabe des grauen Rates. Und wir haben gehört, dass es sich auch ausserhalb der Graurat-Zeit lohnen soll, dem Sender zu lauschen.

Schmutzige Sexspielchen und falsche Freunde

Juli 4th, 2017 3 Comments »

Hach, was eine schöne Folge, über Freundschaft, Loyalität und enttäuschte Erwartungen. Aber sie ist nur wegen einer einzigen Szene in die Analen(höhö) der Babylon 5 Geschichte eingegangen:

Naja. An der scheiden(höhö) sich die Geister. Die einen finden sie zum brüllen komisch, die anderen zum im Stuhlversinken peinlich. Spoiler: einer der beiden Podcaster gehört definitiv zur zweiten Kategorie. Und da es derjenige ist, der die Shownotes schreibt, wird sie in dieser Besprechung nicht allzu gut wegkommen… 🙂

Aber der Reihe nach. Beginnen wir mit einem gemütlichen Dia-Abend unter Feinden. G’Kar versucht verzweifelt, die Erde und Minbar (Minbar mit “N”, liebe PosterInnen der B5-Facebook-Gruppen, isses denn so schwer?!?) in den Narn-Centauri-Krieg zu ziehen, denn et sieht nicht gut aus für die Narren, die ja eigentlich eher Bauern als Kriegsherren waren und zwar Jahrzehntelang den Centauri gerne mal mit dem Säbel unter der Nase herumgefummelt haben, sich aber jetzt mehr als eine blutige derselbigen geholt haben. Nein, das sieht wirklich nicht gut aus. Und da hilft es auch nicht, daß sich die Narn auf der Station gegenseitig an die Gurgel gohn..äh..gehn.

G’Kars Machtstellung innerhalb der Narn gerät gefährlich ins Schwanken. Die habens nämlich satt, sich beim Feierabend-Brakiri dumme Sprüche von den Centauri anhören zu müssen. Das ist ja noch vieeeel schlimmer als bei den Kollegen an der Front, deren Schiffe untert Centauri-Beschuss in Massen platzen. Ihnen (also den Stations-Narn) platzt der Kragen und reißt der Geduldsfaden und sie erleutern einem Centauri mal ganz praktisch die Schnittmenge eines Körpers mithilfe eines formschönen Säbels. G’Kar reißt daraufhin der Geduldsfaden und er maßregelt seine Landsleute und erklärt ihnen, dass Stillhalten und Kooperation der Schlüssel zum Sieg sind, denn nur dann kommen die Menschen und Minbari mit zum Spielen in den Sandkasten. Dementsprechend vorfreudig geht er auch in sein Treffen mit Sheridan und Delenn, die aber nicht viel mehr machen können, als ein bißchen humanitäre (narnitäre?) Hilfe anzubieten und betreten ihr Gesicht abzuwenden

Londo dagegen plagen andere Sorgen: Sein plötzlicher Ruhm lockt Schmeißfliegen aller Kolör an und die Bittsteller stehen Schlange bis zum grauen Sektor um ihm um Gefallen diverserster Art zu bitten im Austausch gegen Drogen aller Art. Trotz der Aussicht auf Gratis-Tripps schwirrt dem armen Botschafter jetzt schon der Kopf.

Dabei wünscht sich Londo nichts sehnlicher als einen Drink. Aber keinen der üblichen 20, die er am Tag zu sich zu nehmen pflegt, sondern den einen ganz besonderen mit dem ganz besonderen Menschen. Ja, Menschen. Londo wünscht sich nichts sehnlicher als einen richtigen Freund und den vermutet er in Misterrr Garribaldi! Der sagt auch erst einem (alkohlfreien) Schlummertrunk zu, verschläft aber die Verabredung.

Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte. Das ist wieder so ein Beispiel von tollem Bildaufbau, den man bei B5 so oft sieht (falls nicht grade ein gewisser Richard C. Regie geführt hat). Obwohl die Kulissen nur ein 10. gekostet haben, hat diese Szene mehr Symbolik und Tiefgang als eine Staffel Voyager.

Am Ende finden sie doch noch zusammen. Und Obwohl Londo unserem Sicherheitschef inzwischen rechtschaffen unheimlich geworden ist, einigt man sich im Ende darauf, dass das Universum manchmal nach einen Freund verlangt. Und sei es nur ein Freund für kurze Zeit. Darauf einen Kurzen!

Susan hat derweil eher mit einem Langen ein Problem. Denn ein Botschafter-Pärchen winkt mit einer lukrativen Allianz für die Erde, kommt aber recht überheblich daher. Es hilft bei der Verständigung auch nicht unbedingt, dass der Lange sich beharrlich weigert, mit Menschen zu reden, die Drecksarbeit dem kleinen dicken überläßt und sich selber lieber Susans Unterwäsche widmet.

Und als wäre der Gag mit dem geklauten Negligee nicht schon lustig genug folgt nun auch noch oben zitiere Sexszene. Über die wir hier einfach mal das Mäntelchen des Schweigens hüllen. Apropos Mäntelchen. Der Botschafter hinterläßt Ivanova noch ein Abschiedsgeschenk:

Während sich der Comic-Relief Teil um Susans sexuelle Sensationen plakativ in den Vordergrund drängt hat die Folge doch erstaunlich viel Tiefgang zu bieten. Die Szenen um den einsamen Londo sind absolute Spitze und auf den Punkt geschrieben. Ein Mann, der was größeres werden wollte und nun merkt, dass ihm die Schuhe mindestens eine Nummer zu groß sind. Einfach toll. Ebenso G’Kars Klammern an jeden Strohalm und sein Nervenzusammenbruch im Gang nach dem Gespräch mit Sheridan und Delenn. Diese Folge hat einfach viel mehr zu bieten als die plakativen “Haha, Sex, höhö!”-Szenen, auf die sie leider zu oft reduziert wird.

Wäre diese peinliche Sexszene nicht gewesen, hätte die Folge locker im 5er Bereich mitspielen können, so gibts leider einen Schmuddelpunkt Abzug und wir einigen uns auf

4 von 6 Penissen

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Halsgeburt auf dem Albtraumschiff

Juni 20th, 2017 4 Comments »

Da will man nur mal eine Runde um den Block fliegen und zack! wird man von Außerirdischen entführt. Das kennt man ja. Und warum soll es unserem Captain NichtSinclair da besser gehen. Wie sein Vorgänger will er auch lieber mal selbst ins All als das dem eigentlich dafür ausgebildeten Fachpersonal zu überlassen. Das ist nämlich dazu da, um im Einsatz zu sterben.

Tim: "Ramirez hat es geschafft..."
Sascha: "äh...ich wage es zu bezweifeln, dass er es geschafft hat"
Tim: "Sagen wir: Sein Kampfflieger hat es geschafft.
Sascha: "Immerhin hat er es bis auf die Krankenstation geschafft."
Tim: "Dort landet er in den fähigen Händen von Dr Franlin...."
Sascha: "...und ist tot."

Tja, das hat Sheridan nun davon. Erst kriegt er einen und nun liegt er da

Sieht total billig aus auf dem Alienschiff, aber was will man machen, wenn 50% des 25€-Budgets schon für ein schlecht animiertes CGI-Folterinstrument draufgegangen sind? Da bleibt halt nur der Gang in den Baumarkt: N bißchen Abdeckfolie, grüne Farbe und Pappmaschee, hat ja bei Doctor Who früher auch funktioniert.

Tim: "Ich war auch etwas enttäuscht. Es hätte durchaus noch blutiger sein können."

Am Drehbuch hat JMS auch gespart und selbst Hand angelegt, allerdings eher einen flinken Finger, denn die Story auf dem Schiff ist mehr als dürftig und auch etwas unlogisch: Unser Captain muss nämlich gegen implantatgepimpte Drazi und Narn kämpfen, während er selber noch er selber ist.

Und während der Drazi nach dem Kampf (und dem Sturz in die eigenen Metallstange) sich in wohlgefallen auflöst, bleibt der (noch) namenlose Narn lange genug im Raum liegen, um gemeinsam mit dem Captain Fluchtpläne schmieden zu können. Und er weiß auch genau, dass sich hinter der merkwürdig orange leuchtenden Wandpoperze eine Rettungskapsel befinden muss. Warum? Weils im Drehbuch stand

Wir dagegen hätten viel lieber eine andere Szene gesehen: Und die hängt mit dem dicken Hals des Narn zusammen

Sascha: "Die Narn sind ja Beuteltiere. Es kann sein dass das der Beutel ist. 
         Und da ein kleiner Narn drin sitzt."
Tim: "Kann man nur froh sein, dass der nicht während dem Kampf rauskam"
Sascha: "Das wär so cool gewesen: Da kommen lauter kleine Baby-Narn raus! 
         Mit Mini-Schwertern!"
Tim: "Nininini..stirb! ninini"
Sascha: "Die Sheridan ins Gesicht springen...und an den Haaren ziehen"
Tim: "Ins Auge! Stich ins Auge!"
Sascha: "Würg ihn, Emil!"

Dem ungleichen Paar gelingt also die Flucht, während die anderen unfreiwilligen Passagiere einem entwas zu wörtlich genommenen Befehl zum Opfer fallen: Die Entführer nehmen das “Lasst sofort die Gefangenen frei!” nämlich etwas zu wörtlich:

Das ist quasi das I-Tüpfelchen auf einem furchtbar miesen Tag, den Delenn hatte:

Sascha: "Wenn Sie den Satai-Titel abgibt, darf sie die Sateng-Bettwäsche behalten"

Erst muss sie beim Chef antreten, wird ihren Posten im grauen Rat los und dann auch noch entdecken, dass die Kriegerkaste die Mehrheit im Rat an sich genommen hat. Wenigsten den Posten als Botschafterin hat sie behalten.

Sascha: "Delenn sagt ihren Spruch auf"
Tim: "Ja....ich bin grau, Ihr seid grau, ich bin hier, was wollt Ihr von mir?"
Sascha: "Ja. Nix. Denn es kommt keiner."

Ob sie wirklich richtig steht, sieht sie wenn das Licht ausgeht – Plopp!

Aber auch dunkelheit kann lichte Momente bringen. Denn während unser Captain mehr oder weniger friedlich auf dem Alienschiff dahindämmert nimmt er uns mit in einen Traum, der sich später doch als wahrer entpuppt als wir dachten.

Wer jetzt glaubt, nicht nur Susan, sondern auch JMS hatte einen Vogel, als diese Szene geschrieben wurde, wird im Verlauf der Serie eines Besseren belehrt. Denn das alles ergibt tatsächlich irgendwann so etwas ähnliches wie Sinn

War sonst noch was? Ja! Der alte Vorgesetzte von Sheridan kommt auf die Station und wundert sich, weil der Captain sonst immer pünklich ist. Jawoll! Immerhin hat General Hague einiges mit Sheridan zu besprechen. Der betrügt die Erdzentrale nämlich nicht nur bei der Miete zu seinem Quartier sondern betätigt sich auch als Maulwurf für einen Verschwörerkreis innerhalb der Erdallianz. Aber Schluß mit Heimlichtuerei. In gemütlicher Abendgarderobe schenkt er seinem Führrungsstab jetzt endlich reinen Wein ein.

 

Zusammenfassend läßt sich sagen: Die Folge hält einige Überraschungen bereit. War Sascha doch nur die bräsige Entführungshandlung in Erinnerung geblieben. Dabei hat die Episode tatsächlich viel mehr zu bieten: Die Verschwörung in der Erdallianz, die wechselnden Machtverhaltnisse im grauen Rat und die modischsten Freizeit-Klamotten, die wir bis jetzt überhaupt auf Babylon 5 gesehen haben:

Sascha: "Das was Ivanova da trägt ist ausgesprochen hübsch und selbst 
         das Hemd von Garibaldi ist akzeptabel"
Tim: "Zivile Abendklamotten. Das sind die besseren. Die TagsüberaufdemZoccaloklamotten 
      sind eher die schlechteren."
Sascha: "Und Sheridan hat so einen pseudo V-Ausschnitt. Das läßt vielleich ein 
         bißchen viel Schulter frei. Gut, dieses abgesetzte Teil auf der Brust 
         sieht ein bißchen komisch aus, aber es steht im eigentlich. Über 
         das Muster von Franklins Pullover hüllen wir den Mantel des Schweigens."
Tim: "Gut, Garibaldi hat jetzt auch nicht den tollsten Pullover an. Son Sackding. 
      Von den Farben her vielleicht ganz cool. Son gedecktes Grau mit dunkleren Streifen..."
Sascha: "Das ist okay, das ist ein Cardigan, darunter trägt er ein graues Hemd 
         mit Streifen. Kann man machen."

Ohne die Entführungs-Story wäre die Folge also überdurchschnittlich. So vergeben wir allerdings

3 von 6 Penissen

Und das solltest Du Dir unbedingt noch ansehen:

Nun aber los! Lass Dich entführen in knapp 90 Minuten Audiounterhaltung

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Untervögelt und unterwältigend

Juni 6th, 2017 7 Comments »

Uuuhhh…diese Folge könnte zu kontroversen Diskussionen führen. Hat sie doch – grade in den US of A eine recht gute Wertung eingefahren und zählt sogar zu den Lieblingsepisoden unserer Kollegen von Creamspeak. In der Erinnerung war die Folge auch ganz gut. Im Rewatch allerdings…eher nicht.

Alex:
"Für Zuhörer ist es glaub ich immer angenehm, wenn Folgen verrissen werden."
Gregor:
"Ich weiß, Hass ist ein starkes Wort, aber diese Folge macht so viele Fehler..."
Mary:
"Haupt und Nebenhandlung sind schlecht. Und G'Kar und Londo kommen nicht 
vor. Das ist ein Indikator: Diese Folge kann nichts sein!"

Fangen wir wieder mal mit dem Hauptproblem an. Hm…ist es die Handlung oder die Abziehbilder von Charakteren? Egal, ist ja auch irgendwie alles miteinander verknüpft. Jedenfalls kommt ein Haufen Truppen auf die Station.

Täuschend echt: Die Computergraphik der 90ger macht aus 3 Statisten tausende, ohne dass man es merkt. PS: Das war Sarkasmus!

Stellvertretend für die 25 TAUSEND(!) Soldaten lernen wir vier ausgewählte Exemplare kennen: Der Drillsergant, der Newbie, der Nazi, der große Coole und die notgeile Alte (von uns liebevoll “Ripley für Arme” genannt).

Alex:
"Jeder einzelne von denen ist ein wandelndes Stereotyp"

Es macht sie auch nicht interessanter, dass sie mit Unsympath Keffler in ein Quartier gesperrt werden, denn für ein Space-Remake von “Ein verrücktes Paar” ist definitiv einer zuviel;

Angeführt wird der uninteressante Haufen von einem General Franklin (der von uns konsequenterweise zum Admiral wird. Einfach, weil wirs können). Und (vermutlich nur weil er schwarz ist!) schließt unser Captain Sheridan chirurgenmesserscharf, dass der Typ mit seinem Stationsarzt verwandt sein muss.

Mary:
"Klar, Franklin, so heißt ja sonst niemand!"

Und um das Fass der Zufälle endgültig zum Überlaufen zu bringen, hat General Franklin mal Garibaldis Papa unter seinem Kommando gehabt. Woran er sich natürlich auch prompt erinnert, als er unseren Sicherheitschef trifft.

Gregor:
"Ich hätte mehr Bock gehabt, wenn Alfredo [Garibaldi] auf die Station gekommen
wäre."
Mary:
"Au, das wär toll. Vielleicht so 'Kochen mit Alfredo' wär gut gewesen, so 
'How to cook'"
Gregor:
"Er macht auch eine Teambuilding-Maßnahme mit dem Führungsteam. So gemeinsam
kochen"
Alex:
"Das wäre bestimmt interessanter gewesen als der Rest. Garibaldi beim Essen
war bisher immer noch interessant!"

Statt gemeinsam zu essen, wird Saft mit dem Sohnemann getrunken und uns gefühlt stundenlang das verkorkste Vater-Sohn-Verhältnis aufs Brot geschmiert

Die Urinprobe zeigt einen erhöhten Testosteron-Wert, Papa!

Aber warum eigentlich das Ganze? Fragst Du Dich jetzt sicherlich, genauso wie wir auch. Nun, der General braucht Sheridans Hilfe bei einer Partie “Siedler von General Martok” oder so ähnlich

“Hier baue ich eine Erzmine und kaufe Ihnen 2 Schafe ab!”

Also muss die ganze Truppe auch relativ schnell wieder runter von der Station, um in den sicheren Tod geschickt zu werden. Nicht, ohne vorher – eben weil es ins Klischee passt – noch ein bisschen die diversen Bars zu zerlegen.

Gregor:
"Jetz mal ehrlich: Die Prügelszene - unfassbar schlecht, oder?"
Alex:
"Das ist eine Szene, da hätte Bud Spencer sich für geschämt"

Ripley für Arme baut sich beim Hau den Nazi ihre sexuellen Frustrationen ab, denn eigentlich lag sie ja schon bei Garibaldi im Bett. Bis der – sozusagen kurz vorm Reinstecken – einen Rückzieher macht und lieber über seine Exfrau reden will. Wow, ungeiler move, alter!

Alex:
"Ich dachte Frauen stehen auf sensible Typen, die beim ersten Date erstmal weinen?"
Gregor:
"Was ist denn nun mit sensiblen Typen? Ihr wollt doch immer Gefühle!"
Mary:
"Aber nicht, wenn ich mich schon halb aufs Bett lege und ausgezogen bin!"

Wir wollen nicht zuviel verraten, aber Garibaldi bekommt so schnell keine zweite Gelegenheit, denn unsere wackere Soldatin hat am Ende der Folge ein dekoratives Loch im Schädel. So wie jeder andere Soldat auch, der uns hier auf Krampf ans Herz wachsen sollte. Was eigentlich auch klar gewesen wäre, ohne die Leichen nochmal plakativ mit der Kamera abzufahren. Das ist selbst uns zu superschwellig. Aber immerhin, Papa Franklin hats überlebt.

So. Was ist die Moral von der Geschicht? Diese Folge passt uns nicht. Ein sicheres Zeichen sollte sein, dass Alex(!) die kürzeste Inhaltsangabe in der Geschichte des grauen Rates abliefert. Am Ende bleiben nicht nur Garibaldi und seine notgeile Schnitte unbefriedigt zurück, sondern auch unsere PodcasterInnen. Sie können beim Griff in die Hose nur mit Mühe und Not überhaupt etwas packen

Gregor: "Ich dachte nie, dass ich das sagen würde, aber im Moment bereue 
         ich meinen Penis grade."

Auch wenn Gregor einen Rückzieher machen will, werten wir mal seinen ursprünglich gezückten Penis, was die Folge knapp an einer Null-Penis-Wertung vorbeischrammen läßt. Mit Mühe und Not vergeben wir:

0,5 von 6 Penissen

 

Das wäre noch schlechter als TKO und das muss man erstmal schaffen. Wir freuen uns auf Deine Meinung zu Folge, haben wir irgendwas nicht verstanden oder sind wir nur herzlose verbitterte Menschen, denen Vater-Sohn-Gespräche und der Tod von 10tausenden Soldaten egal sind? Wir freuen uns auf Kommentare.

Vorher aber noch ein paar links:

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1 / 6
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0,,5 / 6
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Ein Vorlone wirft Schatten

Mai 23rd, 2017 1 Comment »

Die gute Nachricht zuerst:

Mary: "Rein sicherheitstechnisch ist irgendwie alles in dieser Folge smooth gelaufen!"

Unser Lieblingssicherheitschef zeigt sich erstaunlich kompetent in dieser Folge (und das war nicht ironisch gemeint!) und merkt bereits nach wenigen 10 Minuten, dass da dauernd so ein merkwürdiger Typ hinter ihm herläuft. Stellt sich heraus: Er hat eine Botschaft von seinem alten Chef:

“Michael, Du glaubst gar nicht, wie schwer es ist, einen Friseur auf Minbar zu finden.”

Mary: "So trägt man das auf Minbar. Entweder Glatze oder so."

Sinclair hat nicht nur die Haare schön und seinen Job als Botschafter, sondern ist auch Chef einer geheimen Untergrundarmee, der Ranger. Von denen werden wir bestimmt nie wieder hören *husthust* Neben vielen freundlichen hat der gute Nicht-Sheridan auch ein paar mahnende Worte für Michael:

Alex: "Vorlonen gut, Schatten böse, pass auf Dich auf und fahr langsam. irgendwie so in die Richtung"

Und eine wichtige Botschaft: Da ist was faul im Staate Centaur!

Das Oberhaupt ebenjenes Staates ist alles andere als faul und begibt sich auf seine letzte Reise. Nämlich nach Babylon 5. Um unter anderem beim gemeinsamen Sternegucken ein paar Kalendersprüche mit Sheridan auszutauschen

Gregor: "Da steckt ganz schön viel Party drin. Äh..Pathos."
Mary: "Ist ja ganz schön pessimistisch: Die Vergangenheit ist mist, die Zukunft ängstigt uns...was bleibt denn da noch?"
Alex: "AfD wählen!"
Mary: "Der Centauri-Imperator würde AfD wählen...."

Nicht, dass jetzt ein falscher Eindruck entsteht. Selbst dieser Dialog ist um Längen besser, als Alles was je auf einem tortenheberförmigen Schiff im Delta-Quadranten gesagt worden wäre. Hm…eigentlich ein unfairer Vergleich, denn DAS ist nun wirklich nicht weiter schwer. Aber die Dialoge in dieser Folge sind so gut, dass selbst unsere professionelle Texterin ehrfurchtsvoll mit dem Bleistift schlackern muss:

Mary: "JMS kann Dialoge schreiben. Du kannst eigentlich jede Zeile Dialog aus
       dieser Folge nehmen und sie an Deine Zimmerwand schreiben!"

Es wird in diesen Dialogen jedenfalls eine Menge intrigiert. Denn der alte und weise Imperator ist zwar weise, aber eben auch alt und deshalb will eigentlich jeder Centauri Imperator werden anstelle des Imperators. Und so schmieden auch Londo und Refa das Eisen, solange es da ist.

“Meine Aufstiegschancen bei Hofe sind ungefährrr so hoch!” Heiligs blechle, wir könnten schwören, dass Londo so einen kleinen Schatten unter der Nase hat…

G’Kar dagegen ist ein bißchen aufgebracht (hier Raphael denken: “Ein bißchen??”) Und würde statt zu integriereren dem Imperator am liebsten ganz praktisch die Schnittmenge erklären. Mit hilfe eines formschönen Messers. Doch der Alte besitzt die Frechheit, vor dem geplanten Attentat einfach von selbst umzufallen. Was Ivanova nicht davon abhält, das Buffet leerzufuttern und dabei gut auszusehen:

Alex: "Ob sie diesen Lippenstift schonmal getragen hat konnte ich jetzt nicht 
sagen, aber ich finde, dass sie recht schön hergemacht aussieht in dieser Szene."

Immerhin bekommt er noch Besuch von einem Vorlonen und die Gelegenheit, G’Kar um Verzeihung für alle Gräueltaten zu bitten, die die Centauri den Narn angetan haben. Apropos angetan: G’Kar ist davon so angetan, dass er gleich mal mit seinem Erzfeind einen trinken geht und Londo eröffnet, dass nach all den Jahren der Feindschaft endlich Frieden möglich sei. Woraufhin Londo sein Drink im Hals stecken bleibt

Londo hat nämlich kurz zuvor einen Anruf bei Mr Morden getätigt, dessen schattige Freunde wiederum einen Angriff tätigen. Bei dem nur wenige zehntausend Narn sterben. Für G’kar bricht zuerst eine Welt zusammen und dann er selbst

Sogar der zauselige Centauri Zar gibt – nachdem er Londo und Refa noch ein wenig verflucht hat –  vor Gram den Löffel ab und Refa sorgt für ein paar unfreiwillig geräumte Regierungsposten auf der Heimatwelt. Am Ende stehen alle vor einem riesigen Scherbenhaufen – mit Ansage

Alex: “Man denkt sich als Zuschauer die ganze Zeit: Oh scheiße, oh scheiße, oh scheiße…”

Nach einem eher behäbigen Start gibt Staffel 2 jetzt also offenbar ein wenig Gas, was sich auch in den Wertungen unserer wackeren Wortakrobaten widerspiegelt. Sie würden eigentlich gerne schon was im 5-Penisbereich vergeben, aber ganz knapp sind es

4,5 von 6 Penissen

geworden.

War sonst noch was? Ach ja: Du kannst quasi live on Tape die Entstehung des ersten deutschen Xena-Podcastes mitverfolgen!

Und folgende Links geben wir Dir noch ans Herz:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Alex
5/6
avatar Gregor
4,5/6
avatar Mary
4,5/6

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