Frostige Frauen eiskalt angegraben

März 28th, 2017 3 Comments »

Jaja, der fesche Doctor Franklin läßt nix anbrennen. Jedenfalls nix, was Brüste hat, auch wenn sie in Form von Eisbergen daher kommen. Denn aus den Tiefen des kalten Weltalls nähert sich ein Schläferschiff, die Copernikus. Zum Glück für unseren notgeilen Medizinmann hat der männliche der Passagiere die Passage nicht ganz so gut überstanden

Nicht im Bild: Die unsichtbaren Schutzhandschuhe, die Ivanova trägt, um die Charantänevorschriften nicht zu verletzen. Was sollte schon schiefgehen, wenn man ohne Dekon-Anzug die Kapsel mit einer mumifizierten Leiche drin öffnet?

Freund Schrumpelkopf fehlen sämtliche Organe. Gut für ihn, denn Franklins Verhalten der jetzt Ex-Frau des Toten gegenüber geht uns ganz schön an die Nieren:

Mary:
"Ich meine, sie hat 10 Minuten vorher erfahren, dass ihr Mann tot ist und jetzt: 'Yeah, Aliens!'
Dann kommt: 'Ich find das alles so schlimm' 
und er so: 'Du bist nicht allein' und fängt dann an ihre Wange zu streicheln. 
Wo ich denke: 'Frau, wenn Du ihm jetzt nicht eine scheuerst!' 
Dann küssen sie sich fast und Franklin auf einmal 'Ach nee, doch nicht!'"
Mary: "Scheißverhalten und dann auch noch Weichei, das ist echt Scheiße!"

Chefarzt-“Behandlung” inklusive. Die Zinsenszinszinsen der vor 100 Jahren abgeschlossenen Krankenversicherung haben sich ausgezahlt.

Zugeben, die Gelegenheit war günstig die aufgetaute Angetraute alles andere als angegraut: 100 Jahre Kälteschlaf, die Frisur hält und Mariah sieht aus wie frisch aus dem Ei gepellt:

Sascha: "Du bist doch eine Frau, Mary..."
Mary: "Letzes Mal, als ich nachgeguckt hab ja. Richtig."
Sascha: "Würdest Du Dich vorher schminken, damit Du einen möglichst guten Eindruck machst, 
         wenn Du aufwachst?"
Mary: "Nätürlich!"
Sascha: "Ach?"
Mary: "Du darfst nicht vergessen: Vorher werden wahrscheinlich noch 
       Pressefotos geschossen, während ich in die Kapsel steige." 
Sascha: "Aber Du würdest doch auch nicht mit Schminke ins Bett gehen. 
         Also, wenn Du vorhast zu schlafen."
Mary: "Jaaa, aber da werde ich ja sozusagen schockgefrostet und sehe hinterher 
       genauso aus, wie ich reingestiegen bin. 
       Wenn ich in mein Bett steige und meinen Kopf ins Kissen presse, dann 
       sehe ich ja am nächsten Morgen aus, als hätte ich Kriegsbemalung im Gesicht."
Sascha: "Und das Kissen auch. So einen Negativabdruck."
Mary: "Alles schon passiert, also: ja."

Doch grade, als Franklin die Alte grade fast schon rum hat, macht er einen Rückzieher und faselt irgendwas von “nicht angemessen”. Dieser Meinung ist Sheridan allerdings auch und bläst dem guten Doctor mal gewaltig den Marsch. Und auch unser Gaststar der Woche ist entsetzt:

“Oh großer Schöpfer! Mach, dass diese Nebenhandlung endlich vorbei ist! Lieber lasse ich mich von einem unsichtbaren Monster fressen, als diesem Geschmachte noch länger zuzugucken!”

Dwight Schulz macht das, was er am besten kann: Einen etwas bekloppten aber sympathischen Typen spielen. Amis hatte während des Krieges auf einer einsamen Mondbasis gegen einen mysteriösen unsichtbaren Fein gekämpft, der sich monatelang von ihm ernährt hat und jetzt immer noch eine Seelenverwandschaft zu ihm pflegt. Eine Story, die Garibaldi genauso so fast täglich hört. Und deshalb als einziger den “Das Ende ist nah!” Rufen des kraushaarigen Irren auf dem Zoccalo glauben schenkt

“Okay, noch einer: Wie viele Vorlonen braucht man, um eine Glühbirne einzuschrauben? – Ja. ” Amis wünscht sich jetzt a) in den Krieg zurück mit b) einer Waffe in der Hand

Wer hätte das gedacht: Garibaldi ist für uns mal das Glanzlicht der Folge. Er ist der einzige, der dem armen Amis Glauben schenkt und schafft es nicht nur, dass die Führungscrew der Station die Geschichte mit dem unsichtbaren Monster, das durch Wände gehen kann glaubt, sondern im Anschluss greifen alle zur zufällig herumliegenden Waffe und begeben sich auf die Jagd.

Sascha: “Die Situation ist gefährlich, ich brauche drei Führungsoffiziere!”
Mary: “Sonst machts doch keinen Spaß!”

Am Ende Monster tot, Amis lebt, Franklin bekommt nicht die Frau, sondern von selbiger den verdienten Korb. Und wir erfahren, dass die Copernikus vom schattenhaften Alien in Richtung Z’ha’dum gelenkt wurde. Und irgendwie kommt zumindest G’Kar das Wesen trotz seiner eher schemenhafen erscheinung seltsam bekannt vor:

Und auch Sascha zuckt an dieser Stelle hörbar zusammen. Kann es sein, dass seine Heimatstadt vor tausend Jahren von Schatten unterwandert wurde?

Quelle: “Kaffee Hag : Deutsche Ortswappen” / Heraldry of the world

War Karl der Große eventuell ein Vorläufer von Mr. Morden? Stecken vielleicht die Illuminaten dahinter? Und wo ist mein Aluhut, wenn ich ihn brauche?

War sonst noch was? Achja: Eine tolle Szene mit Garibaldi und einem Drazi (jaaaaaaa, mit “Z”, Asche auf unser Haupt!) dem sein Essen wegläuft. Humor ganz nach unserem – Achtung! – Geschmack!

Bleibt am Ende festzuhalten, dass das eine Folge mit Schatten (höhö) und relativ viel Licht war. Was auch immer Herr Frost genommen hat, als er die Handlung um Mariah und Franklin schrieb, wir wollen es nicht. Der Rest ist zwar eigentlich belanglos, aber ausgesprochen gut inszeniert. Kamerafahrten und Einstellungen, von denen ein Richard Compton nicht mal zu träumen gewagt hätte. Da merkt man das eiskalte (frostige?) Händchen von Autor und Regisseur, die beide dem Horror- und Supense-Genre ausgesprochen nahe stehen. Und da Herr Frost auch noch der Sippe angehört, die eine ihrer Lieblingsserien verantwortet hat, geht der der Griff in die Hose nicht ins Vakuum. sondern wir vergeben

4 von 6 Penissen

Zum Schluß noch ein Hinweis in eigener Sache: Heute abend (also wenn diese Folge rauskommt) wollen wir live “Freibier für den Mars” besprechen und freuen uns auf Deine Kommentare und Unterstützung im Chat. Wo? Auf unserem Mixlr-Kanal:


Und vorher legen wir Dir noch ein paar Links ans Herz:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Mary
4/6
avatar Sascha
4/6

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Raphael , Sascha

Im Hyperraum hört Dich niemand stöhnen

März 14th, 2017 2 Comments »

Zum Glück. Denn gestöhnt wurde viel bei der Aufnahme:

Und zwar nicht vor Lust, sondern eher vor Frust. Denn zwei klitzekleine Kleinigkeiten stören den heutigen Folgengenuss:

  1. Die Handlung
  2. Die handelnden Personen

Aber der Rest war in Ordnung…obwohl..die Regie könnte auch besser sein 🙂

Gregor: "Das ist alles so beliebig"
Sascha: "Ja, in der Tat" 
Tim: "Wir sind schon direkt richtig positiv, nicht?"

Aber der größte Stinker dieser Folge ist wohl eindeutig “Stinky”, oder wie wir ihn auch liebevoll nennen: Captain Linedancestiefel

Wir haben so eine Ahnung, wo “Stinky” seinen Spitznamen her hat und wollen nicht in der Nähe sein, wenn er seine Linedancestiefel ablegt

Oder wie Sascha ihn gerne nennt: “Tim Curry für ganz Arme” Denn ähnlich wie sein großes Vorbild trägt Stinky ein permanentes debiles Grinsen spazieren, im Gegensatz zu seinem großen Vorbild allerdings egal ob es zu Situation passt oder nicht. Was in manchen Szenen zu einem Grinswettbewerb zwischen den beiden Captains ausartet

Da guckt Sheridan nicht schlecht: Sein Kumpel grinst noch öfter als er selbst. Und dabei hat “Stinky” schon ein Auge zugedrückt

Also machen wir die Sache kurz und schmerzlos: Stinky ist ein “alter” Mentor von Sheridan und kommt auf die Station um Proviant zu tanken und Sheridan ein schlechtes Gewissen zu machen. Denn die echten Abenteuer, die erlebt man ja nur “da draussen” und unser Captain Nichtsinclair (hehe) ist eben nicht Sinclair und nicht zum Sesselpuper geboren. Der Angesprochene bekommt daraufhin Selbstzweifel und läßt seinen sonst so ordentlichen Schreibtisch regelrecht verlottern. Schlümm!

Wir wären froh, wenn unserer Redaktionsschreibtisch nur halb so ordentlich wäre.

Nachdem er also lange genug auf der Station rumgenervt hat, macht er sich auf den Weg in den Hyperraum. Weil…deshalb. Und dann explodiert der Antrieb. Weil….Technobabbel. Und die Cortez droht im Hyperraum verloren zu gehen. Weil…is so.

Aber unseren gottgleichen Captain kann das nicht erschüttern. Oder – nach seinem Gesichtsausdruck zu urteilen – hat auch er das Drehbuch nicht so recht verstanden:

Sheridan kann dann doch noch erst den Tag und dann seinen Freund retten, aber leider nicht das Leben des Quotenschwarzen, dessen baldiger Tod nach drei Zeilen Dialog extrem offensichtlich ins Gesicht geschrieben war…

Sascha: "Das war so offensichtlich, das der Stirbt.. "
Gregor: "Dem hätte man auch ein Redshirt anziehen können..."

Am Ende hat Sheridan seinen Seelenfrieden gefunden und offenbar auch den Papierkorb in seinem Büro und sein Schreibtisch ist plakativ aufgeräumt. Was uns auch gleich nochmal verbal um die Ohren gehauen wird, damit es auch der Zuschauer kapiert, der zwischenzeitlich mal weggenickt ist.

Ungefähr ebenso subtil wird die Frage in den Raum geworfen, ob da irgendwas im Hyperraum existiert. Spoiler: Ja!

War sonst noch was: Achja, in einer “lustigen” Nebenhandlung verordnet Doctor Franklin dem Führungsstab eine Diät.

Keine Angst, das wird später nie wieder erwähnt. Denn nach einer rührseeligen (und vermutlich erfundenen) Geschichte über Garibaldis traurigen Geburtstag und einer Einladung zum Essen ist die Sache – Achtung! – vom Tisch:

Und wer es nachkochen will: Hier das Rezept für Garibaldis Bagna Cauda (aus Jeff Smiths “Der sparsame Gourmet”)

1/2 Tasse Olivenöl
1/4 Pfund Butter (1 Stück) – keine Margarine!
5 fein gehackte Knoblauchzehen
6 zerstampfte Anchovisfilets
Schwarzer Pfeffer

Öl und Butter im oberen Teil eines Doppelkochtopfes erhitzen. Den Knoblauch in einer kleinen Pfanne in etwas von diesem Öl kochen, bis er weich wird. Die Anchovis hinzugeben und ungefähr 5 Minuten kochen, bis der Fisch zu einer Paste wird. Diese Paste mit dem heißen Öl und der Butter mischen. In eine Warmhalteschüssel oder einen Fonduetopf geben und auf dem Tisch warmhalten (es gerinnt beim abkühlen). [Anm.d.Ü: Und den schwarzen Pfeffer gibt’s zum Nachtisch!]

Klingt lecker. Auf jeden Fall leckerer als die Folge. Einziges Highlight war eigentlich das Namensschild dieses Piloten:

First we take the Cortez, than we take Berlin! “Jawoll, mein Captain!”

Am Ende hinterläßt die Folge drei glückliche Podcaster. Weil die Folge endlich zu Ende ist. Das war mit Sicherheit nicht das Meisterwerk von DC Fontana.

Gregor: "Man sollte einfach nicht irgendwelche anderen Leute das schreiben lassen! "
Sascha: "Das ist fast die Hauptlehre, die man aus dieser Folge ziehen kann"

Am Ende können wir froh sein, beim Griff in die Hose nicht vollends mit leeren Händen dazustehen und vergeben – mit viel gutem Willen! –

1,5 von 6 Penisse

Und das kannst Du Dir noch angucken:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
1,5 / 6
avatar Sascha
1 / 6
avatar Tim
1,5 / 6

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Raphael , Sascha

Technoparty auf der Drasi Pride Parade

Februar 28th, 2017 6 Comments »

Leute, die heutige Folge wird umwerfend:

Der Gute Vir wird nämlich auf eine Mission geschickt, um das politische Ansehen seines MeisArbeitgebers zu verbessern. Und – so blöd das auch klingt: Es geht um ein gemeinsames Foto mit einem Techomagier

Sascha: "Doctor Motte war auch ein Technomagier"
Tim: "Marusha - die Technohexe"

Nein, der Technomagier des geringsten Mißtrauens heißt Eldric und kann verblüffend unechte CGI-Monster aus dem Nichts erschaffen.

Aber warum das Ganze? Nun, um Londos Ansehen bei Hofe zu stärken. Der alte Imperator ist nämlich alles andere als stark und und vor allem alt. Und so bekommt unser Botschafter Besuch vom Wüstenplaneten

Bei der Geburt getrennt: Peter de Vries und Lord Refa

Lord Refa schmiedet mit Londo (der gerade auf dem Frisörstuhl sitzt) gemein(sam)e Pläne, um Imperator zu werden statt dem Imperator. Also ein Putschversuch unter der Trockenhaube, irgendwie ganz wie im echten Leben

Tim: "Man hat den Eindruck, jeder in diesem Volk ist Politiker..."
Sascha: "Ausser die Frauen!"
Gregor: "Ausser die Frauen. Das sind Prostituierte"
Tim: "Oder übelste Schabracken!"

Tja, apropos Schabracken: Eldric ist von dem Plan weniger begeistert und noch weniger davon, dass Londo selbst zu billigen Taschenspielertricks greift, um an das begehrte Foto zu gelangen. Ein Traum der ebenso schnell platzt wie das totaaaaaal unauffällig positionierte “versteckte” Aufnahmegerät des Botschafters:

Die Rache des Technomagiers folgt auf dem Fuße und – so wie man sich das in den 90gern vorgestellt hat – lösen sich Londos Daten in Wohlgefallen auf:

Außerdem werden seine Ersparnisse in obskure Delikattessen und Fernsehserien investiert

Sascha:
"Und kaum dass das Wort Firefly gefallen ist, wird der Bildschirm auch 
 dunkel. Wie im wahren Leben."

Am Ende gibts eine Entschuldigung von dem einen und eine Prophezeiung von dem anderen, bevor die Technomagier auf ein anderes Örtchen verschwinden. Zu Eldrics Erleichterung:

Sascha:
"Er sah aus, als müsste er jeden Moment aufs Klo, weil er Augen und Zähne
 zusammengekniffen hat"

In einer weiteren Nebenhandlung wird Ivanova zwischen Tür und O-Saft mit Muzeln (*wurgs*) zum Commander befördert, muss aber schnell feststellen:

Weil Sheridan offenbar lieber in Ruhe in seinem Büro Saft trinken will, statt irgendwelche Arbeit zu erledigen, muss sich Susan um ein diplomatisches Problem kümmern. Aber kein Problem: Diplomatie ist Susans zweiter Vorname und was soll da schon schief gehen. Na dann: Hals und Beinbruch!

Hart im Nehmen: Was aussieht, wie die Orgie im Aliensektor ist die schnell ins Drehbucht gepopelte Erklärung für das gebrochene Bein von Claudia Christian

Bei den Drasi ist nämlich Wahlkampf. Und sie belassen es nicht – wie die Menschen – mit verbalen Schlammschlachten, sondern da fliegen schonmal die Fäuste und die Träger der gegnerischen Farbe in die Luftschleuse. Mann, da hat sich Ivanova ganz schön in eine Sackgasse manövriert, aber zum Glück hat Garibaldi gerade ganz schöne (berechtigte) Selbstzweifel

Das alte rein-raus-Spiel. Jerry Doyle hat in dieser Szene nach eigenem Bekunden übrigens weniger als Selbstmord gedacht, sondern an Geschlechtsverkehr

Als aufringlicher Verkäufer getarnt (eine Meisterrolle für den ehemaligen Börsenhändler Doyle) findet er nicht nur Susan, sondern auch den Sinn seines Lebens wieder. Dieser lose Faden aus Staffel 1 wäre damit auch abgehakt. Nur unwesentlich langsamer, wie eine Lösung im Drasi-Konflikt gefunden wird.

Alles in allem eigentlich eine ziemlich belanglose Folge, aber un-glaub-lich schön gemacht. Mit netten Kamera-Einstellungen, Regie-Einfällen und vor allem jeder Menge Humor. Das läßt fast darüber wegsehen, dass dies hier der Ursprung der unsäglichen green-purple-memes in diversen Babylon 5 Gruppen ist.

Die Folge hinterläßt drei äußerst zufriedene Podcaster, die unisono

5 von 6 Centauripenissen

vergeben. Super!

Und das kannst Du Dir noch angucken:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
5/6
avatar Sascha
5/6
avatar Tim
5/6

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Raphael , Sascha

Viel Rauch um Tim

Februar 21st, 2017 2 Comments »

Der Raucherbalkon hatte wieder mal zur “Night of the pods” gerufen, die eigentlich eher ein “Nachmittag of the pods” war. Und weil kurzfristig ein Sendefenster frei geworden war, sind wir todesmutig in die Bresche gesprungen. Wir, das sind in dem Fall Tim und Gregor. Der BIDL-Zeichner stellt sich das so vor:

Die Beiden haben ordentlich Astra getrunken und die Werbetrommel für den grauen Rat gerührt. Die Jungs sind nicht nur vom Alkohol angeheitert wieder vom Balkon geklettert und vergeben für die Aktion

6 von 6 Penissen

 

Raphael , Sascha

Weltraumkrätze am Bindeglied

Februar 14th, 2017 3 Comments »

Heute ist kein Tag wie jeder andere. Denn der komplette graue Rat ist mit Aufnahmen beschäftigt. Während das Team purpur sich den nächsten beiden Episoden widmet, hat sich Team Grün fest vorgenommen, nach einem bereits gescheiterten Anlauf, endlich Folge 2 der zweiten Staffel zu besprechen. Doch auch das klingt einfacher als gedacht. Nicht nur, dass unsere nackte Frauenbeauftragte Mary gerade in Köln weilt, sondern sie ist per Smartphone aus einem mehr oder weniger fremden Schlafzimmer zugeschaltet. Wir präsentieren deshalb den Untertitel der heutigen Sendung:

“Die nacke Frauenbeauftrage macht es mit dem Smartphone”

So. Jetzt wo wir Deine Aufmerksamkeit habe, wollen wir die gleich mal auf die heutige Folge lenken. Denn die hat Gutes und Schlechtes zu bieten.

Fangen wir mit dem nicht ganz so schönen an:

Raphael:
"Das das ist die Folge der schlechten Hemden und komischen Frisuren. 
Sheridans Frau hatauch das Schlimmste auf dem Kopp, was ich seit langer 
Zeit im Fernsehen gesehen hab. Mal ganz davon abgesehen, dass ich die 
Schauspielerin fies fand und eines Bruce Boxleitners nicht würdig."

Sheridan mag zwar super gut aussehen und immer ein strahlend weißes Lächeln auf seinen Lippen spazieren tragen, aber er hat auch ein ganz schönes Päckchen zu tragen:

Alex:
"Als nächstes kommt dann seine Schwester an und sagt ihm, dass er fett geworden
ist, was mich an meine Schwester erinnert hat...."
Mary:
"Das ist ja reizend"

“Jonny” Sheridans Schwester Lizzy (die wir nie wieder sehen werden) meckert aber nicht nur über Sheridans Figur, sondern generell sehr viel und geht nicht nur dem guten Captain, sondern auch den Podcastern auf den Sack. Auch wenn die Sache mit dem einmal vergessenen Liebesschwur und der Liebe, die keine Entfernung kennt, den kleinen Romantiker Raphael schon ein bißchen anspricht, bleibt am Ende nur festzustellen:

Raphael:
"Das hätte man auch in einem Satz sagen können: Meine Frau ist tot, ich bin traurig!"

So quälen wir uns ein wenig durch diesen Teil der Folge, die quasi im Schnelldurchlauf dem Neuen ein bißchen mehr Tiefgang verleihen soll. Und den Wechsel an der Stationsspitze etwas sanfter gestalten. Michael Garibaldi kann sich jedenfalls mit einem “Sinclair ist weg. Juten Tach, ich bin der Neue!” nicht so recht anfreunden.

Tja, diese Erste Begegnung war wohl ein Schuß ins Knie. Aber immerhin erfahren wir, wer Garibaldi in den Rücken geschossen hat. Das heißt, wir wussten es ja schon lange. Aber für den Chef ist es eine Überraschung. Obwohl er eigentlich hätte drauf kommen müssen, dass jemand, der so diletantische Attentate verübt nur jemand sein kann, den er selbst ausgebildet hat:

Tschüss jesacht! Macaulay Bruton veranschiedete sich nach dieser Szene aus dem Showbiz. Inzwischen kann er nicht nur auf dem Kopf auf einem Surfbrett stehend meditieren, sondern Dir dabei auch noch einen Porsche verkaufen. Nach der Schauspielerei hat er sich eine ehrliche Arbeit gesucht: Als Autohändler

Und auch Delenn ist erwacht. Und zwar nicht nur aus dem Koma, sondern glatt aus dem Kokon. Und wir stellen fest: Die Veränderung hat ihr gut getan:



Alex:
"Vielleicht sollte Frau Merkel auch in einen Kokon..."
Raphael:
"Ja, kann ihr nur gut tun, wenn ich mir Delenn angucke!"
Mary:
"Schlechter kann es nicht werden..."
Raphael:
"Ich wollt grad sagen: Selbst die Weltraumkrätze wäre ne Verbesserung!"

G’Kar muss sich um unreine Haut keine Gedanken mehr machen, sondern sich eher die Frage stellen, wie er sie in ihrer Gesamtheit rettet. Denn er war lange Zeit im All unterwegs, ist nur knapp dem Angriff einer mysteriösen Macht entwischt und entpuppt sich ebenfalls. Nämlich als ziemlich interessanter Charakter. Deshalb hat er eigentlich die besten Szenen in dieser Folge.

War sonst noch was? Achja: Londo trifft sich mit zwielichtigen Gestalten in der gekachelten Abteilung:

Mary: "Ich hab erwartet, dass die Turtles da gleich um die Ecke biegen..."
Alex: "Es sieht ein bißchen so aus, als würde es da zur Kanalisation oder 
zumindest zur öffentlichen Toilette gehen..."
 

Am Ende sind die losen Fäden der ersten Staffel zumindest ein bißchen entwirrter. Was uns mehr oder weniger zufrieden zurückläßt. Wir greifen in die Hose und zücken

4 von 6 Penissen

So. Und das könnte Dich noch interessieren:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Alex
4 / 6
avatar Mary
3,5 / 6
avatar Raphael
4 / 6
avatar Sascha
3,5 / 6

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Raphael , Sascha

Keine Hose – kein Problem

Januar 31st, 2017 4 Comments »

Es kommt uns vor, als sei es erst gestern gewesen, dass wir das erste Mal das alte Mikro vom Speicher genommen, den Staub weggepustet und uns mit diesem Internet verbunden haben, um zum allerersten Mal über diese obskure SciFi-Serie aus den 90gern zu reden.

Nein, eigentlich kommt es uns wie eine Ewigkeit vor. Wenn man sich einfach mal anguckt, was wir in der Zeit alles gemacht haben:

  • 35 Episoden
  • über 38,5 Stunden Unterhaltung pur (Eine Episode im Schnitt 66 Minuten)
  • 3 Live-Sendungen
  • unzählige Posts bei Twitter und Facebook
  • Die Erfindung des Penfs
  • Ein denkwürdiges Hörertreffen in Kassel
  • 9 Patrone bei Patreon (ein dickes dickes Danke!)
  • Ein Spitzenteam
  • Und die den besten Hörer der Welt!

Es ist eigentlich unglaublich, dass wir all das in nur einem Jahr geschafft haben sollen. Ja, der graue Rat hatte (fast am gleichen Tag wie die Serie) Geburtstag.

Und weil wir (dank unserer Patrone!) im Januar noch unser mixlr-Paket gebucht haben, dass es uns ermöglicht, 3 Stunden am Stück live zu senden und weil wir noch ein paar Einspieler gefunden haben, die gesendet werden wollten und weil wir kurz vor der Sendung noch einen 4seitigen Hörerinnenbrief bekommen haben dachten wir: Warum eigentlich nicht den Geburtstag live feiern? Höchstens vielleicht, weil Sascha arbeitstechnisch in Berlin weilt. Aber, davon lassen wir uns nicht aufhalten und es entstand das mobile Hotel-Podcast-Studio

Die Technik hat erstaunlicherweise bis zum Schluß durchgehalten und wenn Sascha manchmal etwas leiert liegt es nicht daran, dass er zu viel getrunken hätte, sondern daran, dass er sich selbst mit 1 Sekunde Verzögerung noch mal gehört hat. Was wirklich verwirrend ist.

Wirklich großartig ist das Geburtstagsgeschenk, das uns Ralf zur Verfügung gestellt hat.

Ja, Ihr seht richtig, das ist eine Original-Autogrammkarte von Bruce Boxleitner! (*hibbel*) Und Du kannst sie haben. Ja, genau: DU! Was Du dafür tun kannst, das hörst Du im Laufe dieses Castes. Aber Du solltest Dich beeilen, die Anmeldefrist ist geradezu unmöglich zu halten .)

Da wir in dieser Sendung auf unsere nackte Frauenbeauftragte leider verzichten mussten, bleiben uns dämliche Männerwitzchen nicht erspart. Glücklicherweise gingen sie niemals unter die Gürtellinie, was daran lag, dass keiner der Beteiligten Podcaster Gürtel trugt, geschweige denn eine Hose.

Mit diesen Bildern im Kopf entlassen wir Dich nun in das Live on Tape unserer Geburtstagsgala!

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Alex
avatar Gregor
avatar Raphael
avatar Sascha
avatar Tim

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Raphael , Sascha

Captain Grinsebacke im Wechselbart der Gefühle

Januar 24th, 2017 6 Comments »

Die letzte Folge hat uns ja ganz schön geflashed zurückgelassen. “Alles ist anders” klingen uns die Worte von Cmdr Nicht-Sheridan noch in unseren Ohren und unser sympathisch-phlegmatisches Holzgesicht soll schneller recht behalten, als es “Einen Flug nach Minbar bitte!” sagen kann. Und wer weiß, wie schnell Sinclair googelt, weiß auch, dass DAS ganz schön lange dauern kann. Jetzt isser jedenfalls weg (weg!) und wir sind wieder allein allein.

Sascha:
"Wer wissen will, wies mit Sinclair und seiner Verlobten weiterging und ob 
 sie jemals geheiratet haben, dem seien die Bücher ans Herz gelegt."
Mary:
"Da wird von der romantischen Hochzeit berichtet, am Currywurststand 
 auf dem Weg das Mobiliar einzukaufen."

Aber wir haben nicht viel Zeit, dem alten Commander hinterherzuweinen, denn – wie das bei begehrten Posten so ist – sein Nachfolger steht schon bereit. Und mein Gott, ist DAS mal ein strahlender Held:

Strahlemax könnte glatt Werbung für Space-Zahncreme machen und hat in den ersten 10 minuten dieser Folge mehr Mimik gezeigt als Sinclair in der kompletten ersten Staffel

Der neue kriegt von Susan die erste Staffel samt Cliffhanger im Schnelldurchlauf erzählt. Und wir haben den Eindruck, dass Mira Furlan und Jerry Doyle in dieser Folge den entspanntesten Job haben.

Sascha:
“Jerry Doyle hat gesagt, das war für ihn das leicht verdiensteste Geld, ever.”
Felo:
“Garibaldi hat auch noch nie so kompetent gewirkt.”

Während der Eine noch den Schlaf der Inkompetenten schläft, hockt die Andere noch in ihrem Kokon, der in regelmäßigen Abständen von ihrem Assistenten abwechselnd gefeudelt und geknuddelt wird. Doch es droht Gefahr!

Mary:
"Ich find das aber auch schwierig, weil Lennier da so viele Kerzen um den 
 Kokon positioniert hat. Ich denk immer: Oh Gott, ein falscher Kokonöffner 
 und die gute brennt sofort!"
Felo:
"Draussen tobt die Raumschlacht, dann fallen die Kerzen um....der Kokon 
 sieht leicht entflammbar aus!"
Raphael:
"Das wäre aber mal ein schöner Serientod gewesen für einen Charakter"
Sascha:
"Und dann kommt Garibaldi rein und sagt: Was riecht denn hier so lecker 
 nach BBQ?"

Nein, nicht der mangelnde Brandschutz, über den machen wir uns schon lange keine Gedanken mehr, sondern in Form eines abtrünnigen – Achtung! – MinBarti

“Ich verkaufe diese Wunderschönen Bart-Kämme aus echten Knochen!” – Obwohl Kalain ein sehr einnehmender Verkäufer sein kann, rennen ihm trotzdem die Kunden davon. Oder er den Kunden, seit seinem letzten mißglückten Im-/Export-Geschäft (Tote Menschen gegen Tödliche Waffen) ist er mit seinem Schiff auf der Flucht vor der regressfordernden Regierung

Obwohl Sheridan so jugendhaft und unschuldig wirkt, hat er es gewaltig hinter den Ohren. Hat er doch im Krieg gegen die Minbari gute Mine zum bösen Spiel und tote Minbari zum explodierenden Schiff gemacht. Zwar nicht besonders ehrenhaft, aber effektiv. Was Sheridan trotz seiner ansprechenden Optik bei den Minbari nicht gern gesehen macht. Deswegen ist auch Lenier am Anfang etwas zurückhaltend, bevor es dann plötzlich aus ihm heraussprudelt, warum der Krieg so schnell zu Ende war, warum Sinclair eine Gedächtnislücke hat und warum Minbari-Seelen seit 2000 Jahren Körperchen-Wechsel-Dich mit den Menschen spielen. DAS kam überraschend

Jo, Man! Im Gegensatz zu Sinclair hätte Sheridan die ganze Geschichte auch verstanden, wenn sie Lenier nicht zusätzlich pantomimisch dargestellt hätte

Jedenfalls sind da einige Minbari noch mächtig gewaltig sauer auf Sheridan. Und vor allem wegen der Tatsache, dass der plötzlich das Kommando über eine diplomatische Mission hat. Die abtrünnigen Minbari suchen ohnehin grade einen Grund zum ehrenhaften Sterben und hoffen, drei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können. Tja, Pech nur, dass Sheridan nicht nur ausgesprochen gut aussieht, sondern im Gegensatz zu seinem Vorgänger extrem schnell schaltet und dann doch genau das macht, was Sinclair in so einer Situation gerne tut: Nichts.

Nagut, er tut doch was, er schaltet zumindest die Discobeleuchtung an:

Die Drecksarbeit übernimmt dann ein anderes Minbari-Schiff, wenn auch etwas widerstrebend. Am Ende ist also auf den ohnehin schon großen Scherbenhaufen noch ein bißchen Weltraumschrott dazu gekommen.

Sascha:
 "Damit geht die erste Folge der 2. Staffel zu Ende und bringt tatsächlich 
  so gut wie keine Auflösung von Chrysalis."
 Mary:
 "Das macht ja nichts, dafür haben wir jetzt Sheridan."

Und da hat Mary verdammt nochmal Recht! Einfach mal so (aus inzwischen bekannten Gründen) den Hauptdarsteller auszuwechseln und den geplanten Handlungsbogen soweit zu dehnen, dass er nicht reißt, sondern im Gegenteil deutlich besser wird, als der ursprünglich geplante (und der war stellenweise schauderhaft) da heißt es: Hut ab! Dabei gab es diese Folge gar keine komischen Hüte. Dafür geschmacklose Hemden:

Der eine Hemdträger ist uns übrigens von Anfang an unsympathisch und da sind wir nicht alleine mit dieser Meinung.

Gespaltener Meinung sind wir, was die DVD-Staffelbox betrifft. Felo und Sascha beschweren sich über billige Soundeffekte in Menüs, ein echt verwaschenes und – am allerschlimmsten – Künstlich auf 16 zu 9 gestutztes Bild, das regelmäßig untere und obere Kopfpartien der Protagonisten abschneidet. Mary dagegen schwört Stein und Bein, die Serie noch im klassischen Format zu genießen:

Mary:
"Manchmal sind in meiner Welt ja Sachen anders. Moment, ich schreibe das 
 zu meinen Hausregeln dazu: 'Meine Welt ist 4 zu 3!' "

Auch wenn die Optik uns so manche Szene vermiest, ist der Inhalt doch toll. Und wir halten unsere Hüte fest, denn obwohl nebenbei ein neuer Protagonist (oder zwei, wenn man den schleimigen Piloten mitzählt) eingeführt werden muss, schraubt die Serie kein bißchen an Tempo zurück. Im Gegenteil. Wir ahnen: Jetzt geht sie los die wilde Achterbahnfahrt.

Da wir den Meister der Penisse persönlich im Cast haben, greifen wir heute besonders gerne in die Hose und kommen auf eine Gesamtwertung von

4,5 von 6 Penissen

 

Und weil es eine schöne Tradition geworden ist: Marys Zeichnungen aus ihren Notizen:

Bevor wir den neuen Captain an Bord begrüßen legen wir Dir noch folgende Links ans Herz:

Kein Hamster wurde bei der Aufnahme dieser Episode verletzt.

Wer das verstehen will, sollte unseren Outtake-Perk bei Patreon ziehen 🙂

 

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Felo
4,5 / 6
avatar Mary
4 / 6
avatar Raphael
4,5 / 6
avatar Sascha
4 / 6

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Raphael , Sascha

Superschwellige StaffelSchau

Januar 10th, 2017 1 Comment »

Der Graue Rat lud zur Staffel-End-Gala und die Babylon 5-Fans sind gekommen.

In unserer Livesendung am 8. Januar wollten wir zurückblicken auf die inzwischen fertig besprochenen Staffel 1. Dazu haben wir wiedermal weder Kosten (dank unserer Patrone können wir uns das mixlr-Plus-Paket gönnen) und Mühen (Die durchs Fenster vom ersten OG ins Erdgeschoss gezogenen Telefonkabel erinnerten an alte Modem-Zeiten) gescheut. Doch wie heißt es so schön: Wer sich nicht bemüht, der nicht gewinnt, oder wie der Lateiner sagt: Ad Astra äh..mit Astra

031-astra

Sascha musste sich diese Flasche übrigens gut einteilen, war er doch Herr der Regler und musste halbwegs nüchtern bleiben, um dem Chaos aus Kabelage, Klink und Cinch Herr zu bleiben. Apropos bleiben. Ein Echo blieb dann dummerweise doch, dafür ging Gregor, dessen Rechner pünktlich nach dem Vorgespräch zum Sendestart die Hufe hochriss und nicht mehr zum Leben zu erwecken war. Doch dank toller technischer Tricks konnte er sich wenigstens kurzzeitig per Telefon dazuschalten.

Dank eines tollen Chats, vieler Einspieler und diverser Abschweife sind unterhaltsame knappe 2 Stunden zusammengekommen. Wir danken Euch für das ganze Feedback zu Staffel 1, freuen uns auf unseren ersten Castgeburtstag am 27. Januar (*winkwink*) und verweisen an dieser Stelle nochmal auf unsere Agenda 2017:

Erwähnt Babylon 5 und den grauen Rat in möglichst vielen Blogs, Artikeln und anderen Podcasts, go superschwellig! 🙂

Und bleibt uns treu für Staffel zweu..äh..zwei. Und jetzt viel Spaß mit dem ungeschnittenen Mitschnitt unserer Staffel-End-Gala

PS: Uns haben noch audiogrüße über unser Speakpipe-Plugin (der Goldkanal) erreicht, aber die Info-Mail, dass sie da sind nicht. Deshalb sind sie uns durch die Lappen gegangen, werden aber zügig nachgereicht.

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Alex
avatar Gregor
avatar Mary
avatar Sascha
avatar Tim

Wenn Ihr mögt, schmeißt uns doch was in den Hut:

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Raphael , Sascha

Staffel-End-Gala LIVE

Januar 2nd, 2017 1 Comment »

Die erste Staffel ist besprochen, der erste Geburtstag des grauen Rates steht an.
Wir wollen mit Dir gemeinsam resümieren. Was hat uns gefallen an Staffel 1? Was haben wir entdeckt, was uns früher stets entgeangen war? Ist am Ende sogar Cmdr Sinclair besser gewesen, als gedacht?
Und was können wir bei der Besprechung von Staffel 2 besser machen als bisher?
All das wollen wir in unserer Staffel-End-Gala besprechen. Am besten mit Dir! Also komm in den Chat und eventuell gibt es sogar wieder ein Call-In!

Wann: Am Sonntag 8.1.2017 ab 20:30

Wo: Hier:

Und schon vorher kannst Du uns helfen: Kontaktiere uns über die üblichen Kanäle und schreib uns Deine Meinung zu Staffel 1 und unseren Umgang mit selbiger. Egal, ob per Textform, per Bild oder (das wäre uns natürlich am liebsten) als kurzes audio.

Wir würden uns freuen, von Dir zu lesen/hören!

…und seine Waffe war noch kalt

Dezember 27th, 2016 8 Comments »

Leute, heute wirds besinnlich! Denn pünktlich zum Weihnachtsfest präsentiert uns JMS den wohl unromantischsten Heiratsantrag des Universums.

030_kuss

Raphael: “Ersetze hier einfach mal heiraten durch Ficken und dann hast Du den Prolog zu jedem Xbeliebigen Porno!”

1 von 3 Podcastern gefällt das 🙂

Davon abgesehen ist die heutige Folge ein Achterwerk der Gefühle und eine Feuerbahnfahrt an tollen Szenen und Dialogen. Also nicht nur die Podcastfolge, sondern auch die Episode, über die wir sprechen. Um da vorweg zu greifen, das Ende der Staffel ist für uns das bisherige Highlight und – auch wenn böse Zungen das behaupten mögen – nicht nur, weil es die (fast) letzte Folge mit olle Holzklotz Sinclair ist. Im Gegenteil. Der ist uns inzwischen irgendwie richtig ans Herz gewachsen. Und offenbar auch seiner Jojo-Freundin, die ihm den Heiratsantrag zwischen Chipstüte und Fernbedienung nicht übel nimmt

Raphael: "Dass er das nicht mit vollem Mund beim Frühstück gesagt hat: Heiraten wir jetzscht oder nischt?!?"

Doch das junge Glück währt nur kurz, denn beim romantischen Verlobungsessen mit Freunden bekommt Garbibaldi einen Anruf. Und eine plötzliche Einsicht:

Raphael: "Garibaldi quittiert das mit der Frage, warum er denn Sicherheitschef sei, 
          doch bestimmt nicht nur wegen seines guten Aussehens. Und sich sass da 
          und sagte: Warum denn sonst? Mir ist bislang keine andere Qualität aufgefallen, 
          ausser, dass Du vielleicht mit dem Commander geschlafen hast, 
          der Dir den Posten verschafft hat!"
Sascha: "Aber alle sagen doch ständig, wie gut Garibaldi in seinem Job ist. 
         Das musst Du doch jetzt glauben!"
Raphael: "Zeigen! Nicht sagen!"

Denn kurz zuvor ist einer von Michaels Informanten dramaturgisch geschickt in die Szenerie gewankt und Klischeehaft in den Armen des Sicherheitschefs versorben. Nich ohne vorher noch von einem mysterösen Plan zu faseln, dass jemand umgebracht werden soll. Raphael kann diesem Dialog nicht folgen, weil er die ganze Zeit von Schauspieler abgelenkt ist und erst mal googlen muss, ob es Stiffler aus American Pie war, der auf der Station das zeitliche gesegnet hat. Seine Recherchen sagen: Nein!

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Eine Gewisse ähnlichkeit ist da zwischen Seann William Scott (links) und David Anthony Marshall (rechts). Es könnte sich aber auch lediglich um russische Propaganda handeln

Garibaldi macht sich also auf die Suche nach Beweisen. Eine Suche, die uns in die finsteren Gefilde der Station führt. Wenn man das nur irgendwie bebildern könnte…

Sascha: "Wir müssen irgendwie symbolisieren, dass das der untere Sektor ist." - "Dann nehmen wir eine brennende Mülltonne!" - "Das ist eine Raumstation, da gibts keine brennenden Mülltonnen!" - "Dann nehmen wir eine brennende Kugel!" - "Die kann nicht brennen!" - "Dann leuchtet sie eben!!!"

Sascha: “Wir müssen irgendwie symbolisieren, dass das der untere Sektor ist.” – “Dann nehmen wir eine brennende Mülltonne!” – “Das ist eine Raumstation, da gibts keine brennenden Mülltonnen!” – “Dann nehmen wir eine brennende Kugel!” – “Die kann nicht brennen!” – “Dann leuchtet sie eben!!!”

Am Ende führen ihn die Spuren zu drei fiesen Möppen (oder Möpsen?) und ins Verderben, denn es stellt sich heraus, dass Garibaldis Stellvertreter tief drin steckt in der Verschwörung um – Achtung spoiler! – den Präsidenten zu töten. Und so explodiert zuerst der Schuß des Verräters in Garibaldis Rücken und kurz darauf des Präsidenten Maschine in der Umlaufbahn von IO.

Bämbäm..that awfull sound, bämbäm, my Vizepräsident shot me down

Bämbäm..that awfull sound, bämbäm, my Vizepräsident shot me down

Sinclair hatte sich zum Jahreswechsel zwar ein bißchen Feuerwerk gewünscht, aber DAS war dann doch ein deutlich übertrieben. Kein Wunder, dass der Commander – obwohl er in der Bar sitzt – nicht unbedingt in Feierlaune ist. Da helfen ihm auch die aufmunternden Worte unseres Party-Volonen nicht weiter, der Sinclair daran erinnert, dass er irgendwas vergessen hat

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Richtig! Delenn wollte Sinclair ja eigentlich in die dunklen Geheimnisse ihrer Vergangenheit einweihen, aber wer Damen warten läßt muss die Konsequenzen tragen

Mary: "Delenn ist ja eine Frau. Von daher: Wenn der Mann nicht reden will, 
       dann ist sie erstmal beleidigt. 
Rapahel: "Da möchte ich jetzt bitte den letzten Satz aus meinen Notizen zitieren:
         Tja, wenn man eine Frau zu lange warten läßt, verpuppt sie sich." 
Sascha: "Delenn, ist irgenwas?" - "Nee!" - "Du hast doch was..." - "nein!" 
Raphael: "Sicher?" - "Jaaaaa!" PuppPuppPupp

Delenn hat ihr merkwürdiges Konstrukt fertig, an dem sie seit dem Pilotfilm rumbastelt und es – Achtung! – entpuppt sich als Konkongenerator. Unsere Minbaribotschafterin beschließt also, den Jahreswechsel eingemummelt und stöhnend in einer merkwürdigen Hülle zu verbringen. Ob sich das hässliche Entlein eventuell in einen Schmetterling verwandelt?

Apropops Entlein. Londo hat Ärger ohne Ente. (Da habt Ihr jetzt sicher eine andere Überleitung erwartet, was?) Die Narn nehmen ihm einen wichtigen Quadranten weg und seine Regierung seinen letzten Rest von Würde. Wenigstens der Sessel ist bequem

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Da kommt der Anruf des geheimnisvollen Mr Morden genau zur rechten Zeit. Der schlägt nämlich vor, sich beider Probleme anzunehmen. Dazu bedarf es lediglich eines kleinen Versteckspiels im stationseigenen Heckenlabyrinth. Jedenfalls, wenn man nicht unbedingt die USA-Erstausstrahlung dieser Folge gesehen hat.

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Bei der Erstausstrahlung in den USA flimmerte die unbearbeitete Szene über die Bildschirme, nachdem JMS den Verantwortlichen in den HIntern getreten hatte, sah das Bild dann bei weiteren Ausstrahlungen richtig aus

Londo weiß zwar, dass große Macht große VerantwGefallen zu hohen Kosten kommen aber läßt sich am Ende auf den Deal ein, wohlwissend, dass er ohnehin in keinen Spiegel mehr gucken kann. Dass durch seine Entscheidung allerdings 10.000 Narn ausgelöscht wurden, damit hätte er nicht gerechnet (sagt er jedenfalls)

030_122_cap284Wir sagen: ganz großes Kino im kleinen TV-Format. Sowohl optisch, als auch storytechnisch. Dabei sind wir noch nicht mal durch mit der Folge, denn die ist so zugepackt, dass man daraus locker eine Staffel Voyager hätte machen können. Obwohl das eine Beleidigung für Babylon 5 wäre…wo waren wir? Achja: G’Kar hat davon noch nicht soviel mitbekommen, denn er ist…äh…beschäftigt

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“Der Botschafter ist jetzt Frei, wenn Sie sich schonmal freimachen könnten, Commander….”

Na’Toth hat anscheinend die Ruhe weg und läßt sich auch durch lautes Gestöhne aus dem Nachbarraum nicht vom Arbeiten abhalten. Geht dann allerdings, um G’Kar und Sinclair alleine zu lassen

Raphael: "Vielleicht ist Na'toth ja auch raus, um die Damen noch zu bezahlen?"
Mary: "Bezahlt man die nicht vorher? Ich kenn mich da nicht aus..."
Sascha: "Vielleicht ist das so ein Prepaid-Guthaben dass man so 
         ab...äh..arbeiten kann"
Raphael: "Ich glaube, der Gute hat da inzwischen einen Ruf, dass er auch 
          hinterher zahlt. Also, dass er die nicht prellt.."
Sascha: *kicher*
Raphael: "...also die Zeche in dem Fall."

G’Kars Charakter gewinnt durch seine Reaktion auf den Angriff auf sein Volk plötzlich eine neue Dimension, wie eine Klappkarte, die aus einem Buch hervorplöppt. Wir können uns allerdings nicht lange an der neugewonnen Tiefe seines Charakters zu erfreuen, denn er macht sich auf die Suche nach der mysteriösen Macht, die den Angriff zu verantworten hat.

Am Ende also: Prösiedent tot, Garibaldi fast tot, Londo auf der dunklen Seite der Macht, G’Kar weg und Delenn im Kokon und Sinclair etwas ratlos…

"Nichts ist mehr wie es war. zum Glück läuft *mein* Arbeitsvertrag noch vier Jahre. Stell Dir vor, ich würde die Station auch noch verlassen..."

“Nichts ist mehr wie es war. zum Glück läuft *mein* Arbeitsvertrag noch vier Jahre. Stell Dir vor, ich würde die Station auch noch verlassen…”

Wir sagen: Hut ab! Babylon 5 zeigt spätestens mit dieser Episode wo der Neelix den Most holen könnte, wenn er denn ein paar mehr Eier in der Hose hätte. Und davon hat JMS offenbar mehr als genug: In einer Folge einfach eben mal das über eine Staffel sorgsam (und detailreich) aufgebaute Universum komplett über den Haufen zu werfen – und zwar so, dass es dem Zuschauer NICHT egal ist – das ist sowas von modernem TV der 2010er Jahre, dass man der Folge nicht anmerkt, dass sie fast 25 Jahre auf dem Buckel hat.

Die Handlung um Garibaldi ist (erwartungsgemäß 🙂 ) die schwächste, aber auch sie ist einigergmaßen spannend erzählt und wartet mit dem bis dato vermutlich auch einmaligen Trick auf, dass am Ende eben NICHT die wackeren Helden auf Babylon 5 die Verschwörung aufdecken und im letzten Moment (bevor der Counter der Uhr auf 0:01 springt) die Ermordung des Präsidenten verhindern können. Ein Glück, dass sowas nicht im echten Leben passieren kann…

030_ceremony

Huch(tm)! Die Ähnlichkeit ist Absicht, das Foto rechts hing beim Dreh vom Bild links am Kamerastativ. Auch ein Detail, dass zeigt, dass B5 weit mehr ist, als eine weitere billige SciFi-Serie

Und dass der neue am Ruder nicht unbedingt eine weiße Weste hat, dürfte auch relativ klar sein. Die Latte (höhö) hängt jedenfalls hoch für die kommende Staffel und wir holen nur, weil wir wissen, was noch kommt, nicht komplatt alles raus, was die Centauri-Anatomie zu bieten hat und vergeben:

5 von 6 Centauripenissen

5 von 6 Centauripenissen

Wie fandet Ihr die Folge und die komplette Staffel 1? Darüber wollen wir mit Euch reden. Bei einer livesendung am 8.Januar 2017 auf unserem Mixlr-Kanal.

Nutzt die Feiertage und schickt uns schon jetzt Eure Gedanken zu Staffel 1 (und unseren Umgang mit selbiger) entweder per Schriftform oder noch besser als Audiokommtar über die bekannten Wege!

Wir wünschen Euch ein tolles Jahr 2017 und legen Euch noch folgende Links ans Herz:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
5/6
avatar Mary
5/6
avatar Raphael
5/6
avatar Sascha
5/6
avatar Tim
5/6

Wenn Ihr mögt, schmeißt uns doch was in den Hut:

Der graue Rat bei Patreon

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