Lyta + Krankenstation = Overacting

Oktober 10th, 2017 No Comments »

Was steht denn heute an? Werfen wir mal einen Blick in die Zeitung

Der morgentliche Plausch am Zeitungsstand ist wieder so eine Szene, die man in anderen Serien (*hust* Voyager *hust*) schmerzhaft vermisst. Einfach weil sie die Charaktere noch ein wenig mehr Dreidimensionalität verleiht und so ganz nebenbei das Worldbuilding vorantreibt. Und hey, wenn es heute schon gedruckte individualisierte Zeitungen gäbe, dann wäre es nur realistisch, dass die Verleger dafür sowohl ein schweinegeld verlangen und andererseits die Konsumenten mit Werbebotschaften zumüllen, während sie gleichzeitig den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wegen angeblicher Wettbewerbsverzerrung verklagen. (merkt man eigentlich seht, wer bei uns die Shownotes schreibt? 😉 )

Aber das war ja nur das illustre Vorgeplänkel, bevor es in die eigentlich Handlung geht. Und um den  Alten bei “Das Boot” zu zitieren:

“Jetzt wirds psychologisch, meine Herren!”

Und Damen natürlich. Aber die gab es damals(tm) auf einem ordentlichen deutschen U-Boot ja noch nicht. Auch wenn es auf dem Mars so aussieht, als wäre man gerade vor Gibraltar auf Grund gelaufen und hätte mit Wassereinbruch zu kämpfen

Der Beweis: Es gibt Wasser auf dem Mars! Und Löffel, die dieser namenlose Datenkristallträger in wenigen Minuten abgeben wird – unter gestammelten bedrohlichen Halbsätzen

Wir ahnen schon: Diese Szene aus dem kleinen Handbuch “Dramatik für Beginnner” wird uns noch auf die Füße fallen. Oder besser auf den Kopf. Denn Lyta ist wieder da! Wir erinnern uns: Die rotharige Telepathentante, die in Stöckelschuhen und Pornomantel im Pilotfilm größtenteils als Expositions-Krücke herumgestakst ist. Und die nicht nur Dr Kyles medizinische Plexiglasstange zu einer beliebten Redewendung in diesem Podcast gemacht hat, sondern auch Overacting in der Krankenstation salonfähig.

“Ich will sofort mein Eis! Räbääh! Sonst werfe ich mich auf den Boden und brülle ‘Schmeerz! Schmeeerz!’ wie Troi im TNG Pilotfilm!”

Aber Lyta kommt nicht nur auf die Station um uns von ihrer eingeschränkten Schauspielkunst zu unterzeugen. Nein, sie bringt auch eine wichtige Information mit: Einer im Kommandostab ist ein Schläfer und arbeitet ohne es zu wissen, eigentlich für das Psi-Corps. Alle Augen und Kameras schwenken überaus subtil zu Susan

Tim:
“Und was macht Ivanova?”
Sascha:
“Schwenkt ihren roten Hering!”
Tim:
“Und wie! Der Hering ist inzwischen doppelt so groß und sie haut ihn uns links und rechts um die Ohren!”

Meine Herren! (und Damen!) Wenn es in den 90gern schon sowas wie twitter oder hashtags gegeben hätte, JMS hätte sich das #superschwellig mehr als redlich verdient. Denn wir werden so dermaßen nicht nur mit der Nase, sondern mit dem kompletten Gesicht drauf gestoßen, dass Ivanova der Schläfer sein MUSS. Denn warum sonst, würde sie sich so vehement weigern, das telepatische Passwort gesendet zu bekommen? Soll sie sich mal ein Beispiel an Garibalidi nehmen, der nicht nur – als Einziger(!) – daran denkt, vorher seine Waffe abzugeben, sondern seine Kollegen gleich darauf auch noch so richtig schön trollt.

Tja, verarscht, er wars schonmal nicht. Oder doch? Darüber reden wir im Cast. Und jetzt wird gefühlt stun-den-lang der entscheidende Scan von Susan herausgezögert. Theo Transportröhrenreiniger und Vera Verlade werden eine(r) nach der/dem anderen in Sheridans Büro zitiert, während die Spannung dahinschmilzt wie das Schokoladen-Modell der Station

So entfährt uns auch nur ein müde gelächeltes “Tja”, als die Gute sich dann am Ende doch bereit erklärt und – welch eine Überraschung – doch nicht die gesuchte Schläferin ist.

Apropos Schläferin. Susan schläft am liebsten im blauen Sateng-Schlafanzug. Und nicht allein.

“Du fragst Dich, woher meine Haaare diese Spannkraft und diesen unwiderstehlichen Glanz haben? Ich wasche sie täglich mit L’orien Vodka”

Und Du fragst Dich vielleicht, wer diese blonde Person mit den ebenfalls feuchten Haaren ist. Die Antwort gibts gleich. Vorher müssen noch andere Fragen geklärt werden:

Sascha:
“Ivanova im Sateng-Bademantel durchwühlt ihre Schubladen. Watt sucht die denn da eigentlich?”
Tim:
“Satengblaue Hausschuhe wahrscheinlich?”
Sascha:
“Und was sind das für merkwürdige schwarze Puschel an ihrer Arbeitsplatte?”
Tim:
“Die sollten die lesbische Atmosphäre noch ein bißchen Pushe(l)n”

Lesbische Atmosphäre? Hä? Ja. Denn obwohl Susan eine gesunde Abneigung gegen Telepathen im Allgemeinen hegt, spürt sie doch starke Zuneigung zu einer Telepathin im Speziellen:

Talia hatte eine feuchte Wohnung (wer hat da “Keller!” gerufen?) und darf deshalb bei Susan pennen. Und vermutlich auch mit ihr. Und der junge Sascha der 90ger so:

Tim und Sascha gehen jedenfalls beide davon aus, dass die beiden in Susans Bett mindestens eine erotische Kissenschlacht gemacht haben. Davon kann Lyta nur träumen…

Tim:
“Während ihre Telepathenkollegin heißen Sex hatte, muss die arme Lyta in einer neonbeleuchteten Arrestzelle an einem Tisch dösen”

Richtig. Da war ja noch die Handlung um Lyta. Die kommt zu einem traurigen Höhepunkt (höhö) als

  1. Talia ungefragt und grundlos in eine geschlossene Sitzung des Führungsstabes platzt
  2. Lyta ungefragt und grundlos das telepathische Passwort an Talia schickt

Diese flippt darauf hin total aus und stellt sich als die lang gesuchte Schläferin heraus. Die Ihrer Liebhaberin nun noch ein paar Schimpfworte an den Kopf hauen darf.

Damit endet die sehr kurze Romanze von Susan und Talia, die so viele Fanficktion-Schreiberinnen zu (geistigen) Ergüssen verleitet hat. Und – um auch was Positives zu nennen – dieses Bild hervorbrachte:

War sonst noch was? Achja: Kosh zieht vor Lyta blank. Und das hier:

 

Alles in Allem auf jeden Fall eine Folge, die sich ins kollektive Gedächtnis (vor allem der männlichen Zuschauer) gebrannt hat. Auch wenn, oder vielleicht grade weil, die Beziehung zwischen Susan und Talia nicht so gezeigt wurde, wie es heute der Fall sein würde. Hey, wir sind hier immerhin in den 90gern und nicht auf HBO!

Die Idee, dass das PsiCorps einen Schläfer in sämtliche Führungspositionen der Erdallianz eingeschleust hat, ist überzeugend und zeugt von einem durchdachten Storytelling, das abseits des Epsilon-Sektors wiederum in den 90gern nur mit der Lupe zu finden war. Schön ist auch, wie Handlungen aus der Vergangenheit (Und Zukunft!) sehr beiläufig in die aktuelle eingewoben wurden. Und die Regie ist alle erste Sahne. Jesus sei Dank!

Jesus erlöse uns! Im Gegensatz zu Richard Compton hat dieser Regisseur offenbar eine Erleuchtung gehabt und wird uns in der vierten Staffel noch einige Glanzpunkte der Serie bescheren

Einziges Schmanko: Der drehbuchschreiberische Ejakulatio postcox, mit dem die vermeindliche Enttarnung Susans so sehr in die Länge gezogen wird, wie die Silben in einem Satz von Dr Cox. Auf jeden Fall eine überdurschnittliche Wertung und wir vergeben mal mehr und mal weniger hormongesteuert:

4 von 6 Penissen

Und noch ein paar links für Verliebte:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Sascha
4,5 / 6
avatar Tim
3,5 / 6

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Hier liegen Sie richtig

Oktober 3rd, 2017 No Comments »

Denn vom grauen Rat lernen heißt liegen lernen. Weil Raphael gerade gesundheitlich ziemlich ans Bett gefesselt ist, hat sich Sascha zu gemeinsamen Fesselspielchen eingeladen. Nein, aus Solidarität hat sich auch Sascha in die Horizontale begeben.

Sascha ist nicht nur gerührt, sondern auch geschüttelt. Entweder das, oder der Alterstremor macht sich beim Auslösen dieses Bildes bemerkbar….

Da liegen die beiden nun, denn es liegt ihnen etwas auf dem Herzen. Nämlich diverses Zeuch, was sich in den letzten Wochen und Monaten angesammelt hat. Dich erwartet also hier eine kleine Hausmeisterei-Folge. Mit Infos zu unserem Hörertreffen in Kassel.

Danke Felo, für dieses tolle Bild!

Damit wir wissen, wo wir für wie viele Leute reservieren müssen, denke dran, Dich anzumelden.

Und jetzt entspannt zurückkgelehnt, es geht los: live on Tape aus den besten Podcasterbetten Deutschlands!

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Raphael
avatar Sascha

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Triff den Rat 2017

Oktober 3rd, 2017 3 Comments »

Wir würden uns gerne mit Dir Treffen. Und zwar Ende Oktober in Kassel. Nach unserem grandiösen Hörertreffen anno 2016 wollen wir eine Neuauflage starten.

Danke Felo, für dieses tolle Bild!

Und Du triffst dort nicht nur uns, sondern auch Vertreter der anderen tollen Podcasts den Podcastimperiums:

  • Nerd und Krempel
  • Film- und Serienrepublik
  • Fleischentzug

Und einen supergeheimen Cast, der noch für einen Aufschrei in der Podcastszene sorgen wird

Doch Konfuse sagt:

Wer abends noch durch Kassel läuft

verhungert schneller als er säuft.

 

So oder so ähnlich geht die alte Weise, die man in Hessen am Lagerfeuer von Generation zu Generation weitergibt. Denn die letzten Jahre haben gezeigt: Einfach so ein Lokal finden, das ist in Kassel ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb wollen wir in diesem Jahr ein wenig planvoller vorgehen und reservieren. Dazu müssen wir aber wissen, wie viele Leute kommen. Also kommentiere bitte unter diesem Beitrag ob Du kommen willst und ob Du vielleicht noch jemanden mitbringen möchtest.

Ich komme zum Hörertreffen in Kassel

  • Allein (75%, 3 Votes)
  • Mit Begleitung (25%, 1 Votes)

Total Voters: 4

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Wat hamwer gelacht auf der Beerdigung

September 26th, 2017 1 Comment »

Eigentlich sind wir aus dem Lachen gar nicht mehr rausgekommen, denn Beerdigungen gab es einige im Verlauf dieser Folge. Aber dem Reihern nach: Es beginnt schon lebenslustig mit einem toten Markab, dessen Doctor von unserem Doctor am Totenscheinausfüllen gehindert wird. Denn gleich 4 verblichene Markab in den letzten 3 Tagen? Und keiner geht auf das Konto von Doctor Franklins Behandlungsfehlern? Das kommt dem Chefarzt verdächtig vor. Wenn er also schon zu Lebzeiten die Krankenkasse des Verstorbenen nicht schröpfen konnte, dann wenigstens posthum mit einer kostenintensivenunbedingt notwendigen Obduktion

Franklin sieht schwarz.

Bei diesem neuen Virus guckt Franklin ziemlich in die Röhre, denn die Markab reden da nicht gerne drüber. Denn nur unreine Randgruppen stecken sich damit an. Normalen Leuten mit normalem Lebenswandel kann sowas nicht passieren. Woran erinnert uns das bloss?

Und es zeigt sich: Auch regelmäßiges Waschen von Gedanken und Genitalbereich verhindert keine Ansteckung. Und auch wer(s) im Vakuum des All treibt, landet schneller als Leiche im Lagerraum A, als er “Ist es wirklich eine gute Idee, 200 auf mysteriöse Weise gestorbene Leute AUF die Station zu bringen?” sagen kann.

Auch die Idee, sämtliche Markab in einen Raum zu stecken um zu testen, ob sie infiziert sind, führt etwas Franklins zuvor geführte feurige Rede ad absurdum, dass man die Markab bitte nicht alle in einen Raum stecken möge, weil sie dort nicht nur stecken, sondern sich gegenseitig an. Auch die Frage, ob die 100% ansteckende und 100% tödliche Seuche auch andere Lebewesen befallen könnte, kommt gefühlt etwas spät. Ansonsten – und vom Drogenmißbrauch abgesehen – stellt sich Franklin (und übrigens auch Garibaldi!) in dieser Folge erstaunlich kompetent an. Was man von seinen Mitarbeitern weißgott nicht behaupten kann.

“Wie? Was? Ich hab mir nur einen Kittel angezogen, um im Medlab kostenlos Zeitschriften lesen zu können!” Franklins Personal stammt offenbar aus dem Mediziner-Discount. Im Preis inbegriffen: Eine Abneigung gegen Arbeit und selbst simpelste Aufgaben, wie zB den “Einführungskurs” in die Pak’ma’ra-Anatomie

Während die Wissenschaftler fieberhaft (höhö) an einer Lösung des Problems arbeiten, ergehen sich die Politiker im Moralkeulenschwingen und verordnen gegen den ärztlichen Rat die Selbstisolation. Und als wäre das nicht schlimm genug, hat Delenn sich auch noch in den Kopf gesetzt, gute Samariterin zu spielen, sich mit den Markab einsperren zu lassen und sie mit religösen Ammenmärchen zu quälen. Lennier kommt übrigens mit. Ob er will, oder nicht.

Gregor: “Jetzt mal ehrlich: Für den ist das ne harte Folge gewesen: Nix gegessen, nicht geschlafen, 2 Tage nur Wasser gehabt und jetzt in die Seuchenkammer”

 

“Keine Sorge, wir finden die Leiche Deiner Mama” – Vermutlich ist es kein Zufall, daß N’erv Z’werg direkt im Anschluß an Delenns Tempelgeschichte das Zeitliche gesegnet hat. DAS hätten wir auch nicht länger ertragen.

“Faith manages” am Arsch, meine Teuerste. Die einzige Faith, die hier iiiirgendwas managed ist nämlich die hier:

Franklin dagegen zeigt sich als schlechter Manager. Der hat vermutlich hunderte Mitarbeitende, oder besser Mitnichtarbeitende, denn am Ende macht der Chef doch alles selbst: 12 parallel laufende Computeranalysen, Beistellwägelchen durch die Krankenstation schmeißen UND das Immunsystem seines Markab-Kollegen mit ausufernden Anektdoten  dermaßen in den Keller quatschen, das dieser nicht nur spontan die Symptome der Krankheit zeigt, sondern Franklin auch den Weg zur Lösung des Dilemmas. Nur um ihn dann mit seinen letzten gehauchten Worten noch ordentlich zu trollen

Gregor:
"Das sind doch super letzte Worte: Grüßen Sie von mir....urgs!"
Tim:
"Wer soll gegrüßt werden? Seine Omma in Wattenscheid, oder was?"
Sascha:
"Den Henne! Dat isn Gediegen!"

Surfen tut er, der Franklin! Und kommt so am Ende natürlich auf die Lösung, was die Krankheit auslöst, wie sie verhindert werden kann und deutlich zu spät

Da steht er mit seinen Phiolen nun reichlich entsetzt inmitten toter Markab, die galaxisweis den Löffel abgegeben haben. Über 2 Milliarden Tote. Nimm das, Game of Thrones! Anfänger!

Hm…wie kommen wir da jetzt wieder raus….hm….achja: Apropos sterben: Sterbenshungrig ist der Captain vons Janzem. Der ist nämlich bei Delenn eingeladen und freut sich schon drauf, sich mit außerirdischen Köstlichkeiten den Wanst vollzuschlagen. Nichtsahnend, dass es mehr Zeremonien zu beachten gibt, als bei einem klingonischen Jungesellenabschied.

Gregor:
"Essen ist bei den Minbari so schwierig, wie in Kassel was zu finden"

Diverse Tellertäusche, Valenfütterungen und Meditationspausen schaffen auch den taffesten Captain

Aber Lennier! Man zeigt nicht mit nacktem Finger auf eingeschlafene Leute!

Aber, ganz schlecht kanns nicht gewesen sein, immerhin verabredet man sich zu einem zweiten Versuch.

War sonst noch was? Achja: Wir erleben den ersten Dienstshuttle-Skandal der Station. Unsympath Keffler (diesen Namen brauchen wir uns JETZT auch nicht mehr zu merken *winkwink*) kriegt seine privaten Starfury-Spritztouren verboten. Womit? Mit Recht! Idiot.

Tja, was soll man zu dieser Folge sagen? Gut, dass das nervige Kind tot ist. Aber das ist bei JMS ja quasi schon obligatorisch. Die Kür ist es natürlich, die Zuschauenden ziemlich lange in dem Glauben zu lassen, dass Franklin schon im letzten Moment das Heilmittel finden wird und das Opfer seines Kahlschädelkollegen nicht umsonst gewesen ist. Pustekuchen! Der Moment, in dem das Rettungsteam die Schotten öffnet und sich Bergen von Leichen gegenüber sieht ist einfach phantastisch. Auf eine zugegeben perverse Art und Weise. Einfach mal eine komplette Rasse, die über 2 Staffeln lang aufgebaut wurde, über die Weltraumklinge springen zu lassen…DAS sind so Momente, die man anderen Schreiberlingen rechts und links um die Spitzohren hauen möchte um ihnen zu zeigen, wie mans richtig macht. Es ist nämlich nicht Rasse Pickelfresse, die am Anfang der Folge durch ein Wurmloch gespuckt wurde, von der wir vorher nie was gehört haben und nie wieder hören werden. Nein, die Markab waren ein deutlich sicht- und spürbarer Teil der Bevölkerung auf der Station. Und – das ist kein Spoiler – sie werden auch hin und wieder noch erwähnt werden.

Bei dem Ende verzeiht man der Folge auch den ein oder anderen Klischee Moment, der aber auch nur eingebaut sein könnte, um uns in Sicherheit zu wiegen und am Ende eine lange Nase zu zeigen. Apropos lange NasSicherheit:

Sascha:
"Franklin UND Garibaldi haben beide valide Punkte und sind erstaunlich kompetent"
Tim:
"Ja. Verwirrend, oder?"

Verwirrend ist lediglich Delenns blinder spirituelle Glauben, dieser “Ich bestell mir was beim Universum” Quatsch, von dem sie sich auch nicht abbringen läßt, während um sie herum die Markab sterben wie die Fliegen.

Aber sehen wirs so: Die Folge bietet jede Menge Ansatzpunkte, über die man diskutieren könnte und auch eine Prise Humor, der erstaunlicherweise überhaupt nicht unpassend um die Ecke (hehe) kommt.

Puh, ein längeres Fazit als sonst, aber irgendwie müssen wir die abartig hohe Wertung von Globuli-Tim für eine Franklinfolge ja erklären. Dank dieser kommen wir auf eine Gesamtnote von

5 von 6 Centauripenissen

Und das haben wir für Dich noch aufs medizinische Tablett gelegt:

Und nun schnell die Spritze aufgezogen!

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
4,5/6
avatar Sascha
4/6
avatar Tim
5,5 / 6

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Ein Duett unter Palmen

September 12th, 2017 2 Comments »

Gut, Palmen kamen in dieser Folge nicht wirklich vor, aber wir Facepalmen hin und wieder, falls das zählt. Und selbst Sheridan macht mit:

Heute bestreitet der Hauptcharakter die Nebenhandlung, die schnell erzählt ist. Garibaldi erzählt seinem Chef von einem geheimnisvollen grauen Sektor, in dem manchmal ganze Decks verschwinden sollen. Ach nee, von ganzen Decks war doch keine Rede. Keine Ahnung, wie wir darauf kommen. Egal. Soweit so belanglos, aber die Umstände sind sehr schön. Man bespricht sich nämlich beim Baseballspiel. Wieviel Sinn das in einer Station mit Künstlicher Schwerkraft ergibt, sei dahingestellt, aber es sieht gut aus.

Sheridan war früher offenbar begeisterter Geocacher und macht sich sofort auf die Suche. Im grauen Sektor findet er aber keine Dose, sondern nur einen toten Markab (ein Zeichen für die kommende Folge?), der ihn mit einem Energiewesen ansteckt, das ab sofort im Captain wohnt und ihn mit schlecht animierten Visionen quält:

“Ich bin der Geist der vorvergangenen Prozessorgeneration!” Nein, da haben wir im TV der 90ger schon deutlich schlechtere Drachen gesehen.

Aber unser Captain ist zwar auf den Kopf gefallen, aber nicht blöd, zählt 1 und 1 zusammen und bringt das Energiewesen nach Hause: In Sektor 14, da wo mal eine Station verschwunden war. Die Ganze Story dient offensichtlich nur der Lückenbüßerei und dazu, den neuen Captain mit Babylon 4 und Sektor 14 vertraut zu machen. Aber immerhin, wir haben noch eine Einsatzbesprechung in gemütlicher Umgebung mit gemütlichen Klamotten.

Und: Garibaldi ist in dieser Folge aussergewöhnlich kompetent (und das sagen wir nicht mit Ironie) sondern im Brustton der Überzeugung, denn unser guter Sicherheitschef rettet seinem Chef in dieser Folge gleich mehrfach den Allerwertesten.

Aber bleiben wir in gemütlichen Quartieren!

Gregor:
"Ich bin immer gerne in Londos Quartier. Das ist Dekadenz auf kleinem Raum"

Naja, erst legen wir noch eine kleine Operndarbietung im Flur vor dem Quartier ein:

Das Duett wird aber bald jäh gestört, denn ein alter Freund von Londo mischt sich von hinten die harmonische Männergruppe. Urzo hat nämlich Probleme zu Hause. Die müssen bei ein bis 50 leckeren Brivari geklärt werden. Und zwar NICHT aus dem Kelch eines Zimmermannes.

Londo vergisst allerdings, seinen alten Kumpel nach Details zu fragen und wendet sich ausgerechnet an den MenschCentauri, der jenem die ganze Sch…ande eingebrockt hat. Wir kriegen heraus: Refa kocht sein eigenes Süppchen auf Centauri Prime und geht dabei über Leichen. Und eine weitere wird sich gleich dazugesellen. Denn Urzo fordert seinen Fecht- und Zechkumpanen zum Duell auf Leben und Tod.

Stellt sich heraus: Urzo hat Londo absichtlich gewinnen lassen und der muss sich nun um die Familie des Opfers kümmern. Die ist damit aus dem Schneider, das ehemalige Familienoberhaupt steckt dafür auf der Schneide. Nämlich auf der von Londos Schwert. Der stellt fest: Alles mies gelaufen, aber da muss er jetzt durch.

War sonst noch was? Achja. Das angesprochene Meme mit Londo:

Alles in allem eine sehr durchwachsene Folge. Man könnte auch sagen: ein zweischneidiges Schwert, höhö. Auf der einen Seite die total generische “Der Captain ist bessesen” Handlung und auf der anderen zwei unserer Lieblingscharaktere im Duett und Duell. Wobei diese Geschichte mit Kampf auf Leben und Tod und Meine Ehre ist größer als Deine inzwischen ganz schön – Achtung! – totgeritten ist. Und so schaffen es selbst Londo und Vir nicht, die Folge über den Durchschnitt zu hieven und wir vergeben

3 von 6 Penissen

Und das haben wir noch für Dich zusammengetragen:

Und nun poliere Deine Klingen für eine Stunde messerscharfe Beobachtungen!

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
3,5 / 6
avatar Sascha
2,5 / 6

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Kamerakind Kosh: Schatten im Bild

August 29th, 2017 1 Comment »

Heute geht die Post(mortem), denn ein lebender Toter besucht die Station. Ausserdem: Monster!

Aber der Reihe nach. Unser allseits nichtgeliebster Mr Morden ist wieder mal auf der Station und muss feststellen, dass Vir ihn nicht nur nicht mag, sondern ihn am liebsten aufgespießt sehen würde, was zu einer der ikonischsten Szenen der Serie führt:


Mary:
"Ich habe mir die Szene gerade zweimal angeguckt, weil ich sie so toll fand. Und das Zoccalo-Schild mag ich auch noch. So als I-Tüpfelchen oben drauf"

Morden dagegen hat die passende Retourkutsche parat. So dezent in seine Handbewegung eingearbeitet, dass wir es glatt übersehen haben:

Aber der Stinkstiefel kann nicht lange seinen Stinkefinger genießen, denn beim zufälligen Aufräumen der Sachen seiner verstorbenen Frau stößt Sheridan zufällig auf das Bild von Morden. Und zwar, als zufällig gerade Garibaldi daneben steht, der sich zufällig an ihn erinnert und feststellt, dass Morden zufällig gerade auf der Station ist. Vielleicht ein Zufall zuviel. Aber immerhin die Vorlage für ein Doctor Who bezogenes Meme

Sheridan fackelt nicht lange und läßt Morden von Garibaldis Mannen verhaften, die sich bei der Aktion erstaunlich kompetent anstellen. Bis auf den einen, der noch nie was von friendly fire gehört hat.

Wir würden uns an Zacks Stelle sorgen machen. Die B5-Sicherheit tendiert irgendwie dazu, ihren Vorgesetzten in den Rücken zu schießen

Von jetzt an gehts moralisch bergab mit Sheridan. Der will nämlich wissen, was genau mit seiner Frau passiert ist und warum die damals gestorben ist und Morden überlebt hat, obwohl beide auf dem gleichen Schiff waren. Und weil ein (offiziell) toter Mann keine Rechte hat, schreckt Sheridan auch nicht vor dem Einsatz von Schlafentzug, Narn-Opern und seiner Schweissmauken zurück. Was Mr Morden allerdings alles recht unbeeindruckt läßt

Der Verdächtige bleibt nämlich verdächtig gelassen, während Sheridan so langsam aber sicher in den Wahnsinn abdriftet. Und zwar so sehr, dass Susan übergriffig wird und Garibaldi(!) aus moralischen Gründen(!) das Handtuch schmeißt.

“Wer könnte denn jetzt den Posten als Sicherheitschef übernehmen? Halt! Hiergeblieben!” – Netter (flucht)Versuch, Zack, aber jetzt biste befördert

Erst ein Diavortrag von Kosh kann den Captain wieder einigermaßen zur Raison bringen. Und uns ins grübeln. Denn die Aussage von JMS, dass Kosh persönlich mit der Kamera auf der Lauer gelegen hat, um das Erwachen der Schatten zu filmen, scheint uns doch sehr aus der Luft gegriffen

Sascha:
"Können wir uns drauf einigen, dass die Folge durch JMS Kommentare eher verliert als gewinnt?"
Raphael:
"Ja, durchaus!"
Mary:
"Definitiv!"

Und auch sein Rumschlawinern wegen nicht wirklich unsichtbaren und viel zu schnellen Schatten, die zwar einerseits zu ihren alten Stätten zurückkehren, andererseits dort geschlafen haben sollen, bis sie aufgeweckt wurden führt zu allerlei Debatten unter dem närrischen Dreigestirn der B5-Castigkeit.

Raphael:
"Einigen wir uns auf: Einige Schatten kamen irgendwann irgendwo hin und sind dann irgendwo erwacht."
Sascha:
"So machen wirs."

Aus uns unerfindlichen Gründen schluckt Sheridan die Story trotz ihrer Logiklöcher doch und läßt Morden morden (sein), unter der Voraussetzung, dass er irgendwann mal den Schatten einen schwer bewaffneten Hausbesuch abstatten darf.

Apropos Hausbesuch: Dass sich die Erde so langsam aber sicher in einen totalitären Überwachungsstaat verwandelt, wurde ja schon dezent angedeutet, aber der Typ, der hier vom “Ministerium für Frieden” auf die Station kommt, spricht es durch Talias Plasteblume aus: Bespitzelt Eure Nachbarn! Meldet krankes Gedankengut! Und tragt Armbinden, solange es noch welche gibt!

Die gleiche Sache in blau. Männer in braunen Anzügen und Armbinden können nur gut sein

Wir ahnen: Die Sache mit dieser Nachtwache (and now, my watch beginns!) fällt uns irgendwann noch auf die Füße und der gutgläubige Zack wird noch einen großen Preis für sein monatliches Zusatzsalär bezahlen müssen.

Raphael:
"Das ist wie ein Pyramidensystem: Nach oben wird es immer schmaler und das Fettauge schwimmt immer oben."

War sonst nochwas? Achja; Sheridans “Wir schaffen das!” hat Konsequenzen und ein Flüchtlingsstrom ergießt sich über die Station, bringt diese an die Grenzen (höhö) ihrer Kapazitäten und Doctor Franklin ein Stück weiter Richtung Drogenabhängigkeit.

Alles in allen eine Hammerfolge, die vieles von dem aufgreift, was schon seit Staffel 1 vorbereitet wird und für uns (also für die beiden, deren Eltern klug genug waren, einen VHS-Rekorder zu bedienen 🙂 ) war das damals ein echter Augenöffner, der uns gleichzeitig fast den Boden unter den Füßen weggezogen hat. Eine Folge, die unheimlich wichtig ist zur Charakterbildung von Sheridan (der jetzt vom Sunnyboy zum harten Hund wird) und Vir (der hier mal Zähne zeigt und vielleicht seinen Wunsch irgendwann erfüllt bekommt) mit vielleicht ein bisschen viel Exposition in Dialogform, das diesmal allerdings verschmerzbar ist. Nur darf man über einzelne Punkte und JMS Kommentare dazu nicht allzu intensiv nachdenken.

All das tut der Folge keinen Abbruch: Die spielt schon ganz oben mit in der Liga der Top-B5-Folgen. Wir vergeben

5 von 6 Centauripenissen

Und DAS sollstest Du dir noch ansehen:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Mary
5,5 / 6
avatar Raphael
5 / 6
avatar Sascha
5 / 6

Wenn Ihr mögt, schmeißt uns doch was in den Hut:

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Aktenzeichen B5 ungedöst: Ivanova im Interview und der schleimende Senator

August 15th, 2017 2 Comments »

Willkommen zu einer spannenden Reportage von unserer Lieblingsstation. Die erstaunlicherweise keinen Presseoffizier beschäftigt, der lästige Interviewanfragen abwimmelt. Und schon steht das Kamerateam mit vom Föhrer persönlich unterzeichneten Drehgenehmigung auf der Luftschleusenmatte.

Eigentlich würde Ivanova diese mitsamt Inhalt gerne wieder nach draussen öffnen, konnte aber durch ein traumatisches Kindheitserlebnis, das Doctor Franklin mit traurigen Dackelaugen in die Kamera vorträgt, davon abgehalten werden. Apropos Dackelaugen: Zum einen haben wir ausgiebig über Marys Möpse diskutiert (das aber rausgeschnitten und exklusiv unseren Patronen zur Verfügung gestellt) und zum anderen wurde offenbar Ivanova als Wachhund an die Seite des Kamerateams gestellt und passt auf, dass sich niemand um Kopf und Kragen redet

Lt Corwin (der hier das erste Mal einen Namen erhält) macht (betont) gute Miene zum bösen Spiel. Denn er spürt bereits die stechenden Blicke seiner Vorgesetzten im Rücken, die sich auf dieser Station auch schnell in PPG-Schüsse verwandeln können, wenn man was falsches sagt oder fragt.

Und so erleben wir eine Babylon 5 Episode, die erzählerisch und kameratechnisch deutlich aus der Reihe fällt. In Interviews erzählen unsere Protagonisten, was sie so motiveriert, bei dem was sie auf der Station denn eigentlich so machen. Falls sie überhaupt was machen.

Was? Ich bin Sicherheitschef? Warum hat mir das niemand gesagt? Ich dachte, ich wäre Michael Rach, der Stations-Restaurant-Tester!

Dank Sheridans Medientraining wirken sogar Garibaldi und Franklin relativ kompetent vor der Kamera. Londo gibt den Stahlemax und selbst G’Kar hat sich ein paar Komparsen engagiert, weil er das mit dem Hintergrundgespräch etwas falsch verstanden hatte

“Jo, man! G’kar and the gang in the house, jo. Werfen Centauri gleich raus, jo! Wenn die uns neppen, hier Waffen reinschleppen, dann setten wir Fire to the house jo!”
Das ist vermutlich die merkwürdigste Fernsehansprache vor dem Amtsantritt von Donald Trump

Unser Vorlonenbotschafter macht es richtig und schiebt gleich den Rückwärtsgang rein, als er das Kamerateam kommen sieht. Und Delenn stellt sich im Interview dermaßen unbeholfen an, dass man vermuten muss, dass die Neugeburt ihres Kopfes zwar aussen schon abgeschlossen ist, drinnen sich aber noch einige Synapsen festigen müssen.

Ein Gesichtausdruck spricht tausend Worte. DAS Interview ging eindeutig in die Hose

Aber immerhin erhalten wir ein paar Informationen über Minbar. Dort ist es sehr frostig und deshalb klingen selbst Komplimente wie dahingehustetes Klingonisch. Zumindest in der religiösen Kaste. Denn, wer hätte das gedacht, Minbari haben nicht nur 3 Kasten sondern jede auch noch ihre eigene Sprache.

Raphael: "Minbari sprechen halt mehr aus Gefühl als aus Grammatik"
Sascha: "Und es gibt halt nur 3 Fälle"
Mary: "Kein Wunder daß die 3 Kasten sich nicht verstehen"
Raphael: "Naja, wahrscheinlich gibt es auch einen in der Arbeiterklasse, 
         der die Arbeit hat zu übersetzen."
Mary: "Der hat aber viel zu tun....."
Raphael: "Es gibt halt keine Arbeitslosigkeit auf Minbar. Jeder Bäcker
      aus der Arbeiterkaste braucht noch einen Übersetzer aus der Arbeiterkaste,
      falls wer aus den anderen Kasten zum Einkaufen kommt. 
      Nix Sack Schleck! Hä? Was wollen Sie? Mett?"
Sascha: "Das Kastenbrot!"

Apropos Kasten: Cyntia Talkman (die nicht Talkman heißt) hat zwar schon ein paar mehr oder weniger tolle Interviews (und eine vorgefertigte Meinung) im Kasten, aber was noch fehlt ist so ein richtiger Twist. Den liefern Narn und Centauri freihaus, indem sie sich erst gegenseitig mit Worten und anschließend ausserhalb der Station mit Strahlen um die Ohren hauen.

Sascha:"Ich hatte damit gerechnet, dass Leute mit Stahlhelmen die Bewohner
 in die Luftschutzbunker schicken. Aber wenigstens HAT die Station Shelter."
Raphael: "Muss es glaub ich auch. Es hätte mich gewundert, wenn es sowas 
          nicht gibt"
Sascha: "Wir haben erfahren, wie lange es dauert, die Station zu evakuieren.
        Da wundert mich auf dieser Station nichts mehr. 
        Vermutlich ist - so wie alle Fluchtwege in die Bar führen - auch die
        Bar der Shelter."
Raphael: "Vermutlich."
Sascha: "Tja, wir sind zwar nicht sicher, aber wir haben genug zu trinken!"
Raphael: "Wir sind sicher UND haben genug zu trinken!"

Am Ende ist zwar der Konflikt nicht gelöst, aber die Schiffe. Nämlich aufgelöst. In ihre Einzelteile.

Und so darf jede(r) am Ende nochmal brav Fazit ziehen, ob sich so ein kostspieliges Abenteuer wie Babylon 5 für die Erde überhaupt lohnt, vom Dockarbeiter bis zum schleimigen Senator.

War sonst noch was? Achja: Das Psi-Corps kann nicht nur Gedanken lesen sondern auch Werbespots schalten: Klein Kevin wird von den anderen Kindern der Sonderschule gehänselt, weil er so anders ist, weswegen er sich bei der Klischee-80ger Jahre Serienmutter aushäult. Doch da kommt auch schon der PSI-Cop ins Wohnzimmer gebeamt und stellt fest: Besonders sein ist cool. Jedenfalls, wenn das Besonderssein im Telepathischsein besteht. Und nur ein paar Gehirwäschen und Pomandenpackungen später strahlt der kleine Jonny grenzdebil wie ein FDP-Politiker aus seiner BWLer Visage:

“Arbeit muss sich wieder lohnen!” – “Nein, Jonny! Das Corps ist…” – “Äh..das Corps..ist…äh…Mehr Megaherz für unsere Kinder!” Das komplette Gehirn weggelutscht! Diese Wäsche war wohl etwas zu viel für den kleinen Timmy

Eine zugleich Unter- wie Superschwellige Werbung. Der Graue Rat approves! Und wir lernen noch was. Nämlich, dass der kleine Jimmy tatsächlich auch eins der nervigen Aufzug-Kinder aus TNG war, aber kein Massenmörder.

Und so erfahren wir in einer Reportage – die ja eigentlich die Station vorstellen soll – so ganz nebenbei eine Menge über die Erde, wie sie sich selber sieht und wie der neue Präsident so langsam die Welt so macht, wies ihm gefällt,

Mary: "Die Folge ist durchzogen von Propaganda. Das merkt man aber vermutlich
       erst in der Rückschau, wie viele subtile Sachen da mit einfließen."

Erstaunlich, wie JMS vor mehr als 20 Jahren (!) nicht nur die Unterwanderung der Medien durch von Politikern gesteuerte Fakenews prophezeit hat, sondern auch technisch sowas von den Nagel auf den Kopf getroffen hat. Nehmen wir nur mal das virtuelle Studio, das vor 2 Jahren vom ZDF als die hippe Neuerung seit der Erfindung des Nokia 2210 (das vermutlich beim ZDF immer noch standardmäßig eingesetzt wird) präsentiert hat. Nope! B5 did it!

 

Oder die kleinen Teile, die ständig durch die Luft schwirren und Bilder machen. “Kameradrohnen? Sowas von lächerlich! Sowas wird es NIE geben!” So der neunmalkluge 90ger-Jahre-Sascha bei der Erstausstrahlung. Tja, auch das ist inzwischen völlig normal:

Und auch der damals noch fiktive Sender ist inzwischen Realität geworden – und sendet jeden Samstag um 18 Uhr den grauen Rat:

Tja, was sollen wir da noch sagen? Tolle Folge! Wir vergeben

4,5 von 6 Penisse

Und DAS sollstest Du dir noch ansehen:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Mary
4,5 / 6
avatar Raphael
4,5 / 6
avatar Sascha
4,5 / 6

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Der zeternde Centauri und die attributlose Anwältin im Schrank

August 1st, 2017 3 Comments »

Ihr kennt das: Ihr geht nichtsahnend durch einen Korridor und werdet aus heiterem Himmel von einem Minbari angegriffen, den ihr glücklicherweise mit einem zufällig herumliegenden Blaster schachmatt setzen könnt. Das passiert UNS jedenfalls genauso fast jeden Tag und kommt uns daher auch gaaar nicht verdächtig eingefädelt vor.

Sascha:
"Glücklicherweise liegt ja eine PPG griffbereit auf dem Boden"
Alex:
"Da muss man nicht mißtrauisch werden, auf keinen Fall!"
Gregor:
"Was für ein Wink des Schicksals!"

Willkommen zu einer weiteren Folge von

Garibaldi ermittelt!

(echt jetzt? hatten wir das nicht schon letzte Folge? Naja, wenns sein muss…)

Heute:

Garibaldis Chef John hat ein Problem: Soll er doch völlig grundlos einen wehrlosen Minbari erschossen haben. Mit einer angeblich zufällig herumliegenden Waffe. Alle Indizien sprechen gegen ihn: Die Spuren am Tatort, die Zeugenaussagen und die eher unglaubwürdig klingende Tatbeschreibung des Beschuldigten. Zu allem Überfluss mischt sich der fleißige aber auch geheimnisvolle Botschaftsattache Lennier in Garibaldis Ermittlungen ein! Wird es ihm trotzdem gelingen, Johns Unschuld zu beweisen?

Mann, wir sollten Buchrückseitenzusammenfassenfasser werden, wenn es mit dem Podcasting mal nicht mehr klappt. Aber damit ist die Haupthandlung der heutigen Folge eigentlich schon recht gut zusammengefasst. Wir wussten allerdings nicht so richtig, wie wir diese Szene in Worte fassen sollten:

Hui, da geht doch noch was. Denn was im Clan passiert, bleibt im Clan. Und wenn der der ClugClugsClan ist, dem offensichtlich alle Minbari ausser Lennier und Delenn angehören. Denn was uns da von den (un)sympatischen Knochenkranzköpfen an rassistischen Ressentiments um die Ohren gehauen wird geht auf keine Narnhaut. Und die Minbari-Kampfpose ist immer noch megapeinlich:

Sascha:
"Das sieht aus, als würden die sich gleich ein Rap-Battle liefern wollen..."
Gregor:
"Das sieht aus wie: Ich bin spitz auf Dich!"

“Yo, listen up, alter, meine Ryhmes sind so fett, die gehn morgens mit Stöckelschuhen aus’m Haus und kommen abends mit Flipflops wieder.” – “Achja? Meine Rhymes sind so fett, die singen “Mein Block” von Sido und zeigen dabei auf 5 Mülltonnen. Diggit!”

*schauder* wie kommen wir da wieder raus? Achso. Mit dem Mooove des Tages. Denn Delenn, Lennier und Sheridan wedeln mit den Armen und rufen: Lass uns das Scooby Doo Ende machen!

Und tatsächlich wiegt sich der Hauptbelastungszeugen dermaßen in Sicherheit, dass er den Fehler jedes Superschurken macht: Er erzählt noch einmal Brühwarm seinen kompletten Plan, während die Zuschauenden schon ahnen, dass sich irgendwo ein Aufnahmegerät verbirgt. Bzw in unserem Fall die komplette Stationsbesatzung in Lenniers Schrank (i shit yo not, my friend!)

Alex:
"Wie aber auch einfach alle Beteiligten aus diesem Schrank rauskommen: 
Sheridan, Garibaldi, Delenn, die Anwältin, sind alle mit dabei."
Sascha:
"Botschafter Kosh..."
Alex:
"Es hätte mich nicht gewundert, wenn die alle rausgekommen wären 
und dann wäre noch Botschafter Kosh rausgerollt."
Gregor:
"Pass auf: Und 6 Clowns! Aber Kosh wäre echt gut gewesen"
Sascha:
" 'Was machen Sie denn hier?' - 'Ich bin schon immer hier gewesen' "
Gregor:
" 'Kann ich ein neues Quartier haben?' - 'Nein.' "

Apropos Kosh: Der hat sich in der letzten Folge ja bereit erklärt (wenn wir ihn richtig verstanden haben, so genau weiß man das nie) Sheridans Lehrer zu werden. Und weil er ein strenger Lehrer ist, läßt er ein: “Ich weiß nicht, ob ich morgen noch meinen Posten habe, weil ich unter Mordanklage stehe.” nicht als Ausrede gelten.

Alex:
"Kosh führt Sheridan in die hinterste dreckigste Ecke von Down Below, 
damit er sich gegen eine kleine Spende Mönchsgesänge von vermummten Bettlern im Lüftungsschacht anhören kann"
Sascha:
"Jetzt, wo es Ihnen dreckig geht: Kriechen sie mal in diese Dunkle Röhre!"

Gegen Vorlage des Dienstausweises erhält der Captain eine Kostprobe gregorianischen Gossen-Gospels. Genial. Vielleicht nicht ganz der Augenblick perfekter Schönheit, den Kosh ihm versprochen hat, aber immerhin ganz nett und vor allem: Unerwartet.

“Bitte werfen Sie eine Münze ein! Hier erfahren Sie Ihre persönliche Glücksmelodie!”

Unerwartet kommt auch ein Anruf für unseren Lieblings-Centauri-Botschafts-Assistenten. Zu Hause hat man nämlich erkannt, dass – ob Londos neuer Macht – der Posten als Centauri-Botschafts-Assistent auf Babylon 5 vielleicht doch nicht ganz so unbedeutend ist, wie man dachte und will dort jemanden einsetzen, der diese Rolle ausfüllen kann (und dabei reden wir hier noch nichtmal vom “Strich in der Landschaft”-Vir aus Staffel 4) Aber nur über Londos Leiche! Und Virs Schnappsleiche

Und wie wir es von unserem Lieblingsgespann kennen, entspinnen sich einfach wunderschön gespielte und ebenso gut geschriebene Szenen

Sascha:
"Weite Teile des Drehbuches kann man auf Leinwand drucken und 
 ins Wohnzimmer hängen, was die Dialoge betrifft."

Als wäre die Sorge um seinen Assistenten (und Freund) nicht schon Kummer genug für Londo muss er ausserdem feststellen, dass er kastriert wurde. Moralisch. Von einer Puppe. Was für das Standbild der Woche sorgt, als Susan klar wird, wovon der Botschafter da spricht:

Susans Gedankengänge, sobald es um Penisse geht, sind selbst Londo unheimlich. Und er hat schon einige zwielichtige Ecken im Universum gesehen

Offenbar legt man bei den Centauri größten Wert auf die anatomisch korrekte Darstellung von Puppen. Was vermutlich für interessante Szenen und Gespräche im Centauri-Kinderzimmer sorgen dürfte. Apropos Kinderzimmer. Wir fühlen uns wie im selbigen:

Auf der Station hat nämlich ein Babylon 5 Fanshop eröffnet und auch unsere Freunde aus dem Aliensektor hauen hier nicht nur ihr Geld auf den Kopp:

Wir würden dort sofort unsere gesamten Ersparnisse investieren, aber Susan und der Captain sind weniger begeistert. Schließlich könnte man damit ja seinen guten Ruf nach draussen werfen.

Damit endet diese Folge. Die besser war, als wir sie in Erinnerung und/oder erwartet hatten. Denn die Premisse, dass Minbari niemals nie lügen wirkt doch ziemlich an den nicht vorhandenen Haaren herbeigezogen. Und die Tatsache, dass Sheridan diese Mär tatsächich bedingungslos zu schlucken scheint

Gregor:
"Du darfst niemals lügen! Niemals!....es sei denn es geht um die Ehre. 
 ... oder Gerechtigkeit....oder unangenehme Situationen...
 oder Einladungen, auf die Du keinen Bock hast."
Alex:
"Das heißt Wenn eine Minbarifrau fragt: 'Seh ich in dem Kleid fett aus?'
 Dann dürfen Minbari lügen, weil das wär ja sonst ehrverletzend."´
Sascha:
"Ich muss weg. Der...Botschafter hat angerufen!"

Zumal wir ja im Verlauf der Serie schon mindestens einen lügenden Minbari gesehen haben. Ohne, dass er sich anschließend rituell ausgepeitscht hätte. Dieses ständige gequatsche von Ehre und Familienclans hat uns ausserdem unangenehmst an die Klingonenfolgen bei Star Trek erinnert, die ein halbwegs interessantes Konzept dermaßen zu tode geritten haben, dass selbst unser Gagh nur noch müde zuckt. Gut, das kann man Babylon 5 eigentlich fairerweise nicht anlasten, weil es deutlich vor der 20ten DS9 Folge über die verlorene Ehre der Worferina B. gedreht wurde. Aber wir machen es trotzdem. 🙂

Die unfreiwillig komische Auflösung des Plots mit der Schrankparty hat das ganze natürlich rausgerissen. Auch wenn wir uns immer noch fragen, was denn jetzt die Nummer mit der Anwältin eigentlich sollte, die exakt Null zur Handlung beigetragen hat. Aber wir haben unsere Lieblings-Na’Toth-Darstellerin nochmal wiedergesehen, immerhin.

Zum Glück passiert in der Folge noch so dermaßen viel anderes (4 Handlungsstränge in einer Folge, macht das erstmal nach, andere Serien aus den 90gern!) dass wir uns geistig nicht lange mit Minbari-Mimositäten rumquälen müssen sondern uns voll und ganz auf den Rest konzentrieren können. Und der ist groß-ar-tig. Super geschrieben, super gespielt und selbst die billigen Gags zünden immer noch. Und wir sagen nur: Maskenszene!

Da zeigt sich das wahre Gesicht eines guten Drehbuchschreibers. Der bringt nämlich nicht nur den alten UnterderAlienMaskesteckteinMenschTrick sondern setzt direkt danach die Umkehrung des Ganzen noch obendrauf. Toll

Im Gegensatz zu DC Fontana versteht Peter David, wie man ein Drehbuch für Babylon 5 schreibt. Bleibt uns nur zu sagen: Wir wollen mehr B5-Merch und vergeben fast unisono

 

4 von 6 Penissen

Und das hier solltest Du Dir mal ansehen:

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3 / 6
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4 / 6
avatar Sascha
4 / 6

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Knight of the Penis

Juli 25th, 2017 1 Comment »

Es kommt uns wie gestern vor, dass wir auf Tims Terasse gesessen haben, mit einem Astra in der Hand und an Würsten gezuzelt haben, weil es kein Rauchwerk gab, obschon der Gastgeber einer guten kubanischen gegenüber nicht abgeneigt ist, wie man hört. Aber der gute Tim geht lieber auf andererleuts Terasse quarzen und hat uns (also den grauen Rat) beim Raucherbalkon angemeldet. Die haben drüben nämlich die inzwischen 4. Night of the pods organisiert:

Das Konzept: Jede halbe Stunde betritt ein anderer Podcast den Raucherbalkon, um ein wenig vom selbigen zu winken und den jubelnden Massen ihr Projekt vorzustellen. Und weil Gregor auf Tims Terasse gefehlt hat, haben beide diese Aufgabe für den Rat übernommen und den Balkon an die Grenzen der statischen Belastbarkeit gebracht. Aber hör selbst.

Wir sagen dem einen der Organisatoren ein herzhaftes Danke und für den anderen, der immer über Babylon 5 ablästert, gibts einen unpersönlichen kalten Händedruck. 🙂

Deshalb müssen wir leider einen Penis abziehen aber vergeben dem Raucherbalkon trotzdem die Fast-Höchstwertung:

5 von 6 Centauripenissen

Doch guck unbedingt noch hier vorbei:

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Der Arsch von Präsident

Juli 18th, 2017 1 Comment »

Hui, willkommen zu einer weiteren Folge von

Garibaldi ermittelt!

Heute: Ein wichtiger Zeuge versteckt sich auf der Station, der Beweise hat, daß der Präsident seine Finger in der Ermordung seines Vorgängers hatte. Kann er den verdächtigen vor seinen hochqualifizierten Sicherheitsleuten finden, die er eigenhändig ausgebildet hat?

Die Antwort: Ja.

Aber der Reihe nach. Alles fing an in Hangar 13, wo Kosh sein Schiff zu parken pflegt. Aber irgendwas ist nicht ganz koscher mit diesem Teil. Das will sich Sheridan mal genauer angucken, stellt aber schnell fest: Dass Du nicht ganz richtig stehst, siehst Du, wenn das Licht angeht:

"Zu dicht rangehen darf man jedenfalls nicht"
 "Dann kriegst Du ne Laserbehandlung"
 "Und nicht nur für die Augen"

Jedenfalls wird im Schein des Schiffes noch ein wenig philosphiert über diese geheimnisvolle organische Vorlonentechnologie. Könnte das Schiff gar lebendig sein? Und ob das im Verlauf der Folge noch eine Rolle spielen wird? Fragen wir das Schiff doch einfach mal selbst:

Hm..nunja. Wer hätte bei einem Vorlonen auch mit einer eindeutigen Antwort gerechnet…..

Kommen wir aber mal zum Namensgebenden. Der Arzt der Präsidenten war nämlich schon Arzt, als der noch noch kein Präsident war, sondern dessen Stellvertreter. Wir erinnern uns: Herr Clark (nicht Kent!) erkrankte erstaunlich passend an einer Grippe und musste die EarthForce1 leider verlassen, glücklicherweise nur wenige Stunden, bevor die sich in der Umlaufbahn von IO in ihre Bestandteile auflöste. Soviel Glück kam uns damals schon suspekt vor. Und die Aufnahmen des Docs belegen: Pustekuchen! Der Präsident war kerngesund. Das könnte dem natürlich die Karriere versauen, deshalb will er die Beweise und deren Inhaber gleich mit loswerden. Und schickt den kompetentschärfsten Mitarbeiter, den er hat:

Jestatten, von Witzewitz! Das W steht für Werantwortungsvoll!

Agent Dingenskirchen ist zwar scharf, aber nicht besonders sinnig, deshalb ist es Sheridan ein Leichtes, den Sonderermittler ständig an der Nase herumzuführen. Denn der gute Captain hat seine eigene Agenta:

Wir ahnen anhand des Wappens: Die Dame arbeitet für den sächsischen Verfassungsschutz.

Eine geheimnisvolle Fremde hat ihn beauftragt, Dr Jacobs und die Daten in Sicherheit zu bringen. Wegen der Gerechtigkeit und der guten Sache ™. Und Sheridan kennt genau den richtigen Mann für sowas. Der hatte aber leider keine Zeit, deshalb muss Garibaldi ran. Und der sucht sich gleich einen Komplizen:

Wer kann da schon wiederstehen? Diese Einladung gilt allerdings nicht Talia, sondern Doctor Franklin, denn er kennt Jacobs am besten. Schließlich war der alte Zausel früher mal sein Mentor.

Sascha:
"Wie viele Mentoren braucht dieser Mensch?"
Alex:
"Du kennst ihn doch: Je mehr, desto besser!"

Also schnell in Zivilkleidung gesschmissen und los. Aber halt! Was um alles in der Welt steht denn da in Garibaldis Quartier? Ist das ein Bierfass?

Aber auch die Gegenseite ist gut ausgerüstet. Der Agent verteilt Handscanner an das Sicherheitspersonal. Denn der Doc hat einen Sender implantiert. Einziger Pferdefuß: Der sendet nicht besonders weit. Also so….3 Zentimeter. Als wär das nicht schon peinlich genug, läuft auf dem Monitor im Hintergrund auch noch eine Vorschalt-Tafel mit Episodentitel und Produktionsdatum:

Hätte der gute den Sicherheitsleuten mal statt des Handscanners ein verdammtes Foto des Gesuchten mitgegeben! Oder auch gut, dass ers nicht gemacht hat. Denn dann wären wir nicht in den genuß der zahlreichen unfreiwillig komischen Szenen gekommen, in denen das Sicherheitspersonal einfach JEDEM den Scanner vor den Nischel hält

Gregor:
"Ob Mann, ob Frau, ob Alien...alles wird einmal abgescannt!"
Sascha:
"Vielleicht könnte es ja dieser nervös reinblickende grauhaarige alte Mann
 mit dem Schnäuzer sein."
Alex:
"Der grade hektisch wegrennt."
Sascha:
"Nein. Lasst uns lieber diese Frau wecken und scannen!"
Gregor:
"Der Typ der da hysterisch auf den Knopf drückt, damit der Fahrstuhl kommt?
 Ach..der rennt uns nicht weg!"

Apropos nicht wegrennen: Garibaldi und Franklin müssen sich nach gefühlt 30 Minuten intensiver Suche erstmal setzen.

Irgendwie Ironie des Schicksals, dass hier zwei Personen Gespräche darüber führen, was wohl die Zukunft bringt, die selbige nicht mehr lange erleben werden…

Nun geht alles Schlag auf Schlag (hehe) der Doc (also der alte) wird von Klischeegangstern entführt, die von der Regierung ein bißchen Geld haben wollen. Aber, hey!, wenn man die Regierung erpresst, braucht man schon eine verdammt gute Tarnung:

“Sir, wenn diese Sonnenbrille nicht wäre würde ich sagen, es ist Bernd B Blödelbock, aber so kann ihn beim besten Willen nicht identifizieren.”

Auf mysteriöse Art und Weise (ein seeeeeeeeehr gesprächiger Hehler?) haben Garibaldi und Franklin inzwischen auch rausbekommen wo der Gesuchte sich aufhält und hauen (hehe) ihn da raus. Datenkristall UND Doctor gerettet, aber noch nicht der Tag. Denn der Agent hat nach intensivem Nachdenken herausbekommen, dass die Station ja Sensoren hat, die man benutzen könnte. Und wir so:

Heißt: Doctor Jakobs muss weg. Aber wohin. Glücklicherweise stellt sich der Agent weiterhin so dermaßen dämlich an, dass man den guten Doctor direkt vor seiner Nase von der Station schmuggeln kann, nämlich eingepackt in schlechte CGI

Da gucken sie alle beschämt zu Boden. Und DAS schon, BEVOR die vom Praktikanten auf dem C64 “gerenderte”GGI eingefügt wurde.

Agent Dingeskirchen guckt derweil in die Röhre und Dumm aus der Wäsche.

Und wir? Nunja, wir sind alles andere als begeistert von dieser Handlung, die einzig und allein funktioniert, weil sich wirklich JEDER in dieser Folge un-glaub-lich dämlich anstellt. Aber so dämlich, dass es schon wieder Spaß macht. Die inkompetentesten Beamten kombiniert mit der schlechtesten Tarnung des Universums (und zwar im Dreierpack) sorgen für so viele Lacher, dass die Folge in der Gesamtwertung vermutlich besser wegkommt, als sie es eigentlich verdient. Wir vergeben

3 von 6 Penissen

Was erwartet Dich noch? Zahlreiche Referenzen zu Star Trek und klassischem Doctor Who.

Und das hier solltest Du Dir mal ansehen:

In dieser Episode ist ein Fehler eingebaut. Wir sind uns sicher, Du wirst ihn uns unter die Nase reiben. Ja, genau, DU!

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Alex
3 / 6
avatar Gregor
3 / 6
avatar Sascha
3 / 6

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