Staffel-Endgala die zweite

Dezember 10th, 2017 No Comments »

Hallo! Hallo Du!

Es ist bald soweit, das Fest der Feste steht bevor:

Was die Plakaterstellenden vergessen haben:

Wir feiern Staffelgala!

am

Dienstag dem 12.12.17 ab 21:00

Und zwar mit Dir! Du kannst live dabei sein. Diesmal nicht auf unserem mixlr-Kanal, sondern wir benutzen die Infrastruktur des Podcastimperiums. Du findest Player und Chat hier:

Wir wollen gemeinsam die zweite Staffel Revue passieren lassen. Was war gut? Was war schlecht? Was hat uns beeindruckt? Was planen wir fürs kommende Jahr?

Noch bis Dienstag 18 Uhr hast Du die Gelegenheit, Emails, Einspieler oder Bilder zu schicken. Und nicht vergessen: Es gibt was zu gewinnen! Schick uns ein weihnachtliches Gedicht mit Babylon 5 Bezug und ein geheimnisvolles Objekt könnte schon bald DIR gehören!

Wir freuen uns, mit Dir gemeinsam das Jahr ausklingen zu lassen!

Bei Keffers Halstuch springt Kosh aus dem Anzug

Dezember 5th, 2017 8 Comments »

Da ist es also: Das große Finale der zweiten Staffel. Und oh my, ist DAS ein Finale. Denn wie im richtigen Leben hat man das Gefühl, dass auch das 23. Jahrhundert von Jahr zu Jahr mehr Widrigkeiten zu bieten hat. Denn 2258 zeigt uns zu seinem Abschluß nochmal, dass Glück und Unglück verdammt
eng beeinander liegen.
Denn am Anfang scheint unseren Recken das Glück noch sehr hold zu sein: Ein Schlachtschiff der Narn hat den Krieg überstanden und sich nun hinter Epsilon 3 versteckt. Ausserdem will die Erde endlich mal einen Spruch zum Narn-Centauri-Krieg lassen und schickt Pat und Paterchon auf die Station

Die aufmerksame Zuschauerin merkt aber schnell: So richtig gut wird das alles nicht. Opa Friedrich Lantz(er) fabuliert eigentlich nur die ganze Zeit davon, seinen Enkeln endlich eine Welt zu überlassen, in der sie aus einer Toilette trinken können, ohne Ausschlag zu bekommen.

Gregor;
“Ja, das mit den Massebeschleunigern und mit der zerstörten Narn-Heimatwelt…das ist zwar blöd. Aber hey! Bald ist doch Weihnachten!”

Und wenn man dabei ein paar Prinzipien den Gulli runterspült, dann isses eben so. Der einfachste Weg, von den Centauri nicht angegriffen zu werden ist eben ein Nicht-Angriffspakt mit den Centauri:

Sascha:
“Und so ein Nichtangriffspakt, der funktioniert ja. Das hat ja die Erfahrung gezeigt und die Vergangenheit…”
Gregor:
“Also die Romulaner haben den nie bereut…”
Sascha:
“Die Russen auch nicht…”

Apropos: wenn uns die Geschichte eins gelehrt hat, dann dass man kleinen Männern in braunen Anzügen und Armbinden bedingungslos trauen kann. Während Opa also noch an den Friedensverträge feilt, spinnt der andere weiter seine Intrigen und lädt zum lustigen SS-Stasi-Sekten-Stelldichein.
Und Zack hängt mitlerweile zu tief drin im Spinnennetz:

Weil Schleimbacke seine Armbinden-TrägerInnen überall hat, kriegt er auch realtiv schnell spitz, dass unser Captain ein dunkles Geheimnis hat. Und damit meinen wir nicht, dass er Trümmerteile aus dem Museum klauen läßt

“Wer das liest ist ein Kriegsheld?”

Nein, nachdem Awesome Welles zugetragen bekommen hat, dass sich da ein Narn-Schiff im Sektor aufhält, fällt ihm nix Besseres ein, als das brühwarm den Centauri aufzutischen. Und die schicken auch ihrerseits wieder mal ein Säbelrasselndes Kriegsschiff vorbei. Im Gegensatz zum letzten Mal bluffen die allerdings nicht, sondern puffen:

DAS waren also die drastischen Einschnitte im Stations-Haushalt, die Sheridan angekündigt hatte.

Zack: Schon hat Sheridan eine angeschossene Station, einen explodierten Centauri-Kreuzer und jede Menge Papierkram. Zu guter Letzt soll er sich dafür auch noch entschuldigen. Da hat er SO RICHTIG Lust drauf. Ein Glück, dass er auf dem Weg zu seiner Demütigung nicht nur einen Geistesblitz hat,
sondern rechtzeitig den Absprung schafft.

Am Ende ist es der gute Kosh, der vor Schreck aus dem Anzug springt und den Tag rettet. Und nicht nur bei allen Anwesenden Aliens sondern auch den Zuschauern ein entrücktes Staunen aufs Gesicht zaubert. Dass wir Kosh noch nackt sehen würden, damit hätten wir nicht mehr gerechnet.

War sonst noch was? Achja: Keffer nervt. Und stirbt. Endlich.

Aber sorgt mit seinem Tod noch dafür, dass die Kacke so RICHTIG am Dampfen ist.

Was sollen wir sagen? Alles, was wir an dieser Folge auszusetzen hätten, ist eigentlich nur den damaligen technischen Bedingungen und dem Budget geschuldet. Man hätte Sheridan zum Beispiel mal einen Ventilator spendieren können, um den Flugwind zu simulieren. Aber wie gesagt, das sind alles nur Kleinigkeiten. Ansonsten möchte man diese Folge nehmen und sie modernen Drehbuchkritzlern um die Ohren schlagen, dass es nur so schallt. SO macht man spannendes Fernsehen! Und wir reden nicht nur von Koshs Enthüllung (höhö) sondern auch vom Plot um die Erde und Nightwatch, der gerade heute erschreckend aktuell ist. Zu sehen, wie Zack sich in dem Treffen windet, tut schon fast körperlich weh. Und zwar NICHT, weil es so schlecht geschrieben ist. Sondern im Gegenteil.

Die Zweite Staffel verabschiedet sich also mit einem echten Kracher und wir vergeben ? zum Ersten Mal in der Geschichte des grauen Rates (und zwar einstimmig) die Höchstnote:

Ansonsten bleibt uns nur, uns bei Dir für Deine Treue im Jahr 2017 zu bedanken und weisen ganz eindringlich auf unsere Staffel-Endgala hin:

12.12.17 21 Uhr

Bei Dir zu Haus im Internet. Live und in Farbe. Und buuunt. Und es gibt auch was zu gewinnen. Also: Falls Du das noch nicht getan hast, schick uns Deine Meinung zu Staffel 2 und (um das geheimnisvolle Objekt abzustauben) ein Weihnachtsgedicht mit B5-Bezug

Und das könnte Dich dabei inspirieren:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
6/6
avatar Mary
6/6
avatar Sascha
6/6

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50 shades of grey sector

November 21st, 2017 6 Comments »

Oder auch: “Sin with Sebastian”

Damit ist die Stimmung schon gesetzt, denn es geht heute um Fesselspiele.

Sascha:
“Handschellen und Fesselspiele alleine retten noch keinen Film”
Gregor:
“Fesselt auch die Zuschauer nicht unbedingt.”
Tim:
“Vielleicht muss ja auch jede Figur mal gefesselt werden und heute ist es eben Delenn”

Genau. Aus uns völlig unerklärlichen Gründen ist der alte Kosh nämlich der Meinung, Delenn mal “testen” zu müssen.

Gregor:
“Das so wie am Tag vor der Hochzeit zu sagen: Jetzt will ich aber nochmal sehn, was ich da morgen kaufe!”

Und der BräutigamTrauzeuge ist auch schnell gefunden: Ein mysteriöser Fremder namens “Sebastian” verlässt das Vorlonenschiff und betritt unter Gehstockgeklapper die Station, um Damen angewidert in den Ausschnitt zu schauen. Und nein, das haben wir uns nicht ausgedacht.

DAFÜR hat der Kameramann bestimmt den Emmy bekommen.

Anschließend salbeiert er noch was von Moral und dass sich nix geändert hat und haut #ausgründen noch sein Geburtsjahr und seine Adresse raus um dann Captain Sheridan ein paar vorlonisch-kryptische Halbsätze vor die Füße zu schmeißen.

Tim:
“Ich muss sagen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt alles noch cool. Aber dann gehts los…”

Ja, dann geht Delenn in einen eigens vorbereiteten Verhörraum, bekommt ein paar Fesseln zugeworfen und wird auch akustisch gefesselt. Sascha hat das in seinen Notizen so zusammengefasst:

Es ist prätentiöses Blabla, was uns der gute Sebastian da gestoppte 26 Minuten um die Ohren haut. Das einzig Gute an diesen Szenen ist vielleicht noch dieser Screenshot:

Tja, da steckste nicht drin.

Die Auflösung ist natürlich mehr als billig: Delenn und Sheridan (der auch noch dazu kommt) sind bereit, sich für andere zu opfern, auch wenns keiner mitbekommt. DAFÜR den ganzen Bohei? Und dafür war echt in all den Jahrhunderten zuvor niemand bereit? Ernsthaft? Und dann dieser völlig herbeigezauberte Plottwist, wer Sebastian wirklich ist. Neee, bei aller Liebe, da können wir uns die exorbitant hohen Wertungen in den Staaten für diese Folge beim besten Willen nicht erklären.

Der Emmy für die Kamera-Arbeit geht allerdings in Ordnung

Tim:
“Die Kamera ist mir zumindest nicht negativ aufgefallen”
Gregor:
“Das ist eigentlich schon alles, was man sagen kann. Sie stand nicht im Weg rum, ist keiner drüber gefallen…”

Gerade in der B-Handlung, die unserer Meinung nach die A-Handlung sein müsste, zeigt der Kameramann mal, wovon Richard Compton nicht mal von zu träumen gewagt hätte. Denn die Inszenierung der Szenen weiß ebenso zu gefallen wie die Handlung:

G’Kar versucht, eine Widerstandsbewegung auf seinem Heimatplaneten aufzubauen. Als wäre Waffen besorgen nicht schon schmierig genug, muss er sich auch noch mit den anderen Narn auf der Station herumschlagen. Diesmal zum Glück allerdings nur verbal.

“Dä Centauri un de Erdallianz, die trübe uns in unsre Glanz! Darum sach ich Euch, Genosse, ab heude wird zurückgeschosse!” G’Kar muss mal wieder in die Bütt. Die anderen Nar(re)n würden allerdings lieber echte statt Lachsalven zünden.

Auch hier kann man über die Frage streiten, warum die anderen Narn gerade JETZT an G’Kars Fähigkeiten zweifeln und wer um alles in der Welt statt seiner einer einspringen sollte, aber egal. Hauptsache, wir müssen Delenn und Sebastian nicht zugucken. Statt dessen kriegen wir eine der besten Szenen der kompletten Serien serviert:

Am Ende kann G’Kar Stellung und Ansehen bewahren, indem er über Sheridans Ranger eine Videobotschaft von Narn Prime auf die Station schmuggeln lässt. Da hat er aber Glück gehabt, dass die Familie des Zweiflers noch am Leben war. Mehr noch: Die haben nur gute Botschaften zu verkünden:

Tim:
“Das Telefonat war mir etwas zu sehr eitel sonnenschein.”
Gregor:
“Der Vater hat auch überlebt. Und pass auf: Der Kredit ist auch abbezahlt!”

Machen wirs kurz: Die G’Kar-Handlung war überdurchschnittlich, die Folter-Handlung unterirdisch. Eine Mischung, die unsere Podcaster nur mittelmäßig begeistert zurücklässt. Nur wegen unseres Lieblingsnarn schrammt die Folge an einem Totalveriss vorbei. Wir vergeben

2 von 6 Penisse

Und wir würden wirklich gerne wissen, wie DU die Folge fandest. Denn im Fandom scheint die irgendwie gehypt zu werden. Warum auch immer.

Aber bevor Du uns eine Mail schreibst, guck doch noch hier vorbei:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
2,5 / 6
avatar Sascha
2 / 6
avatar Tim
1,5 / 6

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Remember Kassel

November 7th, 2017 3 Comments »

Hallloooooooooooo!

Da sind wir wieder. Und wenn Du jetzt mit der Besprechung der nicht wirklich guten Inquisitor-Folge gerechnet hast: Pech gehabt. Dieses “Glanzstück” heben wir uns noch zwei Wochen auf. Statt dessen wollen wir mit Dir heute Spaß aus der Konserve bieten:

Wir wollen zusammen in Erinnerungen schwelgen. An unserer HörerInnentreffen in Kassel. Wir erinnern uns (oder nicht, es wurde viel getrunken an diesem Wochenende), vom 27.-29. Oktober gab es in Kassel die alljährliche Timlash, DIE Convention für Doctor Who Fans in Deutschland.

 

Und nach dem umwerfenden Erfolg vom letzten Jahr wollten wir auch heuer mit Dir durch Kassel laufen und uns den großen Platz mit den zahlreichen Penissen angucken

“Er hat den Hasselhoff geritten!” – Im Sommer könnte Tobi von der Film- und Serienrepublik sogar auf dem Kasseler Königsplatz so richtig abspritzen

Äh…ne, eigentlich wollten wir mit Dir gemütlich was Essen gehen. Und diesmal waren wir schlau und haben Dank unserers Hörers Dominik (kauf gefälligst mehr Comics! 😉 ) vorab eine Übersicht geeigneter Lokalitäten sichten und eine davon reservieren können. Eckstein-Selfie!

Da haben wir also am Sonnabend gesessen und diverseste Zooms über den Tisch wandern lassen, denn hier saßen nicht nur die Podcastenden des grauen Rates, sondern das komplette Podcastimperium hatte zum Treffen eingeladen.

Aber wir haben natürlich auch einen Bildungsauftrag und selbigen wahrgenommen. Die gute Lara, die normalerweise in der halben Welt herumreist und darüber redet, hat den Weg nach Kassel gefunden und uns über schweizerische Geschlechtsorgane aufgeklärt.

“Schnäppi und Schnätz verirrten sich im Wald”

Das wurde – zumindest im Eckstein – allerdings nicht weiter (höhö) vertieft. Aber viel Alkohol führt zu viel Erkentnis. Die wichtigsten Weisheiten hier mal zusammengefasst:

Tim:
“Wir sind alle anders gepolt”

Felo:
“Die Anonymität des Bierglases ist nicht größer als die des Internets!”

Gregor:
“Das sind so meine Samstag Abende: entweder singt mir der Erler was vor, oder ich zerreiße Papier in Kassel.”

 

Und der gute Tim hat auch noch sein Smartphone mit dem Apfel drauf und dem schwachen Akku drin hervorgekramt und 2 Facebook-Live-Videos in die Welt hinausgepustet, die wir Dir als Facebook-Skeptiker nicht vorenthalten wollen:

Was war sonst noch? Achja! Es gab tatsächlich im Händlerbereich das ein oder andere Babylon 5 Merch.

Ein anonymer Spender hat da zugegriffen und uns ein nicht näher beanntes Objekt zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Wie Du das gewinnen kannst, das erzählen wir im Cast. Und auch noch ein bißchen was über unsere Staffelendgala im Dezember.

UND der gute Felo trug ein T-Shirt, dass so viele Copyrights auf einmal verletzt, dass unsere Anwälte spontan blind vor Euro-Zeichen in den Augen geworden sind. Das (also das T-Shirt) wollen wir Dir natürlich nicht vorenthalten:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
avatar Alex
avatar Tim
avatar Felo
avatar Sascha

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Alles klar fürs Hörertreffen

Oktober 24th, 2017 1 Comment »

Hosianna! Unsere Anrufe in diversen Gaststätten wurden erhört und dank der Restaurant-Empfehlungen unseres einheimischen Hörers Dominik konnten wir ein paar Tische reservieren und müssen in diesem Jahr nicht ziellos durch Kassel laufen.

Wir treffen uns dann dort und freuen uns auf Dich! (Falls Du angemeldet bist 🙂 )

In der Dusche sieht Draal Deinen Aal

Oktober 24th, 2017 2 Comments »

Also, es gibt so Folgen, die kann man nehmen, wie sie sind und einrahmen. Sucht man sowas bei manchen Serien vergeblich, trifft der Drehbuchgoldsucher bei Babylon 5 fast bei jedem Schlag mit der Dramatik-Hacke auf eine reich sprudelnde Quelle. Hing das Bild jetzt eigentlich schief? Egal. Würde man ein Best-Off von “Die Armee des Lichts” zusammenschneiden müssen, landeten nicht viele Schnipsel auf dem digitalen Boden. Und der Shownotes-Autor ist normalerweise mit der Schere schnell bei der Hand. Aber beginnen wir am Anfang: Sheridan bekommt Besuch in seiner Dusche. Ein Hologramm kuschelt sich an seinen schnell übergeworfenen Bademantel:

“Respekt Captain! Ich sehe, auch Sie sind der Herr einer großen Maschine!” Die Vorstellung, dass Draal seit einem Jahr bei Delenn und dem Kommandanten spannt, ist irgendwie verstörend

Der gute alte Draal hat jetzt lange genug an seiner großen Maschine rumgespielt. während er Delenn und Sheridan bei diversen (noch) getrennten Intimitäten beobachtete und sich für ein coming out entschieden. Er lädt die beiden zu sich auf den Planeten ein und eröffnet ihnen, dass es bald gewaltig bumsen wird im Universum, er aber hinter ihnen steht.

“Manchmal habe ich das Gefühl, ich stehe irgendwie neben mir.” Der gute Draal hats ordentlich mit dem Kreuz.

So, genug der kindischen Gags! Denn nach einem leichtherzigen Start, zeigt die Episode nun, wo der Centauri seinen Most holt. Im etwas zu kleinen Tronsaal nämlich

Tim:
“Wirkt eher wie ein Keller. Ein schön dekorierter Keller”

Aber das sind nur Äußerlichkeiten, denn die beiden hier anwesenden Herren füllen die eher spärliche Sznerie ausnehmend gut aus. Mollari und Refa schmieden einige Ränkelspiele. Refa hat einen Plan: Er hat nämlich ausbaldowert, dass die Narn einen Großangriff starten und ihre Heimatwelt (über deren Namen zwei andere Herren im Cast ein wenig ins philosophieren kommen) ziemlich ungeschützt zurück lassen.

“Was soll das heißen, wir drehen hier nicht den Wüstenplaneten? Können wir dann wenigsten IRGENDEINEN Planeten in eine Wüste verwandeln?” Wir vermuten, dass Requisiteur David anschließend wegen Copyrightverletzung gelyncht wurde….

Londo soll seine schattenhafte Kontakte spielen lassen, die sich derweil um das letzte Aufgebot der Narn kümmern soll.

Gregor:
“Ich finde es total schön, dass Londo etwas heller ausgeleuchtet ist, während Refa eher im dunkeln steht.”
Tim:
“Vielleicht hat Refa ja eine Augenkrankheit und muss in möglichst abgedunkelter Umgebung sein, um sich sein Augenlicht zu bewahren.”
Gregor:
“Findest Du nicht, das wäre totaler Quatsch für eine Science Fiction Serie?”

Der Plan geht auf, die Schatten machen kurzen Prozeß mit dem Volkssturm der Fleckengesichter, während die Centauri die Narn zurück in die Steinzeit bomben. Und das wortwörtlich. Denn was kümmert den Centauri die universumsweite Ächtung von Massebeschleunigern (die ein paar Folgen vorher schonmal kurz erwähnt wurden, als die Narn selbige auf Centauri-Schiffen vermuteten, SO geht subtiler Story-Arc, liebe Drehbuchautoren der Jetztzeit!) wenn sie doch so prima dabei helfen, den Planeten in Nullkommanix zu erobern? Was wiederum zu einer der ikonischsten Szenen der Serie führ: Mollari, der angewidert die Folgen seines Handelns mit ansehen muss

Aber die Gewissensbisse dauern nicht lange, denn zurück auf der Station läßt der gute den Machtmenschencentauri raushängen und NichtmehrBotschafter G’Kar aus dem Ratssaal werfen. Was dieser mit einer nicht minder ikonischen Rede über Freiheit quittiert.

Wie gesagt: Man könnte JEDE Szene dieser Folge nehmen und einrahmen. Weil sie so toll sind. Und übrigens auch toll geschnitten. Wie der betende G’Kar immer wieder in die vernichtende Schlacht zwischen Schatten und Narn geschnitten wird und am Ende die Kerze auslöscht. DAS ist groß-ar-tig inszentiert und geschnitten und seiner Zeit um Jahre voraus. Diese Folge gibt so dermaßen Gas, dass sich andere Serienmacher mehr als eine Scheibe abschneiden könnte und noch genug Material da wäre, um jede Voyager-Folge in den Schatten (höhö) zu stellen. Springen wir doch mal zum Vergleich in den Delta-Quadranten: Knapp zwei Wochen nach dieser Folge lief  bei Voyager “Rätselhafte Visionen” – irgendwelches Holodeck-Gedöns und Verhandlungen mit einer Rasse, die man nie vorher gesehen hat und von der man hinterher nie mehr was hören wird. Da möchte man am liebsten mit der Faust auf die FastForward-Taste einschlagen. Vor allen Dingen zeigt Babylon 5 anderen Serien der 90ger wieder mal: Handlungen haben Konsequenzen!

Wenn es eine Folge gibt, die man Leuten zeigen sollte, um zu verdeutlichen, wie großartig geschrieben und umgesetzt Babylon 5 ist, dann diese. Nur, weil wir wissen, was noch kommt, verkneifen wir uns die Höchstwertung und vergeben eisenharte

 

5 von 6 Centauripenissen

Und das solltest Du Dir noch ansehn:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
5/6
avatar Tim
5/6

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Lyta + Krankenstation = Overacting

Oktober 10th, 2017 No Comments »

Was steht denn heute an? Werfen wir mal einen Blick in die Zeitung

Der morgentliche Plausch am Zeitungsstand ist wieder so eine Szene, die man in anderen Serien (*hust* Voyager *hust*) schmerzhaft vermisst. Einfach weil sie die Charaktere noch ein wenig mehr Dreidimensionalität verleiht und so ganz nebenbei das Worldbuilding vorantreibt. Und hey, wenn es heute schon gedruckte individualisierte Zeitungen gäbe, dann wäre es nur realistisch, dass die Verleger dafür sowohl ein schweinegeld verlangen und andererseits die Konsumenten mit Werbebotschaften zumüllen, während sie gleichzeitig den öffentlich-rechtlichen Rundfunk wegen angeblicher Wettbewerbsverzerrung verklagen. (merkt man eigentlich seht, wer bei uns die Shownotes schreibt? 😉 )

Aber das war ja nur das illustre Vorgeplänkel, bevor es in die eigentlich Handlung geht. Und um den  Alten bei “Das Boot” zu zitieren:

“Jetzt wirds psychologisch, meine Herren!”

Und Damen natürlich. Aber die gab es damals(tm) auf einem ordentlichen deutschen U-Boot ja noch nicht. Auch wenn es auf dem Mars so aussieht, als wäre man gerade vor Gibraltar auf Grund gelaufen und hätte mit Wassereinbruch zu kämpfen

Der Beweis: Es gibt Wasser auf dem Mars! Und Löffel, die dieser namenlose Datenkristallträger in wenigen Minuten abgeben wird – unter gestammelten bedrohlichen Halbsätzen

Wir ahnen schon: Diese Szene aus dem kleinen Handbuch “Dramatik für Beginnner” wird uns noch auf die Füße fallen. Oder besser auf den Kopf. Denn Lyta ist wieder da! Wir erinnern uns: Die rotharige Telepathentante, die in Stöckelschuhen und Pornomantel im Pilotfilm größtenteils als Expositions-Krücke herumgestakst ist. Und die nicht nur Dr Kyles medizinische Plexiglasstange zu einer beliebten Redewendung in diesem Podcast gemacht hat, sondern auch Overacting in der Krankenstation salonfähig.

“Ich will sofort mein Eis! Räbääh! Sonst werfe ich mich auf den Boden und brülle ‘Schmeerz! Schmeeerz!’ wie Troi im TNG Pilotfilm!”

Aber Lyta kommt nicht nur auf die Station um uns von ihrer eingeschränkten Schauspielkunst zu unterzeugen. Nein, sie bringt auch eine wichtige Information mit: Einer im Kommandostab ist ein Schläfer und arbeitet ohne es zu wissen, eigentlich für das Psi-Corps. Alle Augen und Kameras schwenken überaus subtil zu Susan

Tim:
“Und was macht Ivanova?”
Sascha:
“Schwenkt ihren roten Hering!”
Tim:
“Und wie! Der Hering ist inzwischen doppelt so groß und sie haut ihn uns links und rechts um die Ohren!”

Meine Herren! (und Damen!) Wenn es in den 90gern schon sowas wie twitter oder hashtags gegeben hätte, JMS hätte sich das #superschwellig mehr als redlich verdient. Denn wir werden so dermaßen nicht nur mit der Nase, sondern mit dem kompletten Gesicht drauf gestoßen, dass Ivanova der Schläfer sein MUSS. Denn warum sonst, würde sie sich so vehement weigern, das telepatische Passwort gesendet zu bekommen? Soll sie sich mal ein Beispiel an Garibalidi nehmen, der nicht nur – als Einziger(!) – daran denkt, vorher seine Waffe abzugeben, sondern seine Kollegen gleich darauf auch noch so richtig schön trollt.

Tja, verarscht, er wars schonmal nicht. Oder doch? Darüber reden wir im Cast. Und jetzt wird gefühlt stun-den-lang der entscheidende Scan von Susan herausgezögert. Theo Transportröhrenreiniger und Vera Verlade werden eine(r) nach der/dem anderen in Sheridans Büro zitiert, während die Spannung dahinschmilzt wie das Schokoladen-Modell der Station

So entfährt uns auch nur ein müde gelächeltes “Tja”, als die Gute sich dann am Ende doch bereit erklärt und – welch eine Überraschung – doch nicht die gesuchte Schläferin ist.

Apropos Schläferin. Susan schläft am liebsten im blauen Sateng-Schlafanzug. Und nicht allein.

“Du fragst Dich, woher meine Haaare diese Spannkraft und diesen unwiderstehlichen Glanz haben? Ich wasche sie täglich mit L’orien Vodka”

Und Du fragst Dich vielleicht, wer diese blonde Person mit den ebenfalls feuchten Haaren ist. Die Antwort gibts gleich. Vorher müssen noch andere Fragen geklärt werden:

Sascha:
“Ivanova im Sateng-Bademantel durchwühlt ihre Schubladen. Watt sucht die denn da eigentlich?”
Tim:
“Satengblaue Hausschuhe wahrscheinlich?”
Sascha:
“Und was sind das für merkwürdige schwarze Puschel an ihrer Arbeitsplatte?”
Tim:
“Die sollten die lesbische Atmosphäre noch ein bißchen Pushe(l)n”

Lesbische Atmosphäre? Hä? Ja. Denn obwohl Susan eine gesunde Abneigung gegen Telepathen im Allgemeinen hegt, spürt sie doch starke Zuneigung zu einer Telepathin im Speziellen:

Talia hatte eine feuchte Wohnung (wer hat da “Keller!” gerufen?) und darf deshalb bei Susan pennen. Und vermutlich auch mit ihr. Und der junge Sascha der 90ger so:

Tim und Sascha gehen jedenfalls beide davon aus, dass die beiden in Susans Bett mindestens eine erotische Kissenschlacht gemacht haben. Davon kann Lyta nur träumen…

Tim:
“Während ihre Telepathenkollegin heißen Sex hatte, muss die arme Lyta in einer neonbeleuchteten Arrestzelle an einem Tisch dösen”

Richtig. Da war ja noch die Handlung um Lyta. Die kommt zu einem traurigen Höhepunkt (höhö) als

  1. Talia ungefragt und grundlos in eine geschlossene Sitzung des Führungsstabes platzt
  2. Lyta ungefragt und grundlos das telepathische Passwort an Talia schickt

Diese flippt darauf hin total aus und stellt sich als die lang gesuchte Schläferin heraus. Die Ihrer Liebhaberin nun noch ein paar Schimpfworte an den Kopf hauen darf.

Damit endet die sehr kurze Romanze von Susan und Talia, die so viele Fanficktion-Schreiberinnen zu (geistigen) Ergüssen verleitet hat. Und – um auch was Positives zu nennen – dieses Bild hervorbrachte:

War sonst noch was? Achja: Kosh zieht vor Lyta blank. Und das hier:

 

Alles in Allem auf jeden Fall eine Folge, die sich ins kollektive Gedächtnis (vor allem der männlichen Zuschauer) gebrannt hat. Auch wenn, oder vielleicht grade weil, die Beziehung zwischen Susan und Talia nicht so gezeigt wurde, wie es heute der Fall sein würde. Hey, wir sind hier immerhin in den 90gern und nicht auf HBO!

Die Idee, dass das PsiCorps einen Schläfer in sämtliche Führungspositionen der Erdallianz eingeschleust hat, ist überzeugend und zeugt von einem durchdachten Storytelling, das abseits des Epsilon-Sektors wiederum in den 90gern nur mit der Lupe zu finden war. Schön ist auch, wie Handlungen aus der Vergangenheit (Und Zukunft!) sehr beiläufig in die aktuelle eingewoben wurden. Und die Regie ist alle erste Sahne. Jesus sei Dank!

Jesus erlöse uns! Im Gegensatz zu Richard Compton hat dieser Regisseur offenbar eine Erleuchtung gehabt und wird uns in der vierten Staffel noch einige Glanzpunkte der Serie bescheren

Einziges Schmanko: Der drehbuchschreiberische Ejakulatio postcox, mit dem die vermeindliche Enttarnung Susans so sehr in die Länge gezogen wird, wie die Silben in einem Satz von Dr Cox. Auf jeden Fall eine überdurschnittliche Wertung und wir vergeben mal mehr und mal weniger hormongesteuert:

4 von 6 Penissen

Und noch ein paar links für Verliebte:

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Sascha
4,5 / 6
avatar Tim
3,5 / 6

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Hier liegen Sie richtig

Oktober 3rd, 2017 No Comments »

Denn vom grauen Rat lernen heißt liegen lernen. Weil Raphael gerade gesundheitlich ziemlich ans Bett gefesselt ist, hat sich Sascha zu gemeinsamen Fesselspielchen eingeladen. Nein, aus Solidarität hat sich auch Sascha in die Horizontale begeben.

Sascha ist nicht nur gerührt, sondern auch geschüttelt. Entweder das, oder der Alterstremor macht sich beim Auslösen dieses Bildes bemerkbar….

Da liegen die beiden nun, denn es liegt ihnen etwas auf dem Herzen. Nämlich diverses Zeuch, was sich in den letzten Wochen und Monaten angesammelt hat. Dich erwartet also hier eine kleine Hausmeisterei-Folge. Mit Infos zu unserem Hörertreffen in Kassel.

Danke Felo, für dieses tolle Bild!

Damit wir wissen, wo wir für wie viele Leute reservieren müssen, denke dran, Dich anzumelden.

Und jetzt entspannt zurückkgelehnt, es geht los: live on Tape aus den besten Podcasterbetten Deutschlands!

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Raphael
avatar Sascha

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Triff den Rat 2017

Oktober 3rd, 2017 3 Comments »

Wir würden uns gerne mit Dir Treffen. Und zwar Ende Oktober in Kassel. Nach unserem grandiösen Hörertreffen anno 2016 wollen wir eine Neuauflage starten.

Danke Felo, für dieses tolle Bild!

Und Du triffst dort nicht nur uns, sondern auch Vertreter der anderen tollen Podcasts den Podcastimperiums:

  • Nerd und Krempel
  • Film- und Serienrepublik
  • Fleischentzug

Und einen supergeheimen Cast, der noch für einen Aufschrei in der Podcastszene sorgen wird

Doch Konfuse sagt:

Wer abends noch durch Kassel läuft

verhungert schneller als er säuft.

 

So oder so ähnlich geht die alte Weise, die man in Hessen am Lagerfeuer von Generation zu Generation weitergibt. Denn die letzten Jahre haben gezeigt: Einfach so ein Lokal finden, das ist in Kassel ein Ding der Unmöglichkeit. Deshalb wollen wir in diesem Jahr ein wenig planvoller vorgehen und reservieren. Dazu müssen wir aber wissen, wie viele Leute kommen. Also kommentiere bitte unter diesem Beitrag ob Du kommen willst und ob Du vielleicht noch jemanden mitbringen möchtest.

Ich komme zum Hörertreffen in Kassel

  • Allein (75%, 3 Votes)
  • Mit Begleitung (25%, 1 Votes)

Total Voters: 4

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Wat hamwer gelacht auf der Beerdigung

September 26th, 2017 1 Comment »

Eigentlich sind wir aus dem Lachen gar nicht mehr rausgekommen, denn Beerdigungen gab es einige im Verlauf dieser Folge. Aber dem Reihern nach: Es beginnt schon lebenslustig mit einem toten Markab, dessen Doctor von unserem Doctor am Totenscheinausfüllen gehindert wird. Denn gleich 4 verblichene Markab in den letzten 3 Tagen? Und keiner geht auf das Konto von Doctor Franklins Behandlungsfehlern? Das kommt dem Chefarzt verdächtig vor. Wenn er also schon zu Lebzeiten die Krankenkasse des Verstorbenen nicht schröpfen konnte, dann wenigstens posthum mit einer kostenintensivenunbedingt notwendigen Obduktion

Franklin sieht schwarz.

Bei diesem neuen Virus guckt Franklin ziemlich in die Röhre, denn die Markab reden da nicht gerne drüber. Denn nur unreine Randgruppen stecken sich damit an. Normalen Leuten mit normalem Lebenswandel kann sowas nicht passieren. Woran erinnert uns das bloss?

Und es zeigt sich: Auch regelmäßiges Waschen von Gedanken und Genitalbereich verhindert keine Ansteckung. Und auch wer(s) im Vakuum des All treibt, landet schneller als Leiche im Lagerraum A, als er “Ist es wirklich eine gute Idee, 200 auf mysteriöse Weise gestorbene Leute AUF die Station zu bringen?” sagen kann.

Auch die Idee, sämtliche Markab in einen Raum zu stecken um zu testen, ob sie infiziert sind, führt etwas Franklins zuvor geführte feurige Rede ad absurdum, dass man die Markab bitte nicht alle in einen Raum stecken möge, weil sie dort nicht nur stecken, sondern sich gegenseitig an. Auch die Frage, ob die 100% ansteckende und 100% tödliche Seuche auch andere Lebewesen befallen könnte, kommt gefühlt etwas spät. Ansonsten – und vom Drogenmißbrauch abgesehen – stellt sich Franklin (und übrigens auch Garibaldi!) in dieser Folge erstaunlich kompetent an. Was man von seinen Mitarbeitern weißgott nicht behaupten kann.

“Wie? Was? Ich hab mir nur einen Kittel angezogen, um im Medlab kostenlos Zeitschriften lesen zu können!” Franklins Personal stammt offenbar aus dem Mediziner-Discount. Im Preis inbegriffen: Eine Abneigung gegen Arbeit und selbst simpelste Aufgaben, wie zB den “Einführungskurs” in die Pak’ma’ra-Anatomie

Während die Wissenschaftler fieberhaft (höhö) an einer Lösung des Problems arbeiten, ergehen sich die Politiker im Moralkeulenschwingen und verordnen gegen den ärztlichen Rat die Selbstisolation. Und als wäre das nicht schlimm genug, hat Delenn sich auch noch in den Kopf gesetzt, gute Samariterin zu spielen, sich mit den Markab einsperren zu lassen und sie mit religösen Ammenmärchen zu quälen. Lennier kommt übrigens mit. Ob er will, oder nicht.

Gregor: “Jetzt mal ehrlich: Für den ist das ne harte Folge gewesen: Nix gegessen, nicht geschlafen, 2 Tage nur Wasser gehabt und jetzt in die Seuchenkammer”

 

“Keine Sorge, wir finden die Leiche Deiner Mama” – Vermutlich ist es kein Zufall, daß N’erv Z’werg direkt im Anschluß an Delenns Tempelgeschichte das Zeitliche gesegnet hat. DAS hätten wir auch nicht länger ertragen.

“Faith manages” am Arsch, meine Teuerste. Die einzige Faith, die hier iiiirgendwas managed ist nämlich die hier:

Franklin dagegen zeigt sich als schlechter Manager. Der hat vermutlich hunderte Mitarbeitende, oder besser Mitnichtarbeitende, denn am Ende macht der Chef doch alles selbst: 12 parallel laufende Computeranalysen, Beistellwägelchen durch die Krankenstation schmeißen UND das Immunsystem seines Markab-Kollegen mit ausufernden Anektdoten  dermaßen in den Keller quatschen, das dieser nicht nur spontan die Symptome der Krankheit zeigt, sondern Franklin auch den Weg zur Lösung des Dilemmas. Nur um ihn dann mit seinen letzten gehauchten Worten noch ordentlich zu trollen

Gregor:
"Das sind doch super letzte Worte: Grüßen Sie von mir....urgs!"
Tim:
"Wer soll gegrüßt werden? Seine Omma in Wattenscheid, oder was?"
Sascha:
"Den Henne! Dat isn Gediegen!"

Surfen tut er, der Franklin! Und kommt so am Ende natürlich auf die Lösung, was die Krankheit auslöst, wie sie verhindert werden kann und deutlich zu spät

Da steht er mit seinen Phiolen nun reichlich entsetzt inmitten toter Markab, die galaxisweis den Löffel abgegeben haben. Über 2 Milliarden Tote. Nimm das, Game of Thrones! Anfänger!

Hm…wie kommen wir da jetzt wieder raus….hm….achja: Apropos sterben: Sterbenshungrig ist der Captain vons Janzem. Der ist nämlich bei Delenn eingeladen und freut sich schon drauf, sich mit außerirdischen Köstlichkeiten den Wanst vollzuschlagen. Nichtsahnend, dass es mehr Zeremonien zu beachten gibt, als bei einem klingonischen Jungesellenabschied.

Gregor:
"Essen ist bei den Minbari so schwierig, wie in Kassel was zu finden"

Diverse Tellertäusche, Valenfütterungen und Meditationspausen schaffen auch den taffesten Captain

Aber Lennier! Man zeigt nicht mit nacktem Finger auf eingeschlafene Leute!

Aber, ganz schlecht kanns nicht gewesen sein, immerhin verabredet man sich zu einem zweiten Versuch.

War sonst noch was? Achja: Wir erleben den ersten Dienstshuttle-Skandal der Station. Unsympath Keffler (diesen Namen brauchen wir uns JETZT auch nicht mehr zu merken *winkwink*) kriegt seine privaten Starfury-Spritztouren verboten. Womit? Mit Recht! Idiot.

Tja, was soll man zu dieser Folge sagen? Gut, dass das nervige Kind tot ist. Aber das ist bei JMS ja quasi schon obligatorisch. Die Kür ist es natürlich, die Zuschauenden ziemlich lange in dem Glauben zu lassen, dass Franklin schon im letzten Moment das Heilmittel finden wird und das Opfer seines Kahlschädelkollegen nicht umsonst gewesen ist. Pustekuchen! Der Moment, in dem das Rettungsteam die Schotten öffnet und sich Bergen von Leichen gegenüber sieht ist einfach phantastisch. Auf eine zugegeben perverse Art und Weise. Einfach mal eine komplette Rasse, die über 2 Staffeln lang aufgebaut wurde, über die Weltraumklinge springen zu lassen…DAS sind so Momente, die man anderen Schreiberlingen rechts und links um die Spitzohren hauen möchte um ihnen zu zeigen, wie mans richtig macht. Es ist nämlich nicht Rasse Pickelfresse, die am Anfang der Folge durch ein Wurmloch gespuckt wurde, von der wir vorher nie was gehört haben und nie wieder hören werden. Nein, die Markab waren ein deutlich sicht- und spürbarer Teil der Bevölkerung auf der Station. Und – das ist kein Spoiler – sie werden auch hin und wieder noch erwähnt werden.

Bei dem Ende verzeiht man der Folge auch den ein oder anderen Klischee Moment, der aber auch nur eingebaut sein könnte, um uns in Sicherheit zu wiegen und am Ende eine lange Nase zu zeigen. Apropos lange NasSicherheit:

Sascha:
"Franklin UND Garibaldi haben beide valide Punkte und sind erstaunlich kompetent"
Tim:
"Ja. Verwirrend, oder?"

Verwirrend ist lediglich Delenns blinder spirituelle Glauben, dieser “Ich bestell mir was beim Universum” Quatsch, von dem sie sich auch nicht abbringen läßt, während um sie herum die Markab sterben wie die Fliegen.

Aber sehen wirs so: Die Folge bietet jede Menge Ansatzpunkte, über die man diskutieren könnte und auch eine Prise Humor, der erstaunlicherweise überhaupt nicht unpassend um die Ecke (hehe) kommt.

Puh, ein längeres Fazit als sonst, aber irgendwie müssen wir die abartig hohe Wertung von Globuli-Tim für eine Franklinfolge ja erklären. Dank dieser kommen wir auf eine Gesamtnote von

5 von 6 Centauripenissen

Und das haben wir für Dich noch aufs medizinische Tablett gelegt:

Und nun schnell die Spritze aufgezogen!

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:

avatar Gregor
4,5/6
avatar Sascha
4/6
avatar Tim
5,5 / 6

Wenn Ihr mögt, schmeißt uns doch was in den Hut:

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Alex , Gregor , Mary , Raphael , Sascha , Tim