Liebeskugeln für den Arschologen

Beginnen wir mit einem Witz:
Was sagt ein räuberischer Archeologe zum anderen?
“Klaus!”

Sei nicht wie Klaus und bestehle keine Kultstätten! Aber die KultSerie (oder besser der Film) heißt ja schließlich “Babylon 5” und so ist es unvermeidbar, dass das Artefakt schlussendlich auf der Station landet. Gemeinsam mit Mr. Gaarrrriballldi. Und dieser versöhnt sich erstmal mit der Stationschefin, indem er in ihr Büro einzieht. Während der räuberische Archeologe, das Garibaldi bereits angekündigt hat, sein Solär zu streichen, wenn er nicht bald Ergebnissse bringt, sich bereits mit Hilfe seines Kosmos Experimentierkastens an einer Umschulung versucht. Der Funke springt dummerweise in die Station über und diese ist ab Stand jetzt verfluuuuuucht. Und wen ruft man in so einem Fall? Die Seelenjäger.
Stellt sich raus: Der Arschologe hat ausgerechnet die wertvollste Kugel aus der Halle der Seelen geklaut. Und weil die Seelenjäger jetzt ziemlich seelenlos sind, wollen sie sich die Kugel geben (lassen). Die entbüchsten (entkugelten? Raugekullerten?) Seelen sind nach all den Jahrhunderten zu Millionst in einem Goldfischglas allerdings zu recht ziemlich sackig und können sich eine schönere Zukunft vorstellen, als wieder eingesperrt zu werden.
Der inzwischen ziemlich verrückte Arschologe will zusammen mit dem nicht minder verrückten Teil der Seelen genau dafür sorgen. Und jetzt geht alles ganz fix: Der Seelenjäger wird in Sekundenbruchteilen überzeugt, dass sein Volk einen Fehler begangen hat und hilft, Schlimmeres zu verhindern. Kurz bevor der Reaktor in die Luft gesprengt wird. Der Happy-End-Deal: Die Seelen bekommen Holo-Körper und dürfen sich hin und wieder mal in echten Körpern vergnügen.

Sehr schöne Regie, wäre solide Doppelfolge, sehr unterhaltsam, auf die erotischen Eskapaden im rot leuchtenden Sektor hätte man weitgehend verzichten können und vor allem auf die doch sehr klischeehafte Darstellung der Bordellbesuchenden. Hier schwingt eben nicht nur Lochleys Liebeskeule, sondern auch die sehr amerikanische Moralkeule mit. Nichts desto trotz hatten wir viel Spaß und packen natürlich auch die Centauripenissse aus. Nämlich

4 von 6 Penisse

Froilein Delenn, der Präsident bittet zum Dikat(or)

Heute wird gleich mehrfach ein neues Kapitel aufgeschlagen. Denn Babylon 5 wird dreistellig. Wir besprechen die hundertste Folge unserer Lieblingsserie und es es geht um Bücher. Genauer gesagt um eins: Die neue Narn-Bibel bricht alle Verkaufsrekorde. Und deshalb freuen wir uns ganz besonders, zu diesen Anlässen eine Autorin an Bord zu haben:
Claudia Kern hat nicht nur diverse Romane verfasst, sondern dürfte SciFi-Liebhabenden vor allen durch ihre Kollumnen aus der SpaceView und Geek bekannt sein. Wenn sie nicht gerade Comics übersetzt oder auf diversen Convention-Bühnen steht.
G’Kar lebt relativ unfreiwillig den Traum eine(s) jeden Autoren/Autorin, nämlich ein Standardwerk der modernen Literatur zu schaffen, ein Werk, das so mancher Centauri gerne verfilmt sähe und in dessen Seiten man gerne mal den Kopf steckt

Im gleichen Maße wie G’Kars Ruhm wächst der Durst von Garibaldi. Selbiger verschläft erst halbnakt in nichtatmungsaktiver Bettwäsche und verliert beim Duffy-Duck-Ähnlichkeitswettbewerb. Als Trostpreis gewinnt er immerhin eine Reise nach Drazi-Prime, wo er sich mit einem Klischee-Araber trifft (und besäuft) und mal so richtig seinen Auftrag versemmelt. Aber immerhin kann er in dunklen Gassen schonmal für einen späteren Convention-Auftritt in Düsseldorf den Begriff “Gassenhauer” nach…äh…schlagen
Toll. Sitzen wir also am Ende ohne Beweise im Büro des Präsidenten. Doch halt! Zum Glück haben die Angreifer ein paar Centauri-Knöpfe verloren und schnell wird klar: Da stimmt was nicht am Hofe Centuaris. G’Kar wird da bei seinem nächsten Besuch ein synthetisches Auge drauf werfen.
Und wir werfen mit Penissen. Denn die Folge weiß zu gefallen. Das Zusammenspiel von Londo und G’kar ist wieder mal großartig. Auch die Szenen zwischen G’kar und Ta’lon sprühen vor Weisheit und Charme. Etwas zwigespaltener sind wir von den Garibaldi-Plot, der hin und wieder mal durch regelrechte Slapstick-Einlagen unterbrochen wird. Die Nebenhandlung um Franklins baldigen Abschied ist eher so naja, aber macht schmerzhaft deutlich, dass die Serie in 10 Folgen einfach mal vorbei ist. Am Ende vergeben wir

4,5 von 6 Penissen

Es wird geschluckt, was in den Mund kommt

Bier auf dem Tisch

Und, meine Güte, hatten wir zu schlucken. Denn Tim hat reichlich astra, Würste diverser nationaler Herkünfte und atomar aufeplusterte Hänchenbrüste auf bzw neben den Grill gelegt. Es war wieder Grau-Rat-Sommergrillen auf Tims Terrasse. Jetzt neu mit Lounge-Möblierung und Bienenparadies.
Dabei wanderte natürlich auch das ein oder andere Zoom über den Tisch und fing das ein oder andere Gespräch auf. Die Graurätler diskutierten allerdings weniger über Raumstationen, als über Raumsituationen und Häuser, in die man im Keller betritt und im ersten Stock wieder verlässt, da der Keller das Erdgeschoss ist.
Und natürlich wurde auch noch mal die Fedcon Revue passieren gelassen. Und unser Auftritt auf der selbigen.

Gregor:
“Es muss echt großartig gewesen sein, noch heute werden Lieder darüber gesungen.”
Alex:
“Ich glaube, ich hatte einfach glück, dass ich noch so jung bin und schnell Texte lesen und einen Buzzer drücken kann.”

Sei dabei, wie (pseudo)live im Cast das gewonnene Star Trek Risiko-Spiel aus- und sofort wieder eingepackt wird, weil niemand so recht Lust auf Spielen hatte. Lieber saufen und sabbeln. In mehreren Etappen. Deshalb wird das ein oder andere gleich mehrfach erzählt, denn zwischen den einzelnen Segmenten liegen etwas Zeit und deutlich mehr Alkohol. Dafür kannst Du uns beim graduellen Betrunkenwerden lauschen und beim anschließenden Katerfrühstück mit blick auf ein original italienisch-irisches Internetcafé, wie man sie eigentlich nur noch in Köln findet.

Auf Narn wird getafelt – wenn die Space-Post dreimal klingelt

König Artus kommt auf die Station. Mit Mantel und Schwert. Und eigentlich ziehen auch alle gleich den richtigen Schluß: Der Typ hat nicht nur ein Schwert, sondern vor allem einen an der Klatsche. Aber als richtiger Brite muss sich Marcus natürlich beugen. Also verbeugen. Wenn sein historischer König vorbeikommt. Immerhin: der gute Artus tut ja einiges Gutes auf der Station. Er setzt zum Beispiel verstorbene Ehemänner ins richtige Bild. Er mag ja leicht schrullig sein, aber er kämpft immerhin für eine gute Sache. Und er kann sogar einen gestandenen Narn unter den Tisch trinken. Natürlich, nachdem er ihn zum Ritter geschlagen hat.

Nur der “gute” Doctor muss mal wieder den Spielverderber..äh..spielen. Er hat nämlich rausgefunden, dass Artus verdammt gut versichert ist und macht ihn zur Chefsache. Und wie das mit Chefärzten und gut versicherten Patienten so ist: Da wird solange gebohrt und untersucht, bis sich was finden läßt, das eine teuere Behandlung rechtfertigt. Und weil er als Chirurg natürlich das Feingefühl einer Haubitze hat, ist das Ergebnis von Stephens Psychositzung ein seelisches Wrack:
Stellt sich nämlich raus: Artus ist mitnichten König, sondern Schütze-Arsch. Und zwar der Schütze, der den entscheidenden Schuß abgegeben hat, der den Krieg zwischen den Menschen und Minbari ausgelöst hat. Kein Wunder, dass David (so heißt er wirklich) ganz schönen seelischen Balast mit sich rumschleppt. Praktischerweise in Form seines Schwertes. Aber dank angewandter Küchenpsychologie von Franklin, kann die symbolisierte Schuld auf jemand anders abgewälzt werden: Dank Delenn ist David wieder wie neu-neu geboren und wird fortan den Narn-Wiederstand unterstützen und mit roten Rittern Tafeln. Oder so ähnlich.

Alex:
“Ich hätte lieber 45 Minuten lang dem Postmann zugeguckt als König Artus.”

Der Postmann ist sowas wie der heimliche Star der Episode. Denn er läßt Garibaldi mal so richtig auflaufen. Also erst in der Schlange vorm Schalter und dann nochmal, als er dran ist. Stellt sich raus: Das Lossagen von der Erde hat mehr Konsequenzen, als man dachte: Die Post hat das Porto erhöht. Aber nicht mit unserem Sicherheitschef! Der weigert sich standhaft zu zahlen und bricht lieber des nächstens in die Postfiliale ein, nur um vom Postmann dabei erwischt zu werden. Es wirkt also erst so, als habe das Unternehmen mit dem fliegenden Briefumschlag im Logo den Kampf gewonnen, aber Garibaldi hakt dann dochnochmal knallhart nach, wer denn eigentlich nach der Unabhängigkeit von der Erde den schicken Laden finanziert.

Selten gingen die Meinungen in diesem Podcast so sehr auseinander wie bei dieser Folge. Die Sache mit der Artus-Sage ist natürlich extrem ausgelutscht (Hätte JMS eben DOCH mal den ollen Barbarossa aus dem Kyffhäuser genommen) kriegt aber einen gewissen Spin, da die Vorlonen ja dafür bekannt sind, irgendwelche Personen aus der Zeit zu pflücken, um sie anderswo einzusetzen. Die stylischen Traumsequenzen lassen allerdings recht schnell erahnen, dass es mit dem König der Briten doch noch was anderes auf sich hat. Die Kameratechnik und Musik weiß zu gefallen, aber der Kitsch kommt eben nicht bei jedem an. Und wenn der eine die Folge über- und der andere unterdurchschnittlich findet, dann kommt am Ende eben nur was durchschnittliches bei raus:

3 / 6 Penisse

Der zeternde Centauri und die attributlose Anwältin im Schrank

Ihr kennt das: Ihr geht nichtsahnend durch einen Korridor und werdet aus heiterem Himmel von einem Minbari angegriffen, den ihr glücklicherweise mit einem zufällig herumliegenden Blaster schachmatt setzen könnt. Das passiert UNS jedenfalls genauso fast jeden Tag und kommt uns daher auch gaaar nicht verdächtig eingefädelt vor.

Willkommen zu einer weiteren Folge von
Garibaldi ermittelt!

Heute:
Garibaldis Chef John hat ein Problem: Soll er doch völlig grundlos einen wehrlosen Minbari erschossen haben. Mit einer angeblich zufällig herumliegenden Waffe. Alle Indizien sprechen gegen ihn: Die Spuren am Tatort, die Zeugenaussagen und die eher unglaubwürdig klingende Tatbeschreibung des Beschuldigten. Zu allem Überfluss mischt sich der fleißige aber auch geheimnisvolle Botschaftsattache Lennier in Garibaldis Ermittlungen ein! Wird es ihm trotzdem gelingen, Johns Unschuld zu beweisen?
Doch tatsächlich wiegt sich der Hauptbelastungszeugen dermaßen in Sicherheit, dass er den Fehler jedes Superschurken macht: Er erzählt noch einmal Brühwarm seinen kompletten Plan, während die Zuschauenden schon ahnen, dass sich irgendwo ein Aufnahmegerät verbirgt. Bzw in unserem Fall die komplette Stationsbesatzung in Lenniers Schrank (i shit yo not, my friend!)

Alex:
“Wie aber auch einfach alle Beteiligten aus diesem Schrank rauskommen:
Sheridan, Garibaldi, Delenn, die Anwältin, sind alle mit dabei.”
Sascha:
“Botschafter Kosh…”
Alex:
“Es hätte mich nicht gewundert, wenn die alle rausgekommen wären
und dann wäre noch Botschafter Kosh rausgerollt.”
Gregor:
“Pass auf: Und 6 Clowns! Aber Kosh wäre echt gut gewesen”
Sascha:
” ‘Was machen Sie denn hier?’ – ‘Ich bin schon immer hier gewesen’ ”
Gregor:
” ‘Kann ich ein neues Quartier haben?’ – ‘Nein.’ ”

Apropos Kosh: Der hat sich in der letzten Folge ja bereit erklärt (wenn wir ihn richtig verstanden haben, so genau weiß man das nie) Sheridans Lehrer zu werden. Und weil er ein strenger Lehrer ist, läßt er ein: “Ich weiß nicht, ob ich morgen noch meinen Posten habe, weil ich unter Mordanklage stehe.” nicht als Ausrede gelten.
Gegen Vorlage des Dienstausweises erhält der Captain eine Kostprobe gregorianischen Gossen-Gospels. Genial. Vielleicht nicht ganz der Augenblick perfekter Schönheit, den Kosh ihm versprochen hat, aber immerhin ganz nett und vor allem: Unerwartet.

Unerwartet kommt auch ein Anruf für unseren Lieblings-Centauri-Botschafts-Assistenten. Zu Hause hat man nämlich erkannt, dass – ob Londos neuer Macht – der Posten als Centauri-Botschafts-Assistent auf Babylon 5 vielleicht doch nicht ganz so unbedeutend ist, wie man dachte und will dort jemanden einsetzen, der diese Rolle ausfüllen kann (und dabei reden wir hier noch nichtmal vom “Strich in der Landschaft”-Vir aus Staffel 4) Aber nur über Londos Leiche! Und Virs Schnappsleiche
Und wie wir es von unserem Lieblingsgespann kennen, entspinnen sich einfach wunderschön gespielte und ebenso gut geschriebene Szenen

Sascha:
“Weite Teile des Drehbuches kann man auf Leinwand drucken und
ins Wohnzimmer hängen, was die Dialoge betrifft.”

Als wäre die Sorge um seinen Assistenten (und Freund) nicht schon Kummer genug für Londo muss er ausserdem feststellen, dass er kastriert wurde. Moralisch. Von einer Puppe. Offenbar legt man bei den Centauri größten Wert auf die anatomisch korrekte Darstellung von Puppen. Was vermutlich für interessante Szenen und Gespräche im Centauri-Kinderzimmer sorgen dürfte. Apropos Kinderzimmer. Wir fühlen uns wie im selbigen:
Auf der Station hat nämlich ein Babylon 5 Fanshop eröffnet und auch unsere Freunde aus dem Aliensektor hauen hier nicht nur ihr Geld auf den Kopp.

Die Premisse, dass Minbari niemals nie lügen wirkt doch ziemlich an den nicht vorhandenen Haaren herbeigezogen. Und die Tatsache, dass Sheridan diese Mär tatsächich bedingungslos zu schlucken scheint

Gregor:
“Du darfst niemals lügen! Niemals!….es sei denn es geht um die Ehre.
… oder Gerechtigkeit….oder unangenehme Situationen…
oder Einladungen, auf die Du keinen Bock hast.”
Alex:
“Das heißt Wenn eine Minbarifrau fragt: ‘Seh ich in dem Kleid fett aus?’
Dann dürfen Minbari lügen, weil das wär ja sonst ehrverletzend.”´
Sascha:
“Ich muss weg. Der…Botschafter hat angerufen!”

Zumal wir ja im Verlauf der Serie schon mindestens einen lügenden Minbari gesehen haben. Ohne, dass er sich anschließend rituell ausgepeitscht hätte. Dieses ständige gequatsche von Ehre und Familienclans hat uns ausserdem unangenehmst an die Klingonenfolgen bei Star Trek erinnert, die ein halbwegs interessantes Konzept dermaßen zu tode geritten haben, dass selbst unser Gagh nur noch müde zuckt. Gut, das kann man Babylon 5 eigentlich fairerweise nicht anlasten, weil es deutlich vor der 20ten DS9 Folge über die verlorene Ehre der Worferina B. gedreht wurde. Aber wir machen es trotzdem. 🙂

Die unfreiwillig komische Auflösung des Plots mit der Schrankparty hat das ganze natürlich rausgerissen. Auch wenn wir uns immer noch fragen, was denn jetzt die Nummer mit der Anwältin eigentlich sollte, die exakt Null zur Handlung beigetragen hat. Aber wir haben unsere Lieblings-Na’Toth-Darstellerin nochmal wiedergesehen, immerhin.

Zum Glück passiert in der Folge noch so dermaßen viel anderes (4 Handlungsstränge in einer Folge, macht das erstmal nach, andere Serien aus den 90gern!) dass wir uns geistig nicht lange mit Minbari-Mimositäten rumquälen müssen sondern uns voll und ganz auf den Rest konzentrieren können. Und der ist groß-ar-tig. Super geschrieben, super gespielt und selbst die billigen Gags zünden immer noch. Und wir sagen nur: Maskenszene!

Im Gegensatz zu DC Fontana versteht Peter David, wie man ein Drehbuch für Babylon 5 schreibt. Bleibt uns nur zu sagen: Wir wollen mehr B5-Merch und vergeben fast unisono

4 von 6 Penissen

Der Arsch von Präsident

Hui, willkommen zu einer weiteren Folge von

Garibaldi ermittelt!

Heute: Ein wichtiger Zeuge versteckt sich auf der Station, der Beweise hat, daß der Präsident seine Finger in der Ermordung seines Vorgängers hatte. Kann er den verdächtigen vor seinen hochqualifizierten Sicherheitsleuten finden, die er eigenhändig ausgebildet hat?

Die Antwort: Ja.

Kommen wir aber mal zum Namensgebenden. Der Arzt der Präsidenten war nämlich schon Arzt, als der noch noch kein Präsident war, sondern dessen Stellvertreter. Wir erinnern uns: Herr Clark (nicht Kent!) erkrankte erstaunlich passend an einer Grippe und musste die EarthForce1 leider verlassen, glücklicherweise nur wenige Stunden, bevor die sich in der Umlaufbahn von IO in ihre Bestandteile auflöste. Soviel Glück kam uns damals schon suspekt vor. Und die Aufnahmen des Docs belegen: Pustekuchen! Der Präsident war kerngesund. Das könnte dem natürlich die Karriere versauen, deshalb will er die Beweise und deren Inhaber gleich mit loswerden. Und schickt den kompetentschärfsten Mitarbeiter, den er hat. Agent Dingenskirchen ist zwar scharf, aber nicht besonders sinnig, deshalb ist es Sheridan ein Leichtes, den Sonderermittler ständig an der Nase herumzuführen.

Nun geht alles Schlag auf Schlag (hehe) der Doc (also der alte) wird von Klischeegangstern entführt, die von der Regierung ein bißchen Geld haben wollen.
Auf mysteriöse Art und Weise (ein seeeeeeeeehr gesprächiger Hehler?) haben Garibaldi und Franklin inzwischen auch rausbekommen wo der Gesuchte sich aufhält und hauen (hehe) ihn da raus. Datenkristall UND Doctor gerettet, aber noch nicht der Tag. Denn der Agent hat nach intensivem Nachdenken herausbekommen, dass die Station ja Sensoren hat, die man benutzen könnte. Heißt: Doctor Jakobs muss weg. Aber wohin. Glücklicherweise stellt sich der Agent weiterhin so dermaßen dämlich an, dass man den guten Doctor direkt vor seiner Nase von der Station schmuggeln kann, nämlich eingepackt in schlechte CGI. Agent Dingeskirchen guckt derweil in die Röhre und Dumm aus der Wäsche.

Und wir? Nunja, wir sind alles andere als begeistert von dieser Handlung, die einzig und allein funktioniert, weil sich wirklich JEDER in dieser Folge un-glaub-lich dämlich anstellt. Aber so dämlich, dass es schon wieder Spaß macht. Die inkompetentesten Beamten kombiniert mit der schlechtesten Tarnung des Universums (und zwar im Dreierpack) sorgen für so viele Lacher, dass die Folge in der Gesamtwertung vermutlich besser wegkommt, als sie es eigentlich verdient. Wir vergeben

3 von 6 Penissen

Was erwartet Dich noch? Zahlreiche Referenzen zu Star Trek und klassischem Doctor Who.

Erleuchtung durch tödlichen Schulterschuss

Heute haben wir einen Gast an Bord. Der gute Ralf hat sich bereit erklärt (oder wurde bereit erklärt) mit uns eine Folge zu besprechen. Jedenfalls geht es heute (welch Überraschung bei dem Episodentitel) um die Schale der Schalen, den Pokal der Pokale, den Rächer mit dem Becher….den *lufthol* heiligen Gral *donner*.
Nagut, eigentlich gehts um den irren Typen, der bei einem Unfall nicht nur Frau und Kind verloren hat sondern offenbar auch ein paar seiner grauen Zellen und deshalb erst als Praktikant eines Ein-Mann-Ordens anfing um dann irgendwann dessen Chef zu werden und das Ruder – oder besser den billigen Plastestock – in die Hand zu nehmen.
Jedenfalls hat unser Suchender eine Bestechende Logik: Weil er nämlich den Gral auf der Erde nicht finden konnte, schließt er messerscharf, dass er wohl im Weltraum sein muss. Leider findet unser Reisender nur den Tod. Durch einen absolut tödlichen Schulterschuss. Der aber noch genug Zeit lässt, den Staffelstab (höhö) an den nächsten weiterzugeben: Der gute Tomas Jinxo hat nämlich schon sein eigenes Päckchen zu tragen: Ist er doch daran Schuld, dass alle vorherigen Babylon Stationen kaputt oder verloren gegangen sind. Das denkt er jedenfalls und lungert deshalb weiter auf der 5. Station herum. Was ihm ein bißchen Ärger mit einem Unterweltboß einbringt. Der wiederum Ärger mit einem Richter hat. Und diesen mithilfe eines Vorlonenpenisses lösen möchte.
Alles in allen eine sehr unausgewogene Folge, die mal zwischen albern, gruselnd und peinlich hin- und herpendelt.
Wir selbst hatten die Folge deutlich schlechter in Erinnerung, als sie tatsächlich ist. David Warner ist ein wenig verschenkt und schauspielert auf viertel Leistung. Dafür gibts einige lustige Momente, wie die Gerichtsverhandlung oder Slapstick-Einlagen des guten Londo.
Alles in allem gibts dafür von uns:
2 von 6 Penisse

Gut getarnt durch Hut und Hemd

Heute gehts vor allem um Garibaldi. Hilft nix, da müssen wir jetzt durch. 🙂
Unser geliebter Sicherheitschef bekommt nämlich Besuch. Vom Präsidenten. Oder besser gesagt: Dessen Sicherheitsbeauftragten. Und wir merken schnell: Die beiden verbindet eine gemeinsame (dunkle) Vergangenheit.
Die Situation wird erst – im wahrsten Sinne des Wortes – explosiv und spitzt sich dann sogar noch zu, als Garibaldi vom Ermittelnden zum Beschuldigten mutiert. Dass in seinem Quartier Centauri-Dukaten entdeckt werden, ist der Unschuldsvermutung nicht sonderlich zuträglich. Kurz: Gaaribaldi muss untertauchen und Uniform gegen Zivilkleidung eintauschen. Dabei beweist er – wie bei seinen Ermittlungen – absolut unbestechliche Ziel- und Stilsicherheit. Hemd gabs für ömme und vom verärgerten Klienten eins auf die Omme. Aber dafür lässt sich Londo nicht – achtung! – lumpen und legt gleich noch ein bisschen Taschengeld obendrauf. Das Garibaldi gleich dort anlegt, wos die meisten Prozente gibt: In der Bar. Nachdem Garibaldi erstmal einen (oder zwanzig) hat sacken lasen, wird er selbst eingesackt und dann sackt bei allen die Erkenntnis, dass der unsympathische Wichtigtuer in Wahrheit hinter dem Ganzen steckt und beim Besuch des Präsidenten ein etwas größeres Feuerwerk zünden will. Das kann durch einen weiteren Faustkampf und einen klischeehaften in der letzten Sekunde gestoppten Countdown verhindert werden. No boom today.
Apropos: Ivanova verhält sich unserer Meinung nach ausgesprochen suspekt! Und sie wirkt in manchen Szenen ein klein wenig grünlich
Aber es gab auch einiges was uns gefallen hat und zwar nicht nur Garibaldis Kopfbedeckung, die einen augenblicklich für Fahnder unsichtbar macht. Und so erhält die Folge von uns
3 von 6 Penissen