Dreaming of a wild Staffelgala

So, Leute. Jetzt wirds besinnlich. Oder war es eher besoffen? Egal. Geistige Getränke stehen jedenfalls genug bereit. Während der eine (Sascha) sich eine Thermoskanne mit Glühwein gefüllt hat, greift der andere (Tim) lieber zum Kaltgetränk mit einer leichten Backhaus-Note. Alex hat bei der Bandprobe vorgeglüht. Was Gregor sich bereitgestellt hat, wissen wir nicht (wir tippen aber auf Astra), aber auch er ist dabei, um mit uns allen gemeinsam noch einmal einen Blick zurück auf die zweite Staffel zu werfen. Jedenfalls war das so gedacht. Am Ende reden wir am Anfang allerdings über alles Mögliche, aber nicht über Staffel 2. Dafür haben wir ja glücklicherweise Michael, der mit seinem Einspieler neue Maßstabe an Detailtreue setzt. Dafür hat er jetzt einen Byron zu Hause, höhö.

Wir wünschen Dir viel Spaß mit 2,5 Stunden live on Tape und weisen schonmal darauf hin, dass wir uns erst am 9. Januar zurückmelden. Es sei denn, jemand springt in die Bresche und füllt unsere Winterpause mit einem mindestens 45 minütigen Einspieler auf. Aber wer würde schon sowas machen? 😉

Am heiligen Abend kommt auch eine Folge heraus, die ist aber nicht von uns, sondern wurde uns zugewichtelt. Und auch wir haben für einen anderen Podcast eine Episode produziert. Vielleicht entdeckst Du sie ja in den 60 Produktionen, die heuer zum Podwichteln entstanden sind.

Wir wünschen DIR schonmal ein besinnliches Weihnachtsfest und einen gesunden Start ins Jubiläumsjahr 2018!

Staffel-Endgala die zweite

Hallo! Hallo Du! Es ist bald soweit, das Fest der Feste steht bevor: Was die Plakaterstellenden vergessen haben: Wir feiern Staffelgala! am Dienstag dem 12.12.17 ab 21:00 Und zwar mit Dir! Du kannst live dabei sein. Diesmal nicht auf unserem mixlr-Kanal, sondern wir benutzen die Infrastruktur des Podcastimperiums. Du findest Player und Chat hier: Wir … Read moreStaffel-Endgala die zweite

Bei Keffers Halstuch springt Kosh aus dem Anzug

Da ist es also: Das große Finale der zweiten Staffel. Und oh my, ist DAS
ein Finale. Denn wie im richtigen Leben hat man das Gefühl, dass auch das
23. Jahrhundert von Jahr zu Jahr mehr Widrigkeiten zu bieten hat. Denn
2258 zeigt uns zu seinem Abschluß nochmal, dass Glück und Unglück verdammt
eng beeinander liegen.

Was sollen wir sagen? Alles, was wir an dieser Folge auszusetzen hätten,
ist eigentlich nur den damaligen technischen Bedingungen und dem Budget
geschuldet. Man hätte Sheridan zum Beispiel mal einen Ventilator
spendieren können, um den Flugwind zu simulieren. Aber wie gesagt, das
sind alles nur Kleinigkeiten. Ansonsten möchte man diese Folge nehmen und
sie modernen Drehbuchkritzlern um die Ohren schlagen, dass es nur so
schallt. SO macht man spannendes Fernsehen! Und wir reden nicht nur von
Koshs Enthüllung (höhö) sondern auch vom Plot um die Erde und Nightwatch,
der gerade heute erschreckend aktuell ist. Zu sehen, wie Zack sich in dem
Treffen windet, tut schon fast körperlich weh. Und zwar NICHT, weil es so
schlecht geschrieben ist. Sondern im Gegenteil.
Die Zweite Staffel verabschiedet sich also mit einem echten Kracher und
wir vergeben ? zum Ersten Mal in der Geschichte des grauen Rates (und zwar
einstimmig) die Höchstnote:

6 von 6 Penissen!

50 shades of grey sector

Aus uns völlig unerklärlichen Gründen ist der alte Kosh nämlich der Meinung, Delenn mal „testen“ zu müssen.

Gregor:
„Das so wie am Tag vor der Hochzeit zu sagen: Jetzt will ich aber nochmal sehn, was ich da morgen kaufe!“

Und der BräutigamTrauzeuge ist auch schnell gefunden: Ein mysteriöser Fremder namens „Sebastian“ verlässt das Vorlonenschiff und betritt unter Gehstockgeklapper die Station, um Damen angewidert in den Ausschnitt zu schauen und Captain Sheridan ein paar vorlonisch-kryptische Halbsätze um die Ohren zu hauen.

Tim:
„Ich muss sagen: Bis zum jetzigen Zeitpunkt alles noch cool. Aber dann gehts los…“

Es ist prätentiöses Blabla, was uns der gute Sebastian da gestoppte 26 Minuten um die Ohren haut. Die Auflösung ist natürlich mehr als billig: Delenn und Sheridan (der auch noch dazu kommt) sind bereit, sich für andere zu opfern, auch wenns keine mitbekommt. DAFÜR den ganzen Bohei? Und dafür war echt in all den Jahrhunderten zuvor niemand bereit? Ernsthaft? Und dann dieser völlig herbeigezauberte Plotquist, wer Sebastian wirklich ist. Ne, bei aller Liebe, da können wir uns die exorbitant hohen Wertungen in den Staaten für diese Folge beim besten Willen nicht erklären.
Gerade in der B-Handlung, die unserer Meinung nach die A-Handlung sein müsste, zeigt der Kameramann mal, wovon Richard Compton nicht mal von zu träumen gewagt hätte. Denn die Inszenierung der Szenen weiß ebenso zu gefallen wie die Handlung: G’Kar versucht, eine Widerstandsbewegung auf seinem Heimatplaneten aufzubauen. Als wäre Waffen besorgen nicht schon schmierig genug, muss er sich auch noch mit den anderen Narn auf der Station herumschlagen. Diesmal zum Glück allerdings nur verbal.
Machen wirs kurz: Die G’Kar-Handlung war überdurchschnittlich, die Folter-Handlung unterirdisch. Eine Mischung, die unsere Podcaster nur mittelmäßig begeistert zurücklässt. Nur wegen unseres Lieblingsnarn schrammt die Folge an einem Totalveriss vorbei. Wir vergeben

2 / 6 Penissen.

Und wir würden wirklich gerne wissen, wie DU die Folge fandest. Denn im Fandom scheint die irgendwie gehypt zu werden. Warum auch immer.

Remember Kassel

Hallloooooooooooo!

Da sind wir wieder. Und wenn Du jetzt mit der Besprechung der nicht wirklich guten Inquisitor-Folge gerechnet hast: Pech gehabt. Dieses „Glanzstück“ heben wir uns noch zwei Wochen auf. Statt dessen wollen wir mit Dir zusammen in Erinnerungen schwelgen. An unserer HörerInnentreffen in Kassel. Wir erinnern uns (oder nicht, es wurde viel getrunken an diesem Wochenende), vom 27.-29. Oktober gab es in Kassel die alljährliche Timlash, DIE Convention für Doctor Who Fans in Deutschland.

Und nach dem umwerfenden Erfolg vom letzten Jahr wollten wir auch mit Dir gemütlich was Essen gehen. Und diesmal waren wir schlau und haben Dank unserers Hörers Dominik (kauf gefälligst mehr Comics! 😉 ) vorab eine Übersicht geeigneter Lokalitäten sichten und eine davon reservieren können. Da haben wir also am Sonnabend gesessen und diverseste Zooms über den Tisch wandern lassen, denn hier saßen nicht nur die Podcastenden des grauen Rates, sondern das komplette Podcastimperium hatte zum Treffen eingeladen.

Was war sonst noch? Achja! Es gab tatsächlich im Händlerbereich das ein oder andere Babylon 5 Merch. Ein anonymer Spender hat da zugegriffen und uns ein nicht näher beanntes Objekt zur Verlosung zur Verfügung gestellt. Wie Du das gewinnen kannst, das erzählen wir im Cast. Und auch noch ein bißchen was über unsere Staffelendgala im Dezember.

Alles klar fürs Hörertreffen

Hosianna! Unsere Anrufe in diversen Gaststätten wurden erhört und dank der Restaurant-Empfehlungen unseres einheimischen Hörers Dominik konnten wir ein paar Tische reservieren und müssen in diesem Jahr nicht ziellos durch Kassel laufen. Wir treffen uns dann dort und freuen uns auf Dich! (Falls Du angemeldet bist 🙂 )

In der Dusche sieht Draal Deinen Aal

Also, es gibt so Folgen, die kann man nehmen, wie sie sind und einrahmen. Sucht man sowas bei manchen Serien vergeblich, trifft der Drehbuchgoldsucher bei Babylon 5 fast bei jedem Schlag mit der Dramatik-Hacke auf eine reich sprudelnde Quelle. Hing das Bild jetzt eigentlich schief? Egal. Würde man ein Best-Off von „Die Armee des Lichts“ zusammenschneiden müssen, landeten nicht viele Schnipsel auf dem digitalen Boden. Und der Shownotes-Autor ist normalerweise mit der Schere schnell bei der Hand. Aber beginnen wir am Anfang: Sheridan bekommt Besuch in seiner Dusche. Ein Hologramm kuschelt sich an seinen schnell übergeworfenen Bademantel. Der gute alte Draal hat jetzt lange genug an seiner großen Maschine rumgespielt. während er Delenn und Sheridan bei diversen (noch) getrennten Intimitäten beobachtete und sich für ein coming out entschieden. Er lädt die beiden zu sich auf den Planeten ein und eröffnet ihnen, dass es bald gewaltig bumsen wird im Universum, er aber hinter ihnen steht.
So, genug der kindischen Gags! Denn nach einem leichtherzigen Start, zeigt die Episode nun, wo der Centauri seinen Most holt. Mollari und Refa schmieden einige Ränkelspiele. Refa hat einen Plan: Er hat nämlich ausbaldowert, dass die Narn einen Großangriff starten und ihre Heimatwelt (über deren Namen zwei andere Herren im Cast ein wenig ins philosophieren kommen) ziemlich ungeschützt zurück lassen.
Londo soll seine schattenhafte Kontakte spielen lassen, die sich derweil um das letzte Aufgebot der Narn kümmern soll.
Der Plan geht auf, die Schatten machen kurzen Prozeß mit dem Volkssturm der Fleckengesichter, während die Centauri die Narn zurück in die Steinzeit bomben. Und das wortwörtlich. Denn was kümmert den Centauri die universumsweite Ächtung von Massebeschleunigern (die ein paar Folgen vorher schonmal kurz erwähnt wurden, als die Narn selbige auf Centauri-Schiffen vermuteten, SO geht subtiler Story-Arc, liebe Drehbuchautoren der Jetztzeit!) wenn sie doch so prima dabei helfen, den Planeten in Nullkommanix zu erobern? Was wiederum zu einer der ikonischsten Szenen der Serie führ: Mollari, der angewidert die Folgen seines Handelns mit ansehen muss
Aber die Gewissensbisse dauern nicht lange, denn zurück auf der Station läßt der gute den Machtmenschencentauri raushängen und NichtmehrBotschafter G’Kar aus dem Ratssaal werfen. Was dieser mit einer nicht minder ikonischen Rede über Freiheit quittiert.

Wie gesagt: Man könnte JEDE Szene dieser Folge nehmen und einrahmen. Weil sie so toll sind. Und übrigens auch toll geschnitten. Wie der betende G’Kar immer wieder in die vernichtende Schlacht zwischen Schatten und Narn geschnitten wird und am Ende die Kerze auslöscht. DAS ist groß-ar-tig inszentiert und geschnitten und seiner Zeit um Jahre voraus. Diese Folge gibt so dermaßen Gas, dass sich andere Serienmacher mehr als eine Scheibe abschneiden könnte und noch genug Material da wäre, um jede Voyager-Folge in den Schatten (höhö) zu stellen. Springen wir doch mal zum Vergleich in den Delta-Quadranten: Knapp zwei Wochen nach dieser Folge lief bei Voyager „Rätselhafte Visionen“ – irgendwelches Holodeck-Gedöns und Verhandlungen mit einer Rasse, die man nie vorher gesehen hat und von der man hinterher nie mehr was hören wird. Da möchte man am liebsten mit der Faust auf die FastForward-Taste einschlagen. Vor allen Dingen zeigt Babylon 5 anderen Serien der 90ger wieder mal: Handlungen haben Konsequenzen!

Wenn es eine Folge gibt, die man Leuten zeigen sollte, um zu verdeutlichen, wie großartig geschrieben und umgesetzt Babylon 5 ist, dann diese. Nur, weil wir wissen, was noch kommt, verkneifen wir uns die Höchstwertung und vergeben eisenharte

5 von 6 Centauripenissen

Lyta + Krankenstation = Overacting

Lyta ist wieder da! Wir erinnern uns: Die rotharige Telepathentante, die in Stöckelschuhen und Pornomantel im Pilotfilm größtenteils als Expositions-Krücke herumgestakst ist. Und die nicht nur Dr Kyles medizinische Plexiglasstange zu einer beliebten Redewendung in diesem Podcast gemacht hat, sondern auch Overacting in der Krankenstation salonfähig.

Aber Lyta kommt nicht nur auf die Station um uns von ihrer eingeschränkten Schauspielkunst zu unterzeugen. Nein, sie bringt auch eine wichtige Information mit: Einer im Kommandostab ist ein Schläfer und arbeitet ohne es zu wissen, eigentlich für das Psi-Corps. Alle Augen und Kameras schwenken überaus subtil zu Susan
Meine Herren! (und Damen!) Wenn es in den 90gern schon sowas wie twitter oder hashtags gegeben hätte, JMS hätte sich das #superschwellig mehr als redlich verdient. Denn wir werden so dermaßen nicht nur mit der Nase, sondern mit dem kompletten Gesicht drauf gestoßen, dass Ivanova der Schläfer sein MUSS. Denn warum sonst, würde sie sich so vehement weigern, das telepatische Passwort gesendet zu bekommen? Soll sie sich mal ein Beispiel an Garibalidi nehmen, der nicht nur – als Einziger(!) – daran denkt, vorher seine Waffe abzugeben, sondern seine Kollegen gleich darauf auch noch so richtig schön trollt.
So entfährt uns auch nur ein müde gelächeltes „Tja“, als die Gute sich dann am Ende doch bereit erklärt und – welch eine Überraschung – doch nicht die Gesuchte Schläferin ist.
Apropos Schläferin. Susan schläft am liebsten im blauen Sateng-Schlafanzug. Und nicht allein. Talia hatte eine feuchte Wohnung (wer hat da „Keller!“ gerufen?) und darf deshalb bei Susan pennen. Und vermutlich auch mit ihr. Tim und Sascha gehen jedenfalls beide davon aus, dass die beiden in Susans Bett mindestens eine erotische Kissenschlacht gemacht haben.
Davon kann Lyta nur träumen…Richtig. Da war ja noch die Handlung um Lyta. Die kommt zu einem traurigen Höhepunkt (höhö) als

1) Talia ungefragt und grundlos in eine geschlossene Sitzung des Führungsstabes platzt
2) Lyta ungefragt und grundlos das telepathische Passwort an Talia schickt

Diese flippt darauf hin total aus und stellt sich als die lang gesuchte Schläferin heraus. Die Ihrer Liebhaberin nun noch ein paar Schimpfworte an den Kopf hauen darf.

Damit endet die sehr kurze Romanze von Susan und Talia, die so viele Fanficktion-Schreiberinnen zu (geistigen) Ergüssen verleitet hat.

Alles in Allem auf jeden Fall eine Folge, die sich ins kollektive Gedächtnis (vor allem der männlichen Zuschauer) gebrannt hat. Auch wenn, oder vielleicht grade weil, die Beziehung zwischen Susan und Talia nicht so gezeigt wurde, wie es heute der Fall sein würde. Hey, wir sind hier immerhin in den 90gern und nicht auf HBO!

Die Idee, dass das PsiCorps einen Schläfer in sämtliche Führungspositionen der Erdallianz eingeschleust hat, ist überzeugend und zeugt von einem durchdachten Storytelling, das abseits des Epsilon-Sektors wiederum in den 90gern nur mit der Lupe zu finden war. Schön ist auch, wie Handlungen aus der Vergangenheit (Und Zukunft!) sehr beiläufig in die aktuelle eingewoben wurden. Und die Regie ist alle erste Sahne. Einziges Schmanko: Der drehbuchschreiberische Ejakulatio postcox, mit dem die vermeindliche Enttarnung Susans so sehr in die Länge gezogen wird, wie die Silben in einem Satz von Dr Cox. Auf jeden Fall eine überdurschnittliche Wertung und wir vergeben mal mehr und mal weniger hormongesteuert:

4 von 6 Penissen

Hier liegen Sie richtig

Denn vom grauen Rat lernen heißt liegen lernen. Weil Raphael gerade gesundheitlich ziemlich ans Bett gefesselt ist, hat sich Sascha zu gemeinsamen Fesselspielchen eingeladen. Nein, aus Solidarität hat sich auch Sascha in die Horizontale begeben.

Da liegen die beiden nun, denn es liegt ihnen etwas auf dem Herzen. Nämlich diverses Zeuch, was sich in den letzten Wochen und Monaten angesammelt hat. Dich erwartet also hier eine kleine Hausmeisterei-Folge. Mit Infos zu unserem Hörertreffen in Kassel.

Das findet am 28.10. um 19.30 statt.

Damit wir wissen, wo wir für wie viele Leute reservieren müssen, denke dran, Dich anzumelden.

Und jetzt entspannt zurückkgelehnt, es geht los!

Triff den Rat 2017

Wir würden uns gerne mit Dir Treffen. Und zwar Ende Oktober in Kassel. Nach unserem grandiösen Hörertreffen anno 2016 wollen wir eine Neuauflage starten. Und Du triffst dort nicht nur uns, sondern auch Vertreter der anderen tollen Podcasts den Podcastimperiums: Nerd und Krempel Film- und Serienrepublik Fleischentzug Und einen supergeheimen Cast, der noch für einen … Read moreTriff den Rat 2017