Halsgeburt auf dem Albtraumschiff

Da will man nur mal eine Runde um den Block fliegen und zack! wird man von Außerirdischen entführt. Das kennt man ja. Und warum soll es unserem Captain NichtSinclair da besser gehen. Wie sein Vorgänger will er auch lieber mal selbst ins All als das dem eigentlich dafür ausgebildeten Fachpersonal zu überlassen. Das ist nämlich dazu da, um im Einsatz zu sterben. Tja, das hat Sheridan nun davon. Erst kriegt er einen und nun liegt er da. Sieht total billig aus auf dem Alienschiff, aber was will man machen, wenn 50% des 25€-Budgets schon für ein schlecht animiertes CGI-Folterinstrument draufgegangen sind? Da bleibt halt nur der Gang in den Baumarkt: N bißchen Abdeckfolie, grüne Farbe und Pappmaschee, hat ja bei Doctor Who früher auch funktioniert.
Am Drehbuch hat JMS auch gespart und selbst Hand angelegt, allerdings eher einen flinken Finger, denn die Story auf dem Schiff ist mehr als dürftig und auch etwas unlogisch: Unser Captain muss nämlich gegen implantatgepimpte Drazi und Narn kämpfen, während er selber noch er selber ist.
Und während der Drazi nach dem Kampf (und dem Sturz in die eigenen Metallstange) sich in wohlgefallen auflöst, bleibt der (noch) namenlose Narn lange genug im Raum liegen, um gemeinsam mit dem Captain Fluchtpläne schmieden zu können. Und er weiß auch genau, dass sich hinter der merkwürdig orange leuchtenden Wandpoperze eine Rettungskapsel befinden muss. Warum? Weils im Drehbuch stand

Dem ungleichen Paar gelingt also die Flucht, während die anderen unfreiwilligen Passagiere einem entwas zu wörtlich genommenen Befehl zum Opfer fallen: Die Entführer nehmen das „Lasst sofort die Gefangenen frei!“ nämlich etwas zu wörtlich:

Das ist quasi das I-Tüpfelchen auf einem furchtbar miesen Tag, den Delenn hatte. Erst muss sie beim Chef antreten, wird ihren Posten im grauen Rat los und dann auch noch entdecken, dass die Kriegerkaste die Mehrheit im Rat an sich genommen hat. Wenigsten den Posten als Botschafterin hat sie behalten.

Aber auch dunkelheit kann lichte Momente bringen. Denn während unser Captain mehr oder weniger friedlich auf dem Alienschiff dahindämmert nimmt er uns mit in einen Traum, der sich später doch als wahrer entpuppt als wir dachten.

War sonst noch was? Ja! Der alte Vorgesetzte von Sheridan kommt auf die Station und wundert sich, weil der Captain sonst immer pünklich ist. Jawoll! Immerhin hat General Hague einiges mit Sheridan zu besprechen. Der betrügt die Erdzentrale nämlich nicht nur bei der Miete zu seinem Quartier sondern betätigt sich auch als Maulwurf für einen Verschwörerkreis innerhalb der Erdallianz. Aber Schluß mit Heimlichtuerei. In gemütlicher Abendgarderobe schenkt er seinem Führrungsstab jetzt endlich reinen Wein ein.

Zusammenfassend läßt sich sagen: Die Folge hält einige Überraschungen bereit. War Sascha doch nur die bräsige Entführungshandlung in Erinnerung geblieben. Dabei hat die Episode tatsächlich viel mehr zu bieten: Die Verschwörung in der Erdallianz, die wechselnden Machtverhaltnisse im grauen Rat und die modischsten Freizeit-Klamotten, die wir bis jetzt überhaupt auf Babylon 5 gesehen haben.

Das entlockt uns 3 von 6 Penissen.

Untervögelt und unterwältigend

Uuuhhh…diese Folge könnte zu kontroversen Diskussionen führen. Hat sie doch – grade in den US of A eine recht gute Wertung eingefahren und zählt sogar zu den Lieblingsepisoden unserer Kollegen von Creamspeak. In der Erinnerung war die Folge auch ganz gut. Im Rewatch allerdings…eher nicht.
Fangen wir wieder mal mit dem Hauptproblem an. Hm…ist es die Handlung oder die Abziehbilder von Charakteren? Egal, ist ja auch irgendwie alles miteinander verknüpft. Jedenfalls kommt ein Haufen Truppen auf die Station.
Stellvertretend für die 25 TAUSEND(!) Soldaten lernen wir vier ausgewählte Exemplare kennen: Der Drillsargent, der Newbie, der Nazi, der große Coole und die notgeile Alte (von uns liebevoll „Ripley für Arme“ genannt.

Alex:
„Jeder einzelne von denen ist ein wandelndes Stereotyp“

Angeführt wird der uninteressante Haufen von einem General Franklin (der von uns konsequenterweise zum Admiral wird. Einfach, weil wirs können). Und (vermutlich nur weil er schwarz ist!) schließt unser Captain Sheridan, Chirurgenmesserscharf, dass der Typ mit seinem Stationsarzt verwandt sein mus.
Mit dem Sohnemann wird Saft getrunken und uns gefühlt stundenlang das verkorkste Vater-Sohn-Verhältnis aufs Brot geschmiert
Aber warum eigentlich das Ganze, fragst Du Dich jetzt sicherlich, genauso wie wir auch. Nun, der General braucht Sheridans Hilfe bei einer Partie Siedler von Matok oder so ähnlich.
Also muss die ganze Truppe auch relativ schnell wieder runter von der Station, um in den sicheren Tod geschickt zu werden. Nicht, ohne vorher – eben weil es ins Klischee passt – noch ein bißchen die diversen Bars zu zerlegen.
Ripley für Arme baut sich beim Hau den Nazi ihre sexuellen Frustrationen ab, denn eigentlich lag sie ja schon bei Garibaldi im Bett. Bis der – sozusagen kurz vorm Reinstecken – einen Rückzieher macht und lieber über seine Exfrau reden will. Wow, geiler move, alter!
Wir wollen nicht zuviel verraten, aber Garibaldi bekommt so schnell keine zweite Gelegenheit, denn unsere wackere Soldatin hat am Ende der Folge ein dekoratives Loch im Schädel. So wie jeder andere Soldat auch, der uns hier auf Krampf ans Herz wachsen sollte. Was eigentlich auch klar gewesen wäre, ohne die Leichen nochmal plakativ mit der Kamera abzufahren. Das ist selbst uns zu superschwellig. Aber immerhin, Papa Franklin hats überlebt.

So. Was ist die Moral von der Geschicht? Diese Folge passt uns nicht. Ein sicheres Zeichen sollte sein, dass Alex(!) die kürzeste Inhaltsangabe in der Geschichte des grauen Rates abliefert. Am Ende bleiben nicht nur Garibaldi und seine notgeile Schnitte unbefriedigt zurück, sondern auch unsere PodcasterInnen. Sie können beim Griff in die Hose nur mit Mühe und Not überhaupt etwas packen und geben

Das wäre noch schlechter als TKO und das muss man erstmal schaffen. Wir freuen uns auf Deine Meinung zu Folge, haben wir irgendwas nicht verstanden oder sind wir nur herzlose verbitterte Menschen, denen Vater-Sohn-Gespräche und der Tod von 10tausenden Soldaten egal sind? Wir freuen uns auf Kommentare.

Ein Vorlone wirft Schatten

Die gute Nachricht zuerst:

Mary: „Rein sicherheitstechnisch ist irgendwie alles in dieser Folge smooth gelaufen!“

Unser Lieblingssicherheitschef zeigt sich erstaunlich kompetent in dieser Folge (und das war nicht ironisch gemeint!) und merkt bereits nach wenigen 10 Minuten, dass da dauernd so ein merkwürdiger Typ hinter ihm herläuft. Stellt sich heraus: Er hat eine Botschaft von seinem alten Chef.
Sinclair hat nicht nur die Haare schön und seinen Job als Botschafter, sondern ist auch Chef einer geheimen Untergrundarmee, der Ranger. Von denen werden wir bestimmt nie wieder hören *husthust* Neben vielen freundlichen hat der gute Nicht-Sheridan auch ein paar mahnende Worte für Michael: Da ist was faul im Staate Centaur!

Das Oberhaupt ebenjenes Staates ist alles andere als faul und begibt sich auf seine letzte Reise. Nämlich nach Babylon 5. Um unter anderem beim gemeinsamen Sternegucken ein paar Kalendersprüche mit Sheridan auszutauschen
Es wird in diesen Dialogen jedenfalls eine Menge intrigiert. Denn der alte und weise Imperator ist zwar weise, aber eben auch alt und deshalb will eigentlich jeder Centauri Imperator werden anstelle des Imperators. Und so schmieden auch Londo und Refa das Eisen, solange es da ist.
G’Kar dagegen ist ein bißchen aufgebracht (hier Raphael denken: „Ein bißchen??“) Und würde statt zu integriereren dem Imperator am liebsten ganz praktisch die Schnittmenge erklären. Mit hilfe eines formschönen Messers. Doch der Alte besitzt die Frechheit, vor dem geplanten Attentat einfach von selbst umzufallen. Immerhin bekommt er noch Besuch von einem Vorlonen und die Gelegenheit, G’Kar um Verzeihung für alle Greueltaten zu bitten, die die Centauri den Narn angetan haben. Apropos angetan: G’Kar ist davon so geflashed, dass er gleich mal mit seinem Erzfeind einen trinken geht und Londo eröffnet, dass nach all den Jahren der Feindschaft endlich Frieden möglich sei. Woraufhin Londo sein Drink im Hals stecken bleibt.
Londo hat nämlich kurz zuvor einen Anruf bei Mr Morden getätigt, dessen schattige Freunde wiederum einen Angriff tätigen. Bei dem nur wenige zehntausend Narn sterben. Für G’kar bricht zuerst eine Welt zusammen und dann er selbst.
Sogar der zauselige Centauri Zar gibt – nachdem der Londo und Refa noch ein wenig verflucht hat – vor Gram den Löffel ab und Refa sorgt für ein paar unfreiwillg geräumte Regierungsposten auf der Heimatwelt. Am Ende stehen alle vor einem riesigen Scherbenhaufen – mit Ansage

Alex: „Man denkt sich als Zuschauer die ganze Zeit: Oh scheiße, oh scheiße, oh scheiße…“

Nach einem eher behäbigen Start gibt Staffel 2 jetzt also offenbar ein wenig Gas, was sich auch in den Wertungen unserer wackeren Wortakrobaten widerspiegelt. Sie würden eigentlich gerne schon was im 5-Penisbereich vergeben, aber ganz knapp sind es

4,5 von 6 Penissen

geworden.

War sonst noch was? Ach ja: Du kannst quasi live on Tape die Entstehung des ersten deutschen Xena-Podcastes mitverfolgen!

Wer Liegen klaut, schmuggelt auch Telepathen

Wir hoffen, Du hast Deinen Aluhut aufgesetzt, denn SIE wollen Deine Gedanken lesen. Die Men in Black des B5-Universums.

Tim: „Das lässt doch schon hoffen, dass es hier wieder mal so richtig schön nazimäßig zur Sache geht!“

Und die Erwartungen des guten Tim werden erfüllt, denn der gute Bester steht auf der einen Seite einer Truppe auf der anderen Seite gegenüber, die dermaßen etnisch bunt gemischt ist, dass sie glatt den feuchten Besetzungsträumen von Rick Berman für die Voyager-Neuauflage entsprungen sein könnte. Dummerweise sind die „Charaktere“ auch genauso interessant, wie die meisten Cast-Mitglieder von Voyager.
Und warum das ganze? weil sie vorm Psi-Corps geflohen und von Dr Franlin (der offenbar mit Inventarklauen und einer illegalen Praxis noch nicht ausgelastet ist) auf die Station geschmuggelt worden sind. Aus den unterschiedlichsten Gründen, die sie der guten Talia nach einem mißglückten Attentat auf bester eher lau als warm aufs Brot schmieren.
Aber am Ende können sie durch pures Händchenhalten den trotteligen Telepathen trollen. Das Ganze funktioniert allerdings nur, dank einer Geheimwaffe. Wir erinnern uns: Bevor Jason Eisenhart in ein unechtes hellhäutiges CGI-Wesen aus einem Eso-Werbespot mutierte, schenkte er der guten Talia ein Levelup: Unter anderem kann sie Münzen in Wände schießen: Man könnte auch sagen: Talia hat viel Geld in die Wohnung gesteckt.
BADAM Tsss!
Ja, und damit haben wir ungefähr auf das humoristische Niveau von Sheridan in dieser Episode erreicht

Alex: „Dann packt Captain Asmussen noch seine Kalauer aus!“

Dabei hat er allen Grund, sauer zu sein: Die Erdregierung hat nämlich festgestellt, dass Ivanova und Sheridan 7m² mehr in Anspruch nehmen, als ihnen zusteht und setzt ihnen die PPG auf die Brust: Entweder Miete zahlen oder sie fliegen aus ihren Quartieren. Aber Sheridan macht das beste draus und vertreibt die Trübe Stimmung mit ein paar Witzchen auf unterstem Niveau. Ivanova dagegen ist nach diversen gemeinsam durchgelachten Nächten im Büro ihres Chefes einfach nur noch platt. Aber, hey, plötzlich steht die Stationstelepathin mit Sekt und zwei Gläsern im Türrahmen. Da wird auch die müdeste Russin wieder munter und die beiden verschwinden in einer vielsagenden Unschärfe.
Wenn da mal keine sexuelle Spannung in der Luft liegt….apropos: Unsere rackeren Caster greifen mit Freude in die Hose und ziehen

4 von 6 Penissen

Feuchte Hose und feuchte Augen

Unser virtueller Büroschreibtisch sah ungefähr so aus: Unzählige Berge von unbeantworteter HörerInnenpost, Einspieler, Autogrammkarten, die an den Mann (oder gar Frau?) gebracht werden wollten und vieles mehr, was uns noch auf dem Herzen lag. Also fassten wir uns ein Herz und griffen zum Besen, um eine unserer beliebten(?) Hausmeisterfolgen abzuliefern.
Und das wieder live. Und das live on Tape ohne Schnitt und Tadel gibt es jetzt im feed. Vorher möchten wir aber noch auf unsere Fotowand hinweisen, die gerne bestückt werden darf.

Drei Männer für ein Haarleluja

Heute hat Londo gleich doppelten Grund, zu feiern:
Zum einen naht der Jubeltag seines Aufstiegs. Wir wissen nicht, was genau das zu bedeuten hat, aber das ist egal. Der Imperator persönlich hat unserem aufstrebenden Centauri ein Geschenk gemacht. Er darf sich von einer seiner drei Frauen trennen.
Aber es zeigt sich: Man ignoriert Frauen nicht ungestraft und droht ihnen erst recht nicht mit Scheidung. Das war – neben den Giftpfeilen – wohl das letzte, was Londo durch den Kopf ging. Da liegt er nun auf der Krankenstation und wird nur dank der ollen Zippe gerettet, die er aus Dankbarkeit gleich behält, obwohl er gar nicht weiß, dass sie ihn gerettet hat. Aber bei ihr weiß er eben, was er hat. Und wenn es nur Antipathie ist.
Kommen wir zu der nicht ganz so amüsanten Nebenhandlung: Wieder mal kommt ein Typ vorbei, der mal was mit Talia hatte (die Dame scheint – ausser Garibaldi – offenbar nichts anbrennen zu lassen) und vorgibt, auch mit dem Psi-Corps Schluß gemacht zu haben. Ums kurz zu machen: Stimmt nicht, statt dessen ist er Telepath 2.0 und will mit Talia eine neue Superrasse züchten. Doch er wird gestoppt dank Garibaldis genialer Ermittlungsarbeit und dessen Faust im Gesicht.
War sonst noch was? Achja, eine Botschafterin steckt in einem furchtbaren Delenna: Weltraum-Spliss!
Das wäre jetzt die optimale Folge gewesen, um unsere nackte Frauenbeauftragte mit ins Boot zu holen. Statt dessen gibts die volle Ladung Testosteron im Herren-Dreierpack mit entsprechenden Sprüchen. So ist ein abschließender Schwanzvergleich quasi unvermeidlich und ergibt
4 von 6 Penissen

Freibier für den Mars

Wenn Mars-Tanten in knappen Röcken und Lila Strumpfhosen auf tot geklaubte Cyber-Zombies treffen, dann sind wir offenbar am Anfang der zweiten Staffel von Babylon 5. Und die macht keine halben Sachen. Denn nicht ohne Grund kommt es uns vor, als hätten wir schon die halbe Folge besprochen, bevor der Vorspann über den heimischen 78Zoll Full-extreme-HD Fernseher flimmert. Das dürfte die längste Pre-Vorspannsequenz der Seriengeschichte sein.

Mary: „Ist Euch aufgefallen, dass es keine richtige Nebenhandlung gibt?“
Raphael: „Ich glaube, es gibt EINE große Nebenhandlung…“

Tja, sind wir immer noch nicht schlauer. Also versuchen wirs in Kurzform: Ein knorriger Japaner kommt auf die Station und versucht der Enkelin von John Carter einen Vertrag aufzuschwatzen, der den Mars mobil machen soll. Talia ist eine alte Freundin des Geschäftsmannes und betreut die Gespräche.

Viel älter wird der alte Japaner auch nicht mehr, denn laut „Freiheit für den Mars!“ schreiend drückt ihm ein Typ ungefragt nicht nur seine Meinung auf

Stellt sich heraus: Der Typ war früher Mal beim Mars-Widerstand und ist jetzt tot. Also zumindest offiziell. Und tatsächlich. Sheridan läuft ein kalter Schauer über den Rücken, weil er ahnt: Das stecken finstere Gestalten hinter, die nicht nur Leichen aus dem Grab sondern ein längst totgeglaubten Cyber-Zombie Projekt aus der Versenkung geholt haben.

Dann passiert das Übliche: Garibaldi schafft es weder, die Verdächtige zu überwachen noch Talia zu beschützen, es gibt einiges belangloses Gelaber und overacting vom Bösewicht, der mit allem gerechnet hat, aber nicht damit, dass eine Telepathin seine Programmierung beeinflussen und seine alte Persönlichkeit wieder zum Vorschein bringen könnte.

Am Ende ist der Attetäter tot und der Mars immer noch nicht frei.

Achja: Und wir erfahren etwas von einer geheimen Organisation in der SternenflotteErdallianz, von der wir (aus Copyrightgründen) nie wieder etwas hören werden.

Von uns hört man allerhöchstens ein müdes Gähnen, denn diese Folge lockt uns nicht hinter dem Fusionsreaktor hervor. Und unsere Hörenden auch nicht, wie die wahnsinnige Beteiligung an unserem ersten Zuhörervoting belegt. Und so vergeben wir unterdurchschnittliche

2 von 6 Penisse

Frostige Frauen eiskalt angegraben

Jaja, der fesche Doctor Franklin läßt nix anbrennen. Jedenfalls nix, was Brüste hat, auch wenn sie in Form von Eisbergen daher kommen. Denn aus den Tiefen des kalten Weltalls nähert sich ein Schläferschiff, die Copernikus. Zum Glück für unseren notgeilen Medizinmann hat der männliche der Passagiere die Passage nicht ganz so gut überstanden: Freund Schrumpelkopf fehlen sämtliche Organe. Gut für ihn, denn Franklins Verhalten der jetzt Ex-Frau des Toten gegenüber geht uns ganz schön an die Nieren.
Zugeben, die Gelegenheit war günstig die aufgetaute Angetraute alles andere als angegraut: 100 Jahre Kälteschlaf, die Frisur hält und Mariah sieht aus wie frisch aus dem Ei gepellt. Doch grade, als Franklin die Alte grade fast schon rum hat, macht er einen Rückzieher und faselt irgendwas von „nicht angemessen“. Dieser Meinung ist Sheridan allerdings auch und bläst dem guten Doctor mal gewaltig den Marsch.
Und auch unser Gaststar der Woche ist entsetzt:
Dwight Schulz macht das, was er am besten kann: Einen etwas bekloppten aber sympathischen Typen spielen. Amis hatte während des Krieges auf einer einsamen Mondbasis gegen einen mysteriösen unsichtbaren Fein gekämpft, der sich monatelang von ihm ernährt hat und jetzt immer noch eine Seelenverwandschaft zu ihm pflegt. Eine Story, die Garibaldi genauso so fast täglich hört. Und deshalb als einziger den „Das Ende ist nah!“ Rufen des kraushaarigen Irren auf dem Zoccalo glauben schenkt. Garibaldi schafft es nicht nur, dass die Führungscrew der Station die Geschichte mit dem unsichtbaren Monster, das durch Wände gehen kann glaubt, sondern im Anschluss greifen alle zur zufällig herumliegenden Waffe und begeben sich auf die Jagd.
Am Ende Monster tot, Amis lebt, Franklin bekommt nicht die Frau, sondern von selbiger den verdienten Korb. Und wir erfahren, dass die Copernikus vom schattenhaften Alien in Richtung Z’ha’dum gelenkt wurde.
Bleibt am Ende festzuhalten, dass das eine Folge mit Schatten (höhö) und relativ viel Licht war. Was auch immer Herr Frost genommen hat, als er die Handlung um Mariah und Franklin schrieb, wir wollen es nicht. Der Rest ist zwar eigentlich belanglos, aber ausgesprochen gut inszeniert. Kamerafahrten und Einstellungen, von denen ein Richard Compton nicht mal zu träumen gewagt hätte. Da merkt man das eiskalte (frostige?) Händchen von Autor und Regisseur, die beide dem Horror- und Supense-Genre ausgesprochen nahe stehen. Und da Herr Frost auch noch der Sippe angehört, die eine ihrer Lieblingsserien verantwortet hat, geht der der Griff in die Hose nicht ins Vakuum. sondern wir vergeben

4 von 6 Penissen

Zum Schluß noch ein Hinweis in eigener Sache: Heute abend (also wenn diese Folge rauskommt) wollen wir live „Freibier für den Mars“ besprechen und freuen uns auf Deine Kommentare und Unterstützung im Chat. Wo? Auf unserem Mixlr-Kanal: http://mixlr.com/grauerrat/

Im Hyperraum hört Dich niemand stöhnen

Zum Glück. Denn gestöhnt wurde viel bei der Aufnahme. Und zwar nicht vor Lust, sondern eher vor Frust.
Gregor: „Das ist alles so beliebig“
Sascha: „Ja, in der Tat“
Tim: „Wir sind schon direkt richtig positiv, nicht?“
Aber der größte Stinker dieser Folge ist wohl eindeutig „Stinky“, oder wie Sascha ihn gerne nennt: „Tim Curry für ganz Arme“ Denn ähnlich wie sein großes Vorbild trägt Stinky ein permanentes debiles Grinsen spazieren, im Gegensatz zu seinem großen Vorbild allerdings egal ob es zu Situation passt oder nicht. Was in manchen Szenen zu einem Grinswettbewerb zwischen den beiden Captains ausartet
Also machen wir die Sache kurz und schmerzlos: Stinky ist ein „alter“ Mentor von Sheridan und kommt auf die Station um Proviant zu tanken und Sheridan ein schlechtes Gewissen zu machen. Denn die echten Abenteuer, die erlebt man ja nur „da draussen“ und unser Captain Nichtsinclair (hehe) ist eben nicht Sinclair und nicht zum Sesselpuper geboren. Der Angesprochene bekommt daraufhin Selbstzweifel und läßt seinen sonst so ordentlichen Schreibtisch regelrecht verlottern. Schlümm!
Nachdem er also lange genug auf der Station rumgenervt hat, macht er sich auf den Weg in den Hyperraum. Weil…deshalb. Und dann explodiert der Antrieb. Weil….Technobabbel. Und die Cortez droht im Hyperraum verloren zu gehen. Weil…is so.
Sheridan kann dann doch noch erst den Tag und dann seinen Freund retten, aber leider nicht das Leben des Quotenschwarzen, dessen baldiger Tod nach drei Zeilen Dialog extrem offensichtlich ins Gesicht geschrieben war…
Am Ende hat Sheridan seinen Seelenfrieden gefunden und offenbar auch den Papierkorb in seinem Büro und sein Schreibtisch ist plakativ aufgeräumt. Was uns auch gleich nochmal verbal um die Ohren gehauen wird, damit es auch der Zuschauer kapiert, der zwischenzeitlich mal weggenickt ist.
Ungefähr ebenso subtil wird die Frage in den Raum geworfen, ob da irgendwas im Hyperraum existiert. Spoiler: Ja!
War sonst noch was: Achja, in einer „lustigen“ Nebenhandlung verordnet Doctor Franklin dem Führungsstab eine Diät.
Am Ende können wir froh sein, beim Griff in die Hose nicht vollends mit leeren Händen dazustehen und vergeben – mit viel gutem Willen! –

1,5 von 6 Penisse

Technoparty auf der Drasi Pride Parade

Der Gute Vir wird auf eine Mission geschickt, um das politische Ansehen seines MeisArbeitgebers zu verbessern. Und – so blöd das auch klingt: Es geht um ein gemeinsames Foto mit einem Techomagier

Aber warum das Ganze? Nun, um Londos Ansehen bei Hofe zu stärken. Der alte Imperator ist nämlich alles andere als stark und und vor allem alt. Lord Refa schmiedet mit Londo (der gerade auf dem Frisörstuhl sitzt) gemein(sam)e Pläne, um Imperator zu werden statt dem Imperator. Also ein Putschversuch unter der Trockenhaube, irgendwie ganz wie im echten Leben

Technomagier Eldric ist von dem Plan weniger begeistert und noch weniger davon, dass Londo selbst zu billigen Taschenspielertricks greift, um an das begehrte Foto zu gelangen. Ein Traum der ebenso schnell platzt wie das totaaaaaal unauffällig positionierte „versteckte“ Aufnahmegerät des Botschafters.

Am Ende gibts eine Entschuldigung von dem einen und eine Prophezeiung von dem anderen, bevor die Technomagier auf ein anderes Örtchen verschwinden.

In einer weiteren Nebenhandlung wird Ivanova zwischen Tür und O-Saft mit Muzeln (*wurgs*) zum Commander befördert. Weil Sheridan offenbar lieber in Ruhe in seinem Büro Saft trinken will, statt irgendwelche Arbeit zu erledigen, muss sich Susan um ein diplomatisches Problem kümmern. Aber kein Problem: Diplomatie ist Susans zweiter Vorname und was soll da schon schief gehen. Na dann: Hals und Beinbruch!

Bei den Drasi ist nämlich Wahlkampf. Und sie belassen es nicht – wie die Menschen – mit verbalen Schlammschlachten, sondern da fliegen schonmal die Fäuste und die Träger der gegnerischen Farbe in die Luftschleuse. Mann, da hat sich Ivanova ganz schön in eine Sackgasse manövriert, aber zum Glück hat Garibaldi gerade ganz schöne (berechtigte) Selbstzweifel Als aufringlicher Verkäufer findet er nicht nur Susan, sondern auch den Sinn seines Lebens wieder. Dieser lose Faden aus Staffel 1 wäre damit auch abgehakt. Nur unwesentlich langsamer, wie eine Lösung im Drasi-Konflikt gefunden wird.

Alles in allem eigentlich eine ziemlich belanglose Folge, aber un-glaub-lich schön gemacht. Mit netten Kamera-Einstellungen, Regie-Einfällen und vor allem jeder Menge Humor. Das läßt fast darüber wegsehen, dass dies hier der Ursprung der unsäglichen green-purple-memes in diversen Babylon 5 Gruppen ist.

Die Folge hinterläßt drei äußerst zufriedene Podcaster, die unisono

5 von 6 Centauripenissen

vergeben. Super!