Viel Rauch um Tim

Der Raucherbalkon hatte wieder mal zur „Night of the pods“ gerufen, die eigentlich eher ein „Nachmittag of the pods“ war. Und weil kurzfristig ein Sendefenster frei geworden war, sind wir todesmutig in die Bresche gesprungen. Wir, das sind in dem Fall Tim und Gregor.
Die Beiden haben ordentlich Astra getrunken und die Werbetrommel für den grauen Rat gerührt. Die Jungs sind nicht nur vom Alkohol angeheitert wieder vom Balkon geklettert und vergeben für die Aktion
6 von 6 Penissen

Weltraumkrätze am Bindeglied

Heute ist kein Tag wie jeder andere. Denn der komplette graue Rat ist mit Aufnahmen beschäftigt. Während das Team purpur sich den nächsten beiden Episoden widmet, hat sich Team Grün fest vorgenommen, nach einem bereits gescheiterten Anlauf, endlich Folge 2 der zweiten Staffel zu besprechen. Doch auch das klingt einfacher als gedacht. Nicht nur, dass unsere nackte Frauenbeauftragte Mary gerade in Köln weilt, sondern sie ist per Smartphone aus einem mehr oder weniger fremden Schlafzimmer zugeschaltet. Wir präsentieren deshalb den Untertitel der heutigen Sendung:

„Die nacke Frauenbeauftrage macht es mit dem Smartphone“

So. Jetzt wo wir Deine Aufmerksamkeit habe, wollen wir die gleich mal auf die heutige Folge lenken. Denn die hat Gutes und Schlechtes zu bieten.

Sheridan mag zwar super gut aussehen und immer ein strahlend weißes Lächeln auf seinen Lippen spazieren tragen, aber er hat auch ein ganz schönes Päckchen zu tragen:
„Jonny“ Sheridans Schwester Lizzy (die wir nie wieder sehen werden) meckert aber nicht nur über Sheridans Figur, sondern generell sehr viel und geht nicht nur dem guten Captain, sondern auch den Podcastern auf den Sack. Auch wenn die Sache mit dem einmal vergessenen Liebesschwur und der Liebe, die keine Entfernung kennt, den kleinen Romantiker Raphael schon ein bißchen anspricht, bleibt am Ende nur festzustellen:

Raphael:
„Das hätte man auch in einem Satz sagen können: Meine Frau ist tot, ich bin traurig!“

So quälen wir uns ein wenig durch diesen Teil der Folge, die quasi im Schnelldurchlauf dem Neuen ein bißchen mehr Tiefgang verleihen soll. Und den Wechsel an der Stationsspitze etwas sanfter gestalten. Michael Garibaldi kann sich jedenfalls mit einem „Sinclair ist weg. Juten Tach, ich bin der Neue!“ nicht so recht anfreunden.

Und auch Delenn ist erwacht. Und zwar nicht nur aus dem Koma, sondern glatt aus dem Kokon. Und wir stellen fest: Die Veränderung hat ihr gut getan.

G’Kar muss sich um unreine Haut keine Gedanken mehr machen, sondern sich eher die Frage stellen, wie er sie in ihrer Gesamtheit rettet. Denn er war lange Zeit im All unterwegs, ist nur knapp dem Angriff einer mysterösen Macht entwischt und etpuppt sich ebenfalls. Nämlich als ziemlich interessanter Charakter. Deshalb hat er eigentlich die besten Szenen in dieser Folge.

Am Ende sind die losen Fäden der ersten Staffel zumindest ein bißchen entwirrter. Was uns mehr oder weniger zufrieden zurückläßt. Wir greifen in die Hose und zücken

4 von 6 Penissen

Keine Hose – kein Problem

Es kommt uns vor, als sei es erst gestern gewesen, dass wir das erste Mal das alte Mikro vom Speicher genommen, den Staub weggepustet und uns mit diesem Internet verbunden haben, um zum allerersten Mal über diese obskure SciFi-Serie aus den 90gern zu reden.
Nein, eigentlich kommt es uns wie eine Ewigkeit vor. Wenn man sich einfach mal anguckt, was wir in der Zeit alles gemacht haben:

35 Episoden
über 38,5 Stunden Unterhaltung pur (Eine Episode im Schnitt 66 Minuten)
3 Live-Sendungen
unzählige Posts bei Twitter und Facebook
Die Erfindung des Penfs
Ein denkwürdiges Hörertreffen in Kassel
9 Patrone bei Patreon (ein dickes dickes Danke!)
Ein Spitzenteam
Und die den besten Hörer der Welt!

Es ist eigentlich unglaublich, dass wir all das in nur einem Jahr geschafft haben sollen. Ja, der graue Rat hatte (fast am gleichen Tag wie die Serie) Geburtstag.

Und weil wir (dank unserer Patrone!) im Januar noch unser mixlr-Paket gebucht haben, dass es uns ermöglicht, 3 Stunden am Stück live zu senden und weil wir noch ein paar Einspieler gefunden haben, die gesendet werden wollten und weil wir kurz vor der Sendung noch einen 4seitigen Hörerinnenbrief bekommen haben dachten wir: Warum eigentlich nicht den Geburtstag live feiern? Höchstens vielleicht, weil Sascha arbeitstechnisch in Berlin weilt. Aber, davon lassen wir uns nicht aufhalten und es entstand das mobile Hotel-Podcast-Studio

Wirklich großartig ist das Geburtstagsgeschenk, das uns Ralf zur Verfügung gestellt hat: Eine Original-Autogrammkarte von Bruce Boxleitner! (*hibbel*) Und Du kannst sie haben. Ja, genau: DU! Was Du dafür tun kannst, das hörst Du im Laufe dieses Castes. Aber Du solltest Dich beeilen, die Anmeldefrist ist geradezu unmöglich zu halten .)

Da wir in dieser Sendung auf unsere nackte Frauenbeauftragte leider verzichten mussten, bleiben uns dämliche Männerwitzchen nicht erspart. Glücklicherweise gingen sie niemals unter die Gürtellinie, was daran lag, dass keiner der Beteiligten Podcaster Gürtel trugt, geschweige denn eine Hose.

Mit diesen Bildern im Kopf entlassen wir Dich nun in das Live on Tape unserer Geburtstagsgala!

Captain Grinsebacke im Wechselbart der Gefühle

Die letzte Folge hat uns ja ganz schön geflashed zurückgelassen. „Alles ist anders“ klingen uns die Worte von Cmdr Nicht-Sheridan noch in unseren Ohren und unser sympathisch-phlegmatisches Holzgesicht soll schnell recht behalten, als es „Einen Flug nach Minbar bitte!“ sagen kann. Und wer weiß, wie schnell Sinclair googelt, weiß auch, dass DAS ganz schön lange dauern kann. Jetzt isser jedenfalls weg (weg!) und wir sind wieder allein allein.
Aber wir haben nicht viel Zeit, dem alten Commander hinterherzuweinen, denn – wie das bei begehrten Posten so ist – sein Nachfolger steht schon bereit. Und mein Gott, ist DAS mal ein strahlender Held!
Obwohl Sheridan so jugendhaft und unschuldig wirkt, hat er es gewaltig hinter den Ohren. Hat er doch im Krieg gegen die Minbari gute Mine zum bösen Spiel und tote Minbari zum explodierenden Schiff gemacht. Zwar nicht besonders ehrenhaft, aber effektiv. Was Sheridan trotz seiner ansprechenden Optik bei den Minbari nicht gern gesehen macht. Deswegen ist auch Lenier am Anfang etwas zurückhaltend, bevor es dann plötzlich aus ihm heraussprudelt, warum der Krieg so schnell zu Ende war, warum Sinclair eine Gedächtnislücke hat und warum Minbari-Seelen seit 2000 Jahren Körperchen-Wechsel-Dich mit den Menschen spielen. DAS kam überraschend
Jedenfalls sind da einige Minbari noch mächtig gewaltig sauer auf Sheridan. Und vor allem wegen der Tatsache, dass der plötzlich das Kommando über eine diplomatische Mission hat. Die abtrünnigen Minbari suchen ohnehin grade einen Grund zum ehrenhaften Sterben und hoffen, drei Fliegen mit einer Klappe schlagen zu können. Tja, Pech nur, dass Sheridan nicht nur ausgesprochen gut aussieht, sondern im Gegensatz zu seinem Vorgänger extrem schnell schaltet und dann doch genau das macht, was Sinclair in so einer Situation gerne tut: Nichts.
Die Drecksarbeit übernimmt dann ein anderes Minbari-Schiff, wenn auch etwas widerstrebend. Am Ende ist also auf den ohnehin schon großen Scherbenhaufen noch ein bißchen Weltraumschrott dazu gekommen.

Sascha:
„Damit geht die erste Folge der 2. Staffel zu Ende und bringt tatsächlich
so gut wie keine Auflösung von Chrysalis.“
Mary:
„Das macht ja nichts, dafür haben wir jetzt Sheridan.“

Und da hat Mary verdammt nochmal Recht! Einfach mal so (aus inzwischen bekannten Gründen) den Hauptdarsteller auszuwechseln und den geplanten Handlungsbogen soweit zu dehnen, dass er nicht reißt, sondern im Gegenteil deutlich besser wird, als der ursprünglich geplante (und der war stellenweise schauderhaft) da heißt es: Hut ab!Wir halten ab jetzt jedenfalls unsere Hüte fest, denn obwohl nebenbei ein neuer Protagonist (oder zwei, wenn man den schleimigen Piloten mitzählt) eingeführt werden muss, schraubt die Serie kein bißchen an Tempo zurück. Im Gegenteil. Wir ahnen: Jetzt geht sie los die wilde Achterbahnfahrt.

Da wir den Meister der Penisse persönlich im Cast haben, greifen wir heute besonders gerne in die Hose und kommen auf eine Gesamtwertung von

4,5 von 6 Penissen

Superschwellige StaffelSchau

Der Graue Rat lud zur Staffel-End-Gala und die Babylon 5-Fans sind gekommen. In unserer Livesendung am 8. januar wollten wir zurückblicken auf die inzwischen fertig besprochenen Staffel 1. Dazu haben wir wiedermal weder Kosten (dank unserer Patrone können wir uns das mixlr-Plus-Paket gönnen) und Mühen (Die durchs Fenster vom ersten OG ins Erdgeschoss gezogenen Telefonkabel erinnerten an alte Modem-Zeiten) gescheut .
Ein Echo blieb dann dummerweise doch, dafür ging Gregor, dessen Rechner pünktlich nach dem Vorgespräch zum Sendestart die Hufe hochriss und nicht mehr zum Leben zu erwecken war. Doch dank toller technischer Tricks konnte er sich wenigstens kurzzeitig per Telefon dazuschalten.
Dank eines tollen Chats, vieler Einspieler und diverser Abschweife sind unterhaltsame knappe 2 Stunden zusammengekommen. Wir danken Euch für das ganze Feedback zu Staffel 1, freuen uns auf unseren ersten Castgeburtstag am 27. Januar (winkwink) und verweisen an dieser Stelle nochmal auf unsere Agenda 2017:

Erwähnt Babylon 5 und den grauen Rat in möglichst vielen Blogs, Artikeln und anderen Podcasts, go superschwellig! 🙂

Und bleibt uns treu für Staffel zweu..äh..zwei. Und jetzt viel Spaß mit dem ungeschnittenen Mitschnitt unserer Staffel-End-Gala

…und seine Waffe war noch kalt

Leute, heute wirds besinnlich! Denn pünktlich zum Weihnachtsfest präsentiert uns JMS den wohl unromantischsten Heiratsantrag des Universums.

Davon abgesehen ist die heutige Folge ein Achterwerk der Gefühle und eine Feuerbahnfahrt an tollen Szenen und Dialogen. Also nicht nur die Podcastfolge, sondern auch die Episode, über die wir sprechen. Um da vorweg zu greifen, das Ende der Staffel ist für uns das bisherige Highlight und – auch wenn böse Zungen das behaupten mögen – nicht nur, weil es die (fast) letzte Folge mit olle Holzklotz Sinclair ist. Im Gegenteil. Der ist uns inzwischen irgendwie richtig ans Herz gewachsen. Und offenbar auch seiner Jojo-Freundin, die ihm den Heiratsantrag zwischen Chipstüte und Fernbedienung nicht übel nimmt
Doch das junge Glück währt nur kurz, denn beim romantischen Verlobungsessen mit Freunden bekommt Garbibaldi einen Anruf. Kurz zuvor ist einer von Michaels Informanten dramaturgisch geschickt in die Szenerie gewankt und Klischeehaft in den Armen des Sicherheitschefs versorben. Nich ohne vorher noch von einem mysterösen Plan zu faseln, dass jemand umgebracht werden soll.
Am Ende führen ihn die Spuren zu drei fiesen Möppen (oder Möpsen?) und ins Verderben, denn es stellt sich heraus, dass Garibaldis Stellvertreter tief drin steckt in der Verschwörung um – Achtung spoiler! – den Präsidenten zu töten. Und so explodiert zuerst der Schuß des Verräters in Garibaldis Rücken und kurz darauf des Präsidenten Maschine in der Umlaufbahn von IO.
Sinclair hatte sich zum Jahreswechsel zwar ein bißchen Feuerwerk gewünscht, aber DAS war dann doch ein bißchen übertrieben. Kein Wunder, dass der Commander – obwohl er in der Bar sitzt – nicht unbedingt in Feierlaune ist. Da helfen ihm auch die aufmunternden Worte unseres Party-Volonen nicht weiter, der Sinclair daran erinnert, dass er irgendwas vergessen hat
Richtig! Delenn wollte Sinclair ja eigentlich in die dunklen Geheimnisse ihrer Vergangenheit einweihen, aber wer Damen warten läßt muss die Konsequenzen tragen
Londo hat Ärger ohne Ende: Die Narn nehmen ihm einen wichtigen Quadranten weg und seine Regierung seinen letzten Rest von Würde. Da kommt der Anruf des geheimnisvollen Mr Morden genau zur rechten Zeit. Der schlägt nämlich vor, sich beider Probleme anzunehmen. Dazu bedarf es lediglich eines kleinen Versteckspiels im stationseigenen Heckenlabyrinth. Londo weiß zwar, dass große Gefallen zu hohen Kosten kommen aber läßt sich am Ende auf den Deal ein, wohlwissend, dass er ohnehin in keinen Spiegel mehr gucken kann. Dass durch seine Entscheidung allerdings 10.000 Narn ausgelöscht wurden, damit hätte er nicht gerechnet (sagt er jedenfalls)

Am Ende also: Prösiedent tot, Garibaldi fast tot, Londo auf der dunklen Seite der Macht, G’Kar weg und Delenn im Kokon und Sinclair etwas ratlos…

Wir sagen: Hut ab! Babylon 5 zeigt spätestens mit dieser Episode wo der Neelix den Most holen könnte, wenn er denn ein paar mehr Eier in der Hose hätte. Und davon hat JMS offenbar mehr als genug: In einer Folge einfach eben mal das über eine Staffel sorgsam (und detailreich) aufgebaute Universum komplett über den Haufen zu werfen – und zwar so, dass es dem Zuschauer NICHT egal ist – das ist sowas von modernem TV der 2010er Jahre, dass man der Folge nicht anmerkt, dass sie fast 25 Jahre auf dem Buckel hat.

Die Latte (höhö) hängt jedenfalls hoch für die kommende Staffel und wir holen nur, weil wir wissen, was noch kommt, nicht komplatt alles raus, was die Centauri-Anatomie zu bieten hat und vergeben:

5 von 6 Centauripenissen

Podwichteln 2016 Stargate SG-1 Jim

Und es begab sich zu einer Zeit, da alle Raumfahrer aufgerufen waren, in ihr jeweiliges Heimatsystem zurückzukehren, um sich zähmen zu lassen.

Oder so ähnlich.

Ach nee, es war so, dass die Organisatoren des Podwichtelns (die uns irgendwie bekannt vorkommen) Podcaster im ganzen Land dazu aufriefen, ihre heimischen Gefilde zu verlassen, um anderen Podcastern akkutisches Gold, Shownotes und Mythen zu bringen. Und so kam es, dass sich auch der graue Rat an dieser Aktion beteiligte.

Konkret heißt das: Das Team um unsere nackte Wichtelbeauftragte Mary hat für einen fremden Podcast eine Episode produziert, im Gegenzug haben wir eine Episode bekommen, die jemand anders gemacht hat.

Jemand, der ganz augenscheinlich keine Ahnung von Babylon 5 hat 🙂

Heute werden deshalb keine Penisse gezückt, dafür ein Sprungtor in ein fremdes Universum geöffnet. Oder sollten wir sagen….ein Stargate?

Nächstes mal gehts zurück in den Epsilon-Sektor, wir wünschen Euch jetzt viel Spaß mit diesem kleinen Abstecher und vor allen Dingen:
Frohe Weihnachten!

Ein Pokerspiel mit Penissen

Kommen ein Minbari und ein Centauri in eine Stripbar…

Londo erhält nämlich den Auftrag, etwas mehr mit anderen Rassen auf der Station anzubandeln und da sucht er sich den erstbesten aus, der nicht schnell genug weglaufen konnte: Lennier.
Wir erleben die beiden also, wie sie sich durch die Station schlagen und das ist tatsächlich wörtlich zu sehen. Dabei begann der Abend doch ganz harmlos in der Stripbar, in der Lennier den guten Londo mit seiner Lebensgeschichte zu Tode langweilt: Wir erfahren, er hat ein ähnlich spannendes Leben im Kloster wie Herr Lano auf Puerto Patida.
Unser Minbari-Klosterschüler hat sich allerdings weniger mit geistigen Getränken, als mit geistreichen Rechnereien beschäftigt. Und treibt kurz darauf als wahnsinnger Wahrscheinlichkeits Wahrsager seine Mitspieler am Pokertisch in den Wahnsinn – und in den Bankrott

Deutlich weniger lustig und noch nicht mal schlüpfrig geht es in den anderen beiden NebenHandlungen zu, von denen wir trotz der titelgebenden Heilerin keine ernsthaft als Haupthandlung bezeichnen würden. Zumal sie am Ende ohnehin irgendwie zusammenmäändern.
JMS hat tiiiiiiieeeef in die Klischeekiste gegriffen und wir präsentieren: HERRN MÜLLER!

Der hat es irgendwie geschafft, einen Sicherheitsmann umzubringen, obwohl Garibaldi diesen doch persönlich ausgebildet hatte… Deshalb will unser Sicherheitschef den bösen Deutschen am liebsten in die Luftschleuse stecken, wo er gesiebtes Vakuum atmen kann. Schließlich ist ja kein Platz im Knast. Und erst recht nicht für Verbrecher, so!

Schließlich kommt man überein, dem fiesen Möpp einmal mit dem Mopp feucht durch den Kopf zu feudeln, sein Hirn einmal neu zu formatieren und das Betriebssystem „Angepasster Trottel 2.0“ frisch aufzusetzen. Dazu muss die gute Talia aber erstmal dramaturgisch wirksam feststellen, wie fies der Typ wirklich ist. Für die Zuschauer, die das vor lauter Augendrehen bisher verpasst haben

Zum Glück kommt der Bösewicht nicht weit und landet in der C-Handlung der Folge um eine illegale Praxis und eine mysteriöse Alienmaschine, die eine vetrocknete alte Schachtel irgendwo ausgegraben hat und jetzt dazu nutzt, um Andere zu heilen. Dabei hat die Maschine doch früher eigentlich dazu gedient, Leute hinzurichten, indem man ihnen die Lebensenergie entzieht…hm…ob sich das irgendwie mit der 2. Handlung verbinden läßt?

Und so kann sich JMS ziemlich billig aus der Affäre ziehen, was die moralische Bewertung von Strafe und Sühne befrifft. Und auch die Krankheit der angesprochenen alten Schachtel betrifft. Ausserdem kann Franklin auch gleich noch die nicht ganz so vertrocknete Tocher der Schachtel zum Essen einladen. Und was macht Susan?

Wir sind weniger als unterwältigt, was zwei der 3 Handlungstränge betrifft und würden – wie Londo in dieser Folge übrigens auch – maximal einen Penis aus unseren Klamotten ziehen, wenn da nicht dieser tolle Handlungsstrang um unser verrücktes Paar gewesen wäre.

Londo und Lennier reissen die Wertung damit nach oben, so dass wir am Ende

2,5 von 6 Penissen

vergeben können.

Das Selbe in Grün – Plüschig und gemütlich

Was war zuerst? Knopf oder Reißverschluss? Heute wird es philosophisch im grauen Rat.
Aber am Ende sind sich die Podcaster einig: Erst wird geknöpft und dann gerissen.
Und wenn Du Dich jetzt fragst: Von was um alles in der Welt, reden diese verrückten Podcaster jetzt schon wieder? Über sowas reden Männer eben, wenn sie alleine im Shuttle sitzen.
Die heutige Episode gleicht einem temporalen Reit- und Springturnier, denn schon der Anfang läßt vermuten, dass uns eine Zeitreise ins Haus steht. Wurde Susan doch durch die bei SciFi Autoren allseits beliebten Tachion-Emissionen frühzeitig geweckt und wünscht sich nun eine Zeitmaschine, um ein wenig Schlaf nachholen zu können. Aber hey, wer braucht eine Zeitmaschine, wenn er Sinclairs einschläfernden Stimme lauschen kann? Ernsthaft, der Typ könnte fast bei Toby Baiers Einschlafen Podcast anfangen.
Aber Immerhin hat es Susan ja schon vor Dienstbeginn geschafft, aufzustehen, sich zu schminken, in die Kommandozentrale zu wanken und einen Piloten in den Tod zu schicken. Der kriegt es zwar nicht hin, vor dem selbigen einen ordentlichen Funkspruch abzusetzen, aber hat offenbar noch genug Zeit für oben erwähnte Schnitzarbeiten, die Maschine auf Autopilot zu stellen UND nur innerlich zu altern.
Mit geradezu batmanesker Logik kommt unsere Kommandocrew erstaunlich schnell dahinter, dass sich hinter dem Kürzel „B4“ nur die verschollen geglaubte Vorgängerstation „Babylon 4“ verbergen kann. Und tatsächlich: Sie hat schonmal besser ausgesehen, aber da isse wieder.
Und was macht man, wenn man einen 4 Jahre alten Notruf von einer Station empfängt, in deren Nähe die Piloten sterben wie die Fliegen? Richtig, dann fliegen der Kommandant und sein Sicherheitschef erstmal selbst hin, um sich das anzusehen. Und treffen dort auf einen Befehlshabenden, der irgendwie ein bißchen grün hinter den Ohren.
Major Krantz wundert sich nicht sonderlich über den Besuch aus seiner Zukunft, reist er doch seit geraumer Zeit durch die selbige und zeigt seinen Kollegen erstmal hautnah, wie sich das anfühlt.
Am Ende verschwindet die Station mitsamt einem gealterten Sinclair und einer Dame, die genauso klingt wie Delenn in einer ungewissen Zukunft (oder Vergangenheit?)
Apropos Delenn: Die hängt die halbe Folge in einer billig eingerichteten Kulisse rum
Eine tolle Folge, die Lust auf mehr macht und selbiges ja auch später noch liefern wird. Wir haben aber extra unseren Erstseher Alex in den Kreis der Beleuchteteten gebeten, um uns zu erleuchten. Und da wir vor lauter Besinnlichkeit (oder war es lautes Gelächter?) plötzlich eine Marienerscheinung hatten, können wir auch noch Marys Note in die Gesamtwertung einfließen lassen. Wir hatten wahnsinnig viel Spaß (auch hörbar während der Aufnahme) und vergeben nicht nur temporär:

4,5 von 6 Penissen

Und nie hat es sich mehr als heute gelohnt, den Vorgeplänkel und/oder Outtake-Perk bei Patreon zu erwerben!