Wilde Vorlonen wollen an Deine Prostata

Sheridan hat festgestellt: Wenn wütende Vorlonen wüten, dann muss man was tun. Erst wird also der ziemlich verstimmte Garibaldi mit seinen besttreusten Mannen vorgeschickt, um dem Vorlonen mitzuteilen, dass sein Mietvertrag durch die Stationsleitung gekündigt wurde. Was dieser mit spontanem Glasbruch bei den Maskenmännern quietiert. Ziel sollte es wohl sein, den Vorlonen in Sicherheit zu wiegen. Oder zu verunsichern, damit er die mangelnden schauspielerischen Fähigkeiten von Lyta (bzw ihrer Darstellerin) nicht bemerkt, während diese den (noch)Botschafter in die total unerwartete Falle lockt. Ein Glück, dass Kosh den Braten erst riecht, als er genau auf dem großen dick markierten Kreuz auf dem Zocalo steht. Elektroschock kombiniert mit ein bißchen Ur-Kosh und Ur-Allererstem machen dem Vorlonen dann entgültig den Garaus.

Leider stirbt dabei mal wieder der Captain, aber zum Glück hat er seine Lebensenergietankstelle Lorien immer man man und kann 20 Jahre weitere Jahre herausschlagen, die er am liebsten mit Delenn verbringen kann. Es folgt: Der romantischste Hochzeitsantrag im Verlauf der Serie.

Londo hat derweilen seine eigene Probleme. Nämlich zwischen einem wahnsinnigen Imperator und der geplanten Ermodung desselbigen nicht seinen Kopf zu verlieren.
Immerhin kann er seinen Chef zu einem Trip nach Narn überreden, um dort dessen Gottwerdung vorzubereiten. Dieser Ausblick gefällt dem Imperator, allerdings weniger der Anblick von G’Kar. Oder besser gesagt: Dessen Blick. Und Cartagia ist kein Typ, der ein Auge zudrückt, sondern eher ein Auge rausreißt. Und mit diesen Aussichten (hehe) endet diese Folge.

Und die ist wiedermal total dicht erzählt und irgendwie auch total bedrückend. Jurasik spielt sich mal wieder die Seele aus dem Leib und Kosh zeigt sich von seiner hässlichen Seite. Einfach mal einen Vorlonen umbringen, quasi die Hoffnungsträger der zweiten Staffel, das ist schon ein starkes Stück. Und so vergeben unsere Reviewer

5 von 6 Centauripenissen

Schrei, wenn Du weißt, was Garibaldi letzten Sommer getan hat

Liebe besorgten Ausserirdischen, legt Eure gelben Westen bereit und macht schonmal Streckübungen mit dem rechten Arm, ihr werdet beides noch brauchen. Denn „das Volk“ murrt. Delenns Pläne, eine große Armee zusammenzustellen und damit den schattigen Heimatplaneten anzugreifen stößt nicht unbedingt auf Gegenliebe. Und so trifft man sich zur Montagsdemo auf dem Zocalo. Um den rhetorisch ungelenken Ansprachen der Agitatoren zu lauschen und eventuelle Gegner der mehr als wackeligen Thesen zum Schweigen zu bringen.
Allerdings hat die SpaceGida ihre Rechnung ohne den FöhrSheridan gemacht, der gleicht mal das Mikro übernimmt und eine Blut, Schweiß und Bodenrede hält, bei der selbst dem kritischsten Zusschauer ein begeistertes HEILigs Blechle, der Mann hat Recht(s) entfährt.

Seltsamerweise betrachtet aber auch so gut wie keiner zwei elementare Dinge, die WIR schon ganz gerne abgeklärt hätten:
Wurde Sheridan (wie ALLE anderen, die vorher auf Za’ha’dum waren) irgendwie umgepolt, gehirngewaschen oder zur Marionette der Schatten?
Und wer zum Geier ist dieser riesige Typ mit dem Krönchen auf dem Kopp, der dem Captain auf Schritt und tritt folgt?!?

Die Stimme der Vernunft ist erschreckenderweise Garibaldi, der Opa Goldauge mit dem gebotenen Mißtrauen gegenübertritt. Moment. Garibaldi? War der nicht verschwunden? Ja, stimmt. Aber der hat sich dank Frischhaltefolie wunderbar gehalten.

Und auch des Chiefs Rückkehr wird mal nonchalant zwischen Krankenbett und Hangardock abgefrühstückt. Zwar fragt sich Franklin mal kurz, ob Garibaldi eventuell Gehirngewaschen war, allerdings kann sich Michael kraft seiner eigenen Kompetenz (Pruust) mal eben schnell selbst gesundschreiben und tritt seinen Dienst an, weil (und das wird wirklich so gesagt!) Die Sicherheit nicht genügend Personal hat, um ihn wieder in die Krankenstation zu bringen.

Die Vorlonen haben das Zuckerbrot weggeschleckt und die Peitsche rausgeholt, wie Susan und Marcus zufällig bei einer dieser Typischen Sex-Gespräche bei Weltraum-Missionen entdecken. Stellt sich raus: Die Vorlonen haben es satt, nach den altbekannten Regeln zu spielen und die ganz dicke Wumme rausgeholt. Nach und nach wird jetzt einfach mal alle Welten ausgelöscht, die irgendwie Kontakt zu den Schatten hatten (und ja, den Plural haben wir nur für diesen billigen Reim gewählt).

Ob das wohl Ärger für Centauri Prime bedeutet? Davon können Londo und Vir in ihrem lustigen Ränkelspiel am Hofe natürlich noch nichts ahnen, denn erstmal muss ja der Imperator weg. Mit Hilfe von G’Kar. So war jedenfalls der Plan, aber leider hat der Imperator einen Narn an dem Narn gefressen.

Und wir? Schreien wir vor Glück? Wenn nicht dieser riesengroße gekrönte Elefant im Raum säße und etwas mehr Mißtrauen gegenüber der zurückgekehrten Fachkräfte herrschen würde UND am Schluß nicht dieses zeitliche Wirrwarr um Susan gewesen wäre, dann hätte die Folge auf jeden Fall die Traumnote verdient. Aber auch so weiß sie zu gefallen. Londo ist Londo und Cartagia herrlich crazy. Die Vorlonenflotte ist wieder mal einer dieser WOW!-Momente in der Serie und wir ahnen: köchelten die Fäkelien bislang auf kleiner Flamme vor sich hin, sind sie jetzt mal so richtig am Dampfen. Nach 2 Folgen Selbstfindungsphase sind jetzt alle auf ihren Positionen und wir erwarten die epische Schlacht zwischen Vorloren, Schatten und Allianz. Das ist ja schließlich ein Konflikt, der mit einem Knall enden muss, oder? Ich meine, sowas lässt sich doch nicht einfach wegdiskutieren, oder? Jedenfalls zucken die Tentakel schon voller Erregung und wir vergeben

5 von 6 Centauripenissen

Brokeback Pit auf Z’hadum

Heute krankheitsbedingt mit nicht ganz so ausufernden Shownotes, sorry. Trotz gefährlichem Männerschnupfens und anderer Wehwehchen haben sich 3 Herren zusammengefunden, um sich den Wolf zu reden. Aber bevor es losgeht noch eine wichtige Botschaft:

Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Gérard!

Und damit ist nicht Marys Baby gemeint, das hoffentlich pünktlich zum 3. Geburtstag des grauen Rates das Licht der Welt erblicken wird. Wie sie DAS wieder hinbekommen hat! 🙂

So genug Meta-Gequatsche. Ach nee, noch ne Kleinigkeit: Vielen Dank an den Schreihalzz, Oehrk und Lara für die tolle Weihnachts Vertretung beim Podwichteln!

Kommen wir nun also zügig zur Handlung:

Susans Vorgesetzter wird vermisst und sie kann sich nun ungestraft einen Vodka nach dem anderen hinter die Binde kippen. Und weil einen im Suff die besten Ideen kommen, schnappt sie sich die Power-Telepathin Lyta und den weißen Stern 2.0 um auf Z’Hadum einfach mal nachzusehen. Stellt sich raus: Die Aktion hat nix gebracht, ausser schwarze Augen und schauspielerischen Untalent im Doppelpack.

Was niemand ahnt: Unten kriecht eine Gestalt herum, hat sich irgendwie eine Decke und eine Feuerschale besorgt und schmeißt mit Captain-Rangabzeichen herum. Es wird doch nicht? Doch! Aus irgendeinem Grund hat JMS beschlossen, das Geheimnis um Sheridans angeblichen Tod schon in der ersten Folge ins Lagerfeuer zu schmeißen. Obwohl wir uns natürlich fragen: Wer ist dieser geheimnisvolle Buffy-Dämon der sich – Zitat – an ihrem Feuer wärmen – Zitat Ende – wärmen möchte. Knickknack

Das eigentlich spannende passiert unterdess auf Centauri-Prime. Im vielzu vollgeproptem Mini-Thronsaal inklusive total unechter Säule…

Gregor:
„Man fühlt quasi die Rollen, auf denen diese Säule steht. Die vermutlich nicht viel höher ist als der Bildausschnitt“

Aber auch Londo ist zur Salzsäule erstarrt. Er erfährt nicht nur, dass Morden noch lebt (wenn auch etwas knuspriger als er ihn in Erinnerung hatte), sondern dass die Schatten eine Basis auf Centauri Prime einrichten und dass Imperator Cartagia nicht wie erwartet bekloppt, sondern RICHTIG verrückt ist…

Gregor:
„Uh..der ist verrückt.“
Alex:
„Also der ist schon mehr als Avery Brooks verrückt!“
Gregor:
„Verrückt sein macht einfach mehr Spaß, wenn Du Macht hast.“
Alex:
„Oder ein Klavier“

Aber da Londo perfekt auf der Klaviatur der Macht(TM) spielen kann, holt er sich den guten Vir zur Seite und schmiedet auch schon seinen Plan: MerkelDer Imperator muss weg!

Selten gingen die Meinungen zu einer Folge weiter auseinander. Erstseher Alex ist relativ beeindruckt von der Folge, während Gregor und Sascha feststellen, dass die rosarote Retroperspektivbrille mal wieder neue Gläse braucht. Rechnen wir also zusammen und erhalten
4,5 von 6 Penissen

Der eine der gewesen ist, der eine der jetzt ist und der eine der sein wird

Nanu? Ein neues Gesicht?

Knusper-Morden

Das auch. Aber vor allem neue Stimmen, die Du heute in diesem Podcast hörst. Denn wir haben beim Podwichteln teilgenommen und im Rahmen dieser Aktion eine Folge zugewichtelt bekommen. Ein völlig anderer Caster sollte also über Babylon 5 reden und hat sich Hilfe geholt. Ganz im Sinne der Minbari ist es ein Dreiergespann, dass für eine Folge in unsere Haut schlüpft. Wir überlassen das Mikro nun an:

Der eine der gewesen ist, der eine der jetzt ist und der eine der sein wird

Delenn: „Wenn sie sich jetzt zurück ziehen, wenn sie Sheridan einfach auf Z’ha’dum sterben lassen, habe ich keinen Respekt mehr vor Ihnen. Haben sie mich verstanden?“
Botschafter Kosh: “Respekt, ist Irrelevant“

Ja, da hat einfach der Podwichtel diesen Podcast gekapert und sich gleich noch zwei Gäste eingeladen.

Ein Gast der den Podcast kennt und ein Gast der die Serie kennt.

Gemeinsam besprechen wir die 1. Folge der 4. Staffel „In der Stunde des Wolfs“

Dabei wird auch hin und wieder mal das Thema verfehlt. 😉

Im Schnitt gibts

5 von 6 Centauripenissen

Das war also die erste Folge der 4. Staffel. Wir sind gespannt wie Euch die erste Folge gefallen hat.
Gebt uns Feedback und seid gnädig mit den Wichteln. 🙂

Und das hier solltest Du Dir noch angucken:

* Die Folge im Lurkers Guide
* Die Folge im deutschen Lurkers Guide

Folgende Podcaster waren an dieser Episode beteiligt:
Der eine der gewesen ist
6 / 6
Der eine der jetzt ist
5 / 6
Der eine der sein wird
4 / 6

Der „richtige“ graue Rat bedankt sich ganz herzlich bei unseren mehr oder weniger unbekannten Wichteln (eine Stimme kommt uns doch seeehr bekannt vor 🙂 ) und wünscht allen ein besinnliches Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Anpfiff der Batong-Köpfe

Tasächlich #superschwellig.

Das haben wir doch wieder mal Generalstabsmäßig durchgezogen, dieses Jahr 2018. Deshalb haben wir uns (bis auf Mary, die sportliche Ertüchtigung vorgeschoben hat) alle an den Mikrophonen versammelt, um gemeinsam zurück zu gucken. Denn es ist einiges passiert in diesem Jahr.
Am Nikolaustag haben wir unseren Hörenden also eine Livesendung in die Stiefel geschoben und für alle, die nicht dabei waren (kommt alles in das goldene Buch!) gibt es das Ganze jetzt nochmal live on (digital) Tape.
Über einen Einspieler freuen wir uns natürlich ganz besonders. Denn Björn Sülter war schon mehrfach für eine Podcast-Episode angedacht, aber mal scheiterte es an Terminproblemen, mal an der Technik. Und dann bereitet er uns zum Nikolaustag eine tolle Bescherung:

Es soll ein Buch entstehen. Quasi DAS deutsche Standardwerk zu einer Serie, die seit 20 Jahren nicht mehr (so richtig) im Deutschen Fernsehen läuft und die eisern von allen Deutschen Streamingdiensten ignoriert wird. Das wird also kein einfaches Unterfangen. Aber wir setzen da auch Dich! Denn wir wissen, dass die Babylon 5 Fans in Deutschland die besten der Welt sind und gerne andere Fans dabei unterstützen, der Serie ein Denkmal zu setzen. Sei es in Con-Form oder in Buch-Form.

Ab Januar 2019 soll das Crowdfunding beginnen und wir können jetzt schon mal ein weiteres Ziel verkünden:

Sollte Björn genug Geld zusammenbekommen, um das Buch zu verwirklichen, soll es im Jahr 2020 fertig werden, also rechtzeitig zu 25 Jahre Babylon 5 in Deutschland. Das wäre der perfekte Anlaß für eine Neuauflage der Babcon. Dann mit Buchvorstellung und -Lesung.

Haltet also unsere und Björns Kanäle im Auge, um auf dem Laufenden zu bleiben.

Weihnachten verschenkt man gerne was. Und deshalb haben auch wir was zu verschenken. Wie Du am Gewinnspiel teilnehmen kannst, erfährst Du ziemlich gegen Ende der Sendung.

Apropos Ende: Wir verabschieden uns fürs Jahr 2018, lassen uns am heiligen Abend von unseren Podwichteln vertreten und wünschen Dir:

Eine besinnliche Adventszeit
Ein frohes Fest
und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Und jetzt weggetreten, zack zack!

Heiß und fetzig – die kulinarische Conversation

Es ist noch Suppe da! Sagt der Mann, der die meiste Zeit der Babcon25 selbige nur durch Rauchschwaden von der Bande aus beobachten konnte: Küchenjunge Raphael

Der lässt sich heute in die Töpfe schauen und klärt auch das Myterium der vergangenen Folge auf, wo Koch und Köstlichkeiten sich so lange rumgetrieben haben, während die Helfer mit langen Mägen und hängenden Armen darauf warteten, das Essen ins Planetarium zu tragen: Woanders. 🙂

Kurz: Sascha und Raphael blicken gemeinsam zurück auf unsere Veranstaltung zu 25 Jahren Babylon 5, aber lassen auch unsere Ehrengäste zu Wort kommen. Es erwarten Dich Interviews mit

Dr. Andreas Schmidt vom Planetarium
Marion und Ralph Kruhm
Torsten Dewi
Michael Erdmann

Ausserdem schonmal ein kurzer Hinweis:

Am nikolaustag ab 20:15 gibt es die Staffelgala 2018

Das Ganze natürlich wieder im Stream des Podcastimperiums

Der Nikolaus packt Dir auch was in den Stiefel, denn wir haben anlässlich der Babcon noch das ein oder andere Goodie einsacken können, das wir auch gerne weitergeben.

Und nun viel Vergnügen und wir hören uns am Nikolaustag!

Mad Takes – jenseits der Donnerkuppel

Jetzt isser schon wieder rum, der Tag, auf den wir monatelang gewartet und wochenlang drauf hingearbeitet haben:

Ist Geschichte. Und was für eine! Mit Happy End, happy BesucherInnen und happy OrganisatorInnen. Wir könnten jetzt viel hier schreiben. Da wir das aber schon anderswo gemacht haben, verweisen wir einfach darauf.

Und eigentlich reden wir ja lieber. Denn wenn sich Podcaster in einem Planetarium treffen, werden erfahrungsgemäß die Aufnahmegeräte herumgereicht. Und so sind ein paar endorphingeladene Aufnahmen entstanden, die wir Dir natürlich nicht vorenthalten wollen.

Wir sind immer noch hin und weg von diesem Wochenende und können nicht oft genug Danke sagen an alle, die das möglich gemacht haben.

Wir haben mitbekommen, dass Einige vor Ort dann doch gerne noch eine Tasse oder ein VOTR-Sammelband gehabt hätte. Weil das Interesse am Tag so groß war würden wir nochmal eine Stiege Tassen anschaffen und auch die Druckerpresse nochmal anschmeissen lassen, falls sich da Abnehmer finden. Wir richten auf der Babcon-Seite einen kleinen „Shop“ ein in den kommenden Tagen und weisen dann auf den entsprechenden Kanälen darauf hin.

Und jetzt genug geschrieben, jetzt wird geredet. Wir hören uns spätestens bei der Staffelgala wieder!

Keine Vorlonenlampen für Schattenschlampen

Anna und die Wunderlampe

Wer kennt das nicht? Grade die erste Nacht mit der Neuen verbracht, steht plötzlich die Ex in der Tür und ist alles andere als tot. Es ist Anna, wie sie lallt und lebert. Bestätigt und besiegelt vom kompetentesten Arzt der Station. UND von Doctor Franklin.
Viel Zeit zum Grübeln hat Sheridan nicht, denn die Alte drückt im metaphorisch die Pistole auf die Brust: Entweder Du kommst mit nach Z’ha’dum oder….nicht! Dann geh ich eben wieder! Hui! Aber immerhin werden im Austausch ein paar Informationen über die schattige Heimatwelt in Aussicht gestellt.
Auf Z’Ha’dum angekommen gibts statt heißer Reibereien erstmal heißen Tee – und warme Worte, während der aufgewärmte Zausel-Einstein versucht, die Sache mit den Schatten zu relativieren.
Irgendwann hat John genug gehört und lässt die Bombe platzen. In mehrfacher Hinsicht. Erst mal verbal. Er weiß nämlich längst, dass Anna die letzten Jahre in einem Schattenschiff gesteckt hat und der Reboot der geistigen Festplatte mehr als mangelhaft war. Erst wird die Gang mit dieser Tatsache konfrontiert, anschließend mit dem Mündungsfeuer der Reservewaffe. Und so ganz nebenbei hat er ein paar hundert Megatonnen Sprengkraft an Bord seines Schiffes mitgeschmuggelt.
In einem letzten heroischen Akt lenkt Sheridan den weißen Stern voller Bomben in Richtung Planeten, ruft noch einmal laut „Machts gut, Ihr Trottel!“ und hüpft in ein zufällig bereitstehendes bodenloses Loch. Das war das vorletzte, was Anna in ihrem grade wieder gewonnen Leben gesehen hat. Das letzte war eine atomare Detonation.

Was sollen wir sagen? Obwohl die Folge einige Jährchen auf dem Buckel hat, steht sie noch wie eine eins. Selbst wenn gefühlt ein Drittel der Episode aus (teilweise neu gefilmten) Archivmaterial besteht. Weil es eben um Charaktere geht. Und deren Handlungen Konsequenzen haben. Sowas sucht man in anderen Serien *hust*Voyager*hust* beides vergebens. Und deshalb sehen wir hier eine Babylon 5 Folge, wie sie im Lehrbuch steht

Mary:
„So sollte nicht nur Babylon 5 sein, so sollte Fernsehen im allgemeinen sein!“

Wir hättens nicht besser formulieren können und vergeben deshalb:

6 von 6 Penisse

Damit endet die dritte Staffel mit einem Paukenschlag und wir verabschieden uns in die Winterpause. Allerdings noch nicht ganz. Es gibt noch eine Staffel-Abschlussgala. Da sind wir auf Deine Meinungen gespannt. Schick uns eine Mail oder lass einen Kommentar hier unterm Beitrag und sei dabei, wenn wir mit viel Alkohol und guter Laune ein bis sechs Blicke zurück auf die dritte Staffel werfen. Den Termin geben wir noch bekannt.

Ganz klar ist ein Termin: Am kommenden Samstag sehen wir uns bei der Babcon25 im Planetarium in Erkrath! Wir freuen uns!

Die Kernaussage im Nieselregen

Heißer Sex! Brüste und Penisse! All das gab es nicht bei der Timelash, der deutschen Doctor Who Convention in Kassel. Obwohl die ein oder andere Brust drohte, durch eine eng geschnürte Korsage aus der selbigen zu fallen.
Und so sitzen wir nun auf einer Bank vor dem Kasseler Kulturbahnhof und schauen Cosplayern beim Cosplayen zu und bekommen dabei Hunger. Wir nutzen also die eine Convention, um schonmal ein bißchen auf eine andere Convention zu blicken:
Auf die Babcon 25 – Unsere Jubiläumscon zum 25. Jubiläum der Serie

Mary, Alex und Sascha sind trotz der Kälte und Nieselregen heiß. Darauf, Dich zu sehen am 10. November im Planetarium in Erkrath. Was ist noch zu tun? Was gibt es zu Essen? Und was passiert da eigentlich im Planterarium? Wir wagen schonmal einen kleinen Blick voraus.

Dafür nutzte Sascha die Zeit und Gelegenheit, mit einem riesengroßen Babylon 5 Fan zu sprechen (und damit ist nicht Micha gemeint, der Sascha eine dicke Tüte mit B5 Fanzines in die Hand drückte, danke dafür!) nämlich
Claudia Kern
Sie ist nicht nur Übersetzerin und Autorin und Kolumnistin in diversen Nerd-Magazinen, sondern war auch zweimal am Babylon 5 Set zu Besuch. Darüber und über noch viel mehr redet sie im Interview mit Sascha. Stellt sich heraus: Die beiden haben sehr ähnliche Ansichten, auch was andere Serien betrifft. Vielen Dank Claudia, dass Du Dir die Zeit genommen hast!

Minbari, die auf Männer starren

Hm….wo fangen wir an, ach ja. Am besten am Ende. Sherdians totgeglaubte Frau sieht nämlich aus wie runderneuert. Von vorne wie von hinten ANNA. Pikant: Die (Ex?)Frau Sheridan kennt offenbar nicht nur den nie geänderten Türcode ihres (Ex?)Mannes, sondern platzt auch dummerweise genau in ein Schläferstündchen von John und Delenn. Die gute hat ihm nämlich eine gemeinsame Nacht versprochen, wenn er ein paar Schatten für sie aus dem Weg räumt. Quasi Proto-Bene Gesserit-Methoden, die wir hier bei den Minbari erleben.

Was führt uns zu diesem Malheur? Nun, beginnen wir von vorne (ach, auf einmal!) Wir erinnern uns: Delenn und Sheridan hatten den Plan der Schatten ausbaldowert: Die haben in der Vergangenheit Flüchtlinge in einen gewissen Sektor getrieben und werden mit Sicherheit bald dort angreifen. Deshalb werden Susan und Marcus zum Erkunden vorgeschickt, während man bei den Ausserirdischen sehr geschickt um deren Beitrag für eine Angriffslflotte verhandelt.

Lange Rede kurzer Unsinn: Der Plan geht auf, die Flotte trifft noch rechtzeitig ein, um Susans Arsch zu retten und ein paar Schatten-Ärsche zu treten. Das ganze live kommentiert von Mehmet Sheridan und Delenn Töpperwien im modernen 3D Spottstudio.
Beim Abfiff wird allerdings schnell klar: Der Sieg war teuer erkauft: Wobei eine Verlustwuote von 2 zu 1 angesichts der bisher angedeuteten Omnipotenz dieser Schattenschiffe recht akzeptabel scheint. Allerdings ist allen Beteiligten recht schnell klar: Diese Schmach lassen die schattigen Gesellen nicht auf sich sitzen und holen eben die schärfste Waffe hervor, die man(n) sich vorstellen kann: Die Exfrau. Und damit wären wir wieder am Anfang.

Aber da war doch noch was mit nem anderen offenen „Handlungsstrang“ ach ja: Auch Doctor Franklin darf mit Kugeln spielen. „Er kommt bewaffnet mit moralischer Überlegenheit zu einer Messerstecherei.“
Und während der Doctor da vor sich hinblutet erscheint trifft er sich dann doch wie angekündigt selbst, sein Alter Ego ist allerdings alles andere als Freundlich. Es ist nämlich ehrlich. Und geigt seinem sterbenden Ich mal so richtig die Meinung.
Immerhin hat der eingebildete Tritt in den Allerwertesten auch therapeuthische Wirkung: Der angeschlagene Doc rappelt sich wieder hoch und rettet sich in die Arme von Sicherheitskräften.

Wir würden der Folge auch gerne eine höhere Wertung geben, aber erstaunlicherweise hat es „Walkabout“ geschafft, nachträglich diese Folge hier runterzuziehen. Schließlich hatten wir schon in jener Folge (über die wir eigentlich nie wieder sprechen wollten) eine richtungsändernde Schlacht gegen Schatten und eine B-Handlung mit Franklin. Es sieht also alles recht opulent und blutig aus, fühlt sich aber irgendwie an, wie schonmal da gewesen. Dieser Expositionsdump am Anfang der Folge stößt da nur noch mehr Keile in diese Kerbe.

Die Optik und Inszenierung der Raumkämpfe weiß dagegen auch fast 25 Jahre später immer noch zu gefallen, obwohl es fast ein bißchen schade ist, dass für den Projektionsraum das Budget für den Minbari-DJ gestrichen wurde. Aber es freut uns zu hören (haha) dass er einen neuen Job als Ansager für Bordinformationen bekommen hat.

Auch etwas merkwürdig: Wurde uns nicht folgenlang um die viel zu kleinen Minbari-Ohren gehauen, dass Susan an Bord der Whitestar unbedingt einen Dolmetscher braucht? Das war doch der ganze Sinn hinter Marcus. Und dann der sich plötzlich aufs Ohr hauen und seiner angebeteten noch ein paar genuschelte Minbari-Sätze ins selbige hauchen, die sie offensichtlich nicht versteht.

Der Auftritt von Anna Sheridan war natürlich ein Hammer und reißt die Wertung nochmal nach oben. Wir vergeben deshalb

4 von 6 Centauripenissen