Mit dem medizinischen Kampfstab in die Fresse

Aliens übenehmen die Crew! Nagut. Nur irgendwelche Typen von Down below, die eigentlich niemand vermisst. Ausser unser neuer Freund Marcus, der diese Episode als Vehikel nutzt, um neben etwas mehr Bartwuchs auch etwas mehr Charakter zu bekommen. Er ist also nicht nur clever, schlagkräftig, sondern auch hilfsbereit.
Nun wächst zusammen, was zusammen gehört und nachdem Garibaldi Duncant abelehnt hat, bildet Marcus eben mit Franklin ein Team. Das durch eine recht löchrige Handlung, seltsame Zufälle und sinnlos auftauchende Tunnel stolpert. DAS ist tatsächlich das dämlichste, was wir je bei Babylon 5 gesehen haben: Ein geheimer Tunnel!
Nach einer sinnlosen Verhaftung und einer völlig sinnfreien Flucht kommt es zu einer noch unsinnigeren Erklärung: Die Parasiten sind keine Parasiten, sondern Symbionten und wollen eigentlich was gutes: Seit Jahrtausenden verpflanzen sie sich in Freiwillige, um Wissen anzuhäufen und zu bewahren.
Das ist so absurd, dass selbst unsere Helden diese Mär nicht glauben wollen. Erst, als Duncan seinen Passagier abschmeisst und die gleiche Geschichte nochmal erzählt („erzählt die gleich Geschichte nochmal! Okay! Die gleiche Geschichte nochmal!“) einigt man sich darauf, den Schmarrn zu glauben und die Vindrini fortan zu unterstützen. Dummerweise sind Menschen nur Einweg-Symbiontenträger und der arme Duncan ist wieder alt und gebrechlich.

Kommen wir nun zum erfreulichen Teil der Handlung: Tech #2 hat nicht nur einen Namen bekommen, sondern wird endlich auch befördert!

Aber: Der neue Rang bedeutet auch, dass Corwin ein nützliches neues Mitglied der Verschwörerclique um Sheridan werden könnte. Der befiehlt seiner ersten Offizierin deshalb, den Jungen möglichst unauffällig auszuhorchen. Wir wissen nicht, dass Ivanova unter auffällig versteht, jedenfalls lädt sie den völlig eingeschüchterten Corwin gleich mal zu sich ins Quartier ein. Was in einer Verwechslungs-Geschichte mündet, die zwar ein bißchen was von deutschen 70ger Jahre Filmen hat, aber großartige Szenen hervorbringt.
Leider vergeigt Corwin erst den Auftritt mit den Blumen und dann auch noch das sehr ungelenk geführte Ausfragungsgespräch mit seiner Chefin. Tja. Muss er wieder dreibeinig auf der Brücke stehen. Ich habe heute keine Rose für Dich. Oder doch?

Rosen gedeihen ja am besten auf Mist, wie man sagt. Und so reißt der doch platte Humor die Wertung radikal nach oben, denn der Rest ist eigentlich ein Totalabsturz: Das Vorgehen der Vindrini macht absolut überhaupt keinen Sinn und von dem Tunnel und der Fluchtszene aus der nichtabgeschlossenen Zelle wollen wir erst gar nicht anfangen. Mit viel Augen zudrücken und Käfern im Rücken geben wir

3 von 6 Penissen

Der schlechteste Drogendealer des Universums

Das Ganze hat ja mit Telepathie zu tun und das bedeutet: Auftritt unseres Lieblings-Antagonisten, der auch gleich mal bekannt gibt, dass alles in Gefahr ist: Die Station. die Erde und das Psicorps. Und zwar in dieser Reihenfolge.

Alex;
„Eine Ankündigung in Bester Manier. Den Witz haben wir glaub ich noch nie gemacht.“

Da man ja grade Stationsführungsseitig ein bißchen Dreck am Stecken hat und man Gefahr läuft, dass die schöne kleine Verschwörung auffliegen könnte, wenn ein Telepath zufällig in den Gehirnwindungen des Personals rumstochert, hat man auf den Besuch natürlich so gar keine Böcke. Und zwar so wenig, dass die gute Susan gleich mal einen Mordversuch startet, der im letzten Moment von ihrem Chef vereitelt wird. Denn der hat, mit Delenns Hilfe, ein paar Minbari-Telepathen aus dem Ärmel geschüttelt. Für Susan sogar eine weibliche. Da braucht Bester gleich mal ein Beruhigungsmittel.

Das Zeug sorgt dafür, dass Bester für einige Zeit seine Telepathischen Fähigkeiten verliert, aber seine anderen Eigenschaften behält: Nämlich arrogant durch die Gegend zu laufen und Garibaldi auf den Sack zu gehen. Aber wir sind uns nicht sicher, ob Garibaldi ohne Besters Hilfe in der Lage gewesen wäre, den Drogendealer und seine Gang zu schnappen.

G’kar wandelt in Londos Geist und entdeckt dessen dunkelsten Geheimnisse.

Heraus kommt eine Episode, die zwar viel mit Drogen zu tun hat, aber Franklins Drogenmißbrauch erstaunlicherweise nicht thematisiert. Dafür wird so ganz nebenbei ne Menge in die Handlung eingewoben, was später nochmal wichtig werden wird. Quasi eine Arc-Episode im arglosen Gewand. G’Kars Erleuchtung und die vorhergehende Szene mit Londo sind wieder mal toll gespielt und Bester zuzusehen macht immer wieder Spaß. Ausserdem konnten wir uns herrlichst über diverse Synchronfehler aufregen. Wir freuen uns, dass unser Penis-Patron wieder an Bord ist und vergeben

4,5 von 6 Penissen

Die nackte Heimatbeauftragte auf der Suche nach dem Hakenkreuz

Oha. Die Folge ist vermutlich nichts für Zartbesaitete. Schädelvermessung, Hitler-Imitationen und Nasenbeutler – man merkt, das Raphael wieder mit an Bord ist – diesmal von Anfang an.

Aber sämtliche Auschweife und Anwandlungen sind gerechtfertigt, denn die heutige Folge versprüht süßlich braunen Naziduft aus allen Poren. Zumindest, was die B-Handlung betrifft. Auftritt Frau mit dem unmerkbaren Namen:
Alex:
„Ich hab die auf meinen Notizen Propaganda-Bitch genannt.“

Wie auch immer. Sie weiß, wie man einen eindrucksvollen Auftritt hinlegt. Erst bitcht sie den armen Zack voll, der sich als spürbar untervögelter Nightwatcharmbindenträger zumindest leichte Hoffnungen auf einen Stich bei seiner Vorgesetzten gemacht hat, dann aber deutlich abgebügelt und anschließend von Sheridan aus dem Raum gefschickt wird. Der nach Ansicht der Probaganda-Beauftragten deutlich zu wenig Hakenkreuze aufweist. Einen politischen Offizier kann Sheridan als Leiter einer Verschwörungruppe gegen die Regierung UND Anführer einer geheimen paramilitärischer Truppe nun so gar nicht brauchen. Zumal er sich grade auf die Suche nach den Allerersten machen wollte.

Jetzt muss Ivannova also runter auf den Planeten und Sheridans Platz einnehmen, doch halt, der ist ja schon besetzt.
Auf ihrem Trip entdeckt die Gute nicht nur einige der Allerersten (und ein paar Schatten, aber die spielen später keine Rolle mehr), sondern auch den Beweis, dass Morden gerne mordet (der Witz wird NIE alt!). In dem Fall den Präsidenten. Damit der Vizepräsident Präsident werden kann anstelle des Präsidenten. Das will sie Sheridan natürlich sofort unter die Nase reiben, aber der muss sich inzwischen mit nackten Tatsachen herumschlagen.

Aber das soll uns ja nicht von der Handlung ablenken. Erzählen wir den Strang noch zu Ende: Die nackte Propagandabeauftragte muss unbefriedigt wieder zurück nach Hause, weil das belastende Video vom intriganten Präsidenten inzwischen geleakt ist und sie zu hause mit eisernem Besen durchkehren muss. Denn bald weht auf der Erde ein anderer Wind und dann müssen sich einige Leute warm anziehen. Was sie der versammelten AFD-Ortsgruppe auch nochmal vor der Abreise recht #superschwellig verklickert

Susan macht inzwischen auch die Abreise. Sie macht sich mit Marcus auf zum Ameisenplaneten, um mit den Allerersten zu reden. Die erweisen sich allerdings als eher wortkarg. Doch Susan wäre nicht Susan, wenn sie nicht einen Weg finden würde, die uralten hochentwickelten Holzköppe zum Mitmachen zu überreden, indem sie psychounlogisch vorgeht

War sonst noch was? Achja: Garibaldi hat einiges zu erdulden in dieser Folge. Erst kaut ihm Zack das eine Ohr ab, weil seine Uniform nicht richtig sitzt (darüber hatte sich Jeff Conawy tatsächlich mehrfach beim Dreh beschwert, so dass die Produzenten das einfach in ein Script eingebaut haben), dann kaut G’kar am anderen Ohr weiter, weil er in den geheimen Zirkel aufgenommen werden will. Nur um dann nachts um zwei – Zeugen Jehovas like – mit der heiligen Schrift auf der Matte zu stehen.

Eine vollgepackte Episode, die zwar extrem spaßig daher kommt, aber trotzdem ne Menge Zeug zum Nachdenken mitbringt. Das Gespräch zwischen der (noch nicht)nackten Propaganda-Bitch und Sheridan fliegt zum Beispiel zur Zeit durch einschlägige Facebookseiten. Man kann Probleme eben einfach lösen, indem man die Definition des Problemes ändern. Ein toller Monolog, der wieder mal die Frage aufwirft, ob sich heutige Politiker die Serie einfach als Nachschlagewerk zur Hand genommen haben. Susans Allerersten-Verarsche ist vielleicht ein bißchen billig, aber vermutlich wächst das Ego auch mit der Macht. John Schuck als Draal ist gewohnt großartig und wir hätten gerne noch mehr von ihm gesehen.

Insgesamt wieder ein tolles Beispiel wie sehr „Babylon 5“ seiner Zeit vorraus war. Und wir vergeben unisono

5 von 6 Centauripenissen

Sorge Dich nicht, benutze das Hyperraumsprungtor!

Nanu? Eine Folge so völlig, ausserhalb der Reihe? Das hat einen Grund: Heute auf den Tag, am 22.2.1993 flimmerte der Babylon 5 Pilotfilm über die Röhrenfernseher der 90ger.

Den 25. Geburtstag von Babylon 5 wollen wir mit einer kleinen Sondersendung ehren. Dazu haben wir einen Mann eingeladen, der eigentlich vor allem durch seine Star Trek Geschichten bekannt sein dürfte, wenn er nicht grade über Sagen aus der Eifel schreibt oder über die Gehversuche seines Vaters im Internet.

Christian Humberg

hat nicht nur die erste offiziell lizensierte deutsche Star Trek Romanserie verfasst, sondern – wie er uns verrät – einige Konzepte für Babylon 5 Geschichten in der Schublade, allerdings wenig Hoffnung, die irgendwo veröffentlichen zu können.

Denn Christians Herz schlägt für Babylon 5. Beweise? Gern. Hier ein paar Zitate:

„Ich streichle meine Babylon 5 DVDs bis heute gern.“

„Ich glaube, niemand auf der Welt ist ein Byron Fan“

„In Babylon 5 musst Du Dich ein Stück weit reinarbeiten. Wie in einen großen, guten Roman.“

„Moderne Erfolgsprodutionen wie Game of Thrones [..] stehen allesamt – und sei es nur ein bisschen – auf dem Fundament dieser kleinen, zeitlebens immer halb von der Absetzung bedrohten Produktion aus den 1990gern.“

Und letztendlich war „Babylon 5“ auch ausschlaggebend für Christians Studienortwahl. Darüber – und über noch viel mehr – plaudert er eine knappe Stunde lang mit Sascha. Zwei (ex)Eifler, die sich über das Dasein als SciFi Nerds in der Provinz unterhalten.

Und nun holt den (alkoholfreien) Sekt raus, wir wollen mit Euch auf unsere Lieblingsserie anstoßen! Und zwar auch gerne off-Air: Es gibt einige Neuigkeiten, was Deine Novemberplanung betrifft.

Spock Junior sagt: Jeder nur ein magnetisches Kreuz!

Kommen wir nun zu einem Gleichnis gar biblischen Ausmaßes: Wir lernen Bruder Edward (ohne Scherenhände) kennen und mögen, denn er ist einfach eine Seele von Mensch, wie uns hier recht superschwellig um die Ohren gehauen wird. Stellt sich aber heraus: Die Seele ist gar nicht seine. Sondern gehört Edward 2.0, der neu auf die geistige Festplatte aufgespielt wurde, weil sich die erste Version des geistigen Betriebssystems sagen wir als etwas unrund erwiesen hat.
Stellt sich (für uns schon relativ früh und offensichtlich) heraus: Der gute Edward war früher mal der böse James, der in billigen Kulissen diverse Frauen gemeuchelt hat. Deshalb hat man sein Gedächtnis gelöscht und ihm eine neue Persona verpasst. Was wiederum den Familien seiner Opfer so gar nicht passt. Weil ihrer Ansicht nach der Mörder noch frei rumläuft. Sie haben also weder Kosten noch Centauri-Telepathen gescheut, um in Edward erst die Erinnerung an sein frühes LasterLeben zu wecken und dann als durchgeknallte Racheengel vorm Mönch zu stehen.
Tja, da hängt er nun, der Edward und weil das Rote Kreuz auf der Station deutlich uneffektiver ist, als das von seinen Häschern eiligst improvisierte, macht er in den Armen von Bruder Theo seinen letzten Atemzug. In der Gewissheit, dass er die Kraft hatte, sich seinem Schicksal zu stellen. Und ebenfalls in dem Wissen, dass er nun sowohl die Sünden seines aktuellen als auch seines vorherigen Lebens büßen konnte. Und sein Mörder? Den ereilt – welch Überraschung – die gleiche Strafe wie sein Opfer und kommt als nicht minder creepy guckender (diesmal aus anderen Gründen) Mönch verwandelt zurück auf die Station, was Sheridans große Worte von Vergebung ein wenig auf die Probe stellt.

Lyta hat erst ne Weile an der Grenze der Vorlonen und dann bei den Vorlonen abgehangen und hat neben einer gesundheitlichen Generalüberholung eine Honoraranstellung als freie Mitarbeiterin des Botschafts abgestaubt. Das und die Tatsache, dass vorher noch niemand einfach so zu den Vorlonen spaziert und wieder zurückgekommen ist, macht Garibaldi natürlich stutzig.
Welch ein Glück, dass sie grade auf die Station zurück gekehrt war, um an der Aufklärung des Falls mitzuwirken. Hätte sie auch dem Erste-Hilfe-Team vielleicht gesagt, wo Edward ist, und nicht nur Garibaldi, hätte man den Mönch natürlich vielleicht noch retten können. Aber wir wollen nicht päpstlicher sein, als der Papst.

Auch diese Folge fühlt sich irgendwie merkwürdig an, punktet aber dadurch, dass hier moralische Themen zwar angerissen werden, es aber am Ende nicht die „Guckt mal Kinder, DAS ist die richtige Meinung“ Lösung gab, sondern man sich als Zuschauer durchaus seine eigenen Gedanken machen darf und muss. Kritikpunkte gibt es allerdings für die zeitweise belanglose Regie. Da hätten wir uns bei dem Namen etwas Anderes erwartet.

Davon ab und trotz des ziemlich überstürzten Endes machen wir keine drei Kreuze, dass die Folge endlich vorbei ist, sondern hätten uns im Gegenteil etwas mehr Zeit gewünscht, um die Apekte der Folge mehr zur Wirkung zu bringen. Aber auch so hinterlässt die Episode drei zufriedene Ratsmitglieder, die insgesamt

4 von 6 Penissen

Der aufgeputschte Franklin und das Gagfeuerwerk auf der Kommandobrücke

Ganz wie im richtigen Leben laufen auch im Babylon 5 Universum gerade die Sondierungsgespräche.
Sheridan plagt sich mit der Frachtpilotengewerkschaft herum, die mehr Geld will, weil alle Schiffe streng nach Formular A39, wie es im Rundschreiben B65 festgelegt wurde, nach Waffen zu durchsuchen sind. Was zu der „lustigen“ Rahmen(ver)handlung führt, die eigentlich absolut keine Auswirkungen auf die Serie hat.
Apropos belanglose Rahmenhandlung: Es wird nämlich noch mehr sondiert. Eine Sonde schaut nämlich verbei und verspricht verspricht unendlichen Reichtum, die Heilung sämtlicher Krankheiten und ein kostenloses Netflix-Abo, wenn man denn eine gewisse Anzahl an Fragen richtig und rechtzeitig beantwortet. Freundlicherweise gibts unbegrenzt Publikums- und Telefonjoker.
Der gute Londo möchte auch noch sein wandelndes Gewissen loswerden und lässt seinen Assistenten zum neuen Botschafter auf Minbar befördern, nachdem er bei Delenn ein gutes Wort ein- und ein paar Polyluxfolien aufgelegt hat.
Weg isser, der Vir. Und fast hätten wir noch einen Abgang gehabt. Denn die Centauri haben eine schöne Marionette gefunden, die sie den Narn auf der Station nur zu gerne als neuen Anführer vorsetzen würden. Doch die sehen die Sache ein wenig anders und lungern so lange im Treppenhaus herum, bis G’Kar erkennt, dass sein Platz auf der Station ist.

Eine merkwürdige Folge, die einzig von guten Londo/Vir und G’kar Momenten lebt. Und uns auch nur mit viel guten Willen

3 von 6 Penissen

Entlockt.

Der Wortvogel aus dem Bücherschrank

Wir haben es schon einmal gesagt und sagen es gerne wieder:
2018 wird ein geiles Jahr für Fiver in Deutschland!

Warum? Weil wir dafür sorgen werden! Es gibt ne Menge zu feiern in diesem Jahr: Wir werden zwei, Babylon 5 wird 25 und Torsten Dewi…nunja, er hat auch einen runden Geburtstag in diesem Jahr 🙂

Aber der Reihe nach:

Wir hatten am 27.1. unseren zweiten Geburtstag. Diesmal wollten wir aber nicht um Einspieler betteln und Euch in einer Livesandung stundenlang in den Ohren zu liegen wie toll wir doch sind. Hauptsächlich, weil wir das erst vor wenigen Wochen getan haben 🙂

Der wichtigere Geburstag in diesem Jahr ist allerdings der der Serie, die unserem Cast überhaupt einen Sinn gibt: Babylon 5 wird in diesem Jahr 25 Jahre alt. Eigentlich hatten wir ja gedacht, dass irgendwer in Deutschland das aufgreift und sämtliche noch lebenden Stars zusammentrommelt. Aber die üblichen Verdächtigen ignorieren sogar das gleichzeitige Silberjubiläum der Schwester-Star Trek Serie und haben auf ihre Con lieber den kompletten Cast von BSG geladen. Pft…

Bleibt die Ganze Arbeit also wieder an uns hängen. Wir sind der letzte Rufer in der Wildnis, das labernde Leuchtfeuer in der Dunkelheit des Alls und wollen deshalb das Jubiläumsjahr angemessen feiern. Und dazu haben wir uns jede Menge Gäste in den Cast geladen, um mit uns gemeinsam in Erinnerungen zu schwelgen und auch den ein oder anderen Erkenntnisgewinn zu erlangen.

Den Aufschlag macht der Mann, der aus keinem Bücherregal eines 90ger Jahre Jugendzimmer deutscher Nerds wegzudenken wäre: Torsten Dewi hat nicht nur dafür gesorgt, dass wir die Boobies von Alyssa Milano im deutschen Fernsehen zu sehen bekommen haben, sondern mit den SciFi Serienguides aufgezeigt, dass die 90ger das erste goldene Zeitalter der Science Fiction im Fernsehen war. Und ganz speziell hat er mit dem „Babylon 5 Universum“ ein Nachschlagewerk erschaffen, dass nicht nur einmalig in Deutschland war („Standardwerk bei default“ wie er so treffend sagt) sondern zumindest bei den Ratsmitgliedern sämtliche Umzüge und Ausmistaktionen überstanden hat und uns bei unseren Besprechungen immer noch gute Dienste leistet. Die spannende Entstehungsgeschichte erzählt und Torsten im Interview. Obwohl, was heißt Interview?

Tim:
„Einen Tosten Dewi interviewt man nicht, man läßt ihn einfach reden!“

Genau. Freu Dich auf knapp anderthalb Stunden spannender Geschichten und Anekdoten, die teilweise so noch nirgendwo zu lesen oder zu hören gewesen sind!

Und wo Torsten so nett von einer gescheiterten Convention geplaudert hat, wird uns schon ein bißchen mulmig bei Punkt drei der heutigen Agenda:

Wir wollen eine Convention veranstalten!

Oder beser gesagt ein Conventschen. 🙂 Platz ist nämlich nur für maximal 50 Leute, dafür wird es aber extrem gemütlich und exklusiv. Der gute Tim hat sich gemeinsam mit der – diesmal angezogenen – Mary die Lokalität angeguckt und weiß nur gutes zu berichten. Genaueres können wir natürlich erst erzählen, wenn alles in Sack und Tüten ist, aber wir haben so richtig Lust drauf und glauben, dass wir da was richtig tolles auf die Beine gestellt haben.

Wir können jetzt nur sagen: Halte Dir den 10. und den 17. November frei (zwischen den Terminen schwankt es noch). Und: Das Ganze findet im Raum Köln/Düsseldorf statt.

Wir halten Dich natürlich auf dem Laufenden!

Steck Dir Deinen Comlink doch sonstwo hin!

„Soll ick jetzt den Knaller zünden?“ – „Zünd den Knaller!“ – Puff! – „irre!“

Ja, das trifft den Kern der heutigen Folge recht gut, denn die Handlung lässt sich wie folgt zusammenfassen: Irrer Bombenleger ist irre und legt Bomben. Und reißt damit riesen Löcher nicht nur in die Station sondern auch ins Budget der Serie. Denn hier werden nicht nur mal eben liebgewonnene Sets geschrottet, sondern auch für Statisten war offenbar noch genug Kohle da. Stellt sich heraus: Der Täter ist ein armes Würstchen mit kleinem Schwanz und großem Geltungsbedürfnis.
Erst reißt beim Irren die letzte mentale Zündschnur, dann explodiert der Sprengsatz – inzwischen weit weg von der Station – und dann kriegt er Sheridans Faust zu schmecken. Und der hat nach seiner Comlinkversteckaktion garantiert NICHT seine Hände gewaschen, so!
Klingt eigentlich wie ein total generischer Plot und ist es auch. Aber der dient ja nur als Vehikel, um andere Charaktere weiterzuentwickeln. Lennier zum Beispiel verfeinert seine Ohnmachtsanfall-Skills durch ins Koma fallen.
Bei aller Ballerballer-Banalität der Haupthandlung ist die Umsetzung ausgesprochen sehenswert: Ausgefeilte, wenn auch etwas verwackelte Kamerafahrten und ein Bildaufbau, der Richard Compton nie im Leben eingefallen werden. Jede Szene schreit uns förmlich entgegen: SIE HER! Ich hab mir was dabei gedacht, wie ich die Charaktere positioniere.
Insgesamt eine sehr merkwürdige Folge, die irgendwie aus dem Fluß der SeelenSerie fällt und sich ein bißchen anfühlt wie ein Fremdkörper: Garibaldis Gehilfe zum Beispiel kommt völlig aus der Kalten. benimmt sich so, als wäre er schon immer da gewesen (Kosh?) und verschwindet am Ende in der Versenkung, um nie wieder gesehen zu werden. Wir hatten beide ganz furchtbare Erinnerungen an die Folge, die sich im Rewatch als total unterhaltsam herausgestellt hat. Haufenweise tolle (Bild)Ideen, die die Folge extrem unterhaltsam und kurzweilig machen. Und der verrückte Bombenleger ist angenehm verrückt und das, obwohl er total over the top ist.

Am Ende zücken wir den Sprengstoffgürtel und vergeben bombige

4 von 6 Penissen

Der mysteriöse Geldkoffer unterm Schattentisch

Halllooooo, da sind wir wieder! Und wir hoffen Du hattest einen genauso schönen (dem Alter angemessenen) Jahreswechsel wie die BesitzerInnen der drei zarten Stimmen, die Dich heute zurückheißen – zum Start der dritten Staffel unserer Lieblingsserie der 90ger, die auf einer Raumstation spielt.

Und, was sollen wir sagen, JMS hat vor Beginn der Staffel offenbar ein kleines Geldköfferchen vor der Tür gefunden. Denn wir freuen uns über neue Schiffe, Kulissen und spacige Milchglas-Tische

Die eigentliche Rahmenhandlung beginnt relativ generisch: Es kommt wieder mal ein Abgesannter von der Erde auf die Station und will ausgerechnet was über das Schattenschiff wissen, das auf ISN kurz mal zu sehen war, bevor es die Regierung vom Sender geholt hat.
Dass alle so tun, als würden sie die Aufnahmen zum allerersten Mal sehen, scheint uns deshalb ein weni an Londos Haaren herbeigezogen. Die stehen ihm allerdings recht schnell noch ein Stückchen mehr zu Berge beim Betrachten, denn er verbindet damit traumatische oder besser: traumartige Erinnerungen. Auch G’Kar kann dem armen Abgesannten nur vergilbte Seiten in seinem Poesiebuch zeigen, garniert mit Schauergischichten von damals(tm).

Dass die Schatten irgendwelche Kontakte zur Erdregierung pflegen, war uns schon lange klar, aber im Gegensatz zu anderen Serien der 90ger (*hust*AkteX*hust*) läßt JMS die Verschwörungswurst nicht vor unserer Nase baumeln, bis sie vergammelt ist, sondern belohnt aufmerksame Zuschauer TATSÄCHLICH mit einem Leckerli wie diesem.

Londo hat nämlich keinen Bock mehr auf Morden (boah, diese Doppeldeutigkeit) und gibt ihm und seinen unheimlichen Verbündeten den Laufpass. Vorher zeigt Morden aber noch, wo der Schatten den Most holen will. Dreiviertel der Galaxie abtreten? Für Londo kein Problem. Dass der schneidige Schattenflüsterer allerdings hinter Londos Rücken mit Lord Refa zusammenarbeitet, DAS will Mollari so gar nicht gefallen. Deshalb ist er auch etwas in Gedanken versunken, als es um eine unbedeutende Welt geht, auf die die Schatten gerne Zugriff hätten.

Wie auch auf einer anderen Raumstation bekommt der Captain in der dritten Staffel ein Raumschiff geschenkt. Hier sogar zwei zum Preis von einem, denn wir finden, es sieht so aus als würde auf der Whitestar oben noch ein kleines Schiff drauf sitzen. Aber halt! Sheridan hat das Schiff ja noch gar nicht! Das muss ihm ja erst mal gegeben werden. Von unserem Neuzugang in dieser Staffel, der schneller schleichen kann als sein (Achtung!) Schatten: Ranger Marcus Cole

Der rein- raus- Job entpuppt sich allerdings schwieriger als gedacht: Ein Schattenschiff macht Sheriand unerwarteterweise seine Aufwartung und der sich mit seinem neuen Schiff aus dem Staub. Sieht ja auch blöd aus im Lebenslauf: Grade erst übernommen und schon der erste Kratzer drin. Denn niemand hat je ein Schattenschiff besiegt! Niemand? Das wäre doch gelacht. Und mithilfe eines Sprungtors im Sprungtor löst sich die Bedrohung in Weltraumluft auf:

Alles in allem eine Folge, die uns ein bißchen zwigespalten zurückläßt. Die Handlung ist eigentlich recht dünn, aber andererseits mussten halt mehrere neue Charaktäre (Marcus, die Whitestar, der Konferenztisch) eingeführt werden, da muss man eben Abstriche machen.

Trotz allem ist das Ganze immer noch mehr als durchschnittlich und so vergeben wir am Ende:

4 von 6 Penissen

Podwichteln 2017 – Habbel, Kabbel & Sabbel

Zum Ausklang des Jahres haben uns die Podwichtel eine besondere Ausgabe hinterlassen: Es geht nämlich um Babylon 5! Und so hat sich hier zur Abwechslung einmal der blaue Rat unter den Scheinwerfern eingefunden – aber da bekanntlich in der Nacht alle Räte grau und die Jungs sehr motiviert (und betrunken) sind, fällt eigentlich kaum ein Unterschied zu sonst auf.
Nagut, in der Form des Castes schon, denn wir bekommen hier einen Livekommentar zur 19. Folge der zweiten Staffel – „Verräter ohne Schuld“ – geliefert. Der geneigte Hörer erinnert sich, dass jene Folge bei uns mit einer recht soliden Vier-Penis-Wertung bedacht wurde – ob das ausreicht, um in wenig-bis-nichts-ahnenden Quereinsteigern babylonische Begeisterung zu entfachen?

Nein, wohl eher nicht. Auf den Zuschauer ohne Vorkenntnisse prasseln dann wohl doch zu viele Details herein und überschatten (Hihi) die Handlung doch ein bisschen. Auch die speziellen Effekte sowie gelegentliches Overacting (der graue Rat berichtete) vermögen unsere Gastcaster nicht vollends ins Boot zu holen. Aber immerhin werden Garibaldis wiederholte Erfolge beim stationsweiten Bruce-Willis-Ähnlichkeitswettbewerb gewürdigt und die schon vor Jahrzehnten die männlichen Zuschauerschaft begeisternden Andeutungen von Homoerotik finden auch Anklang.
Und so kann man uns hier noch ein paar Gedankenanstöße bezüglich des Wasserkreislaufs der Station, der Wahrscheinlichkeit von Schrebergartensiedlungen im Weltraum und neue Ansätze zur Befestigung der Comlinks mitgeben. Und eines muss man den Jungs lassen: Die Auflösung der Folge hatten sie im Handumdrehen parat.

Da die Folgenwertung in eine bunte Mischung aus primären und sekundären Geschlechtsmerkmalen ausufert, fällt es schwer, einen Mittelwert zu ziehen – aber zumindest gibt es in den Shownotes noch das von den Wichteln versprochene Bild von schönen Brüsten. Lecker!