Willkommen beim Grauen Rat - DEM deutschsprachigen Babylon 5 Podcast

Hier die neusten Episoden:

Soviel #Altersmildigkeit in der Weihnachtszeit

Die DVD mit dem brennenden Kaminofenfeuer knistert feinstaubfrei vor sich hin, der Duft von Glühwein und selbstgebackenen Plätzchen dringt in die Nase, sanft winkt und blinkt der 1€-Weihnachtsmann aus dem örtlichen Asia-Laden.
Kurz: Es ist so richtig weihnachtlich und die richtige Atmosphäre für eine Jahresendgala. Die ja seit fünf (oder vier?) Jahren traditionell mit der jährlichen Staffelrückschau zusammenfällt. Dieses Mal haben wir sogar die (traurige) Gelegenheit, auf die komplette Serie zurückzublicken. Und dazu braucht es natürlich den entsprechenden Rahmen.

Gregor:
„Ich habe extra mein T-Shirt mit der aufgemalten Krawatte angezogen.“

Doch auch Sascha hat tief in den Kleiderschrank gegriffen und sogar eine Hose angezogen. Der Rest des Rates leidet an vorweihnachtlichen Terminkollisionen bzw alters- und kindererziehungsbedingter Demenz und hat es nicht zur Aufnahme geschafft. Aber wir haben ja noch Dich, Dich und Dich! Denn es hat sich einiges an Einspielern angesammelt, was im Rahmen der Gala zur Aufführung gebracht wird.
Und natürlich dürfen die Klassiker, wie die absurdesten Suchbegriffe, die auf unsere Seite geführt haben und ein wenig Statistik nicht fehlen. Die Graphik mit unserer Staffelbewertung liegt allerdings auf einem Rechner weit weit entfernt und wird nachgereicht.
Aber: Schon mindestens seit den 90ern werden erbitterte Grabenkämpfe unter Star Trek Fans ausgetragen, nicht nur gegenüber Fans anderer Serien sondern auch untereinander. Nur dass sich das früher(tm) über Monate hinweg durch Laserbriefe zog und mitlerweile in Echtzeit im Internet passiert. Und da wir irgendwie alles schon irgendwie mitgemacht haben, ist in uns etwas eingekehrt, was wir spontan

#Altersmildigkeit

getauft haben, eine Mischung aus Altersmilde und der Müdigkeit, immer die ewig gleichen Debatten zu führen und die ewig gleichen Memes von Neufans serviert zu bekommen.

Und natürlich geht es auch um Warners Umgang mit (den Rechten von) Babylon 5, die jüngste optische Frischzellenkur für die Serie und Saschas juckendem linken dicken Zeh, dass uns da bald was größeres ins Haus stehen wird mit dem Franchise.

Wir wünschen Dir jedenfalls, dass der Weihnachtsmann (oder das Christkind, das Chanuka-Kind, dieser Rastafarimann oder wer auch immer) einen dicken Sack hat, bleibt gesund und wir hören uns im neuen Jahr mit neuer Kraft wieder!

Von uns gibt es für unsere Hörenden

6 von 6 Penissen

Wir könnten uns keine besseren, intelligenteren und netteren Leute vorstellen wie Dich, Dich und DICH!

Der Cheffe macht das Licht aus

Es kommt uns wie gestern vor, dass wir uns in einem sozialen Medium unseres größten Mißtrauens trafen und Pläne schmieden, einen Babylon 5 Podcast zu starten. Und das Ende schien uns anläßlich eines Zweiwochenrhythmus noch eeewig hin. Aber was sollen wir sagen. Da isse, die letzte Folge Babylon 5. Aber im Gegenzug zu JMS haben wir unsere letzte Folge nicht ein Jahr im Vorraus aufgezeichnet. Was Vor- und Nachteile hat. Denn vieles, was wir da sehen wirkt unter dem Eindruck von Staffel 5 dann doch etwas weniger Beeindruckend, als wir es in Erinnerung hatten. Beispielsweise merkt man der Folge das doch deutlich geringere Budget von Staffel 4 an, etwa bei der Dinnerszene an Sheridans klapprigen MuFuTi.

Aber warum lädt der ExPräsident eigentlich zu Klapptische? Nun? Seine von Llorien geschenkte Zeit ist fast abgelaufen und so stimmt er im fahlen Sonnenlicht Minbars seinen Schwanengesang an, lädt die verbliebenen alten Freunde zum letzten Abendmahl und absolviert eine Stipvisite auf der ziemlich leeren Station, wo wenigstens noch einer auf Zack ist.

Die letzte Reise führt in den Sektor der großen Schattenschlacht, wo Llorien auch schon wartet, um den Propheten hinters Licht zu führen. Und am Ende darf der große Serienchef nochmal selbst den Schalter umlegen und die Station in die Luft sprengen.

*seufz* Eine Folge, die ziemlich schnöde klingt, wenn man ihren Inhalt einfach so zusammenfasst. Aber sie ist eben soviel mehr. Sie ist ein Schwanengesang und darf deshalb auch stellenweise supercheesy und melodramatisch daher kommen. Wenn Sheridan und Delenn sich gegenseitig Planetennamen geben, dann ist das eigentlich zum Fremdschämen, aber uneigentlich geht einem das Herz auf. Und wer am Ende, als die Station explodiert, keine Träne verdrückt hat kein Herz, so!

Objektiv betrachtet ist die Folge nicht sonderlich großartig, was auch an der nunja besonderen Art der Regieführung von JMS liegt, dessen Talent dann doch eher hinter der Schreibmaschine als hinter der Kamera liegt. Aber diese Folge kann man eigentlich nicht objektiv betrachten, weil sie einfach soviel mehr ist, als eine ganz normale Folge. Es ist verdammt nochmal die letzte Folge einer großartigen Serie und sie weiß in jedem Moment, dass sie genau das ist. Man weiß genau: Die Tränen, die die Leute da auf dem Monitor vergießen sind echt und Christopher Franke zeigt nochmal, wo sein Berliner Orchester den Most holt.

Deshalb haben sich zu diesem Anlaß auch alle machenden dieses Podcasts eingefunden, den Hut zu ziehen und entsprechend viele Penisse. Wobei gerade die Erstseherfraktion feststellen muss, dass die Folge den geschürten Erwartungen nicht gerecht wird. Aber wie schon geschrieben, bei der Bewertung ist einfach verdammt viel Subjektivität und Sentimentalität dabei. Und deshalb kann man eigentlich nur die Höchstwertung geben:

6 von 6 Penissen

Der Rat verabschiedet sich damit erstmal in die Staffelpause, wobei noch eine Staffelgala folgt. Hast Du eine Meinung zu Staffel 5 und/oder der Serie allgemein? immer her damit!

Und nicht vergessen: Am 7. November treffen wir uns zu unserer Online-Convention!

Und das solltest Du Dir noch angucken:

Familie Sheridan zieht um

Familie Sheridan zieht um

Willkommen zur letzten regulären Folge der Serie! Eine Folge zu denen die Kritiker folgendes zu sagen haben:

Mary:
„Es war glaube ich der größte Fremdschämmoment der gesamten Serie“
Gregor:
„Das ist eine der schlechstesten CGI-Szenen, die wir seit langem gesehen haben!“
Mary:
„Das sieht aus, als hätte ich was aus Pappmaschee schnell was zusammengedengelt.“

Nein, kleiner Scherz. Aber im Grunde passiert nicht viel. Franklin und die Sheridans packen (im wahrsten Sinne des Wortes) ihre Koffer und machen sich auf die Reise. Der eine zur Erde, die anderen nach Minbar.
Abgerundet durch Kurzbesuche bei und/oder mit Londo, G’Kar und Garibaldi.
Letzterer führt das coolste Bewerbungsgespräch ever:

Achja: Lennier ist auch mit an Bord. Und auch das wortwörtlich. Was genau da an Bord der Whitestar aber passiert, und vor allem warum, das weiß wohl nur JMS persönlich, WIR haben das jedenfalls nicht verstanden. Also: Irgendwas mit Gas und ziemlich stupiden Minbari führt dazu, dass sich Sheridan in einer verzwackten Situation und durch eine Sicherheitsglasscheibe getrennt Lennier gegenüber sieht. Der liebe Leine zieht, statt Knöpfchen zu drücken.

Was immer sich das alte Narbengesicht durch die Aktion auch erhofft haben mag, es wird nix, denn Sheridan kann sich MacGyverlike nur unter Zuhilfenahme seines Hirns (plus eines Kampfstabes) aus der Situation befreien.

Im neuen Zuhause auf Minbar macht Londo einen Antrittsbesuch (Meine Omma hat immer gesagt: „Hüte Dich vor Centauri, die Geschenke bringen!“) und Sheridan zeichnet die erste Episode seines Podcasts „Daddy denkt für David“ auf. Das wird Platz 1 der Mintunes-Charts!

Das wars eigentlich schon. Tja. Wieder mal so ne Folge, die man schwer bewerten kann, weil sie eigentlich nur Reste zusammenkehrt. Das aber in unterhaltsamerweise, so das am Ende

Penisse gezückt werden. Und wenn Mary am Anfang etwas berauscht wirkt, dann liegt das an der Aufnahmetechnik, aber es bessert sich nach 5 Minuten.

Apropos berauscht: Wir freuen uns, gemeinsam mit DIR die letzte Folge Babylon zu sehen.
Am 19.10.2020 ab 21:00 auf unserem discord-Server!

über fanklin
Mary:
„Der scheint nur mit Frauen zu sprechen, wenn er grade isst.“

Es ist im Grunde: Die Sheridans ziehen um

tags:
Michael Bay, Friede Springer, Leben des Brian, Trump, Merkel,

M: 4 / 6
G: 4

Weeping in sight

So, liebe Freund:innen der Sonne, das Ende ist nah! Unaufhaltsam nähern wir uns dem Ende unserer Lieblingsserie.

Und da gehört es seit 25 Jahren zur guten Tradition, gemeinsam die Taschentücher bereitzulegen, die Kuscheldecke und ein wohlig warmes Getränk und gemeinsam die letzte Folge zu schauen. Und genau das wollen wir machen. Und zwar mit DIR! Wir laden ein zum

Rudelglotzen

am 19.10.2020

Treff: 20:30

und zwar auf unserem eigens dafür eingerichteten Discord-Server.

Wie und was und wo und warum, das erklären Dir gleich Raphael und Sascha.

Das schauspielerische schwarze Loch ist gestopft

Die Auflösungserscheinung geht weiter. Wieder ein paar Leute verlassen das sinkende Serienschiff. Und um einige tut es uns auch so richtig leid. Um andere weniger. Aber von Anfang an. Der erstmal kommt jemand auf die Station:

Die gute Nummer eins bringt eine Botschaft mit: Jemand hat es auf Garibaldi und seine Neue abgesehen. Also wieder ein klassischer Attentäter Plot? Nicht ganz. Zum Einen ist der Schauspieler extrem gut gecastet, zum anderen ist er eigentlich nur ein gigantischer roter Hering, denn die fast tödlichen Schüsse gibt ein Narn ab, der sich hier zwischen den schlecht geschminkten hier versteckt hat.

So schlecht wie die Masken ist allerdings auch die Inszenierung des Attentates. Das haben wir von Jesus schon besser gesehen

Mary:
„Das folgende Handgemenge gehört zu dem schlechtesten, was ich je gesehen habe.“
Sascha:
„Ich finde alles in dieser Szene armseelig.“

Am Ende überlebt Lize das Attentat und bekommt obendrein noch eine Schnellhochzeit auf der Krankenstation. Ihr Frischvermählter darf dafür noch ein paar Ärsche auf dem Mars treten

Apropos Ärsche. Sheridan entwickelt sich immer mehr zu einem von ebenjenem. Denn die Art, wie er mit Garibaldi umspringt in dieser Folge geht auf keine Kuhhaut.

War sonst noch was? Achja, G’Kar packt seine Tasche und nimmt auch noch Lyta mit.

Eine Folge, die man wirklich schwer bewerten kann, weil sie eine Menge toller Szenen bietet, aber auch eine Menge Grund zum Ärgern. Am Ende drücken wir ein paar Augen zu und vergeben

Jestatten? Wolfgang Schneider. Waffenhändler.

Erinnert Ihr Euch noch an diesen langhaarigen Typen? Diesen Anführer? Nein, der ANDERE Engländer. Ja, genau, dieser schmierige Telepathentyp. Stellt sich raus: Der ist immer noch nicht vergessen und in seinem Namen werden diverse Attentate durchgeführt. Das hat mit etwas Verspätung auch die Erdregierung mitbekommen und die Spur der Scheine bis nach Babylon 5 verfolgt. Wo die gute Lyta gerade den nächsten Waffendeal klarmacht. Aber Sheridan macht ihr wiederum mit seiner Waffe klar, dass dieser Deal geplatzt ist.

Dank eines weiteren Deals (meine Güte, sind wir hier in den Star Wars Prequels?) mit Garibaldi kommt die guteste wieder auf freie Füße und auf lange Sicht auch zu frischem Geld für ihre Terrorgeschäfte. Aber vorher gibt sie sich auf Weltraumrundreise mit G’Kar.
Der hat nämlich immer Trouble mit seinen Gefolgsleuten. Die ihn entweder zum neuen Föhrer machen oder selber Föhrer werden wollen in seinem Namen. Und dabei sowohl Schilder als auch Statuen schwenken.

Gregor:
„Statuen kann man umschmeißen. Aber Schilder sind für die Ewigkeit gemacht.“

Dank fehlender Türen kann G’kar dann auch in genau das richtige Meeting platzen und seine Reisepläne unterbreiten. Praktisch. Wieder zwei Personen kurz vor Knapp aus der Serie geschrieben.

Aber wir kriegen ja auch Zuwachs. Delenn ist schwanger. Angeblich von Sheridan. Und das sind umwerfende Nachrichten.

Während die werdende Mutter also so vor sich hin liegt, kommen die Herren der Schöpfung im Schein der OP-Lampen ins Schwadronieren. Quasi
Küchenpsychologie im Medlab.

Raphael:
„Es war so die philosophische Entsprechung der Plexiglasstange.“

Und dann müssen wir auch noch den Garibaldi-Arc so langsam abschließen. Der kommt besoffen ins Meeting und darf sich eine Kopfwäsche vom Chef abholen. Der zwar halbherzig seine Hilfe anbietet, aber die eigentliche kompetente Betreuung der uns inzwischen ziemlich ans Herz gewachsenen Stationschefin überlässt. Das die auch noch ungefragt die Freundin einlädt ist vielleicht ein bißchen übergriffig, hat aber den Vorteil, dass nun auch Garibaldi einen Plan für die Zeit nach dem Ende der Serie hat.

Und das führt uns direktemang zum Fazit:

Man merkt der Folge an, dass sie ein bißchen zwanghaft alle Figuren kurz vor Toresschluss noch in die richtigen Positionen/Situationen bringen muss. Und sie setzt Sheridans Inkompetenzspirale fort. An seinen Mitarbeitergesprächskompetenzen muss er wirklich noch feilen. Wenn er angeblich seit Monaten einen Verdacht hat, dass Garibaldi wieder trinkt: Wieso schüttet er ihn mit Arbeit zu, betreut ihn mit hochsensiblen Aufgaben und vor allem: Warum bietet er keine Hilfe an? Lochley dagegen zeigt mal wieder, wo eine gute Chefin den Most holt.

Am Ende bleiben

4 von 6 Penissen

Und ja, wir wissen inzwischen, was mit den G’Kar-Statuen passiert ist. Darüber reden wir kommende Folge. Vielleicht.

In bezahlten Betten schläfts sich gut

Huch(tm) da haben wir die letzte Folge doch eine Woche zu früh gesendet. Damit es diese Woche aber nicht nichts auf die Ohren gibt, haben wir doch noch einiges zu erzählen. Denn es geht um die Babcon2020, die ja doch irgendwie in diesem Jahr stattfinden soll, wenn auch online.Was? wie? Wo? Warum? Und wo gibts Karten?

Wir haben in den letzten Wochen gebastelt und getestet und darüber (und was Euch erwartet) reden wir in dieser Ausgabe.

Wir können nur empfehlen, Dich in den glorreichen Reigen der Fördermitglieder des Babcon eV einzureihen.

Ranger Mimimi auf der Suche nach dem präsidialen Rückgrat

Heute ist die Folge mal nicht so vollgepackt wie die letzte. Trotzdem haben wir noch ein bißchen storytechnischen Ballast an Bord.

Raphael:
„Schmeisst Sheridan raus und die Szenen mit Delenn und Lennier und das ist Babylon 5 in Reinform.“

Tatsächlich ist der gute alte Präsident in diesem Fall (von Centauri prime) sehr macht- kraft- und saftlos. Denn außer ein paar leeren Worten hat er den angreifenden Narn nicht viel entgegenzusetzen. Und wird auf dem verbalen Schachfeld auch gleich mal matt gesetzt.

Raphael:
„Der ist wirklich unglaublich passiv. Der ist so passiv, ich hätte ihn am liebsten gehauen für seine Passivität.“

Aber nicht nur Sheridan sitzt blöd in der Gegend herum und weiß nichts mit seiner Sendezeit anzufangen. Auch Delenn tut es ihm gleich. Die ist immer noch 50% der Überlebenden auf der einsamen whitestar und jammert Lennier die Ohren voll.

Raphael:
„Das ist doch nicht Ranger one, das ist Ranger Mimimi“

Da tut einem der inzwischen ziemlich unsympathische Gehülfe dann doch ein bißchen leid. Und das gleich doppelt. Denn nach einem Liebesgeständnis im Angesicht des mutmaßlichen Todes wird Lennier sowas von unsanft in die friend-Zone gepfeffert, dass es uns nicht wundern würde, wenn er versuchen würde, seinen Nebenbuhler auszuschalten.

Abgeschaltet wird dagegen der Regent. Der darf noch enthüllen, dass er nicht Herr seiner eigenen Sinne war, sondern Knecht einer herrischen Spinne. Stellt sich raus: Die Drakh kontrollieren den jeweiligen Machthaber des Planeten und so stellt sich auch Londo der Herausforderung und akzeptiert den ziemlich schlecht animierten Keeper auf der Schulter.

Aber immerhin: Unter Glockengeläut wird er zum neuen Imperator gekürt und kann Sheridan gleich mal verklickern, wo er sich seine verdammten Reparationszahlungen hinschieben kann. Und nichts sagt das deutlicher als ein 30 Meter hohes Hologramm.

War sonst noch was? Achja: Sheridans erster Offizier hat sich im Anschluss auf einen Job auf der Voyager beworben, weil er sich mehr Karrierechancen versprach. Selbst schuld.

Gregor:
„Ist das nicht der, der in die Höhle gegangen ist und nicht mehr rauskam?“
Sascha:
„Doch. Als Knochen kam er wieder raus.“

Fazit:

Gegen Ende der Serie dreht JMS nochmal voll auf. Schade, dass er die erste Hälfte der fünften Staffel mehr oder weniger verplämpert hat. Sehr ärgerlich ist es, Delenn und Sheridan beim Nichthandeln zuzugucken. Die Demontage der Charaktere geht da ziemlich weiter. Was wir uns aber am liebsten Einrahmen würden ist alles, was auf Centauri prime passiert. Und besonders der emotionale Abschied zwischen Londo und G’Kar ist groß-ar-tig. Wir vergeben

5 von 6 Centauripenissen

Wozu braucht John ein Raumschiff?

Heute gehts rund im Epsilon Sektor. Und auf Drazi prime. Und auf Centauri prime. Also eigentlich fast überall. Denn nachdem JMS eine halbe Staffel mit trantütigen Telepathen vertrödelt hat, hat er offenbar jetzt festgestellt, dass die Serie in 5 Folgen vorbei und noch einiges an Handlungsfäden zusammengeknüpft werden muss. Und so beginnen wir gleich explosiv.
So langsam (langsamer als die Zusehenden) kommen unsere Helden dahinter, was es mit den Centauri-Angriffen tatsächlich auf sich hat. Die Schiffe werden nämlich nicht von Piloten gesteuert sondern von faulen Eiern, die streng nach Schatten riechen. Was Lyta und Franklin auf einer handlungstechnisch eigentlich unnötigen Reise nach Drazihausen auch hautnah erfahren. Am Diplomatentisch hat sich das allerdings noch nicht herumgesprochen. Hier waren alle Beteiligten zu beschäftigt mit Essen. Und Umziehen.
Nachdem man dem ziemlich hilflos agierenden Präsidenten versprochen hat, nichts zu unternehmen packt man seine Siebensachen und seine Siebenhundertachtundreißig Schiffe (und ein paar Bomben) und macht sich auf zur Heimatwelt der Centauri.
Dort sitzt Londo immer noch im Knast und träumt von anderen SciFi-Serien der 90er. Mit Hängen und Würgen (hehe) kann sich Londo aus der Gefangenschaft befreien, sich noch Unverschämtheiten seiner künftigen Untergebenen anhören und ein letztes Gespräch mit dem reichlich rätselhaften Regenten führen. Und endlich geht auch Londo ein Licht auf, dass es um die Zukunft seines Planeten nicht sooo gut gestellt ist.
Die Folge endet also, wie sie begonnen hat: Mit feuernden Schiffen. Und auch wir feuern JMS mit Applaus an. Die Serie hat endlich wieder an Fahrt aufgenommen.
Tatsächlich haben wir hier eine der besten Folgen der Staffel vor uns. Manchmal etwas cheesy, spielt sie doch gekonnt die Klaviatur der Gefühle und wirkt dabei vielleicht ein bißchen vollgestopft. Von uns gibt es

5 von 6 Centauripenissen

Das Auge schießt mit

Nach gefühlt 28 Folgen Sex und Gesinge im braunen Sektor, Flaschendrehen in Garibaldis Quartier und diplomatischem Vorgeplänkel zeigt JMS heute nochmal, wo der Centauri sein Spoo holt.

Tim:
„Der Slipper ist gefallen, die Dinge verändern sich.“

Die Beweise kommen auf den Tisch: Die Centauri stecken hinter den Angriffen der letzten Monate und der Regent erkennt: Mist. Sagt aber: Alles Lüge! Und wenn ihr das mit der Blockade wirklich durchzieht, dann heißt das *tief lufthol* Krieg! Jawoll!

Gregor:
„Dass man jetzt in den Krieg geht, das wurde auch Zeit.“

Man muss dem Mann aber zugute halten: Sheridans Friedenspolitik war alles andere als diplomatisch und die angeblich wichtigste Information des Universums über einen einzigen unzuverlässigen Mittelsmann laufen zu lassen, statt sich selber drum zu kümmern, das war…nunja.

Alex:
„Man merkt einfach: Der ist vollkommen überfordert von der Situation.“

Londo hat jetzt jedenfalls die Faxen dicke und will mal selber auf seiner Heimatwelt nach den Rechten sehen, landet aber schlussendlich nach zahlreichen Wortgefechten mit G’Kar in der Zelle.

Hui, wie DAS wohl noch alles endet? Nur noch 6 Folgen bis Finale.

Und hier unsere finale Wertung: Die Ratszenen und eigentlich fast alles mit Minbari nerven leicht, aber es wird wieder wettgemacht durch wirklich großartige Momente (vor allem zwischen Londo und G’Kar) und eine tolle Inszenierung durch den Gatten von Frau Furlan. Der darf gerne wiederkommen. Aber er sollte sich beeilen, die Serie ist bald zu Ende.

4,5 von 6 Penissen