Willkommen beim Grauen Rat - DEM deutschsprachigen Babylon 5 Podcast

Hier die neusten Episoden:

Wir kochen für den einen, wir backen für den einen.

Gestern meditierten wir noch am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter. Jedenfalls, wenn man dem deutschen Titel der Folge Glauben schenken mag.
Garibaldi hat keine Zeit sich über solche Wortklaubereien Gedanken zu machen, denn er hat in wilden Träumen Besuch von gleich mehreren Damen. War Lyta Stalking-Vampir-like tatsächlich in seinem Quartier oder nicht? Egal. Hauptsache, seine Lisa is da und sogar fast soweit, ihn auf den Weg der trockenen Realität zurückzuholen, aber am Ende der Folge muss er sie wieder zurückschicken, denn es könnte ungemütlich werden auf der Station.

Stellt sich raus: Der sinnlose Handlungsstrang um Lennier aus der vergangenen Folge zahlt sich jetzt doch aus. Er findet, quasi hautnah heraus, wer hinter den Angriffen der letzten Wochen und Monaten steckt. Delenn ist verständlicherweise ziemklich enttäuscht von den Centauri. Und von einem ganz besonders. Was die gute Mira Furlan wieder mal an den Rand ihrer schauspielerischen Möglichkeiten bringt
Es dröht also ein Krieg mit den Centauri. Die Narn dagegen könnten profitieren. Erinnert sich noch jemand an das unmoralische Angebot in der Kuppel des Schweigens aus dem Pilotfilm? Hols der Teufel, JMS greift diese Szene in der letzten Staffel der Serie nochmal auf. Und diesmal ist es Lyta, die den Deal vorschlägt: Ihr telepatisches Erbgut im Austausch für einen lebenslangen Vorrat an Haarconditioner für die abtrünnige Telepathenbande. Wer würde da nein sagen? G’Kar auf keinen Fall.

Und was sagen wir?

Durchschnitt: 3 von 6 Penissen

Lektionen aus dem Küchenphilosophie-Kalender

Heute lernen wir mal so richtig viele Lektionen. Aus uns unerfindlichen Gründen trifft sich Delenn mit ihrem Existenten (Kurzform für Ex-Assistenten) erst in einer üblen Spelunke und dann in einer schlecht illuminierten Luftschleuse, wo Lennier mal so richtig zeigen kann, was er in Sachen Sarkasmus gelernt hat.

Alex:
„Es ist so’n richtiges drecksäckiges Grinsen. Das möchte ich ihm aus dem Gesicht schlagen“

Lennier bekommt einen geheimen Geheimauftrag. Er soll nämlich so tun, als würde er für die Rangerprüfung trainieren (was er ohnehin vorhatte) und nebenbei noch ein bißchen für die Allianz in Sachen Centauri schnüffeln. Und ehe er „Wäre ich doch nur lieber Finanzbeamter geworden“ sagen kann, findet er sich auf einer whitestar wieder, die wirklich nur ganz inoffiziell „Maria“ heißt. Und wenn man das nicht weiß, merkt man es auch nicht…

Der Captain läßt sich jedenfalls ne Menge einfallen, um die Rekruten zu pisacken und ihnen wichtige Lektionen in Sachen Demut und auch fürs Leben mitzugeben. Zum Beispiel die hier:

Sascha:
„Der Captain sagt: ‚Ein privater Kanal ist nicht immer privat. Und ich seh Euch auch beim Schlafen zu. Und beim Duschen.‘ Und Lennier sagt: ‚Ich hätte gerne ein anderes Schiff.'“

Nach all den illustren Abenteuer von Kadett Lennier und seinem britischen Kompagnon, ist man zwar etwas schlauer, aber keinen Deut, was die Centauri betritfft. Schade. Dann hätte man sich den Plot auch durchaus sparen können.

Londo dagegen hat allen Grund stolz auf SEINEN Assistenten zu sein. Der war nicht nur einkaufen, sondern hat bei dieser Gelegenheit auch gleich den Stand des Vorlauten Drasi vernichtet, der ihm neben Brot und diversen Hutschachteln auch eine Wanze mitverkauft hat.

Der Mann braucht eine Beförderung! Und – zack – ist Vir der designierte Centauri-Botschafter auf der Station.

Das sind Aussichten, die für G’Kar in weite Ferne gerückt sind, aber er darf weiterhin Vorlesungen für die anderen Narn halten und bekommt endlich sein neues Auge.

Alex:
„Er wird dieses neue Implantat hüten wie seinen Augapfel.“

Etwas getrübt dürfte der Blick von Garibaldi sein, der sich voll wie eine Standhaubitze auf dem Bettvorleger lümmelt, schweinische Lieder singt und etwas von einem „missing link“ lallt.

Sascha:
„Drei Acht im Kessel und immer noch Platz für Wortspiele.“
Mary:
„Das ist wie beim Ratsgrillen.“

Am Ende steht auch hier fast das gleiche Fazit wie bei vielen Folgen der fünften Staffel: Es gibt eine Menge sehr guter Szenen und Dialoge, die immer wieder unterbrochen werden durch klischeehaft vorgetragene Kalenderblattsprüche. Aber, am Ende reicht es für leicht überdurchschnittliche

3,5 von 6 Penissen

Der Cast der Hosenlosen

Heute begleiten wir unseren Lieblings-Hass-Telepathen-Cop bei seiner alltäglichen Arbeit zu Hause und im All. Und wir erfahren, dass er – nicht sehr überraschend – nicht überall so ungut gelitten ist, wie wir es von der Station gewöhnt sind. Da isser nämlich immer so’n bißchen was wie der Fisch ausserhalb des Wassers. Und im Psi-Corps ist er quasi der dickste Hai im Haifischbecken und wird städig von Putzerfischen umkreist, die zu ihm aufschauen. Wenn sie nicht grade in Powerpoint-Präsentationen abhängen
Wir begleiten also Alfred und seine illustre Truppe auf der Suche nach einem abtrünnigen Telepathen und erleben das Ganze sozusagen aus seinen Augen. Ein erfrischender Perspektivwechsel, zu dem man noch eine Menge schreiben könnte, wenn der Shownotesschreiber die Folge gesehen hätte. So muss er sich auf vage Erinnerungen und den lurkers Guide verlassen.
Wie dem auch sei. Die Folge wirft mal einen anderen Blick auf das Psicorps und man könnte Bester sogar so etwas wie den fürsorglichen Chef abkaufen, wenn er am Ende nicht noch gewohnt eiskalt den blinden Passagier in den gewohnt eiskalten Weltraum verfrachten würde.

Passt auch ein wenig in das Schema der fünften Staffel, die ja ähnlich experimentell daherkommt, wie die letzte Staffel TNG, in der die AutorInnen auch nicht mehr so richtig wussten, was sie angesichts des nahenden Serienendes überhaupt noch erzählen sollen. Auch wenn der gute Vir diesmal nicht vor der Kamera zu sehen war, konnte er seine fähigen…Hände doch hinter der Kamera beweisen und wir vergeben

4,5 Penisse

Froilein Delenn, der Präsident bittet zum Dikat(or)

Heute wird gleich mehrfach ein neues Kapitel aufgeschlagen. Denn Babylon 5 wird dreistellig. Wir besprechen die hundertste Folge unserer Lieblingsserie und es es geht um Bücher. Genauer gesagt um eins: Die neue Narn-Bibel bricht alle Verkaufsrekorde. Und deshalb freuen wir uns ganz besonders, zu diesen Anlässen eine Autorin an Bord zu haben:
Claudia Kern hat nicht nur diverse Romane verfasst, sondern dürfte SciFi-Liebhabenden vor allen durch ihre Kollumnen aus der SpaceView und Geek bekannt sein. Wenn sie nicht gerade Comics übersetzt oder auf diversen Convention-Bühnen steht.
G’Kar lebt relativ unfreiwillig den Traum eine(s) jeden Autoren/Autorin, nämlich ein Standardwerk der modernen Literatur zu schaffen, ein Werk, das so mancher Centauri gerne verfilmt sähe und in dessen Seiten man gerne mal den Kopf steckt

Im gleichen Maße wie G’Kars Ruhm wächst der Durst von Garibaldi. Selbiger verschläft erst halbnakt in nichtatmungsaktiver Bettwäsche und verliert beim Duffy-Duck-Ähnlichkeitswettbewerb. Als Trostpreis gewinnt er immerhin eine Reise nach Drazi-Prime, wo er sich mit einem Klischee-Araber trifft (und besäuft) und mal so richtig seinen Auftrag versemmelt. Aber immerhin kann er in dunklen Gassen schonmal für einen späteren Convention-Auftritt in Düsseldorf den Begriff „Gassenhauer“ nach…äh…schlagen
Toll. Sitzen wir also am Ende ohne Beweise im Büro des Präsidenten. Doch halt! Zum Glück haben die Angreifer ein paar Centauri-Knöpfe verloren und schnell wird klar: Da stimmt was nicht am Hofe Centuaris. G’Kar wird da bei seinem nächsten Besuch ein synthetisches Auge drauf werfen.
Und wir werfen mit Penissen. Denn die Folge weiß zu gefallen. Das Zusammenspiel von Londo und G’kar ist wieder mal großartig. Auch die Szenen zwischen G’kar und Ta’lon sprühen vor Weisheit und Charme. Etwas zwigespaltener sind wir von den Garibaldi-Plot, der hin und wieder mal durch regelrechte Slapstick-Einlagen unterbrochen wird. Die Nebenhandlung um Franklins baldigen Abschied ist eher so naja, aber macht schmerzhaft deutlich, dass die Serie in 10 Folgen einfach mal vorbei ist. Am Ende vergeben wir

4,5 von 6 Penissen

Bye Bye Byron!

Besondere Anlässe muss man feiern. Und was gäbe es für einen besseren Anlass als die 99. Folge Babylon 5? Die Schnappszahl alleine würde uns als alte KarnevalistInnen ja schon zum Glas greifen lassen, aber wir haben noch einen Grund mehr, uns einen hinter die Binde zu kippen: Der Typ ist endlich weg! Nach gefühlt einer Ewigkeit verabschieden wir uns heute von Byron und seiner Unympathengang. Ein Handlungsmini-Ark, den sich selbst Garibaldi schöntrinken musste!

Jawoll, so siehts doch aus! Byron hat Garibaldi wieder an die Flasche gebracht. Wenn auch über Bande(n). Denn während Lochley beim letzten Besuch des Telepathenobermuftis Bester den guten Garibaldi sicherheitshalber gesiebte Luft hinter schwedischen Gardinen atmen ließ, hat man seinen ganz offensichtlich noch immer stark schwellenden Hass auf Bester offenbar vergessen. Und so steht Garibaldi mit PPG und Aufnahmgegerät bewaffnet in Besters Quartier, um ein Geständnis zu erpressen. Er hat aber an 2 Dinge nicht gedacht:

Bester hat NATÜRLICH einen telepathischen Failsaife in Garibaldis Hirn istalliert, der verhindert, dass jener jenem etwas tun kann

GARIBALDI HAT VERGESSEN EIN ZWEITES AUFNAHMEGERÄT MITZUBRINGEN!!!

Tja, nicht Garibaldis Tag. Erst Kopfwäsche von Bester, dann Fresse poliert von abtrünnigen Telepathen, die sich im Krankenhaus verbarrikadieren, während unten bei Schmierlapps wieder mal Gruppenkuscheln angesagt ist.

Dann passiert in etwa das: Byron schlägt einen Scheiß-Deal vor, Lochley und Sheridan gehen drauf ein, werden von Bester hintergangen, Zack kommt zwischendurch mit einem Schuhkarton voller Speicherchips wieder, lässt den Telepathen aber ihre Waffen und niemand schert sich um auslaufende Betriebsstoffe während einer Schießerei. An deren Ende Byron in Flammen aufgeht, wie der Titelgebende Sagenvogel. Nicht ohne vorher noch ein letztes Mal übergriffig gegenüber Lyta zu sein. Arsch.

So. Haken dran. Klappe zu, Byron tot. Endlich. Und die Bewertung des ganzen fällt im einzelnen zwar sehr unterschiedlich aus, bringt im Ende aber noch erstaunliche

4 von 6 Penissen

Und nun viel Spaß mit einem Live on Tape unserer Livesendung vom 20.05.2020. Erlebe mit, wie sich 3-4 Podcaster immer mehr geistige Getränke hinter die Binde kippen und immer weniger geistreiches sagen – ungekürzt und ungeschnitten. Denn niemand im Team hatte Lust, Arbeit in irgendwas zu stecken, was mit Byron zu tun hat.

Die Drakh-Seuche schlägt zu

Wir hatten uns sehr darauf gefreut, mit Dir am 7. November im Planetarium zum zweiten Mal unter dem virtuellen Sternenhimmel über Babylon 5 zu plaudern.
Allerdings haben wir die Ausmaße der Drakh-Seuche unterschätzt. Gingen wir bis zuletzt davon aus, dass im November wieder so etwas ähnliches wie Normalität herrschen wird, ist inzwischen klar: Ein Ende der Corona-Schutzmaßnahmen bzw deren Ausmaße im November ist nicht realistisch abzusehen.
Wir haben uns mit den Verantwortlichen des Galileums (virtuell) zusammengesetzt und die Optionen besprochen. Und es ist klar: Die Babcon2020 wird so wie geplant nicht stattfinden können, so gerne beide Seiten sie auch durchführen würden. Aber es geht einfach nicht.

Dazu kommt, dass sich in den kommenden Wochen diverse Planungsfenster schließen und wir eine definitive Entscheidung treffen mussten. Die Vorverkäufe stagnieren ebenfalls seit Monaten. Wir haben allerdings auch vollstes Verständnis, das momentan auch Alle andere Dinge im Kopf haben, als Karten für eine Babylon 5 Veranstaltung zu kaufen.

Was heißt das jetzt konkret?

Wir machen die Babcon2020 zur Babcon2021. Das Ganze wird um ein Jahr verschoben, auf den November 2021. Ein genaues Datum folgt noch.

Die Karten für die BabCon2020 behalten selbstverständlich ihre Gültigkeit für das Jahr 2021.

Solltest Du in Corona-Zeiten die Kohle nötig haben und nicht die ganz große Katze im Sack für das kommende Jahr kaufen wollen, dann haben wir dafür natürlich verständnis. Melde Dich bei info(a)babcon-event.de auf welchem Weg wir Dir das Geld zurückgeben können.

Solltest Du uns den Vertrauensvorschuss geben und die Karten behalten: Vielen Dank! Damit erleichterst Du uns die Arbeit! Denn wie es aussieht werden wir nicht zum Nulltarif aus der Absage rausgehen. 🙁

Und: Du hast automatisch eine Eintrittskarte für ein ganz besonderes Event:
Zum ursprünglich geplanten Termin in diesem Jahr werden wir ein online-Event veranstalten, dazu laufen momentan die Planungen. Was wie und wo, das wird jetzt noch organisiert, wir haben aber schon Gäste gewinnen können.

Wenn Du also den behind the scenes perk hast: Da sollte noch einiges kommen. Du hast jetzt ein Jahr länger Dinge auf die Ohren!

Wir hoffen, Du bleibst uns treu und wir sehen uns dann Corona-Frei im November 2021!

Auch wenn wir viel gackern in diesem Cast, ist das eher Galgenhumor und unsere Form der Bewältigung. Wir stecken ungern den Kopf in den Sand sondern sehen das Ganze als Chance, im kommenden Jahr die Con einfach NOCH großartiger zu machen und auch in diesem Jahr was Schönes für Dich auf die Beine zu stellen.

#Föhnt Byron!

londo und g’kar machen eine Na’toth-Erfahrung. stellt sich nämlich raus: in dunklen Centauri-kellern lagert nicht nur köstlicher Brivari von vor 100 Jahren, sondern auch so manch eine Gefangene, die einfach mal vergessen wurde. Tja, die Centauri sind eben mehr dafür bekannt, kräftig zu feier, als für ihre vorbildliche Aktenführung. G’kar kommt dem Ganzen eher zufällig und kulinarisch auf die SPOOr

Apropos Spoo: Offiziell lässt man Na’toth also im Kerker verhungern, inoffiziell laufen Londo und G’kar zum Buddy-heist in bester Manier auf und entführen die Guteste auf gar trickreiche Weise, was ZUFÄLLIGERWEISE auch auch beinhaltet, dass sich eine Centauri-Lady vor den beiden entkleidet. Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!

Für Sheridan läuft es dagegen gar nicht nach Plan. Denn Drazi-Trümmerteile im Gaim-Sektor bringen selbige auf den Plan. Da bringt es auch nichts, das Garibaldi in seinen Ermittlungen zu dem Schluss gekommen ist, dass da irgendwer (Erinnert sich noch jemand daran, dass Londo am Anfang der Folge einen unerklärlichen Anstieg der Centauri-Rüstungskosten bemängelte?) munter auf fremde Schiffe schießt und gefälschte Beweise zurücklässt, damit sich alle gegenseitig an die Gurgel gehen. Klingt irgendwie nach Schatten 2.0. Allerdings hat sich Garibaldis Kompetenz offenbar endlich bis zu den Botschaftern herumgesprochen und selbige verlassen demonstrativ die Fäuste schüttelnd den Ratssaal

„Und wenn ich Schuhe trüge, dann würde ich mit selbigen auch noch auf den Tisch hauen. Jawoll!“

Nur mit massiver Polizeigewalt und Drohungen kann Sheridan den rappelnden Karton ein wenig zur Räson bringen.

Und dann war da noch irgendwas mit Bester und so nem langhaarigen Telepathen. Aber das haben wir vergessen.

Wie so oft liegen hier „Hui“ (Londo und G’Kar) und „Pfui“ (müssen wir das erwähnen?) eng beieinander, zusammengekittet von einer Menge „Naja“ (Sheridan und die Diplomaten)

Das alles in einen Zopf..äh..Topf geworfen, einmal kräftig umgerührt ergibt einen okayen Brei und eine Gesamtwertung von

3 von 6 Penissen

Die Raiders sind jetzt Tricks

Sonst passiert nix. Doch halt! Eigentlich passiert doch ne Menge. Londo macht sich auf den Weg nach Centauri prime, um sich vom ordnungsgemäßen Zustand der rollbaren Säulen, der pastellfarbenen Vorhänge und des lächerlich kleinen Thronsaals zu überzeugen. Und er sucht gleich noch ein Gespräch mit dem Regenten. Doch das ist nicht so einfach. Und ist auch mit allerlei Gefährlichkeiten und Leichen gepflastert. Denn rechts und links werden Centauri gemeuchelt und auch Londo sieht sich fliegenden Messern in dunklen Ecken entgegen. Die aber auf magische Weise von finstren Gestalten gestoppt werden. Tja. Hätte der Attentöter mal lieber einen Blaster benützt.
Wie dem auch sei, am Ende gibt es ein paar seltsame Ratschläge vom reichlich ramponierten Regenten, worauf Londo der Bock auf einen weiteren Aufenthalt im Palast vergangen ist und der Rückflug zur Station quasi schon gebucht.

Auf dieser wird die Situation wortwörtlich haarig. Denn Byron und seine Gang gehen nun in den Köpfen der BotschafterInnen spazieren und wollen nun tauschen: Geheimnisse gegen Heimatwelt. Blöd nur, dass Sheridan grundsätzlich nicht mit Terroristen verhandelt.
Am Ende schließen sich die Telepathen mit Vorräten für ganze 3 Tage einfach ein und hoffen das Beste(r). Toller plan.

Der Telepathe-Konflikt neigt sich dankenswerterweise einem Ende entgegen und wir plätschern nicht mehr so dahin. Und Londo und G’kar sind immer mindestens einen Penis wert.
Am ende stehen (höhö) 4,5 von 6 Penissen.

Totentanz in Garibaldis Hose

Bringt Eure Toten raus! Denn die Brivari..äh..Brakiri feiern alle Jubeljahre (irgendwas mit irgendeinem Kometen) ein ganz besonderes Fest: Den Tag der Toten. Der Name ist natürlich nicht wörtlich zu nehmen. Der Tag der Toten wird nämlich traditionell nachts gefeiert. Oder in Garibaldis Fall nackt. Aber der gute schlüpft recht schnell wieder ins Hemd, als eine totgeglaubte alte Bekannte plötzlich im Quartier auftaucht, die auch wir lieber vergessen hätten. Wir erinnern uns: Die Folge GROPOS ist damals nicht sonderlich gut weg gekommen hier bei uns im Cast. Was auch daran lag, dass Garibaldi die amoröse Stimmung mit Dodger durch ellenlange Gespräche über seine Ex zielsicher getötet hat. Und auch heute ist ihm nicht wirklich nach Fickificki zumute…
Londo dagegen hats besser getroffen. Er hat sich nicht nur mit Alkoholika eingedeckt sondern hat auch keine Skrupel, mit seiner Leiche in die Kiste zu hüpfen. Und auch Lochley findet sich mit einer jungen Dame im Bett wieder. Allerdings zum Reden.
Die nächste nächtliche Paarung (also von Figuren!) ist allerdings etwas an den nicht vorhandenen Haaren herbeigezogen. Denn der von uns nicht gerade geliebte Lennier ist zu Besuch und bekommt selbigen. Von Mr. Morden. Warum auch immer. Jeder bekommt eben die Erscheinung, die er verdient.
Lennier war nämlich eigentlich gekommen, um Locke und Laber zu sehen. Ach nee, Tim und Struppie? Zebo und Rootie? Ach irgendwelche leidlich lustigen Comidians.
Die beiden kalauern sich also über die Station, schnorren Abendessen mit dem Präsidenten und tragen im Grunde nichts zur Handlung bei. Ausser vielleicht als Gradmesser für das Talent des Ensembles zu dienen.

Was bleibt ist eine doch irgendwie stimmungsvolle Folge, die aber auch irgenwie nicht so richtig zum Rest der Serie passt, weil Neil Geiman natürlich seinen schaurig-schwarzen Stempel aufdrückt. In der Erinnerung war die Folge auch besser als im Rewatch. Aber sie ragt aus dem bisherigen Staffelschnitt hervor mit

4 von 6 Penissen

Oh nochwas: Wir bitten die technisch eher nicht so gute Spur von Mary zu verzeihen.

Sekrete auf dem Sofa

Achtung! Heute gehts mit Byron in der Kiste.
Wie kommt es zum Coitus? Nun, das ist eine nicht wirklich lange Geschichte. Denn der Strom an Telepathen (deren in der vergangenen Folge erwirkte begrenzte Duldung keine Rolle mehr spielt) reißt nicht ab, was natürlich zu Reibereien mit den indogenen Bevölkerung des grauen Sektors führt. Stefan Baldwin jedenfalls möchte Byron mal ordentlich verwämsen, aber der hält tapfer drei Backen hin und konntert mit dem kruden Argument, dass sich jeder neue Schlag nicht anders anfühlen würde, als der vorherige. Wir möchten widersprechen.
Als dann der stotternde Peter den falschen Lift nimmt und so richtig verdroschen wird, nehmen die Telepathen Rache, was Byron nicht verhindern kann, weil er grade mal wieder im Knast sitzt. Deshalb gibt es anschließend Trostsex mit Lyta. Byron wird quaise gegen den Strich gebürstet.
Am Ende ist nicht nur das Sperma, sondern auch die Katze aus dem Sack: Das postkoitale Kuscheln entfällt und statt dessen will Byron jetzt endlich eine Heimatwelt. Koste es, was es wolle. Und wir befürchten, dass er vor allem unsere Nerven sein werden.

Kommen wir zur nächsten B-Handlung. Denn Franklin B-handelt einen Pak’ma’rah. Auf der Suche nach Alien-Medizindaten begibt er sich auch zum bis dato ungesehenen Volk der Hyach. Die (gähn) ein dunkles Geheimnis haben: Vor etwa tausend Jahren haben die nämlich ihr Brudervolk ausgelöscht. Und das ganze erstaunlicherweise erfolgreich vertuscht. Aber sie haben nicht mit Franklings google-Fähigkeiten gerechnet. Der jetzt ordentlich die Moralkeule schwingt.
Dass die Hyach eigentlich drauf angewiesen sind, regelmäßig mit ihrem inzwischen toten Partnervolk zu knattern wird allerdings erst in mehreren tausend Jahren irgendwelche Auswirkungen haben und wir hören von beiden Völkern auch nie wieder was. So what?

Das Ganze haben wir alles schonmal besser und interessanter gesehen. Wir latschen hier drehbuchtechnisch entweder auf der Stelle oder auf ausgetretenen (P)faden. Und deshalb freuen wir uns eigentlich ausschließlich über kleine Details, wie die Knoblauchzehen auf dem Zoccalo, Zaungäste auf der Krankenstation, ein ziemlich labberiges Baguette und Aufzüge, die sich in Sekundenbruchteilen leeren. All das kann aber nicht über die Lahmheit der Folge hinwegtäuschen und wir können maximal

2 von 6 Penisse

vergeben.